Craftwerk Mad Calliasta

craftwerk_mad_callistaDa nimmt man sich ein wenig Auszeit, ist zwischendurch noch krank, und schon platzt der Bierkühlschrank aus allen Nähten. Zeit, den Stau mal ein wenig abzubauen – anfangen werde ich daher heute mit dem Mad Callista von Craftwerk, der „Craft-Auskopplung“ der Bitburger Braugruppe. Namensgeber für dieses Session Lager ist die neue Hopfensorte „Callista“ aus der Hallertau die erst seit zwei Jahren in nennenswerten Mengen angebaut wird. Neue Hopfensorten sind immer spannend, daher freue ich mich auch schon auf das, was grade in mein Glas fließt…

Das strohgelbe bis goldfarbene Bier verströmt einen frisch-hopfigen Duft nach Ananas und Zitrusfrüchten, sowie etwas frisch gemähten Gras. Die Schaumbildung geht in Ordnung, auch wenn der etwas grobporige, weiße Schaum nun nicht wirklich eine Augenweide darstellt.

Im Antrunk zeigt das Bier ein unaufgeregtes, leicht süßliches Malzbett welches ansonsten geschmacklich größtenteils neutral rüberkommt. Lediglich vereinzelt stechen leicht Stroh- und Brotaromen hervor, die von einem sanften, kaum auffallenden Hopfenaroma begleitet werden. Dieses wird zum Abgang hin ein wenig stärker, kann aber – entgegen dem Geruch – die Geschmacksknospen nur ein wenig kitzeln. Gut, bei einem Session Lager erwarte ich mich jetzt auch keine Hopfenexplosion, dennoch dürfte es gerne ein wenig mehr sein, denn das bisschen was man schmecken kann vermag richtig gut zu dem Bier zu passen.

craftwerk_mad_callista_flascheVon Herbe kaum eine Spur, 23 Bittereinheiten sollen es sein – nunja. Größter Kritikpunkt bei diesem Bier ist allerdings die Kohlensäure. Sorry, aber wenn ich schon recht wenig Geschmack in dem Bier habe und auf eine große Süffigkeit bauen möchte (die das Bier definitiv bieten kann), dann mach ich mir das doch nicht wieder durch zu viel Co2 kaputt. Das Mad Callista prickelt fast wie ein Wasser, bei dem man im Trinkwassersprudler dreimal zu viel auf den Kohlensäure-Knopf gedrückt hat. Die Süffigkeit regt dennoch dazu an, das untergärige Gebräu möglichst zügig zu trinken – mit den entsprechenden körperlichen Auswirkungen.

Potential hätte das Mad Callista sicherlich (wenn nicht sogar am meisten von den bisherigen Craftwerk-Bieren), die Karbonisierung und die zu behutsame Hopfung verhageln aber das Endergebnis. Daher gibt es heute drei Sterne.

IBU: 23

Stammwürze: 9,5%

Alkoholgehalt: 3,9%

(3/5)







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