Hoppebräu PX

hoppebraeu_pxEs ist immer wieder schön über neue Biere zu schreiben – vor allem, wenn man bei der Entstehung dabei sein konnte. Vorstellen möchte ich euch heute daher das limitierte Hoppebräu PX, ein Imperial Stout welches sechs Monate in einem Pedro Ximénez Sherryfass lagern durfte. Das ist insofern spannend, als dass fassgelagerte Spezialbiere bei uns immernoch eine Seltenheit sind – gerade von kleinen Brauern auf dem Lade. Umso mehr freue ich mich auf den nun folgenden Test…

Dunkelbraun bis schwarz läuft das viskose Bier in Glas und emittiert bereits jetzt einen intensiv schokoladigen, mit Holznoten gespickten Geruch. Im Glas angekommen bildet es eine bräunliche Schaumhaube mit cremiger Konsistenz, im Geruch reichen die Eindrücke von Schokolade über Holz bis hin zu roten Beeren und Rosinen.

Auf der Zunge angekommen, entfaltet das komplexe Bier ein weites Spektrum an Röst- und Fassaromen – man braucht erst einmal eine Weile um  die Fülle an Geschmack zu realisieren. Da wäre einerseits Zartbitterschokolade mit etwas Kaffe und einem Hauch Vanille, andererseits Rosinen, Pflaumen sowie auch Trauben und etwas Holz – Wahnsinn. Das Ganze ist in ein moderat süßliches Malzbett eingelassen welches dem Bier auch eine ölige Konsistenz verleiht. Im Abgang bleiben derweil die Fruchtaromen noch eine Zeit lang erhalten, ein wenig Herbe kommt auf und rundet das Bier ab.

hoppebraeu_px_flascheSamtig und sehr voll wirkt der Körper, trotz des durchaus merklichen Alkoholgehalts ist das Bier jedoch immernoch gut trinkbar. Dazu passend auch die sehr zurückhaltende Karbonisierung wodurch das Bier beinahe an einen Likör erinnert als an des Deutschen Lieblingsgetränk – und das ist auch gut so! In meinen Augen ist der Spagat zwischen Bier- und Fassaromen immer recht schwierig, die Balance ist hierbei das A und O. Umso mehr freut es mich, dass diese beim PX wirklich perfekt getroffen wurde, keine der beiden Seiten übernimmt das Geschmackszepter – vielmehr gehen Getränk und Holz eine wunderbare Melange ein, die auch noch perfekt zur kalten Jahreszeit passt.

Ja mei, ich sag da nicht viel mehr dazu. Das sind fünf Sterne sowie ein Eintrag in die Bestenliste. Bravo, Markus Hoppe!

Alkoholgehalt: 11,4%

(5/5)







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