Maisel & Friends Simcoe Ale

maisel_and_friends_simcoe_aleGanz frisch auf dem deutschen Markt ist das Single Hop Simcoe Ale der bayreuther Brauerei Maisel unter ihrer Maisel & Friends Marke. Bisher waren die Spezial- und Seasonal Sorten mehr als trinkbar und entsprechend hoch sind die Erwartungen an dieses IPA welches allerdings in der 0,33er Longneck Flasche daherkommt und nicht in der sonst genutzten 0,66er 0,75er Flasche. Ich will euch nun aber nicht weiter mit Belanglosigkeiten langweilen – los gehts.

Recht trübe steht das orangefarbene Bier im Glas und emittiert einen getreidig-fruchtigen sowie leicht hefeartigen Duft der entfernt an Grapefruit und Limonen erinnert. Dazu gesellt sich ein schön anzusehender, feinporiger sowie weiß leuchtender Schaum. Passt.

Im Antrunk gibt sich das Bier recht vollmundig und erinnert vom Charakter doch arg an ein stark gehopftes Weizen. Recht intensiv fällt daher auch das Malzbett aus wodurch es der Hopfen nicht so einfach hat, seine Aromenvielfalt in der Weise auszuspielen, wie man es bei einem Single Hop IPA erwarten würde. Dennoch schaffen es vereinzelte Hopfenaromen auf die Zunge, darunter größtenteils Zitrus mit harzigen Anklängen, und bereiten den Weg für das karamellig-süße und getreidige Malz. Der Abgang fällt daher auch nicht wirklich schlank aus, mehr malzig-süß mit nem kleinen, herben Hopfenkick.

maisel_and_friends_simcoe_ale_flascheIhr merkt schon, so richtig begeistert liest sich das nicht. Das mag daran liegen, dass ich das Bier für eine Themaverfehlung halte – zumindest, wenn man ein IPA erwartet wie es der Werbeflyer glauben machen möchte. Stellt man die Stilfrage, so sehe ich das Bier eher bei nem Pale Wheat Ale mit Anklängen in Richtung White IPA. Das bedeutet nun nicht, dass das Simcoe Ale ein schlechtes Bier ist – es ist nur nicht das, was es vielleicht sein möchte (oder das Marketing gerne draus machen möchte). Am ehesten vergleichbar ist es mit einem TAP 5 von Schneider und da schlägt es sich geschmacklich ganz gut, auch wenn die Herbe nicht so ganz ausbalanciert ist und das Bier in seiner Gesamtheit zu malzlastig ist.

Fruchtig, vollmundig und durchaus interessant – von einem richtigen IPA aber weit entfernt. Summa summarum gerade noch drei Sterne.

IBU: 40

Alkoholgehalt: 5,9%

(3/5)







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