Archiv der Kategorie: Biertest: 4 Sterne

Siren Vanilla Weisse

siren_vanilla_weisseIch bin gerade die Bierstile durchgegangen, die es in den letzten Jahren in meinen Blog geschafft haben und habe dabei festgestellt, dass ich bisher noch keine Berliner Weiße rezensiert habe. Das möchte ich hiermit ändern und stelle euch heute daher die Vanilla Weisse von Siren aus Großbritannien vor. Der Name ist dabei Programm, es wurde echte Vanille beim Brauen des Bieres benutzt. Vanille und Berliner Weisse – passt das zusammen? Finden wir es heraus!

Den Geruch des goldgelben, klaren Bieres kann man getrost als „funky“ bezeichnen. Säuerlich Zitrusnoten mischen sich mit ordentlich Vanillearoma, etwas Holz, Maracuja und Karamell.

Und genau so fällt auch der Erste Schluck aus. Eine ordentliche Säure paart sich dabei mit einem subtilen, aber jederzeit vorhandenen Vanillegeschmack. Dazu kommen tropisch-fruchtige Noten, Sahnekaramell und vielleicht etwas Käse. Das mag, wenn man das jetzt so liest, vielleicht etwas sehr eigenartig klingen – aber das schmeckt! Wirklich!

siren_vanilla_weisse_flascheIm Abgang wirkt das Bier dann zunehmend saurer und auch etwas herb. Dabei kommt das britische Gebräu recht erfrischend rüber, was auch an der stärkeren Karbonisierung liegt – die etwas zu intensive Säure trübt das Trinkvergnügen jedoch ein klein wenig. Das süßliche Karamellaroma verfliegt dann mit der Zeit, übrig bleib die schon bekannte Zitrus-Vanille Mischung – langweilig wird es definitiv nicht.

Ein sehr spannendes Bier und sicherlich für alle interessant, die Berliner Weiße mögen. Mir hat es jedenfalls ziemlich gut geschmeckt – auch wenn die Säure etwas zu stark war. Daher gibts heute ganz knappe vier Sterne.

Alkoholgehalt: 4%

(4/5)







Next Level Brewing Five o’clock

next_level_brewing_five_oclockFür den ersten Biertest des Jahres habe ich mir das Five o’clock von Next Level Brewing aus dem schönen Wien ausgesucht. Es handelt sich dabei um ein India Pale Ale dem zusätzlich Earl Grey Tee zugegeben wurde. Klingt spannend, oder? Tee als Beigabe zu herb-fruchtigen Ales ist nun nichts Neues, dennoch freue ich mich immer wieder darüber, wenn jemand ein derartiges IPA rausbringt – allein schon, weil ich Earl Grey Tee sehr schätze. Ob mich dieses Bier also überzeugen wird? Lest selbst.

Im Glas angekommen verströmt das bersteinfarbene bis rötliche, leicht trübe Bier einen frischen Geruch nach Zitronenzesten, Tee und Bergamotte. Der feinporig texturierte Schaum hat keine nennenswerte Fárbung und steht recht stabil auf dem herrlich duftenden Gebräu.

Oha, das ist ja richtig spannend. Gleich zu Beginn ist einiges an Fruchtaromen geboten, viel Orange mit etwas Mandarine, Zitrus und die zuvor schon angesprochene Bergamotte sind sofort und intensiv wahrnehmbar – Klasse. Dazu gesellt sich ein kräuterartiges bis würziges „Teeraroma“ sowie eine leichte Süße. Das Malz fällt dabei größtenteils unauffällig aus, kommt allerhöchstens mit einer leichten Getreidenote daher. Entsprechend dann auch der Abgang bei dem die aufkommende Herbe den Ton angibt – ein Umstand, der mir persönlich sehr zusagt.

next_level_brewing_five_oclock_flascheAlle Achtung, das Bier gefällt mir richtig gut. Auch die Trinkbarkeit fällt recht hoch aus, die Mischung aus Zitrusaromen und Tee ist hier sehr gut getroffen – auch, wenn es dem ein oder anderen vielleicht zu bitter (zumal die Herbe auch leicht kratzig ausfällt) erscheinen mag. An dem Eindruck ändert sich auch im Verlauf nichts – es bleibt stehts fruchtig-herb und intensiv im Geschmack.

Also Next Level Brewing hat mir mit dem Five o’clock einen tolles Einstieg ins Biertesterjahr beschert. Von mir gibts heute vier Sterne.

IBU: 55

Stammwürze: 14,5%

Alkoholgehalt: 5,7%

Das Bier wurde mir kostenfrei zur Verfügung gestellt.

