Archiv der Kategorie: Splitter

Bier-Splitter: Von Start-Ups, Bier in Möbelhäusern und Managerfeindlichkeit

Die Wochen gehen derzeit schneller rum als ich das gerne hätte weshalb es (schon) wieder Zeit für einen Bier-Splitter ist. In dieser schnelllebigen Zeit schießen auch einige Bier-Start-Ups wie Pilze aus dem Boden und versuchen, mit ihren kreativen und innovativen Ideen in der harten Welt des Biermarkts zu überleben. Genannt werden sollten hier auf jeden Fall mal das Braufässchen, ein System mit dem ihr euer eigenes Bier mit Einschränkungen relativ problemlos daheim brauen könnt. Wie das geht und was ich mit „Einschränkungen“ meine könnt ihr alles auf der Braufässchen-Seite nachlesen.

Auch zu erwähnen sei die Braufabrik. Dort hat man zwar keinen direkten Einfluß auf den Biergeschmack – man kann unter verschiedenen Sorten wählen – jedoch kann man das Etikett selbst gestalten und erhält somit „sein eigenes Bier“. Ob jetzt Heimbrausystem oder Etikettendesigner – ich wünsche den beiden auf jeden Fall viel Glück im hart umkämpften Markt.

Bildquelle: IKEA / Helmut Stettin

Eine andere Firma dagegen hat sich seit Jahren etabliert – zumindest im Möbelgeschäft – und bringt jetzt sein eigenes Bier mit dem Namen „Mörk Öl Lager“ heraus. Welcher Möbelbauer das ist? Das solltet ihr ja wohl aus den Namen erraten haben – Ikea. Der schwedische Konzern bringt dieses dunkle Bier zunächst in Großbritannien auf den Markt aber es ist denkbar, dass man dies auch bald bei uns „genießen“ darf. Der Preis ist mit 1,75 Pfund für 0,33 Liter nicht gerade im unteren Preissegment angesiedelt. Man darf also gespannt sein.

Auch Esther aus dem Bierland Hamburg, bei dem ihr übrigends ab dem 24. Juli das TAP X Mein Cuvée Barrique bekommt, hat sich mit neuen Produkten beschäftigt bzw. mit dem Weg der Produktfindung. Definitiv lesenswert auch wenn humorlose Menschen den Artikel als manager-/männerfeindlich bezeichnen würden (wovor sie auch warnt!).

Ehe man sich versieht wird auch der Sonntag rum sein und uns erwartet eine neue Woche – hoffentlich biergeschwängert! Prost!

Bier-Splitter: Vom Biermangel, Sondersuden und der Brauerei des Jahres

Heiß und schwül! So zeigt sich der Sommer – zumindest hier in Oberbayern – von seiner nicht immer angenehmen Seite. Die damit einhergehenden Gewitter bringen leider auch meistens keine Abkühlung und selbst das Bier sorgt auch eher für Schweißausbrüche. Das scheint die Biertrinker aber scheinbar nicht vom ihrem Gerstensaft abzuhalten was jetzt zu akuter Bierknappheit führt. Augustinger kann derzeit beispielsweise wohl nur etwa ein Drittel der Nachfrage erfüllen und auch vom Tegernseer Brauhaus hört man ähnliches. Vielleicht ist es doch mal an der Zeit, sich in Zeiten der Knappheit beim Bierkauf umzuorientieren?

Ganz ähnlich ist die Situation auch beim Sondersud TAPX Mein Cuvée Barrique von Schneider Weisse, den ich euch ja bereits im letzten Splitter vorgestellt habe. Hier liegt das aber eher an der strengen Limitierung dieses – und da ist sich die Fachwelt einig – unglaublich guten Bieres. Neben meiner Wenigkeit haben mittlerweile auch die Kollegen von neubierig und lieblingsbier.de Tests zu dem Bier veröffentlicht die alle zum gleichen Ergebnis kommen: Wer das nicht probiert verpasst definitiv etwas.

Auch ganz interessant ist die Tatsache, dass ein eine andere Brauerei, deren Biere mir in der Vergangenheit auch immer geschmeckt haben, bereits im Juni die begehrte Auszeichnung „Deutschlands Brauerei des Jahres“ bekommen hat. Es handelt sich dabei um die Schlossbrauerei Maxlrain aus dem Rosenheimer Land von der ich mir wohl auch mal noch ein paar Testexemplare besorgen muss.

Wer jetzt durch die angesprochene Hitze lieber zur alkoholfreien Bieren greifen will, dem sei noch dieser kleiner Artikel auf Bild.de nahegelegt. Hier werden 18 alkoholfreie „Sorten“ „getestet“ – hier sollte sich wirklich jeder selbst ein Bild machen. Ich für meinen Teil verzichte lieber auf Bier als mir die kastrierte Version eines normalen Gerstensafts zu genehmigen – da bleib ich lieber bei Wasser und Spezi.

Bleibt nur zu hoffen, dass uns das Bier niemals ausgeht. Ich habe jedenfalls vorgesorgt und entlasse euch damit in die neue Woche. Prost!

