Craftwerk Dark Season

craftwerk_dark_seasonDer Name des neuen Sprößlings der Bitburger-Tochter Craftwerk lässt schonmal auf den Inhalt schließen – „Dark Season“ heißt das neue Gebräu und stellt einen Sweet Stout dar. Dieser Stil hebt sich insofern von einem „normalen“ Stout ab als dass beim Brauen mehr Restextrakt (und damit Süße) bzw. einen höheren Anteil nicht vergärbarer Zucker enthält und somit einen volleren Körper sowie einen süßlicheren Geschmack bekommt. Schauen wir mal, ob es den Bitburgern gelungen ist…

Dunkelbraun läuft das Bier in Glas und bildet dort eine feinporige, bräunliche Schaumhaube mit mittelmäßiger Standfestigkeit aus. Im Geruch sind etwas Kakao, dunkle Früchte und etwas Karamell.

Der Antrunk ist recht leicht und wird von einigen, wenigen Röstaromen begleitet. Diese mischen sich mit schwarzen Johannisbeeren, etwas Vanille und Karamell zu einer süßlichen Melange bei der man sich allerdings mehr Aroma, gerade von der Röstmalzseite, wünscht. Die Bitterung fällt angenehm aus, mit 22 Bittereinheiten ist da nicht allzu viel geboten – schön ist aber, dass man mit East Kent Golding einen traditionellen „Stout-Hopfen“ für dieses Bier genutzt hat.

craftwerk_dark_season_flascheDer Abgang ist dann auch recht flott und unspektakulär, auf der Zunge bleiben nur Anklänge von getrockneten Feigen und etwas Rauch – zu wenig wie ich finde. Andererseits ist die Trinkbarkeit dieses wenig komplexen Bieres entsprechend hoch, das süßliche Malzbett und die gute balancierte Karbonisierung machen das Bier süffig und lassen so über den ein oder anderen geschmacklichen Ausrutscher hinwegsehen.

Nein, Deutschland wird durch das Dark Season sicherlich nicht zum Stout-Land – für die dunkle Zeit des Jahres hätte mich mehr „Wumms“ erwartet. So kommt das Bier heute auf durchschnittliche drei Sterne.

IBU: 22

Stammwürze: 12,7%

Alkoholgehalt: 5,6%

(3/5)







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