ISAR Helles

isar_hellesIn München hat sich in Sachen Bier in der letzten Zeit doch einiges getan. Jüngster Spross der Craftbeer-Szene in der bayerischen Landeshauptstadt ist das ISAR Bier, ein hopfengestopftes Helles welches den Namen des österreichisch-bayerischen Flusses trägt der (nicht nur) München durchkreuzt. Gebraut wird das Bier jedoch im Riedenburger Brauhaus welches ja doch 120 Kilometer von München entfernt ist. Seis drum, schauen wir uns das mit den Hopfensorten Saphir und Spalter Select gestopfte Bier mal an.

Leicht trübe steht das strohblonde Gebräu im Glas und wird zudem von cremig-feinen, jedoch nicht sehr standhaften, weißen Schaum garniert. In der Nase liegen blumig-würzige Hopfenaromen sowie etwas Getreide.

Der Antrunk ist sehr leicht, beinahe etwas wässrig und unaufgeregt, etwas brotig bis getreidig wirkendes Malz ist schmeckbar. Dazu gesellt sich ein leicht würzig wirkendes Hauch der mitwirkenden Hopfen, allzu ausgeprägt sind die Aromen jedoch nicht. Davon, dass das Bier hopfengestopft sein soll, merkt man eigentlich nichts – geschmacklich bewegt es sich im Bereich der gewöhnlichen heller Lagerbiere von denen es hier durchaus das ein oder andere gibt.

isar_helles_flascheEbenso einfach und leicht wirkt auch der Abgang, es wirkt jedoch ein klein wenig trocken und kratzig was jetzt nicht unbedingt angenehm ist. Die Karbonisierung ist angemessen bis etwas zu hoch und sorgt somit nicht dafür, dieses Gebräu süffiger wirken zu lassen. Auch mag die leichte, aber etwas penetrante Herbe nicht so recht zu dem sonst so minimal gehaltenen Charakter des Bieres passen. Hinzu kommt auch noch, dass das Bier mit steigender Temperatur etwas muffig wirkt – also schnell (und vermutlich am besten aus der Flasche) trinken.

Ne, gar nicht so meins. Ich kenne sehr viele „normale“ Lager in Oberbayern, die geschmacklich so viel mehr drauf haben, ohne dabei als craftig gestyltes Produkt zum Premiumpreis daherkommen – da trink ich lieber Isarwasser. Zwei Sterne.

Alkoholgehalt: 4,7%

(2/5)







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