Archiv der Kategorie: Allgemeines

Stille…

Der ein oder andere wird sich vielleicht schon gewundert haben: Es ist hier recht still geworden.

Nun, das liegt in erster Linie daran, dass ich in den letzten Monaten beruflich und leider auch privat volle Kanne ausgelastet bin, so dass ich weder Zeit noch Motivation aufbringen kann, Reviews in bekannter Qualität zu schreiben.

Nichts desto trotz stelle ich weiter Biere vor, dies geschieht derzeit aber vornehmlich auf Facebook und Instragram. Ich hoffe natürlich, dass sich die Lage bei mir irgendwann mal wieder entspannt und ich zum richtigen „Vorstellen“ der Biere zurückkehren kann. Derweil würde ich mich aber natürlich auch auf Follower auf den genannten Plattformen freuen.

Achja, eins noch: Ab heute gibt es weder hier im Blog noch auf der Biersuche ein Google Analytics Tracking. Wenn das mal kein Grund zum feiern ist – Prost!

Ausprobiert: Kalea Bierboxen

In den vergangenen Wochen wurde ich von Kalea mit verschiedenen kostenfreien Bierpaketen bedacht auf die ich in diesem Post ein wenig näher eingehen werde. Wer die Firma Kalea nicht kennen sollte: Das sind die mit dem Bier-Adventskalender.

Fangen wir mit dem Bierabo an, ein monatlich erscheinendes Abo mit 12 verschiedenen Flaschen Bier in 0,33er Größe welches in einem stabilen, vielleicht etwas zu klein geratenem Karton direkt nach Hause geliefert wird. Bei den Bieren handelt es sich um eine bunte Mischung an Stilen die zum Großteil in Deutschland gebraut wurden. Des Weiteren sind ein paar österreichische Biere wie auch jeweils eines aus einem „ausgefallenem“ Land dabei. Dazu kommt noch ein Verkostungsbogen zur Bewertung der Biere, Kochrezepte und weitere Informationen. Außerdem hat man mit der Beer-Tasting App eine begleitende Applikation für Smartphones/Tablets geschaffen um die Bere – ähnlich wie bei Untappd – bewerten zu können.

Kommen wir aber mal zum Wichtigsten: Dem Inhalt der Flaschen. Wie schon angedeutet, fallen die Boxen recht abwechslungsreich aus – vom Pils über einen Maibock bis zum IPA wird eigentlich alles geboten, was das Bierherz begehrt. Zugegeben, für mich sind viele der Biere nicht neu, auch kostenintensivere „Craft Beer Kracher“ sucht man, allein schon des Preises wegen, vergeblich – dafür werden Einsteiger und allgemein Bierinteressierte Menschen sicherlich ihre Freude an den Aboboxen haben und auch damit leben können, sollte sich mal eine „Niete“ (z.B. das Singha in der Februarbox) in den Paketen befinden. Gerade die schon genannten Einsteiger können mit so einem Abo ihren bierigen Horizont schnell und unkompliziert erweitern.

Spannender fand ich da bisher die Themenboxen wie z.B. das Maibock-Paket. 7 Biere sind darin enthalten, ebenso ein Glas wie auch der bereits bekannte Bewertungsbogen und Info-Material. Die enthaltenen Bockbiere waren – sieht man mal vom obergärigen Bock von Schnaitl ab – alle gut bis sehr gut und wurden innerhalb kürzester Zeit ausgetrunken. Ähnliches gilt auch für die European Beer Star Box, bei der meine Bierauswahl aber durchaus etwas anders ausgehen hätte (es gab da durchaus noch andere Gewinner aus Deutschland/Österreich).

Das Fazit fällt für mich persönlich gemischt aus, ich bin aber nicht das Maß aller Dinge. Für unter 20 Euro bekommt man eine schöne Mischung und kann sich selbst ein Bild machen – und man vermag dann auch ein Singha-Bier zu verzeihen. Und als Geschenk für Bierbegeisterte sind diese Boxen sowieso eine recht gute Idee. Passt.

