Weißbräu Schwendl Schalchner Ursprung

weissbraeu_schwendl_schalchner_ursprungSeit einigen Wochen zu haben ist das neue Schalchner Ursprung vom Weißbräu Schwendl aus dem oberbayerischen Tacherting zu haben. Es handelt sich dabei um ein Weißbier nach dem hauseigenen Originalrezept von 1935 welches den Beginn der Brauerei darstellte. Minimalst verändert hört es heute auf den Namen Ursprung und ist mit seinen knapp 6 Volumenprozent Alkohol eines der stärkeren Weizen. Ob es sich gelohnt hat, das alte Rezepte rauszukramen? Schaun wir mal…

Von der Optik her ist das schonmal traumhaft, bernsteinfarbenes, trübes Bier wird von einer feinporig-cremigen, weißen Schaumhaube garniert. In der Nase gibt es sich etwas zurückhaltend (klar bei dieser Schaumhaube), es sind jedoch Anklänge von Karamell, Getreide und ein wenig Hefe wahrnehmbar.

Der Antrunk fällt sehr vollmundig und malzgetragen aus, viel Brot mischt sich mit Nuancen von Karamell, Keksen und fruchtigen Aromen von der aufkommenden Hefe. Diese hinterlässt einen Hauch Banane und Kaugummi (ja, das ist auch ein Geschmacksmerkmal eines Hefeweizens) auf den Geschmacksnerven, mischt sich dann aber wieder unter die kaum süßende Malzmischung. Eine feine Säure lässt das Bier zudem recht frisch wirken, ebenso die vereinzelten grasig-kräuterartigen Hopfennoten welche allerdings kaum ins Gewicht fallen und eine ganz dezente Bittere mit sich bringen.

weissbraeu_schwendl_schalchner_ursprung_flascheHinten raus wirkt es dann bisweilen vielleicht etwas zu dünn – den Alkoholgehalt merkt man dem Bier zudem sowieso kaum an. Nicht zuletzt dadurch ist das Weißbier recht süffig, die Karbonisierung ist moderat gehalten. Mir gefällt der Zwischenschritt zwischen normalstarken Weizen und einem Bock sehr gut, es hat ordentlichen Malzcharakter, wirkt nicht langweilig und ist auf der anderen Seite nicht so füllend und dick wie ein Weizenbock.

G’schmackig ist das Ursprung auf jeden Fall. Ich könnte mir zwar noch etwas mehr Kick im Malz vorstellen, schlecht getrunken hat man in Tacherting anno 1935 jedenfalls nicht. Leckeres Bier, vier Sterne. Prost.

Stammwürze: 13,5%

Alkoholgehalt: 5,8%

(4/5)







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