All Articles by Daniel Jakob

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Stille…

Der ein oder andere wird sich vielleicht schon gewundert haben: Es ist hier recht still geworden.

Nun, das liegt in erster Linie daran, dass ich in den letzten Monaten beruflich und leider auch privat volle Kanne ausgelastet bin, so dass ich weder Zeit noch Motivation aufbringen kann, Reviews in bekannter Qualität zu schreiben.

Nichts desto trotz stelle ich weiter Biere vor, dies geschieht derzeit aber vornehmlich auf Facebook und Instragram. Ich hoffe natürlich, dass sich die Lage bei mir irgendwann mal wieder entspannt und ich zum richtigen „Vorstellen“ der Biere zurückkehren kann. Derweil würde ich mich aber natürlich auch auf Follower auf den genannten Plattformen freuen.

Achja, eins noch: Ab heute gibt es weder hier im Blog noch auf der Biersuche ein Google Analytics Tracking. Wenn das mal kein Grund zum feiern ist – Prost!

Brew Age Eisknacker

Zufälle sind schon was feines – ich hatte den Eisknacker von Brew Age für den heutigen Tag auf meinem Testplan und just heute hat der Iced Barleywine der Österreicher den European Beer Star in Gold in der Kategorie 58 „Ultra Strong Beer“ gewonnen. Dieser Test ist also in doppelter Hinsicht interessant, da ich nun auch gespannt darauf bin, ob sich mein Eindruck mit dem der Jury deckt. Und bevor ihr fragt: Ein „Iced Barleywine“ ist von der Herstellung vergleichbar mit einem Eisbock – das Grundbier wird gefroren, überschüssiges Wasser abgeschöpft wodurch man ein Konzentrat gewinnt – fertig ist das „Iced“ Bier. So, nun aber zum Test…

Hach, toll schaut das aus. Auf dem recht klaren, rötlich-braunen Bier thront ein äußerst stabiler, cremig texturierter Schaum der farblich ein wenig nach gelblich bis ocker geht. In die Nase steigt ein schwer süßlicher Duft von Malz, etwas Honig, Karamell und vereinzelten Zitrusnoten. Eines ist klar: Das ist kein Kindergarten.

Und entsprechend legt geht das Bier auch auf der Zunge los. Beinahe ölig läuft das schwere Gebräu über selbige und hinterlässt einen bitter-süßen Film. Dieser bringt eine Fülle von Aromen mit, die bei Karamell und Honig anfangen und irgendwo bei dunklen Früchten wie Pflaumen enden. Dazu kommen erfrischend-hopfige Zitrusnoten sowie ein leichter Eindruck von Holz. Im Abgang geht es dann deutlich bitterer zu, es überwiegt aber der karamellig-süße Eindruck mit dem allzeit vorhandenen Waldhonigaroma.

Dass das Bier mit seinem zweistelligen Alkoholgehalt durchaus wärmend wirkt, steht außer Frage. Wohlig breitet sich das warme Gefühl vom Bauch her aus, man fühlt sich einfach gut und möchte diesen Bierlikör eigentlich gar nicht aus der Hand geben. Einzig der mit der Zeit stärker herausstechende, alkoholische Eindruck stört  die Trinkbarkeit – das kommt vor allem dann zur Geltung, wenn man dem Bier etwas Zeit gibt damit es Temperatur bekommen kann. Gut für die Aromen, aber der alkoholische Touch ist schon ein wenig störend. Versöhnlich hingegen fällt die Karbonisierung aus, diese ist angenehm niedrig und trifft meinen Geschmack damit auf den Punkt.

Klar, das ist jetzt Jammern auf hohem Niveau. Der Eisknacker ist ein leckerer Barleywine den man besser mit Vorsicht genießen sollte. Dafür gibt es von mir heute gute 4 Sterne.

