Brauerei Barnikel Weizen

Heute geht es mal wieder nach Franken, genauer gesagt nach Frensdorf nahe Hirschaid an der A73 zur Brauerei Barnikel. Wobei, glaubt man dieser Liste stillgelegter Brauereien, so wird das Bier seit ein paar Jahren nicht mehr vor Ort sondern in Aufseß hergestellt. Seis drum, über die Qualität des Bieres sagt das ja erstmal nichts aus und daher freue ich mich auf das Weizen der Barnikels, welches gerade in mein Glas fließt…

Optisch ein Bilderbuchweizen, auch in der Nase finden sich stiltypische Anzeichen. Leichter Geruch von Malz, Bananen und einem Hauch von Steinfrüchten wabert unter der cremigen, strahlend weißen Schaumhaube hervor.

Der Antrunk ist wenig aromatisch, fast ein wenig wässrig und hat mit dem Geruch relativ wenig zu tun. Sehr getreidig kommt das Malz rüber, dazu etwas Hefe und einem Hauch Karamell – geht in Ordnung, eine Offenbarung sieht jedoch anders aus. Zum Abgang schleicht sich dann auch ein leichtes Hopfenaroma mit ein, kann sich aber gegen die Getreide-Hefe Mischung nicht weiter behaupten. Alles in allem fällt der Abgang auch kurz aus, von dem bisschen Aromatik ist nach einer Sekunde nichts mehr zu merken.

An dem allgemeinen Eindruck des Bieres ändert auch der Trinkverlauf nichts. Es ist wenig aromatisch, die Hefe fristet ein geschmackliches Schattendasein – über weite Strecken einfach relativ langweilig. Die Karbonisierung ist gut getroffen, auch handwerklich fehlt es dem Bier nichts, das täuscht aber nicht über den Eindruck eines einfachen Allerweltsweizens hinweg.

Es ist nun kein schlechtes Bier, viel Spaß hatte ich dabei aber auch nicht. Das Barnikel Weizen kriegt von mir heute ganz knapp noch drei Sterne.

Alkoholgehalt: 5%

(3/5)







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