Maisel & Friends Hopfenreiter

maisel_and_friends_hopfenreiterHeute Morgen habe ich auf Facebook aufgerufen, mir doch bitteschön zu sagen, was ich heute testen soll. Nun, ihr habt entschieden und ich füge mich natürlich: Heute im Test: Das ganz neue Hopfenreiter Double IPA aus dem Hause Maisel & Friends. Im Vorfeld des Brauvorgangs wurden eine handvoll befreundeter Brauer gebeten, doch beim „Bockbier meets Craftbeer-Tag“ in Bayreuth vorbei zu schauen und einen feinen Hopfen für den Gemeinschaftssud mit zu bringen. Es wurden letztendlich ganze 8 verschiedene Sorte, angefangen beim deutschen Spalter Spalt bis hin zu Wai-iti aus Neuseeland. Auf diese Mischung bin ich jetzt mal gespannt…

In der hopfigen Nase des honig- bis goldfarbenen, leicht trüben Ales tummeln sich exotisch-fruchtige Aromen, darunter Mandarine, Grapefruit, schwarze Johannisbeeren und Orangenschale.

Entsprechend aromatisch zeigt sich dann auch der Antrunk. Eine Welle von fruchtigen Hopfenaromen schwappt über die Zunge, Mandarinen, Limetten, Heidelbeeren und Grapefruit sind schmeckbar und gehen mit einem feinen, kaum auffälligen Malzbett einher welches höchstens ein wenig Karamell- und Honigaroma mitbringt. Trotz seiner 70 Bittereinheiten, die vor allem im Abgang allmählich daher kommen, wirkt das etwas alkoholische Gebräu recht süffig und gut ausbalanciert.

maisel_and_friends_hopfenreiter_flascheDer angesprochene Abgang ist bisweilen recht knackig, bleibt aber größtenteils ausgewogen und wird von den ewig anhaltenden Hopfenaromen begleitet. Die Herbe bleibt auch nach dem Genuss lange auf der Zunge erhalten, wirkt aber angenehm frisch und lädt zum Weitertrinken ein. Zu der guten Trinkbarkeit trägt auch die perfekte Karbonisierung sein Scherflein bei – alles in allem eine sehr runde, geschmackige Sache. Einzig die Hopfenmelange wirkt bisweilen etwas ‚too much‘, ich bin da aber auch mehr der Fan von klar definierten Bieren mit nicht zu vielen Sorten – das ist aber Geschmackssache.

Dieses Double IPA ist eine klare Ansage an viele deutsche Craftbauer. Aromatisch, knackig herb aber dennoch ungemein süffig. Von mir gibt es hierfür vier Punkte und die Frage, ob man beim Artwork bei Sleepy Hollow geistig frühstücken war. Prost.

  • Stammwürze: 18,6%
  • Bittereinheiten: 70
  • Alkoholgehalt: 8,5%

(4/5)







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