Siren V.I.P.A.

Heute habe ich mal wieder ein Bier von Siren für euch am Start. Beim V.I.P.A handelt es sich um ein belgisches Pale Ale mit Himbeeren, schwarzen Johannisbeeren und Hibiskus. Zusätzlich kamen zur Lagerung noch Eichenholzstücke mit ins Bier um einen Anschein von Holzfasslagerung zu erwecken. Klingt spannend, oder?

In der Nase duftet es wundervoll fruchtig nach dunklen Beeren – allen voran Himbeeren. Dazu geht von dem rötlich-braunen Gebräu aus dem britischen Finchampstead eine leicht säuerliche Note ab.

Sehr spannend dann auch der erste Schluck. Anders als bei den meisten belgischen Sauerbieren hat man es hier lediglich mit ein klein wenig Säure zu tun, die relativ sicher von dem verwendeten Fruchtpüree her stammt. Der von den Himbeeren dominierte, fruchtige Geschmackseindruck bleibt dabei ein wenig hinter dem Geruch zurück, auch mischen sich holzig sowie erdige Aromen mit in die Geschmacksmischung. Dabei geht es moderat süß zu, es kommen leichte Honig-, Karamell- und Malznoten auf.

Im Abgang geht es dann auch ein klein wenig herb zu, Süße und auch die Säure balancieren diese allerdings wieder gut aus. Dabei bleibt das Bier recht süffig und kaum trocken, den hohen Alkoholgehalt merkt man dabei zu keinem Zeitpunkt. Trotz all dem haut mich das Bier jetzt nicht unbedingt vom Hocker – das mag zum Großteil daran liegen, dass das Bier zwar viel zu bieten vermag, einen roten Faden im Charakter allerdings vermissen lässt. Nicht zu fruchtig, nicht zu säuerlich, nicht zu malzig, nicht zu herb – irgendwas zwischendrin. Dabei weder schwer noch erfrischend leicht. Schwierig.

Ein bisschen schwer tat ich mich beim Fazit nun schon. Nicht Fisch, nicht Fleisch – gut trinkbar aber nicht zu überraschend. Von mir sind das heute drei ganz gute Punkte.

Alkoholgehalt: 8,5%

(3/5)







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