Alkoholgehalt: 12,1%

(4/5)







Camba Bavaria 2Sour

Dass eine Berliner Weisse nicht zwangsläufig aus Berlin kommen muss, ist nun keine Neuigkeit, und so begab es sich, dass sich auch die Bierspezialisten der Camba Bavaria aus dem bayerischen Seeon am Chiemsee diesem Trend angeschlossen haben. Trend daher, da gefühlt in den letzten Monaten jeden Tag eine neue Berliner Weisse aus den Sudkesseln der deutschen Kleinbrauer gekrochen kam. Wie der Name des Bieres schon suggeriert (und entsprechend dem Stil), handelt es sich bei 2Sour ein Sauerbier – na mal hoffen, dass der Name nicht Programm ist und es zu sauer ausfällt (Oh Gott, der Wortwitz geistert bestimmt schon so lange rum, wie es das Bier gibt…).

Etwa ein Daumen breit feinporiger, weißer Schaum hat sich auf dem gelblich- bis orangfarbenen, trüben Bier gebildet. Aus dem Glas wabert ein säuerlich-fruchtiger Geruch der ein wenig an Pfirsichjoghurt erinnert, außerdem gesellen sich noch Weissweinnoten dazu.

Gleich zu Beginn startet die Säure auf den Geschmacksnerven durch, sie fällt aber deutlich milder aus als es der Name des Bieres einem glauben machen möchte. Fruchtige Aromen von Pfirsich und Aprikose sind schmeckbar, ebenso Trauben und Naturjoghurt. Im Abgang kommt die Säure etwas stärker zur Geltung, auch traut sich das Malz heraus und bildet mit einem süßlich-getreidigen Geschmack einen angenehmen Gegenpol – auf der Zunge bleibt danach ein herb-säuerlicher, fruchtiger Geschmack liegen. Apropos Bittere: Diese fällt hier sehr bescheiden aus, bisweilen ist sie nicht feststellbar.

Beachtenswert ist der Körper, den dieses Bier (wir reden hier gerade mal von 7,5% Stammwürze) vorweisen kann. Ich hatte ja schon die Befürchtung, dass es neben der Säure ein wenig dünn wirken könnte, dies ist jedoch nicht der Fall. Mit der Zeit kommt der Malz stärker zur Geltung, getreidig-säuerlich mit einem allgegenwärtigen Traubenaroma verbleibt das Bier im Trinkverlauf,

Gar nicht übel, im Gegenteil. Gut trinkbar, nicht zu sauer und mit feinen Geschmacksnuancen versehen – so bekommt das 2Sour heute bei mir vier Sterne.

Das Bier wurde mir kostenfrei zur Verfügung gestellt.

IBU: 10

Alkoholgehalt: 3%

(4/5)







Sierra Nevada Sidecar

Darf es fruchtig sein? Eine Frage, die die Brauer von Sierra Nevada aus dem kalifornischen Chico gerne mit „Ja“ beantworten. Das Sidecar ist ein Pale Ale nach amerikanischer Brauart, welches mittels Zugabe von Orangenschalen veredelt wurde was für einen intensiv-fruchtigen Geschmack sorgen düfte. Daran beteiligt ist auch der Hopfen, die genutzten Sorten Cascade, Equinox und Mandarina lassen den Freund von amerikanischen Craftbeer das Beste hoffen.

Verhalten fruchtig nach Mandarinen- und Orangenschalen duftet das bernstein- bis kupferfarbene, obergärige Bier. Die Schaumbildung ist mittelmäßig, die Textur fällt aber cremig-fein aus und sorgt mit seiner schneeweißen Färbung für einen schönen Kontrast zum Bier.

Gleich zu Beginn wird klar: Das ist eine sehr runde Sache. Sehr weich und samtig läuft das Bier über die Zunge und bringt dabei Zitrusaromen mit, die an Orangen, Grapefruit und Mandarinen erinnern. Dazu gesellen sich grasige Hopfenaromen, Stachelbeeren und eine feine Honigsüße die vom Malz zu stammen scheint. Auch eine Herbe ist mit der von der Partie, die sich zum Abgang hin verstärkt und in den Vordergrund schreitet, als den Fruchtaromen ein wenig die Puste ausgeht und das Bier bisweilen etwas wässrig wirkt.

