Camba Bavaria Melon Flash

camba_bavaria_melon_flashEingeführt wurde das Melon Flash – seines Zeichens ein Weißbier – von der Truchtlachinger Brauerei Camba Bavaria als Ersatz für die beliebte Nelson Weisse deren namensgebende Hopfensorte – Nelson Sauvin – sehr schwer zu beschaffen war und auch immernoch ist. Jetzt soll also die Hopfensorte Hüll Melon, die neben zwei traditionellen Sorten eingesetzt wird, den Leuten ebenso den Kopf (oder besser den Geschmackssinn) verdrehen wie einst die Nelson Weisse…ob es klappt? Probieren wir es aus!

Ordentlich Schaum hat sich auf dem trüben, ockergelben Weizenbier gebildet, es riecht leicht fruchtig nach Erdbeer, Honigmelone, Zitrusfrüchten und ein wenig getreidig-malzig.

Recht spritzig geht das Gebräu zu Werke, leicht hopfige Aromen gehen mit einem ordentlich brotigen Malzeindruck einher. Ein wenig Heu und Kaugummi mischen sich dazu und sorgen für einen interessanten, wenngleich nicht sehr intensiven Geschmackseindruck. Eine fein abgestimmte Herbe mischt sich in die Aromenkomposition, der Abgang wirkt recht unaufgeregt und beinahe etwas wässrig.

camba_bavaria_melon_flash_flascheZugegeben, wirklich „geflashed“ hat mich das Bier bisher nicht. Die sanften Hopfenaromen bleiben zwar im Verlauf erhalten, insgesamt betrachtet wirkt das Bier jedoch ein wenig langweilig und vor allen Dingen überkarbonisiert – kommt einem bisweilen wie ein alkoholfreies Weißbier vor. Die Trinkbarkeit fällt entsprechend aus und so muss ich konstatieren, dass das Melon Flash seinem Vorgänger wohl nicht das Wasser reichen kann.

Nicht Fisch, nicht Fleisch. So recht mag mich dieses Bier nicht überzeugen – obgleich es nun auch nicht schlecht ist. Mittelfeld eben, daher drei Sterne.

IBU: 26

Stammwürze: 11,5%

Alkoholgehalt: 5,2%

(3/5)







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