 

Braukunst Live 2017

In etwas mehr als einer Woche ist es wieder soweit, die Braukunst Live 2017 öffnet erneut die Pforten des Münchner MVG-Museums um die Welt der interessierten Biergenießer zu der dreitägigen Messe zu begrüßen. Allerlei Biere aus München, Bayern, Deutschland und dem Rest der Welt warten wieder darauf, von Neulingen und Experten entdeckt, verkostet und diskutiert zu werden.

Neu in diesem Jahr ist die „Rare Beer Area“ am Samstag. Nach dem Lösen eines Extra-Tickets (für 20 Euro) bekommt man dort 10 von 15 „seltenen weltklasse“ Bieren zu probieren, ausgewählt von Dr. Wolfgang Stempfl (dem Leiter der Doemens Akademie in Gräfelfing). Aufgrund der Limitierung auf 100 Tickets wird die Aktion sicherlich ein Erfolg werden, die Frage bleibt allerdings: Wird es sich für den Besucher lohnen – gerade, da die Biere derzeit noch nicht fest stehen.

Ansonsten sind wieder viele bekannte Gesichter auf der Messe anzutreffen, es werden aber auch die ein oder anderen neuen Aussteller zu sehen sein. Darunter z.B. der Tölzer Mühlfeldbräu, Hopfenhacker, Munich Brew Mafia, Next Level Brewing oder auch Yankee & Kraut – allesamt definitiv einen Besuch wert. Aber auch die Stände der Bier- & Lebensmitteltechnologen der TU München, Schoppe Bräu, Hoppebräu, Mikes Wanderlust, Nogne O, FrauGruber und Freigeist Bierkultur solltet ihr definitiv nicht auslassen.

Am besten ist es sowieso, sich ein wenig treiben zu lassen und vielleicht ein wenig die Stände abzupassen, an denen gerade am wenigsten los ist. Denn eins ist sicher: Wie auch schon in den Vorjahren wird auch die sechste Ausgabe der Braukunst Live wieder gut besucht sein. Früh kommen lohnt sich also – es sei denn, ihr wollt in der Kälte lange anstehen. Ich selbst werde am Freitag anwesend sein – vielleicht sieht und trifft man sich ja auf ein Bierchen.

Facts:

  • Was? Braukunst Live 2017
  • Wann? 10. – 12. Februar 2017
  • Wo? MVG-Museum, Ständlerstr. 20, München
  • Quanto costa? Tagesticket 20 Euro

Rückblick/Fotos:

2013, 2014, 2015

Weihnachts-Bierwichteln 2016 – Anmeldung online

Mitte  November, Zeit sich schonmal Gedanken über Weihnachten zu machen. Und was gehört dazu? Natürlich das Bierwichteln!

Ab sofort könnt ihr euch für das Weihnachts-Bierwichteln 2016 anmelden. Ihr habt dabei diesmal etwas länger Zeit – bis zum 26.11.2016 um 23:59 ist die Anmeldung dieses Mal möglich.

Die Anmeldung, alle Details und Informationen zum Ablauf findet ihr auf der Bierwichteln-Seite. Bier-Anregungen findest Du
hierhier oder auch hier.

Frohes Wichteln!

Österreich führt deutsches Reinheitsgebot ein

[Update]Alles gut, war natürlich ein kleiner Aprilscherz ;)[/Update]

Die Pressemitteilung des Bundes Deutscher Bier Brauer BuDeBiB (Webseite wegen Überlastung gerade nicht erreichbar) schlug am Morgen ein wie eine Bombe: Am 1. Mai 2016 wird das deutsche Reinheitsgebot in Österreich eingeführt. Eine entsprechende Erklärung wurde am Vortag vom österreichischen Agrarminister Sigmund Schlenzinger und dem BuDeBib-Vorsitzenden Josef Gschaftlhuber unterzeichnet. Dazu Karl Ranseier, Pressesprecher des BuDeBiB: „Die Einführung des Reinheitsgebots stellt eine unglaubliche Chance für die österreichischen Brauer dar. War die Alpenrepublik bisher doch mehr für ihre zweitklassige Bierqualität und Bierpanscherei bekannt, kann sie jetzt dank dem Reinheitsgebot in die Champions-League der Bierwelt aufsteigen.