Ich könnte mir das Sidecar hervorragend an einem heißen Sommertag vorstellen, der trockene Charakter und die fruchtigen Aromen sorgen für Erfrischung – zudem trägt das Bier nicht stark auf, wirkt süffig und ist angenehm mild karbonisiert. Dennoch fehlt dem Gebräu im Verlauf ein wenig der Kick, vielleicht waren die Erwartungen auch etwas zu hoch. Es fällt gerade zum Ende hin leider etwas wässrig aus und kann daher nicht vollends überzeugen.

Drei Sterne mit Tendenz nach oben lasse ich heute für das kalifornische Pale Ale springen. Prost.

Dieses Bier wurde mir von One Pint kostenfrei zur Verfügung gestellt.

IBU: 35

Alkohlgehalt: 5,3%

(3/5)







Bierol El Patrón

Zugegeben, es hat etwas länger gedauert, aber heute möchte ich euch endlich mal ein Bier der Jungs von Bierol aus dem österreichischem Schwoich vorstellen. Obwohl man sich verhältnismäßig schon beinahe eine Ewigkeit kennt, hat es bis heute aber irgendwie nicht sollen sein. Seis drum, besser spät als nie: Heute stelle ich euch El Patrón vor, ein Double IPA und somit auch ein Vertreter einer meiner Lieblings Bierstile. Ich bin gespannt…

Oha, hier ist in der Nase aber so einiges los – das riecht wie eine Tropifrutti-Tüte von Haribo. Enorm starker Eindruck von tropisch-fruchtigen Hopfenaromen (Grapefruit, Mango, Papaya, Limette) und etwas Honig bilden die Hauptkomponenten des betörenden Dufts der unter der cremig-feinen Schaumkrone hervorwabert. Das Bier selbst ist von oranger bis kupferner Färbung und recht trüb.

Der Antrunk kommt extrem weich daher – wie schon im Schaum spielen hier unter die mitgebrauten Haferflocken eine wichtige Rolle – und transportiert die schon in der Nase vernommenen Hopfenaromen auf die Zunge, obgleich diese weniger intensiv ausfallen wie man ob des Geruchs vermutet hätte. Dennoch bekommt man es mit einem starken und fruchtigen Aromenspiel zu tun zu der sich indes auch etwas Herbe mischt. Vom Malz her zeigt sich das Bier derweil unauffällig, einzig die Honignoten sind auch im Trinkverlauf zu erschmecken.

Im Abgang bleibt das viskose Bier ein wenig hängen, die Hopfenaromen wirken etwas grasiger und auch die Bittere kommt stärker zum Vorschein, vielleicht wirkt es hier jetzt ein wenig dumpf und könnte etwas mehr Frische gebrauchen. Das war es aber dann auch schon mit der negativen Kritik bei diesem sehr süffigen und angenehm karbonisierten Bier. Die Fruchtaromen bleiben lange erhalten, aber da man obgrund der hohen Trinkbarkeit des Gebräus eh dazu neigt, es schnell zu konsumieren, spielt das auch keine allzu große Rolle. Gefährlich, gefährlich.

Einen ordentlichen Kracher lassen die Leute von Bierol hier auf die Bierszene los. Aromatisch, stark und äußerst süffig, das sind heute sehr gute vier Sterne. Prost.

PS: Ob der Name wohl eine Anspielung auf Pablo Escobar sein soll?

Alkoholgehalt: 8,2%

(4/5)







Maisel & Friends Summer Pale Ale

Auch wenn es draußen nun nicht mehr gar so heiß ist wie in den vergangenen Wochen, kann man sich zum Feierabend ruhig mit einem sommerlich-fruchtigen Bier belohnen – so wie ich das heute mit dem Summer Pale Ale von Maisel & Friends vor habe. Gleichzeitig beende ich damit auch meine – dringend notwendige – Blogpause.

Gelblich-golden leuchtet das klare Bier aus dem Glas, gekrönt von einer schneeweißen, feinporigen Schaumkrone. Darunter duftet es hopfig-frisch nach tropischen Früchten, aber auch ein wenig nach grünen Gemüse.

