Sierra Nevada Sidecar

Darf es fruchtig sein? Eine Frage, die die Brauer von Sierra Nevada aus dem kalifornischen Chico gerne mit „Ja“ beantworten. Das Sidecar ist ein Pale Ale nach amerikanischer Brauart, welches mittels Zugabe von Orangenschalen veredelt wurde was für einen intensiv-fruchtigen Geschmack sorgen düfte. Daran beteiligt ist auch der Hopfen, die genutzten Sorten Cascade, Equinox und Mandarina lassen den Freund von amerikanischen Craftbeer das Beste hoffen.

Verhalten fruchtig nach Mandarinen- und Orangenschalen duftet das bernstein- bis kupferfarbene, obergärige Bier. Die Schaumbildung ist mittelmäßig, die Textur fällt aber cremig-fein aus und sorgt mit seiner schneeweißen Färbung für einen schönen Kontrast zum Bier.

Gleich zu Beginn wird klar: Das ist eine sehr runde Sache. Sehr weich und samtig läuft das Bier über die Zunge und bringt dabei Zitrusaromen mit, die an Orangen, Grapefruit und Mandarinen erinnern. Dazu gesellen sich grasige Hopfenaromen, Stachelbeeren und eine feine Honigsüße die vom Malz zu stammen scheint. Auch eine Herbe ist mit der von der Partie, die sich zum Abgang hin verstärkt und in den Vordergrund schreitet, als den Fruchtaromen ein wenig die Puste ausgeht und das Bier bisweilen etwas wässrig wirkt.

Ich könnte mir das Sidecar hervorragend an einem heißen Sommertag vorstellen, der trockene Charakter und die fruchtigen Aromen sorgen für Erfrischung – zudem trägt das Bier nicht stark auf, wirkt süffig und ist angenehm mild karbonisiert. Dennoch fehlt dem Gebräu im Verlauf ein wenig der Kick, vielleicht waren die Erwartungen auch etwas zu hoch. Es fällt gerade zum Ende hin leider etwas wässrig aus und kann daher nicht vollends überzeugen.

Drei Sterne mit Tendenz nach oben lasse ich heute für das kalifornische Pale Ale springen. Prost.

Dieses Bier wurde mir von One Pint kostenfrei zur Verfügung gestellt.

IBU: 35

Alkohlgehalt: 5,3%

(3/5)







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