Hier die Fakten zur Einführung laut Pressemitteilung:

  • Start ist der 1. Mai 2016 – Ab diesem Zeitpunkt dürfen nur noch Biere auf den Markt gebracht werden, die aus nicht mehr als Wasser, Hopfen, Malz und Hefe gebraut wurden
  • Für bereits auf dem Markt befindliche Biere gilt eine Übergangszeit von 4 Wochen, spätestens dann müssen die Rezepturen angepasst werden
  • Die Verkehrsbezeichnungen werden mit den EU-Bestimmungen zur „Inverkehrbringung alkoholhaltiger Malzextraktgetränken, karbonisiert/gehopft“ harmonisiert, heisst: Bierartige Getränke, die nicht nach dem Reinheitsgebot gebraut werden, sind demnach nicht erlaubt
  • Die Einführung wird durch eine Gebühr finanziert welche die österreichische Brauwirtschaft aufbringen muss. Diese wird bei anfangs 1,500 Euro je Hektoliter Bierausstoß per anno liegen, sinkt aber nach einem Jahr auf 1,000 Euro

Auf die Frage hin, ob diese Einführung nicht etwas übereilt vorgenommen wird, entgegnete Ranseier: „Also zu allererst muss ich feststellen, dass die österreichisches Brauereien bereits im Januar davon in Kenntnis gesetzt wurden. Natürlich wird die Umstellung für die Brauer anfangs etwas schwierig sein, dennoch sind wir zuversichtlich, dass die meisten es schaffen werden, die strengen Kriterien des ältesten Lebensmittelgesetzes der Welt zu erfüllen. Schließlich brauen wir in Deutschland schon seit Hunderten von Jahren Bier nach dem Gebot und geschadet hat es nicht.

Besonders hart treffen wird dies jedoch die Kreativbrauer, welche in Österreich bisher Spezialbiere brauten oder brauen wollten die nach dem Reinheitsgebot in Deutschland nicht möglich sind. Darunter ist nicht nur die Camba Bavaria, die nach den Querelen um Milk-Stout wie auch Coffee-Porter und neuerdings auch Anwohnerklagen den Schritt gen Süden wagen wollte – nein, auch Günther Thömmes Bierzauberei, die seit heute von Alexander Himburg geleitet wird, steht vor dem Aus.

Auf die Schicksale der vielen Kreativbrauer angesprochen reagierte Karl Ranseier gelassen: „Es zwingt die Brauer ja niemand, sich gegen das Reinheitsgebot zu stellen – sie müssen es einfach als Chance begreifen. Und ganz ehrlich: Wer möchte schon Bier mit Aroma trinken, das nach Grapefruit oder Kaffee schmeckt? Ich nicht.

Ich werde euch mit der aktuellen Entwicklung auf dem Laufenden halten und versuchen, weitere Reaktionen einzufangen.

Braukunst Live 2016

Am kommenden Wochenende ist es wieder einmal soweit, die Braukunst Live, eine der bekanntesten und beliebtesten Biermessen Deutschlands, öffnet zum mittlerweile fünften Mal ihre Pforten. Wieder einmal versammeln sich im MVG-Museum in München bayerische, deutsche und auch internationale Brauereien um ihre Spezialitäten an den Bierfreund zu bringen – vom Lager bis zum fassgelagerten Barley Wine ist alles dabei was das Bierherz begehrt.

Trotz all der Vorfreude und des Durstes, den man unweigerlich beim Blick auf die vorläufige Bierliste bekommt, kommt doch ein klein wenig Unmut auf. Nicht nur, dass sich ein gewisses Gefühl der Gewohnheit einstellt – schließlich sind viele der Aussteller bereits seit Jahren mit den gleichen Bieren am Start – nein, auch das Gefühl der zunehmenden „Kommerzialisierung“, die sich auch durch neue Aussteller wie Warsteiner (ja, ihr lest richtig) zeigt, drückt ein wenig aufs Gemüt. Auch sind viele der bekannten Szenegrößen aus der deutschen Craftbeer-Szene nur an einem großen Stand vom Bier-Distributor „One Pint“ anzutreffen – manch einer fehlt sogar völlig…ich muss da jetzt an meinen letztjährigen Vorbericht denken. Ein Teil der Entwicklung lässt sich auch durch die vielerorts aus dem Boden sprießenden, regionalen Biermessen erklären. Für viele Brauer sind diese „heimtbezogenen“ Messen attraktiver, nicht zuletzt durch die niedrigeren Kosten.

