Pivovarna 1713 Bloody Executioner

pivovarna_1713_bloody_executionerSchonmal was von der slowenischen Brauerei Pivovarna 1713 gehört? Gut, ich nämlich auch nicht. Entsprechend überrascht geschaut habe ich dann, als mir ein Kollege zwei Biere der Brauerei mitgebracht hat die es wohl auf den Metaldays zu kaufen gab. Eines davon – den Bloody Executioner – seines Zeichens ein India Pale Ale mit einem richtig geilen Etikett – werde ich euch nun vorstellen:

Satt bernsteinfarben strahlt das Ale aus seiner Behausung, getoppt von einem Finger breit cremig-weißen Schaum. In der Nase sind viel Karamell und grasiger, leicht fruchtig wirkende Hopfen wahrnehmbar.

Recht klarer, sauberer Antrunk – beinahe etwas wässrig, kurz darauf macht sich ein süßliches, getoastetes Malz mit ordentlich Toffee und einem Hauch Röstaromen bemerkbar. Dazu gesellt sich auch der anfangs zurückhaltende, sehr grasige Hopfen mit seinem heuartigen Aroma. Mit etwas Phantasie kann man darin noch Anklänge fruchtiger Noten erkennen, ansonsten ist da nicht allzu viel los. Ganz im Gegenteil zur Bittere, ist sie hier doch recht ausgeprägt und sorgt für einen schlanken, trockenen sowie ordentlich nachbitternden Abgang.

pivovarna_1713_bloody_executioner_flascheDank dem recht stattlichen Malzbett, der angenehmen Süße und der zurückhaltenden Karbonisierung, lässt sich das Bier recht gut und zügig trinken. Leider fehlt ihm etwas die Aromatik, die ich von einem IPA erwarte – dafür ist es seitens der Hopfenaromatik einfach zu schwach aufgestellt. Aber andererseits muss ich sagen: Ich würde gerade auf einem Musikfestival tausend Mal lieber zu diesem Bier greifen als zu der ganzen Standardplörre, die man meistens bekommt.

Licht und Schatten beim Bloody Executioner. Gute Ansätze sind erkennbar, bei dem Gebotenen reicht es allerdings nur für runde drei Sterne.

Alkoholgehalt: 6%

(3/5)







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