Hanscraft & Co Black Nizza Motor Øl Whiskey Cask Matured

hanscraft_black_nizza_motor_oel_whiskey_cask_maturedDas Jahr neigt sich dem Ende entgegen, die Tage werden kürzer, die Nächte länger und die Biere stärker. Heute möchte ich euch das holzfassgereifte Black Nizza Motor Øl von Hanscraft & Co aus dem bayerischen Aschaffenburg vorstellen. Reifen durfte dieses Bier mit zweistelligem Alkoholgehalt in „Bavarian Pot Still Whiskey“ Fässern des Feinbrenners Severin Simon aus dem bayerischen Michelbach. So und jetzt genug der Vorrede, jetzt gibts Bier.

Dass der Name Programm ist, dass man bereits beim Einschenken des tiefschwarzen, viskosen Gebräus sehen – stiltypisch trägt es zudem eine braungefärbte, feinporige Schaumkrone. In der Nase begeistert das Bier mit einer feinen MIschung aus geröstetem Malz, Toffee, Schokolade und Kaffee wie auch Holz, Rauch, Kirschen und Lakritze.

Anders als gedacht wirkt das Bier erstmal gar nicht so schwer. Röstaromen von Kaffee und Schokolade kommen auf, süßliche Kirsche mitsamt etwas Holz und Whisky sind merkbar – bleiben jedoch im Hintergrund. Ebenso geht es der Herbe, obgleich sie sich im vergleichsweise recht unkomplizierten Abgang intensiviert und ihr Übriges dazu beiträgt, dass man den Alkoholgehalt des Aschaffenburger Gebräus ein wenig unterschätzt. Auf der Zunge bleiben die Röstaromen zurück, Kaffee dominiert hier klar.

hanscraft_black_nizza_motor_oel_whiskey_cask_matured_flascheMit der Zeit traut sich die Süße, gepaart mit einem stärkeren Schokoladenaroma, etwas mehr in den Vordergrund, die Fassaromen ziehen sich derweil jedoch weiter zurück und sind im Trinkverlauf beinahe kaum noch wahrzunehmen. Die Trinkbarkeit leidet darunter allerdings nicht, die Rezenz ist angenehm und das Bier steht nicht an. Trotzdem vermisse ich klein wenig die Tiefe im Bier. Wenn ich solch ein Kaliber an Stout im Glas habe, dann muss mich das Ding komplett umhauen. Das Motor Øl versucht es zwar, bringt mich allerdings nur ein wenig ins Wanken.

Mehr Körper, mehr Fass und es wäre perfekt. So reicht es heute jedoch „nur“ zur sehr guten vier Sternen. Prost!

Alkoholgehalt: 10,5%

(4/5)







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