Brewcifer Rhubarb Wire

brewcifer_rhubarb_wireGanz frisch auf dem Markt ist das Rhubarb Wire von Brewcifer aus Hamburg, ein Saison welches mit – wie der Name schon sagt – Rhabarber sowie einer Prise Basilikum gebraut wurde. Probieren konnte ich es erstmal vor zwei Wochen auf den Münchner Bierinseln und war begeistert, rennt man mit Rhabarber bei mir doch jederzeit offene Türen ein. So ganz nebenher hat man bei Brewcifer noch eine Crowdfunding-Kampagne für die eigene Brauerei am Laufen – vielleicht hat der ein oder andere von euch ja einen Euro dafür über. Nun aber zum Bier…

Das Bier kommt recht trübe in einem orangefarbenen Kleid daher, oben auf trägt etwas schneeweißen, cremig-feinen Schaum. In der Nase wirds interessant, kräuterartig mit süßlich-sauren Noten von roten Beeren zeigt sich das Bier und macht durchaus neugierig auf den Inhalt des Glases.

Sehr vollmundig wirkt der erste Schluck, weiches Malz paart sich hier mit etwas Hefe und angenehm säuerlichen, fruchtigen Aromen und sorgt somit für einen schönen, ersten Eindruck. Der namensgebende Rhabarber kommt erst kurz nach dem Abgang auf, wirkt dann aber – zusammen mit einer feinen, genau abgestimmten Säure – angenehm fruchtig auf die Geschmacksnerven ein. Dazu gesellt sich ein Hauch Zitrone was dem Gebräu einen sehr erfrischend wirkenden Charakter verleiht – vom Alkohol keine Spur.

brewcifer_rhubarb_wire_flascheGenau so stell ich mir ein sommerliches Getränk vor, säuerlich-frisch und fruchtig bei wenig Süße und dennoch vollmundig und auch süffig. Die Karbonisierung geht dabei gerade noch in Ordnung – es neigt schon sehr in die spritzige Richtung und erinnert ein wenig an alkoholfreie Weizenbiere die mit dem vielen CO2 gerne mal ihre Geschmacksarmut verschleiern wollen. Nicht so beim Rhubarb Wire, hier ist bis zum letzten Tropfen viel Spaß im Glas – toll!

Ja, der Rhabarber könnte in meinen Augen gerne dominanter sein – ihr kennt mich ja, ich krittel gerne rum. Alles in allem ist das Rhubarb Wire ein sehr schönes, sommerliches Bier und zeigt sehr gut, was in Sachen Craftbeer alles möglich ist. Vier Sterne nach Hamburg plus ein Eintrag in die Bestenliste!

Stammwürze: 13,5%

Alkoholgehalt: 6%

(4/5)







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