Bier-Splitter: Von Bierfestivals und Cuvèes

Die EM ist, zumindest aus deutscher Sicht, nun vorbei (Schuld daran ist ja die ARD) und das große Sommerloch hat begonnen. Das mag vielleicht auf die Tagesnachrichten zutreffen, in der Bierwelt hat sich aber die letzte Woche wieder einiges getan.

Eine sehr schöne Meldung kam dazu aus München von den Veranstaltern der Braukunst Live. Das Bier-Festival, welches dieses Jahr so fulminant gestartet ist, geht 2013 in die nächste Runde. Der Termin dafür ist laut der Facebook-Seite der 8. bis 10. März und ich werde diesmal auch dabei sein. Vielleicht trifft man sich ja!

Auch an der Bierfront hat sich etwas getan. So hat Schneider Weisse im kleinen Kreise ihren neuen Sondersud TAPX Mein Cuvèe Barrique vorgestellt – einen Verschnitt aus dem TAP6 Unser Aventinus und dem Aventinus Eisbock welcher 8 Monate lang in Pinot Noir Fäßern gereift ist. Man darf gespannt sein, ob dieses Bier ebenso einschlägt wie das Nelson Sauvin. Einen Test werdet ihr auf jeden Fall bald hier finden!

Wer für den heutigen Sonntag noch ein Ausflugsziel sucht und im hohen Norden beheimatet ist, dem empfehle ich einen Besuch bei „Bier aus dem Norden“ in Rosengarten bei Hamburg. Dort sind über 20 Bierbrauer aus Norddeutschland vor Ort und präsentieren sich und ihre Produkte. Unter anderem dabei ist auch die noch junge Ratsherrn Brauerei aus Hamburg.

Zum Abschluß haben die Kollegen von neubierig und lieblingsbier.de noch zwei Vorschläge für Gegenstände, die beim Grillen definitiv nicht fehlen dürfen (oder vielleicht doch?): Das richtige Bier und die beste Grillsauce.

Freuen wir uns auf eine neue, vielleicht etwas kühlere Woche bei der man das Bier vielleicht ohne Schweissperlen auf der Stirn genießen kann. Prost!

Bier-Splitter: Wiener Spezialitäten, Hamburger Handwerkskunst und Kartellkölsch

© Ethan Prater

Drei Tage Österreich, genauer gesagt Wien,  sind vorbei und ich bin um einige Eindrücke reicher. Nicht nur, dass der Wiener Nahverkehr vom Ticketkauf bis hin zur Zuverlässigkeit überragend ist und dass man im Railjet der Kaffee direkt am Platz via Nespresso Maschine gebrüht wird, nein – auch die Biersituation ist durchaus eine Reise wert. Zu empfehlen sind hier vor allem die 1516 Brewing Company mit leckerem amerikanischem Essen oder – falls man es etwas rustikaler mag – der Siebernstern Bräu indem, neben den hausgemachten Bieren, eher die Wiener Schmankerl im Vordergrund stehen. In beiden Lokalitäten geht es nicht gar so touristisch zu und man kann mit dem ein oder anderem Wiener bei einem Spahir Dry Ale oder einem Rauchbier ins Gespräch kommen.

Zur Biersituation in Hamburg habe ich im bierfranken Blog einen schön geschriebenen Artikel gefunden. Auch hierzulande, in den von Großbrauerei dominierten Großstädten, kann man noch das ein oder andere Kleinod finden und sich über ein teilweise extravagantes Bier freuen – weitab von den Industrieerzeugnissen der Großkonzerne.

Was extravagante Biere angeht so empfehle ich euch dieses kleine Interview mit Fritz Wülfling von Fritzale – dort gehts unter anderem auch um das, durch die Kölsch-Konventionen bedingte, „Kartellkölsch“. Gerade seine Meinung zum Reinheitsgebot finde ich sehr angenehm, wird selbiges nicht verteufelt sondern es herscht die Meinung vor, dass man auch mit dem Reinheitsgebot Biere brauen kann, die weitab vom Einheitsbrei sind. Dass das Reinheitsgebot dennoch einer Anpassung bedarf steht außer Frage – gerade in Hinblick auf so manche Brautechniken.

Um nochmal auf Wien zurück zu kommen: Klar habe ich auch dort das ein oder andere Bier gekauft, ein Pils, mehrere Märzen und ein Rauchbier. Die Tests dazu gibt es natürlich in Kürze – zusammen mit dem Großteil n des Camba Bavaria Sortiments. Ich dürfte dann für die nächsten Wochen versorgt sein.

In diesem Sinne – trinkt mehr Craftbeer! Prost!

