Brewdog Black Jacques

brewdog_black_jacquesVon den schottischen Craftbeerspezialisten von Brewdog hatte ich schon länger nichts mehr. Also schnell das Black Jacques aufgemacht, ein Belgian Strong Ale (oder auch „Imperial Black Saison“ laut Homepage) mit zweistelligen Alkoholgehalt und 268 Tage andauernder Reifung im Rotweinfass. Klingt mächtig? Ist es bestimmt auch. Merci ans Biervana für diesen feinen Tropfen.

Kaum ist die Flasche geöffnet, zieht schon ein fruchtig-schwerer Duft in die Nase. Es duftet, leicht säuerlich, nach roten Beeren, etwas Holz Malz und Vanille. Von der optischen Seite erinnert es mit seinem schwarzen Kleid und dem bräunlichen, cremig-feinen Schaum an Stouts bzw. Porter Biere.

Der Antrunk fällt erstaunlich weich und mild aus, von der Komplexität hat es das Bier aber faustdick hinter den Ohren. Eine fruchtige Mischung aus Sauerkirsche und Johannisbeeren geht mit einem stark holzigen Fassaroma einher, verzeinzelt gesellen sich Röstaromen wie Kaffee und Schokolade mit dazu und runden das Bier von der Malzseite her ab. Nach kurzer Zeit überwiegt dann ein Geschmack von Dörrpflaumen zusammen mit einem nicht allzu süßen aber sehr geschmeidigen Malzbett sowie einer feinen Herbe die im Abgang etwas mehr herauskommt.

brewdog_black_jacques_flascheAuch den Alkohol merkt man mit der Zeit etwas, auch wenn er sich in der Geschmacksfülle gekonnt zu verstecken weiß. Insgesamt betrachtet erinnert das Bier weit mehr an einen schweren, süßlichen Rotwein als an den von uns so geliebten Gerstensaft – dieser blitzt lediglich vereinzelt durch die genannten Röstaromen auf und ordnet sich ansonsten der holzigen Fruchtigkeit unter. Dazu kommt, dass das Bier recht gering karbonisiert ist – das versteckt den weinartigen Eindruck umso mehr.

Harter Tobak, jedoch wirklich sehr lecker. Vielleicht hat mir das Bier ein klein wenig zu viel Säure und könnte etwas mehr Malzcharakter vertragen, für vier Sterne reicht es aber allemal. Prost!

Alkoholgehalt: 11,1%

(4/5)







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