Hanscraft & Co Saison Julie

hanscraft_saison_julieDeutsche Farmhouse Ales bzw. Saisons sind derzeit eher eine Seltenheit – schön, dass sich Christian Hans Müller mit dem Hanscraft & Co Saison Julie anschickt, daran etwas zu ändern. Beim Design der Flasche fühlt man sich etwas an den Backbone Splitter erinnert, die großen, pinken Lettern machen aber keinen Hehl daraus, dass es sich hierbei um ein anderes Bier handelt. Wahnsinnige Erkenntnis, oder? Lassen wir das und kommen direkt zum Bier…

Ja, ordentlich Schaum hat das trübe Bier definitiv zu bieten, ansonsten ist die Optik durch die schneeweiße, feinporige Schaumhaube sowie der gold-orangenen Farbe sehr gefällig. In der Nase sind getreidig-fruchtige Aromen wahrnehmbar, es duftet zudem nach Orangenzesten, Limone und fein nach Hefe.

Sehr frisch und spritzig zeigt sich der erste Schluck, fruchtig-estrige Hefenoten gehen mit einem getreidigen Malzbett einher welches zudem mit feinen Karamellaromen versehen ist. Eine ganz feine Säure ist ebenso wahrnehmbar wie die moderate Herbe, welche von den Hopfensorte Chinook und Sorachi Ace ausgeht. Diese sind auch für den hopfigen Touch des Bieres verantwortlich, der gerade in dem recht trocken wirkenden Abgang zur Geltung kommt. Dort hat man es mit feinen Grapefruit- und Zitronenaromen zu tun die das Bier angenehm abrunden.

hanscraft_saison_julie_flascheTrotz der etwas zu intensiven Sprizitigkeit liegt das Bier angenehm auf der Zunge und wirkt sehr vollmundig. Mir persönlich ist es im Trinkverlauf etwas zu erdig-hefig, das ist aber Geschmackssache und wird wiederum anderen Leuten gefallen.

Viel zu bemängeln gibt es nicht am Saison Julie, ist es doch ein sehr schöner Vertreter des Bierstils. Zudem hat es einen netten, hopfigen Twist, wirkt frisch und passt zu den sommerlichen Temperaturen. Von mir gibt es hierfür heute vier Sterne. Prost!

Alkoholgehalt: 6%

(4/5)







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