Störtebeker Baltik-Lager

stoertebeker_baltik_lagerHeute möchte ich euch das Baltik-Lager der Störtebeker Braumanufaktur vorstellen, welches seit einigen Wochen den deutschen Biermarkt bereichert. Bevor ihr nun fragt, was ein Lager baltisch macht…das weiß ich auch nicht. Im Endeffekt ist es wohl ein Export oder Wiener Lager, welchem sie – aufgrund der geographischen Nähe – dem Beinamen „Baltik“ verpasst haben. Na schaun wir mal…

In der Nase des goldgelben bis bernsteinfarbenen, opalen Bieres findet sich etwas Heu, leicht kräuterartige Hopfenaromen, Malzaromen sowie etwas Sahne.

Der Antrunk ist von feinmalzigen Zügen geprägt, etwas Biscuit und/oder Kuchenteig, Karamell sowie ein Hauch Vanille. Dabei wirkt das Bier übertrieben süßlich, was von dem aufkommenden Hopfen mit seiner grasig-kräuterartigen Note ein wenig kaschiert werden kann. Die Süße sowie die karamelligen Noten verleihen dem Bier eine ganz gute Trinkbarkeit, lassen aber geschmacklichen Tiefgang ein wenig vermissen.

stoertebeker_baltik_lager_flascheIm Abgang dann ein wenig wässrig – gerade wenn man sich an die Süße gewohnt hat – dazu hopfige und vereinzelt fruchtige Noten. Im Trinkverlauf bleibt dann von dem Malzcharakter nicht mehr viel übrig, es wird ein wenig eintönig und bisweilen etwas pappig. Mir fehlt hier ein wenig der kleine trocken-herbe Eindruck welcher bei Märzenbieren zum Weitertrinken anregt. Beim Baltik-Lager wirkt man gesättigt und ich könnte mir da jetzt nicht vorstellen, noch eine Flasche aufzumachen.

Ja ganz nett, aber auch nicht mehr als der Durchschnitt. Daher gibts heute gerade noch so drei Sterne.

Stammwürze: 13,2%

Alkoholgehalt: 5,5%

(3/5)







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