Genug dem Gejammer, es gibt doch noch ein paar Dinge zu erzählen. Zum einen wird dieses Jahr das Bezahlsystem umgestellt – und zwar geht es weg von den Chips, hin zur direkten Bezahlung an den Ständen der Aussteller (ab 50 Cent für 0,1l geht’s los). Das hat Vor-und Nachteile – als Besucher empfinde ich das Chipsystem jedoch weitaus komfortabler. Schneider Weisse wird wieder, wie üblich, ihren neuen Sondersud „Tap X Marie’s Rendezvous“ vorstellen und es wird auch die ein oder andere interessante „Masterclass“ geben (vor allem die mit Sebastian Sauer).

Gibt es noch Stand-Empfehlungen? Nun ja, auf jeden Fall die Stände von Brauereien/Brauern, die man nicht an jeder Ecke sieht wie z.B. die Italiener von Brewfist oder Baladin, Freigeist, Thornbridge oder vielleicht auch Lehe. Ansonsten freut sich Schoppebräu sicher über einen Besuch und beim One-Pint Stand solltet ihr vorbeischauen – auch wenn es noch nicht ganz klar ist, was an deutschen Bieren ausgeschenkt wird.

Achso, ja…Stone Brewing ist auch da. Könnt ihr auch mal probieren, ich würde aber lieber bei den kleinen, sympatischen Brauern bleiben.

Ich freue mich auf jeden Fall auf die vielen bekannten Gesichter, regen Austausch und hoffentlich viel gute Biere.

Facts:

  • Was? Braukunst Live 2016
  • Wann? 26. – 28. Februar 2016
  • Wo? MVG-Museum, Ständlerstr. 20, München
  • Quanto costa? Tagesticket 20 Euro

Rückblick/Fotos:

2013, 2014

Nittenauer Le Chaffeur / Kehrwieder ü.NN

nittenauer_la_chaffeur_kehrwieder_unnAlkoholfreies IPA – geht denn das? Nun, zumindest technisch ist es möglich. Den Beweis dafür erbringt nicht zuletzt das Bier, welches gerade auf meinem Schreibtisch steht. Es handelt sich um eine Kooperation zwischen dem Nittenauer Brauhaus und der Hamburger Kehrwieder Kreativbrauerei. Das Geheimnis hinter diesem alkoholfreien Bier – wir reden von einem Alkoholgehalt von 0,5% vol. – ist eine besondere Hefe, die den Malzzucker nicht vergären kann. Eingebraut wurde das Bier mit einer Stammwürze von 7,5° Plato, gehopft mit den bekannten und geschmackvollen Hopfensorten Simcoe und Mosaic welche zudem 45 Bittereinheiten in das IPA bringen. Schauen wir doch mal, ob es auch schmeckt…

In der Nase des orangefarbenen, leicht trüben Bieres geht es ordentlich hopfig zu. Zitronen- und Grapefruitaromen quellen unter dem feinporigen, schneeweißen Schaum hervor. Dazu gesellen sich auch noch florale Aromen und etwas Seife.

Wer schon einmal Bierwürze probiert hat, der kann sich den süßlich-getreidigen Geschmack sehr gut vorstellen, den ich gerade auf der Zunge habe. Es ist im Grunde ja auch nicht viel mehr, als ein herb-fruchtiges Malzbier und ich denke, genau so muss man das Bier sehen. Auch wenn die fruchtige Hopfigkeit sowie eine passable Bittere vorhanden sind, so wirkt das Bier einfach zu klebrig-süß um bei mir als India Pale Ale durchzugehen und erinnert mehr an das angesprochene Malzgetränk. Im Abgang kommen dann die Hopfenaromen stärker zum Vorschein, Maracuja und Erdbeere bestimmen hier den geschmacklichen Eindruck. Das Gebräu wirkt dank der Herbe, welche recht lange auf der Zunge zurückbleibt, jetzt etwas schlanker.

nittenauer_la_chaffeur_kehrwieder_unn_flascheDie Trinkbarkeit des weichen Bieres, welches man definitiv gut gekühlt genießen sollte, ist recht gut – wenig Kohlensäure und die Süße lassen es recht süffig wirken. Dennoch muss ich sagen, dass ich nicht so ganz warm mit dem Bier werde- wenig überraschend, konnte ich schließlich noch nie etwas mit alkoholfreien Bieren anfangen (weshalb ihr in meinem Blog auch keine findet). Es ist mir schlichtweg einfach viel zu süß, es wirkt zudem „unfertig“ und insgesamt einfach unbalanciert.

