Urban Chestnut Hallertauer Winterperle

urban_chestnut_hallertauer_winterperleSeit einiger Zeit braut Florian Kuplent, ein oberbayerischer Braumeister, zusammen mit einem Kollegen in der Hopfenmetropole Wolnzach eine handvoll charakterstarke Biere. Kuplent verbrachte die letzten Jahre in den USA, wo er mit der Urban Chestnut Brewery eine bekannte Craftbeer-Marke etablierte. Zurück in Deutschland gründete er den deutschen Ableger und versorgt die durstigen Bierfreunde mit seinen Bieren. Eines davon, die Hallertauer Winterperle, möchte ich euch nun vorstellen. Merci ans Biervana für die Kostprobe!

In der Nase erfreut einen das mahagonibraune Bier mit sanften Röstaromen, etwas Karamell und Schokolade sowie einer fruchtigen Komponente. Auch der feine Schaum mit seiner leicht gelblichen Färbung kann sich sehen lassen.

Der Antrunk ist recht malzgeladen, gespickt von vereinzelten Röstaromen und fruchtig- bis kräuterartigen Hopfennoten – darunter Trauben und Wassermelonen. Die Röstigkeit scheint soweit verschwunden, das Malz wirkt getreidig-brotig, hat einen Touch von Teig mit Butter und Vanille, dazu kommen Kräuter und vereinzelte Zitrusaromen. Im Abgang wirds dann unerwartet herb, der Hopfen wirkt grasig und vereinzelt kommt jetzt auch wieder ein Hauch Schokolade raus.

urban_chestnut_hallertauer_winterperle_flascheEin wenig ratlos bin ich schon. Anfangs kam mir das noch wie ein perfektes dunkles Bier vor, die herb-hopfische Geschmacksmischung zusammen mit dem brotigen Malz lassen das Gebräu mehr wie ein Red Ale wirken. Zudem stört die etwas zu starke Kohlensäure die Trinkbarkeit ein wenig, dank der leichten, honigartigen Süße kann man dem Bier ansonsten eine ganz gute Süffigkeit attestieren.

Mir persönlich fehlen bei diesem Dunkel ein wenig die dunklen, gerösteten Malze. Irgendwie ist das Bier nicht Fisch und auch nicht Fleisch was die Bewertung auch nicht vereinfacht. Ich gebe der Hallertauer Winterperle drei Sterne.

Stammwürze: 13,8%

Alkoholgehalt: 5,8%

(3/5)







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