Recht leicht geht das hochvergorene Bier dann auch auf der Zunge zu Werke. Fruchtige Aromen von Mandarinen und Litschi sind zu schmecken, das Malz bleibt indes recht unauffällig im Hintergrund und kommt lediglich einem leicht biskuitartigen Charakter daher. Dabei fällt auf, dass das Bier mit einer, durchaus als ordentlich zu bezeichnenden, Herbe hervorsticht und sich damit ein wenig von einigen der Sommer-Ales abzuheben weiß. Entsprechend trocken und herb kommt dann auch der Abgang daher der dadurch schon fast staubig wirkt – die fruchtigen Hopfenaromen werden dadurch allerdings weiter in den Vordergrund gedrängt.

Ja, es ist schon ein tolles Rezept. Man nimmt ein Bier mit wenig Stammwürze, sorgt für eine hohe Vergärung, bittert das Ganze ordentlich und bringt mit etwas mehr Kohlensäure als üblich auch Schwung in das Gebräu. Ich empfinde es dabei allerdings als relativ schwierig, in diesen Gefilden ein wirklich gut trinkbares Bier zu produzieren. Eines, bei dem man auch nach einer Flasche noch sagt „Gerne mehr“. Beim diesem Vertreter ist das diesmal leider nicht der Fall – es ist einfach zu trocken und kann dies auch kaum kaschieren.

Die Aromatik beim Bayreuther Sommer Pale Ale ist angenehm fruchtig-blumig und hält auch schön lange an, leider leidet die Wertung unter dem angesprochenen Problem. Daher gibt es von mir noch 3 Sterne.

IBU: 33

Stammwürze: 9,9%

Alkoholgehalt: 4,4%

(3/5)







Urban Monk Sunshine Ale

Aus Ulm kommt mit Urban Monk ein Craftbrauerer, bei dem es sich eigentlich um die Barfüßer-Hausbrauerei handelt der mit einem kleinen (und hoffentlich feinen) Biersortiment daherkommt. Eines davon, das Sunshine Ale, möchte ich euch heute – passend zum Wetter – mal vorstellen. Gehopft wurde diese Pale Ale mit den Hopfensorten Hüll Melon, Mandarina Bavaria und Hallertauer Tradition – das verspricht würzig-fruchtige Aromen und erhöht die Vorfreude…

In der Blume des klaren, golden- bis bernsteinfarbenen Bieres finden sich fruchtig-süßliche Aromen von Zitronen und Orangenschale. Mit seiner stabilen, cremig-feinen Schaumhaube ist es zudem schick anzusehen.

Das Bier hängt gleich beim Antrunk süßlich am Gaumen und weißt ein sehr samtig-feines Mundgefühl auf. Neben einem relativ dicken, leicht karamelligen Malzbett tummeln sich auch vereinzelte Zitrusaromen auf der Zunge. Dazu mischt sich, gerade zum Abgang, hin eine leichte Herbe und bremst das etwas zu intensive Malz etwas ein. Auf der Zunge bleibt ein Hauch von Frucht und Honig zurück…

Durch sein mildes, leicht süßliches und rundes Setup biedert sich das Bier dem geneigten Trinker geradezu an. Auch die milde Karbonisierung steigert die Trinkbarkeit des eh schon süffigen Gebräus. Geschmacklich, so muss man attestieren, ist allerdings nicht allzu viel los – mehr Hopfen und mehr Herbe würde diesen Bier gut tun. Aber ich denke mal, das ist auch Absicht so um ein möglichst kompatibles Bier zu schaffen ohne zu viel Ecken und Kanten. Warum ein sommerliches Pale Ale allerdings jetzt so viel Alkohol haben muss, ist mir ein Rätsel – ich hätte etwas weniger gewählt.

Ja, beim Urban Monk Sunshine Ale scheiden sich die Geister. Es mag mit seiner süßlich-süffigen Art sicherlich seine Freunde finden, mir ist es allerdings zu lasch. Das gibt drei Sterne.

