Stone Brewing Berlin Ruination Double IPA

stone_brewing_berlin_ruination_double_ipaFrisch aus Berlin kam vor ein paar Tagen die zweite Stufe der deutschen Produktpalette von Stone Brewing aus Berlin. Vorstellen möchte ich euch heute daher das Stone Ruination Double IPA welches hoffentlich den etwas enttäuschenden Eindruck des IPA, welches ich vor ein paar Wochen getestet habe, wett machen kann. Es erwarten mich 100+ Bittereinheiten, eine Hopfung aus den Sorten Magnum, Nugget, Centennial, Simcoe, Citra und Azacca – das verspricht Geschmack und Intensität…mal sehen.

Satt und goldgelb strahlt das leicht eingetrübte Bier aus dem Glas, garniert mit feinporigem Schaum. In der Nase sind Aromen von Melone zu erkennen, Zitrusfrüchte und etwas Grapefruit – die Intensität hält sich allerdings in Grenzen.

Im Antrunk macht sich auch gleich die sehr dominante Herbe bemerkbar, das Bier wirkt recht trocken und adstringierend. Im Malz sind geringfügig süßliche Karamellnoten bemerkbar, ansonsten hält es sich aber komplett zurück und überlässt dem Hopfen die Bühne. Nun ja, diese bleibt jedoch größtenteils leer. Wie schon beim Indie Pale Ale bin ich auch hier über die Zurückhaltung erstaunt. Zwar sind Noten von reifen Zitrusfrüchten und Orangenschale schmeckbar, das Ganze wirkt jedoch wenig intensiv und wird dem auf die Dose gedruckten „Monumental in hops – imperial in intensity“ nicht gerecht.

stone_brewing_berlin_ruination_double_ipa_doseDer Abgang fällt trocken und mäßig herb aus, die Orangenschale bleibt lange hängen und ist eigentlich das geschmackliche Highlight des Gebräus. Recht gut fällt hingegen die Trinkbarkeit aus, den Alkohol merkt man kaum und so entwickelt sich das Double IPA zu einem gefährlich süffigen, jedoch geschmacklich nicht wirklich auffälligen Geschoss. Ja, in meinen Augen wurde und wird das stone’sche Vorhaben in Berlin zu sehr gehypt. Die Biere des deutschen Ablegers sind, ganz im Gegensatz zu ihren US-Pendants, im Mittelfeld angesiedelt und vor allem eins: Gefällig.

Ja, was soll ich sagen? „Passt schon“ ist ein ganz gutes Fazit. Das Ruination ist sicherlich nicht das beste Double IPA seit geschnitten Brot, wirklich schlecht ist es aber auch nicht. Drei Sterne sinds…

IBU: 100

Alkoholgehalt: 8,5%

(3/5)







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