Sierra Nevada Bigfoot

sierra_nevada_bigfootMein letztes Bier von den Craftbeer-Pionieren von Sierra Nevada aus Chico, Kalifornien ist schon eine Zeit lang her. Nicht zuletzt deshalb, sondern weil ich die Biere der drittgrößten US-Craftbeer Brauerei auch für durchweg gelungen halte, freue ich mich auf den nun folgenden Test des Bigfoot Barleywine Style Ale aus dem Jahre 2015. Ab gehts!

Rubinrot schimmert das klare Bier aus seiner Behausung und entfaltet darin gleichzeitig einen schweren, süßlichen Duft nach Rosinen, Pflaumen, Karamell und Lakritze. Der aufliegende Schaum ist cremig-fein und leicht gelblich eingefärbt.

Auf der Zunge macht sich ein dichtes, getreidiges Malzbett breit welches nur wenig süßt. Viel Malz ist schmeckbar, etwas Brot sowie Trockenfrüchte, Pflaumen, Karamell und etwas Anis sowie Lakritze. Die etwas mehr als 9 Prozent Alkohol sind in dem vollmundigen Bier gut versteckt und sind am ehesten nach ein paar Schluck zu erahnen.

sierra_nevada_bigfoot_flascheDer Abgang zeigt sich von der bitter-fruchtigen Seite, Rosinen, etwas Orange und Grapefruit sowie Pinie dominieren hier den Eindruck. Dabei wird der Geschmack von einer markanten Herbe begleitet – 90 Bittereinheiten sind nunmal auch bei so einem starken Bier kein Pappenstiel. Insgesamt präsentiert sich das Bier sehr weich und gut ausbalanciert wodurch sich automatisch eine gute Trinkbarkeit einstellt. Wegen mir dürfte das Gebräu aber ruhig noch fruchtiger und somit vielfältiger wirken, da hat die Konkurrenz etwas mehr in petto.

Ein sehr guter Barleywine, allerdings mit minimalen geschmacklichen Schwächen, weshalb heute „nur“ vier Sterne nach Chico gehen. Prost.

IBU: 90

Alkoholgehalt: 9,1%

(4/5)







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