Lemke Berlin Hopfenweisse

brauerei_lemke_hopfenweisseNa, woran denkt ihr bei dem Begriff „Hopfenweisse“? Klar, euch wird der hopfige Weizenbock einer kleinen Kelheimer Brauerei einfallen. Aber auch die Brauerei Lemke aus Berlin, die mir die Tage ein kleines Verkostungspaket zukommen ließ, hat ein stark gehopften Weizenstarkbier im Angebot welches auf diesen Namen hört. Kaltgehopft wurde die Berliner Hopfenweisse mit der altbekannten Sorte Cascade, die Überraschungen sollten sich also im Grenzen halten. Schaun wir mal…

Der Geruch kommt auf jeden Fall bekannt vor, es duftet nach Zitrusfrüchten welche mit einem Hauch Banane und Honig versehen wurden. Die Optik der trüben, bernsteinfarbenen Bieres mit seinem cremigen Schaum überzeugt jedenfalls.

Überraschend schlank wirkt das Gebräu auf der Zunge, süßliches, leicht getreidig-würziges Malz mischt sich mit herben Fruchtaromen, darunter ein Hauch Grapefruit, Orangen sowie hefige Bananen- und Kaugummiaromen. Das leicht zu hoch karbonisierte Weizen wirkt dabei vollmundig und balanciert die immerhin 40 Bittereinheiten gekonnt mit einer angenehmen Süße und einhergehenden Honignote aus. Im herb-schlanken Abgang wirkt der Hopfen dann etwas grasig-würziger und verliert seine Fruchtigkeit – hier hätte ruhig noch ein wenig über sein können.

brauerei_lemke_hopfenweisse_flascheIm Trinkverlauf manifestiert sich dieser Eindruck mehr, es bleibt kaum mehr als ein etwas zu herb geratener Weißbierbock übrig. Sieht man davon ab, fällt die Trinkbarkeit recht gut aus und man mag es so recht gar nicht glauben, dass man es mit einem Starkbier zu tun hat.

Mir gefällt die Lemke Hopfenweisse recht gut, leider leistet sie sich jedoch ein paar kleinere Schwächen. Bei mir im Test reicht es heute für gute drei Sterne und der Erkenntnis, dass ich das Bier unbedingt mal vom Faß trinken möchte. Prost.

IBU: 40

Stammwürze: 16,5%

Alkoholgehalt: 7%

(3/5)







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