IBU: 22

Alkoholgehalt: 6%

(3/5)







Hanscraft & Co. Taithi Nua

Nicht nur bei dem Bier ist seitens Hanscraft & Co. und Jameson viel Aufwand betrieben worden, auch beim Marketing ging man neue Wege wie man anhand dieses Videos sehen kann. Dass das Taithi Nua dabei große Erwartungen weckt, versteht sich da doch schon fast von selbst. Gebraut wurde also ein heller Bock der dann für vier Monate in Jameson Whiskey-Fässern lagern durfte. Soweit so gut, ob das Bier die hohen Erwartungen erfüllen kann, zeigt der folgende Test. Ausserdem gibt es auch was zu gewinnen, Details dazu am Ende der Seite.

Fuchsbraun leuchtet das klare Bier aus dem Glas, in der Nase findet sich einiges an Malz, etwas Honig mit Toffee sowie Holz und Vanille – passt! Einzig der weiße, feinporige Schaum ist ein wenig zu schnell verschwunden…

Im Antrunk wirkt das Bier ein wenig alkoholisch, dazu gesellt sich einiges an Malz, Karamell und eine rechte starke Süße. Dabei wirkt das Bier etwas viskos und recht mild auf der Zunge, erst im recht trockenen Abgang wirds ein wenig kantiger. Jetzt kommt auch etwas Herbe dazu und vermischt sich mit alkoholischen Vanille- und Holzaromen.

Hat man sich erstmal reingetrunken, kommt das Bier recht (beinahe schon gefährlich) süffig daher. Das liegt vornehmlich an der angenehm leichten Karbonisierung und der recht starken Süße die im Trinkverlauf allerdings ein wenig stört. Das liegt in erster Linie daran, dass die Geschmackskurve abflacht und größtenteils von Karamell und Honig mit etwas Holz beherrscht wird. Das ist jetzt nicht wirklich schlecht, dennoch lässt das Bier ein wenig Tiefe vermissen.

Das Taithi Nua ist ein guter Bock mit angenehm eingebundenen Whiskey-Aromen, für einen Überflieger reicht es aber nicht. Ganz knapp werden das noch vier Sterne.

Verlosung! Mir wurden freundlicherweise drei Sets bestehend aus einer Flasche Jamson, einer Flasche Taithi Nua sowie die dazu passenden Gläser zur Verfügung gestellt. Schreibt einfach bis Freitag Abend, 20 Uhr eine kurze Mail an win@usox.org und beantwortet die Frage, weshalb gerade ihr das Set verdient habt. Ausserdem bekommt derjenige mit der kreativsten Antwort zusätzlich noch einen Stapel Bierbücher von mir oben drauf. Also ran ans Postfach!

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, der Gewinner wird am Freitag Abend per eMail informiert.

Stammwürze: 18%

Alkoholgehalt: 7,7%

(4/5)







Siren V.I.P.A.

Heute habe ich mal wieder ein Bier von Siren für euch am Start. Beim V.I.P.A handelt es sich um ein belgisches Pale Ale mit Himbeeren, schwarzen Johannisbeeren und Hibiskus. Zusätzlich kamen zur Lagerung noch Eichenholzstücke mit ins Bier um einen Anschein von Holzfasslagerung zu erwecken. Klingt spannend, oder?

In der Nase duftet es wundervoll fruchtig nach dunklen Beeren – allen voran Himbeeren. Dazu geht von dem rötlich-braunen Gebräu aus dem britischen Finchampstead eine leicht säuerliche Note ab.

Sehr spannend dann auch der erste Schluck. Anders als bei den meisten belgischen Sauerbieren hat man es hier lediglich mit ein klein wenig Säure zu tun, die relativ sicher von dem verwendeten Fruchtpüree her stammt. Der von den Himbeeren dominierte, fruchtige Geschmackseindruck bleibt dabei ein wenig hinter dem Geruch zurück, auch mischen sich holzig sowie erdige Aromen mit in die Geschmacksmischung. Dabei geht es moderat süß zu, es kommen leichte Honig-, Karamell- und Malznoten auf.