Bier-Splitter: Teures Festbier, Bier mit Herzblut und alles ausser Weizen

Alle Jahre wieder gibt es viele Spekulationen über den Preis, den die Maß auf dem Oktokberfest kosten wird. Nun ist die Katze aus dem Sack und, oh Wunder, der Liter Gerstensaft wird mal wieder teurer. Bis zu 9,50 Euro darf man dieses Jahr auf die Bierbank legen um eine Maß von der freundlichen Bedienung im Festzelt zu erhalten. Wenn ihr mich fragt ist dies eine unglaubliche Unverschämtheit und erst recht kann ich die Leute nicht verstehen, die über das Jahr beim Bier knausern aber dann auf der Wiesn gerne auch mehrere Tage mit dem „günstigen“ (und oftmals gar nicht so tollen) Bier volllaufen lassen.

Wer da keinen Bock drauf hat dem sei das Rosenheimer Herbstfest nahegelegt – dort bekommt man das gute Flötzinger Märzen zu einem vernünftigen Preis und kann damit rechnen, auch Abends noch einen Platz im Bierzelt zu kriegen. Dass man aber nicht unbedingt aufs Oktoberfest gehen muss um viel Geld für nichts auszugeben beweisst dieses Foto.

(c) Pyraser Landbrauerei

Wer für sein Geld, gerade in den heutigen Zeiten, noch eine schöne Wertanlage sucht, der ist bei der neuen Herzblut-Reihe der Pyraser Landbrauerei gut aufgehoben. Das Erste Bier dieser Reihe von Edelbieren stellt ein fruchtiges Imperial Pale Ale dar, welches mit duchaus angenehmen 8,5% eher in der höheren Liga spielt.

Wer neugierig geworden ist, findet das IPA bereits beim Biershop-Bayern – falls man jetzt lieber noch abwarten will dann sei gesagt, dass ich das Bier sicherlich noch testen werde. Vielleicht hilft das ja dann bei der Kaufentscheidung. Außerdem haben die Kollegen von neubierig ein Interview mit der Brauereichefin Marlies Bernreuther  geführt.

Neu in der Welt des Bieres ist außerdem auch die Brewbaker Berliner Jahrgangs Weiße 2012. Wie nah dieses an der originalen Berliner Weiße sein wird, wird sich noch zeigen (hoffentlich in einem Test).

Ganz heimlich hat außerdem der flusskiesel seinen Bier-Podcast in „Alles außer Weizen“ umbenannt. Schade eigentlich, so manches Weißbier wäre da sicherlich gut aufgehoben gewesen. Dann muss ich wohl den Job übernehmen.

Und zum Schluß: Wer jetzt noch seinen Europameisterschaft bedingten Biernotstand beenden will dem sei das Gewinnspiel bei Lieblingsbier.de nahegelegt – dort könnt ihr euch bis Dienstag noch mit einem EM-Bierpaket, bestehend aus 16 Bieren der Teilnehmerländer, eindecken.

In diesem Sinne – auf eine neue Woche. Prost.

Bier-Splitter: EM-Biere, Tausende Fans und ein Gewinnspiel

Beginnen wollen wir mit der Frage nach dem richtigen Bier zur gerade gestarteten Fusball-Europameisterschaft. Die These, dass von diesem Ereignis wohl nur die großen Braueieren des Landes profitieren werden, habe ich ja bereits aufgestellt. Passend dazu lief am Donnerstag im ZDF eine (viel zu kurze) Dokumentation über die Deutschen und Ihr liebsten Nass. Die Kollegen von Lieblingsbier.de haben das in einer Kritik schön zusammengefasst und auch gleich die Reaktionen diverser Seiten mit aufgenommen.

Wer jetzt noch auf der Suche nach der passenden Erfrischung zu diesem Sportspektakel ist, dem sei dieses Video auf Focus Online nahegelegt. Hier testen die Bierkenner Birgit Rieber und Sepp Wejwar (Der Biersepp) verschiedene Biere vom Discounterartikel bis hin zum „Edelbier“ – vielleicht findet ihr unter den Gewinnern ja das passende Getränk.

Wie man einen Meilenstein richtig zelebriert zeigt der Facebook-Account von Schneider Weiße eindrucksvoll – da ist man sich auch nicht zu schade mal eben den Brauereihof anlässlich des 10.000ten Facebook-Fans mit Bierkisten voll zu stellen. Von Neubierig erwarte ich mir ein ähnliches Projekt wenn sie diese Zahl erreichen – hier freute man sich heute über den tausendsten Fan (da habt ihr ja noch etwas Zeit um eine entsprechende Aktion zu planen). So oder so – Glückwunsch an beide Jubilare!

Was war noch diese Woche? Achja, ihr solltet euch unbedingt noch den Biertest zur Duckstein Braumeister Edition No 2 ansehen. Dort erwartet euch ein Gewinnspiel bei dem ihr einen Monat vor Verkaufsstart des Bieres eine Flasche gewinnen könnt. Vielleicht ist dies ja gerade das richtige Bier zur EM? Übertreiben sollte man es gerade in diesen Zeiten mit dem Alkohol jedenfalls nicht – zumindest nicht, wenn man nicht mit den Folgen leben kann.

Soweit noch einen schönen Sonntag. Prost!