Sei’s drum, man kann ein alkoholfreies Bier brauen – das haben Oliver Wesseloh und Sebastian Jakob bewiesen. Ob es schmeckt muss nun jeder für sich entscheiden. Cheers!

Stammwürze: 7,5%

Alkholgehalt: 0,5%

Bierige Geschenkideen

bierwichtelnErster Advent – Zeit für viele von uns, sich schon einmal über die Weihnachtsgeschenke Gedanken zu machen. Ich habe mich daher mal umgesehen und liefere euch ein paar Ideen, wie ihr eure Liebsten überraschen könnt.

Fangen wir mit dem naheliegensten an: Bier! Generell sind Bierpakete immer eine gute Idee, gerade durch die wachsende Verfügbarkeit von Kreativbieren (oder auch „Craftbeer“) bzw. Bierspezialitäten in Deutschland findet sich eigentlich für jeden etwas. Das beste Angebot für Pakete bietet Bier-Deluxe, sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene – für jeden ist etwas dabei. Und sollte man sich mit der Auswahl überfordert fühlen, so kann man auch dort auf den bewährten Geschenkgutschein zurückgreifen. Solltet ihr schon genau wissen was ihr wollt, wisst aber nicht, wo ihr es bestellen könnt, so möchte ich an dieser Stelle auf meine Biersuche verweisen. Damit könnt ihr die bekanntesten deutschen Onlineshops durchsuchen und findet hoffentlich euer gewünschtes Bier.

Sollte sich das Bier bereits in den Kühlschränken und Kellern stapeln, so wäre Bierliteratur ebenfalls eine gute Geschenkidee. So empfiehlt sich beispielsweise das neue Buch „Bier leben“ von Oliver Wesseloh, Bücher über die Geschichte von bestimmten Bierstilen (z.B. IPA, Stout und Porter) wie auch alle Werke von „Bierhunter“ Michael Jackson. Viele dieser Bücher sind zwar auf Englisch, meist aber leicht verständlich und mit Rezepten für das Heimbrauen versehen.

Dazu passt natürlich auch das Buch von Klaus Kling, welches tiefer in die Materie des Heimbrauens hineingeht und mit dem ich das brauen in der heimischen Küche begonnen habe. Beim Hobbybrauerversand bekommt ihr zudem Heimbrau-Startersets für jeden Geldbeutel – aber Vorsicht: Die meisten, die mal mit dem Brauen daheim angefangen haben, kommen nicht mehr davon weg. Und hier findet ihr für das Gebräu dann auch noch schicke Gläser.

Ich hoffe, ich konnte euch ein paar Ideen mitgeben und vielleicht darf sich der eine oder andere von euch bald über ein passendes Buch und/oder Bier freuen. Falls ihr euch selbst überraschen lassen wollt, so kann ich euch noch das Bierwichteln ans Herz legen.

In diesem Sinne – Cheers und eine schöne Adventszeit.

Lidl Maltos

Ende vergangener Woche pfiffen die Spatzen es schon vom Himmel: Lidl hat jetzt Craftbeer! Nun gut, zumindest als Aktionsware. So gehörte auch ich zu denjenigen, die heute den lokalen Lidl gestürmt haben um sich die drei Sorten zu sichern um sie euch jetzt im Schnellüberblick vorstellen zu können. Arm wird man beim Kauf diesere Biere, die in der Brauerei Eichbaum gebraut werden, jedenfalls nicht – mit der preislichen Kampfansage von 2,50 Euro für drei Flaschen ist man dabei.

