De la Senne Zinnebir

brasserie_de_la_senne_zinnebirHeute geht es mal wieder nach Belgien, genauer gesagt in die Region Brüssel nach Molenbeek-Saint-Jean zur Brasserie de la senne. Für euch im Test habe ich das „Zinnebir“, ein Belgian Blonde Ale welches sich, glaubt man diversen Reviews im Netz, durchaus auch als Sommerbier eignen könnte – auch, wenn es nun nicht so leicht ausfällt wie die ganzen Sommer Ales. Schauen wir uns den Belgier doch mal an…

Im Glas angekommen, verströmt das trübe, gelblich-orange Bier einen süßlichen Zitrusduft. Auch etwas Hefe mischt sich zu der Duftkomposition des Gebräus dessen weiße Schaumhaube recht grob ausfällt und alsbald verschwindet.

Der erste Eindruck des – typisch belgisch – etwas stärker karbonisierten Bieres ist herb und erinnert stark an Bitterorangen. Dadurch wirkt das Gebräu jedoch recht leicht und vor allem frisch, die aufkommenden, leicht säuerlichen Zitrus- und Orangennoten unterstreichen dies noch zusätzlich. Die Herbe des nur wenig malzstarken Bieres ist jedoch omnipräsent, verstärkt sich zum Abgang hin noch weiter und lässt das Zinnebir gerade hinten raus recht trocken wirken.

brasserie_de_la_senne_zinnebir_flascheZwar können die fruchtigen, heuartigen Hopfenaromen dieses Eindruck etwas abfedern, die Trinkbarkeit leidet aber dennoch unter der zu intensiven Herbe. Es fehlt ein klein wenig die malzige Unterbau, der lediglich ab und an mal mit einer getreidigen Note aufblitzt. Durch diesen leicht wirkenden Körper empfinde ich auch die Kohlensäure als zu stark weshalb sich die Süffigkeit bei mir in argen Grenzen hält.

Das Zinnebir ist definitiv kein schlechtes Bier, auch wenn ich hier etwas viel nörgle. Es ist belgisch, hat aber an manchen Stellen etwas zu viel des Guten. Von mir gibts heute drei Sterne.

Alkoholgehalt: 6%

(3/5)







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