Mikkeller Black Hole

mikkeller_black_holeEs gibt einfach Tests, auf die ich mich so richtig freue. Entweder, weil ich das Bier schon kenne und weiß, dass mich etwas gutes erwartet oder weil die Brauerei bei mir bereits mehrfach positiv aufgefallen ist. Beim heutigen Test des Black Hole Imperial Stouts von Mikkeller treffen sogar beide Punkte zu. Und ja, auch ich bin nicht so ganz mit dem Weg einverstanden, den die Dänen eingeschlagen haben – ebenso wenig mit dem „ultracoolen Hipstertum“ das sich, nicht nur um diese Marke, etabliert. Das alles soll mir jetzt bei diesem Bier erstmal egal sein…

Erwartungsgemäß schwarz und blickdicht steht das viskose Bier im Glas, getoppt mit einem feinporig-cremigen, nussbraunen Schaum. Darunter duftet es nach Vanille, Honig, Karamell und getrockneten Pflaumen.

Auf der Zunge angekommen wirkt das Bier gar nicht so schwer wie man vielleicht glauben möchte – bis auf den durchaus merkbaren Alkohol. Nüsse, Schokolade, Vanille, Karamell, Lakritze und Honig sind nur ein paar Aromen, die mir beim ersten Schluck dieses sehr komplex wirkenden Bieres in den Sinn kommen. Zu erwähnen ist außerdem eine sehr milde, jedoch merkbare Säure die so recht nicht in das Geschmacksspektrums dieses Imperial Stouts passen mag.

mikkeller_black_hole_flascheDas Mundgefühl fällt hingegen sehr voll und angenehm aus, es ist mir jedoch etwas zu viel Kohlensäure in diesem Bier enthalten. Gerade bei den ölig-viskosen Vertretern darf es da bei mir gerne weniger sein. Im Verlauf kommen auch die dunklen Früchte raus, die sich bereits in der Nase angedeutet hatten – Kirschen und die angesprochenen Trockenpflaumen sind hier zu nennen. Dazu fällt das Bier – alles in allem – moderat herb aus, die Trinkbarkeit ist, bedingt durch die süßlich-schokoladige Malzmischung, hoch.

Andere Biere haben gezeigt, dass hier geschmacklich noch mehr geht. Dennoch ein sehr gutes, intensives Stout welches von mir heute vier Sterne bekommt.

Alkoholgehalt: 13,1%

(4/5)







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