BRLO Pale Ale

brlo_pale_aleBRLO bzw. berlo ist der alt-slawische Begriff für „Morast“ oder „Sumpf“ aus dem, im Laufe der Zeit, der Name Berlin wurde. Auf den gleichen Namen hört auch eine relativ neue Craftbeer-Marke deren Pale Ale ich euch heute vorstellen möchte. Da es sich auch hierbei um Wanderbrauer handelt, wird das Bier in verschiedenen Brauereien hergestellt die mal weniger, mal mehr im Berliner Umland liegen und mit Braumeister Michael Lembke hat man aber einen erfahrenen Mann mit an Bord. Kann also nicht schief gehen, oder?

In der Nase wirkt das trübe, orange- bis bernsteinfarbene Bier recht waldig, etwas Grapefruit und Ananas liegen im Aroma welches allerdings nicht sehr intensiv ausfällt. Ansonsten passt die Optik an der auch der weiße, feinporige Schaum beteiligt ist.

Noten von Orangenzesten und Grapefruit kommen auf, das Bier wirkt recht vollmundig und wuchtig obwohl es kaum Süße mit an Bord hat. Etwas Hefe ist in dem grasig-erdigen Hopfen- und Malzgemisch schmeckbar welches mit seinem Hauch von Fruchtaromen sicherlich nicht schlecht ist, dennoch ist der Körper einfach zu malzig-schwer und überdeckt diese Noten recht stark. Die aufkommende Herbe kommt nur leicht dagegen an, im Abgang wirkt diese dann bisweilen etwas kratzig und aufdringlich.

brlo_pale_ale_flascheVon der Rezenz her passt es ganz gut, die Spritzigkeit hält den Malzkörper etwas im Zaum und tut dem Bier recht gut. Die Fruchtigkeit indes lässt recht bald nach, übrig bleibt ein moderat süßliches aber nicht sehr aufregendes Bier. Extrapunkte bekommt es aber für seine ausführliche Zutatenliste mit allen Malz- und Hopfensorten – sowas sieht man leider immernoch sehr selten.

Alles in allem geht das Bier in Ordnung, auch wenn es nicht mein Liebling wird – das geht wirklich noch besser. Für das BRLO Pale Ale gibts drei Sterne.

Wollt ihr das Bier selbst probieren? Hier könnt ihr es bestellen.

IBU: 40

Alkoholgehalt: 6%

(3/5)







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