Maisel & Friends Summer Pale Ale

Auch wenn es draußen nun nicht mehr gar so heiß ist wie in den vergangenen Wochen, kann man sich zum Feierabend ruhig mit einem sommerlich-fruchtigen Bier belohnen – so wie ich das heute mit dem Summer Pale Ale von Maisel & Friends vor habe. Gleichzeitig beende ich damit auch meine – dringend notwendige – Blogpause.

Gelblich-golden leuchtet das klare Bier aus dem Glas, gekrönt von einer schneeweißen, feinporigen Schaumkrone. Darunter duftet es hopfig-frisch nach tropischen Früchten, aber auch ein wenig nach grünen Gemüse.

Recht leicht geht das hochvergorene Bier dann auch auf der Zunge zu Werke. Fruchtige Aromen von Mandarinen und Litschi sind zu schmecken, das Malz bleibt indes recht unauffällig im Hintergrund und kommt lediglich einem leicht biskuitartigen Charakter daher. Dabei fällt auf, dass das Bier mit einer, durchaus als ordentlich zu bezeichnenden, Herbe hervorsticht und sich damit ein wenig von einigen der Sommer-Ales abzuheben weiß. Entsprechend trocken und herb kommt dann auch der Abgang daher der dadurch schon fast staubig wirkt – die fruchtigen Hopfenaromen werden dadurch allerdings weiter in den Vordergrund gedrängt.

Ja, es ist schon ein tolles Rezept. Man nimmt ein Bier mit wenig Stammwürze, sorgt für eine hohe Vergärung, bittert das Ganze ordentlich und bringt mit etwas mehr Kohlensäure als üblich auch Schwung in das Gebräu. Ich empfinde es dabei allerdings als relativ schwierig, in diesen Gefilden ein wirklich gut trinkbares Bier zu produzieren. Eines, bei dem man auch nach einer Flasche noch sagt „Gerne mehr“. Beim diesem Vertreter ist das diesmal leider nicht der Fall – es ist einfach zu trocken und kann dies auch kaum kaschieren.

Die Aromatik beim Bayreuther Sommer Pale Ale ist angenehm fruchtig-blumig und hält auch schön lange an, leider leidet die Wertung unter dem angesprochenen Problem. Daher gibt es von mir noch 3 Sterne.

IBU: 33

Stammwürze: 9,9%

Alkoholgehalt: 4,4%

(3/5)







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