CraftCountry Smasher

craftcountry_smasher_amber_aleDass der Craftbeer-Boom vor Österreich nicht halt macht, wissen aufmerksame Leser meines Blogs schon lange. So kommen Bierfreunde nun mittlerweile auch im tiroler Hall auf ihre Kosten – zumindest, wenn sie bei der CraftCountry Brewery vorbeischauen. Im Test habe ich heute das Smasher der noch jungen Brauerei, ein Amber Ale welches sich anschickt, meinen „Durst zu erschlagen“. Na da bin ich jetzt gespannt…

Also vom Aussehen her, macht das Smasher seinem Stil alle Ehre. Bernsteinfarben bis rötlich leuchtet das Bier unter seiner leicht gelblich-weißen, cremigen Schaumkrone. In der Nase finden sich etwas Honig, Trauben sowie ein Hauch von Zitrusfrüchten.

Im Antrunk findet sich recht schnell eine merkliche Herbe wieder, ebenso fruchtig-blumige Hopfennoten die von Orangenzesten über Trauben bis hin zu Kiefer gehen. Einher geht der Geschmack mit einem eher zurückhaltenden Malzbett und einer etwas zu starken Karbonisierung. Im Verlauf gibt sich der Malzkörper sehr mild und weiterhin unauffällig, es vermag dem trockenen Charakter dieses Ales zeitweise kaum Paroli zu bieten. Dies merkt man vor allem im Abgang, wo die Herbe und der weissweinartige Charakter noch stärker zur Geltung kommen.

craftcountry_smasher_amber_ale_flascheIn meinen Augen wirkt das Smasher weitaus höher vergoren als es die nackten Zahlen auf dem Etikett glauben machen möchten. Hat man sich der Kohlensäure ein wenig entledigt, klappt es auch mit der Süffigkeit besser – auch wenn es doch wirklich ein wenig unter seiner Trockenheit leidet. Zudem geht dem Hopfen im Verlauf ein wenig die Puste aus um mit seiner anfangs recht exotischen Fruchtkomposition den notwendigen Gegenpart zu bilden.

Das mag jetzt alles vielleicht sehr negativ klingen, ist es aber nicht. Beim Smasher der Tiroler Brauer handelt es sich um ein charaktervolles Bier mit Höhen und Tiefen – das sind bei mir gute drei Sterne!

IBU: 42

Stammwürze: 14%

Alkoholgehalt: 5%

(3/5)







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