Im Abgang geht es dann auch ein klein wenig herb zu, Süße und auch die Säure balancieren diese allerdings wieder gut aus. Dabei bleibt das Bier recht süffig und kaum trocken, den hohen Alkoholgehalt merkt man dabei zu keinem Zeitpunkt. Trotz all dem haut mich das Bier jetzt nicht unbedingt vom Hocker – das mag zum Großteil daran liegen, dass das Bier zwar viel zu bieten vermag, einen roten Faden im Charakter allerdings vermissen lässt. Nicht zu fruchtig, nicht zu säuerlich, nicht zu malzig, nicht zu herb – irgendwas zwischendrin. Dabei weder schwer noch erfrischend leicht. Schwierig.

Ein bisschen schwer tat ich mich beim Fazit nun schon. Nicht Fisch, nicht Fleisch – gut trinkbar aber nicht zu überraschend. Von mir sind das heute drei ganz gute Punkte.

Alkoholgehalt: 8,5%

(3/5)







Ausprobiert: Kalea Bierboxen

In den vergangenen Wochen wurde ich von Kalea mit verschiedenen kostenfreien Bierpaketen bedacht auf die ich in diesem Post ein wenig näher eingehen werde. Wer die Firma Kalea nicht kennen sollte: Das sind die mit dem Bier-Adventskalender.

Fangen wir mit dem Bierabo an, ein monatlich erscheinendes Abo mit 12 verschiedenen Flaschen Bier in 0,33er Größe welches in einem stabilen, vielleicht etwas zu klein geratenem Karton direkt nach Hause geliefert wird. Bei den Bieren handelt es sich um eine bunte Mischung an Stilen die zum Großteil in Deutschland gebraut wurden. Des Weiteren sind ein paar österreichische Biere wie auch jeweils eines aus einem „ausgefallenem“ Land dabei. Dazu kommt noch ein Verkostungsbogen zur Bewertung der Biere, Kochrezepte und weitere Informationen. Außerdem hat man mit der Beer-Tasting App eine begleitende Applikation für Smartphones/Tablets geschaffen um die Bere – ähnlich wie bei Untappd – bewerten zu können.

Kommen wir aber mal zum Wichtigsten: Dem Inhalt der Flaschen. Wie schon angedeutet, fallen die Boxen recht abwechslungsreich aus – vom Pils über einen Maibock bis zum IPA wird eigentlich alles geboten, was das Bierherz begehrt. Zugegeben, für mich sind viele der Biere nicht neu, auch kostenintensivere „Craft Beer Kracher“ sucht man, allein schon des Preises wegen, vergeblich – dafür werden Einsteiger und allgemein Bierinteressierte Menschen sicherlich ihre Freude an den Aboboxen haben und auch damit leben können, sollte sich mal eine „Niete“ (z.B. das Singha in der Februarbox) in den Paketen befinden. Gerade die schon genannten Einsteiger können mit so einem Abo ihren bierigen Horizont schnell und unkompliziert erweitern.

Spannender fand ich da bisher die Themenboxen wie z.B. das Maibock-Paket. 7 Biere sind darin enthalten, ebenso ein Glas wie auch der bereits bekannte Bewertungsbogen und Info-Material. Die enthaltenen Bockbiere waren – sieht man mal vom obergärigen Bock von Schnaitl ab – alle gut bis sehr gut und wurden innerhalb kürzester Zeit ausgetrunken. Ähnliches gilt auch für die European Beer Star Box, bei der meine Bierauswahl aber durchaus etwas anders ausgehen hätte (es gab da durchaus noch andere Gewinner aus Deutschland/Österreich).

Das Fazit fällt für mich persönlich gemischt aus, ich bin aber nicht das Maß aller Dinge. Für unter 20 Euro bekommt man eine schöne Mischung und kann sich selbst ein Bild machen – und man vermag dann auch ein Singha-Bier zu verzeihen. Und als Geschenk für Bierbegeisterte sind diese Boxen sowieso eine recht gute Idee. Passt.