maltos_paradise_zwickelLos geht es mit dem „Paradise Zwickel“, einem naturtrüben Kellerbier welches mit der Aromahopfen Sorte Mosaic eingebraut wurde. In der Nase des gelblich-orangen Bieres mit mangelhafter Schaumkrone sind vornehmlich würzige Hopfennoten mit etwas Malz und Seife wahrzunehmen. Geschmacklich sind die Kellerbier-Wurzeln des Bieres nicht von der Hand zu weisen, ein unaufgeregtes Malzbett mischt sich mit etwas zu starker Bittere und einer recht eindimensionalen, würzigen Hopfennote – von den versprochenen Fruchtaromen ist herzlich wenig da. Die Herbe hängt nach dem Abgang lange auf der Zunge, wirkt dumpf und lädt nicht gerade zum weitertrinken ein.

Stammwürze: 11,8%; Alkoholgehalt: 5%

(2/5)







maltos_barley_blancWeiter geht es mit dem „Barley Blanc“, einem hellen Bockbier welches mit dem Hopfen Hallertauer Blanc „veredelt“ wurde – was auch immer dies bedeuten mag (Laut der Homepage der Brauerei wurden die Biere wohl tatsächlich hopfengestopft). Optisch seinem Vorgänger nicht unähnlich, dafür mit einem sehr feinen, schneeweißen Schaumkrone. In der Nase mischt sich etwas Getreide mit einem Hauch von Weintrauben und Blaubeeren – zumindest kommt hier der namensgebende Hopfen mal hervor.

Der Antrunk fällt dann recht rund und weich aus, geschmacklich kann das süßliche Malz allerdings nicht allzu viel ausrichten was zu einem etwas wässrigen Abgang führt. Dazu kommen fruchtige Aromen die ich einerseits dem Hopfen zuschreibe, der Eindruck von grünem Apfel/Apfelkernen kommt allerdings vom Acetaldehyd und ist ein Indiz dafür, dass das Bier nach der Gärung nicht lang genug lagerte. Ansonsten kann man das Bier, obgleich es recht charakterlos wirkt, schon trinken – muss man aber nicht.

Stammwürze: 16%; Alkoholgehalt: 6,9%

(2/5)







maltos_barrique_styleAuf zum letzten Kandidaten, dem „Barrique Style“, einem Doppelbock. Dieser steht dunkelbraun im Glas und bildet, wie sein Vorgänger, einen cremig-feinen Schaum aus der lediglich etwas beige eingefärbt ist. In der Nase findet man Apfelkerne, etwas Honig und Anklänge von Röstmalzen.

Recht süß fällt dann auch der erste Schluck aus, das Malzbett wirkt geringfügig komplexer als beim hellen Bock, hat etwas Karamell und Brot mit dabei. Dennoch ist der Körper für ein Bier dieses Stils viel zu dünn, das Malz beinahe geschmacksneutral. Dazu gesellt sich auch ein viel zu trockener Abgang sowie erneut ein Aroma nach grünem Apfel und hier auch Ethylacetat. Vom Hopfen, immerhin die allseits beliebten US-Sorten Amarillo, Cascade und Simcoe, merkt man kaum etwas, vielleicht vereinzelt ein Aufblitzen von schwarzer Johannisbeere – das war es dann aber auch

Stammwürze: 18%; Alkoholgehalt: 7,6%

(1/5)







Fazit: You get what you pay for. Keines der drei Biere kann überzeugen, geschweige denn Akzente setzen. Selbst die 2,50 Euro sind in meinen Augen maßlos übertrieben und ich tendiere dazu, da eher noch zu einem Becks Pale Ale zu greifen als mir nochmal eines dieser Biere anzutun.

Weihnachts-Bierwichteln 2015 – Anmeldung online

Mitte  November, Zeit sich schonmal Gedanken über Weihnachten zu machen. Und was gehört dazu? Natürlich das Bierwichteln!

Ab sofort könnt ihr euch für das Weihnachts-Bierwichteln 2015 anmelden. Ihr habt dabei diesmal etwas länger Zeit – bis zum 05.12.2014 um 23:59 ist die Anmeldung dieses Mal möglich.

Die Anmeldung, alle Details und Informationen zum Ablauf findet ihr auf der Bierwichteln-Seite. Bier-Anregungen findest Du hier.

Frohes Wichteln!