Gulden Draak

Heute möchte ich euch das Gulden Draak der Brauerei Van Steenberge aus dem belgischen Lindenlaan vorstellen. Es handelt sich dabei um ein Belgian Strong Ale mit etwas mehr als 10 Volumenprozent Alkohol. Das, und die zweite Gärung mit Weinhefe (Fass wie auch in der Flasche) machen mich neugierig auf das starke Gebräu. Ab dafür!

In der Nase des dunkelbraunen-rötlich schimmernden Bieres finden sich reife Trauben, Pflaumen, Nüsse und etwas Karamell – sehr spannend. Schön ist auch die bräunlich eingefärbte, feinporige Schaumhaube die zudem mit guter Standfestigkeit punkten kann.

Sehr spannend, dieses Bier. Etwas Säure macht sich beim ersten Schluck dieses durchaus alkoholischen Gerstensafts breit. Dazu kommen Aromen dunkler Früchte, etwas Tannin (zumindest bilde ich mir es ein) und ein erstaunlich feines Malz mit einem guten Schuss von süßem Karamell. Typisch für viele belgischen Biere fällt auch die Kohlensäure aus – mir damit allerdings etwas zu hoch.

Im Abgang wird das Gulden Draak dann regelrecht trocken – hier macht sich jetzt die hohe Vergärung bemerkbar. Dennoch bleibt etwas honigartige Restsüße im minimal herben Abgang übrig sodass sich eine gute Trinkbarkeit einstellt. Am ehesten erinnert mich dieses Bier an einen Barleywine, es wirkt aber schlanker und wurde möglicherweise in Eichenfässern gelagert – zumindest hat man den Eindruck. Im Trinkverlauf bleibt es bei dem fruchtig-trockenen Eindruck, jedoch macht sich alsbald der Alkohol bemerkbar – langsames trinken ist hier angeraten.

Spannendes Bier, leider etwas zu alkoholisch und karbonisiert – dafür auch voller Geschmack. Von mir gibts heute vier Sterne.

Neugierig geworden? Kaufen könnt ihr das Gulden Draak hier.

Alkoholgehalt: 10,5%

(4/5)







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