Urban Monk Sunshine Ale

Aus Ulm kommt mit Urban Monk ein Craftbrauerer, bei dem es sich eigentlich um die Barfüßer-Hausbrauerei handelt der mit einem kleinen (und hoffentlich feinen) Biersortiment daherkommt. Eines davon, das Sunshine Ale, möchte ich euch heute – passend zum Wetter – mal vorstellen. Gehopft wurde diese Pale Ale mit den Hopfensorten Hüll Melon, Mandarina Bavaria und Hallertauer Tradition – das verspricht würzig-fruchtige Aromen und erhöht die Vorfreude…

In der Blume des klaren, golden- bis bernsteinfarbenen Bieres finden sich fruchtig-süßliche Aromen von Zitronen und Orangenschale. Mit seiner stabilen, cremig-feinen Schaumhaube ist es zudem schick anzusehen.

Das Bier hängt gleich beim Antrunk süßlich am Gaumen und weißt ein sehr samtig-feines Mundgefühl auf. Neben einem relativ dicken, leicht karamelligen Malzbett tummeln sich auch vereinzelte Zitrusaromen auf der Zunge. Dazu mischt sich, gerade zum Abgang, hin eine leichte Herbe und bremst das etwas zu intensive Malz etwas ein. Auf der Zunge bleibt ein Hauch von Frucht und Honig zurück…

Durch sein mildes, leicht süßliches und rundes Setup biedert sich das Bier dem geneigten Trinker geradezu an. Auch die milde Karbonisierung steigert die Trinkbarkeit des eh schon süffigen Gebräus. Geschmacklich, so muss man attestieren, ist allerdings nicht allzu viel los – mehr Hopfen und mehr Herbe würde diesen Bier gut tun. Aber ich denke mal, das ist auch Absicht so um ein möglichst kompatibles Bier zu schaffen ohne zu viel Ecken und Kanten. Warum ein sommerliches Pale Ale allerdings jetzt so viel Alkohol haben muss, ist mir ein Rätsel – ich hätte etwas weniger gewählt.

Ja, beim Urban Monk Sunshine Ale scheiden sich die Geister. Es mag mit seiner süßlich-süffigen Art sicherlich seine Freunde finden, mir ist es allerdings zu lasch. Das gibt drei Sterne.

IBU: 22

Alkoholgehalt: 6%

(3/5)







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