(4/5)







Schönbuch Weizenbock Oak Aged

schoenbuch_weizenbock_oak_agedDas schöne an der Vorweihnachtszeit ist ja unter anderem, dass aus allen Ecken kleine und auch größere Brauereien daher kommen und Spezialsude an den Mann bringen wollen. Gefühlt nimmt die Kreativität, die manch einer an den deutschen Brauereien vermisst, um diese Zeit teils massiv zu. Und so kommt es, dass sich auch zu mir das ein oder andere Bier verirrt, deren Brauer mir bis dato unbekannt waren. Bestes Beispiel ist der Oak Aged Weizenbock der Braumanufaktur Schönbuch aus Böblingen, den ich euch nun vorstellen werde.

Dass das bernsteinfarbene Bier aus seiner Eichenfasslagerung keinen Hehl macht, ist bereits im Geruch deutlich zu erkennen. Dort findet sich eine Fülle an Fassaromen, Vanille, Holz, etwas Rauch und Kokos sind da zu benennen.

Entgegen meiner Erwartungen wirkt das Bier zum Antrunk nicht sonderlich schwer, der vollmundige Malzkörper bestimmt mit seinen getreidig-malzigen, ansatzweise karamellhaltigen Aromen den Ersteindruck. Kurz darauf mischt sich auch die dauerhaft wahrnehmbare Vanille dazu, etwas Holz ist ebenfalls dabei. Das Bier wirkt an sich beinahe schlank und mit relativ wenig Restsüße versehen – trotzdem merkt man ihm seinen zweistelligen Alkoholgehalt nicht an.

schoenbuch_weizenbock_oak_aged_flascheIm Abgang wirkt das Gebräu recht ausbalanciert, Hopfen und Herbe sind kaum nennenswert vorhanden (was man jetzt auch nicht erwarten würde) – geschmacklich überwiegt malzigen Karamell, gespickt mit Whiskynoten. Mir persönlich fehlt indes beinahe ein wenig der Charakter des Weizenbock in diesem Bier – allen voran Hefearomen. Das Bier selbst ist zwar nicht unfiltriert, dennoch hat es von der Hefe nicht allzu viel ins Bier geschafft (was durchaus Absicht sein kann). Dadurch fehlt es dem Bier jedoch etwas an Tiefe – die achmonatige Fasslagerung bringt zwar einiges an Aromen mit, letztendlich fehlen mir hier aber die letzten paar Prozent, die dem Gebräu zur Perfektion fehlen.

Seis drum, der Oak Aged Weizenbock ist ein gelungenes Bier, lecker und dank der Fasslagerung sehr aromatisch. Bei mir sind es heute ganz knapp 4 Sterne.

Alkoholgehalt: 10,1%

(4/5)







Hanscraft & Co Black Nizza Motor Øl Whiskey Cask Matured

hanscraft_black_nizza_motor_oel_whiskey_cask_maturedDas Jahr neigt sich dem Ende entgegen, die Tage werden kürzer, die Nächte länger und die Biere stärker. Heute möchte ich euch das holzfassgereifte Black Nizza Motor Øl von Hanscraft & Co aus dem bayerischen Aschaffenburg vorstellen. Reifen durfte dieses Bier mit zweistelligem Alkoholgehalt in „Bavarian Pot Still Whiskey“ Fässern des Feinbrenners Severin Simon aus dem bayerischen Michelbach. So und jetzt genug der Vorrede, jetzt gibts Bier.

Dass der Name Programm ist, dass man bereits beim Einschenken des tiefschwarzen, viskosen Gebräus sehen – stiltypisch trägt es zudem eine braungefärbte, feinporige Schaumkrone. In der Nase begeistert das Bier mit einer feinen MIschung aus geröstetem Malz, Toffee, Schokolade und Kaffee wie auch Holz, Rauch, Kirschen und Lakritze.

Anders als gedacht wirkt das Bier erstmal gar nicht so schwer. Röstaromen von Kaffee und Schokolade kommen auf, süßliche Kirsche mitsamt etwas Holz und Whisky sind merkbar – bleiben jedoch im Hintergrund. Ebenso geht es der Herbe, obgleich sie sich im vergleichsweise recht unkomplizierten Abgang intensiviert und ihr Übriges dazu beiträgt, dass man den Alkoholgehalt des Aschaffenburger Gebräus ein wenig unterschätzt. Auf der Zunge bleiben die Röstaromen zurück, Kaffee dominiert hier klar.

hanscraft_black_nizza_motor_oel_whiskey_cask_matured_flascheMit der Zeit traut sich die Süße, gepaart mit einem stärkeren Schokoladenaroma, etwas mehr in den Vordergrund, die Fassaromen ziehen sich derweil jedoch weiter zurück und sind im Trinkverlauf beinahe kaum noch wahrzunehmen. Die Trinkbarkeit leidet darunter allerdings nicht, die Rezenz ist angenehm und das Bier steht nicht an. Trotzdem vermisse ich klein wenig die Tiefe im Bier. Wenn ich solch ein Kaliber an Stout im Glas habe, dann muss mich das Ding komplett umhauen. Das Motor Øl versucht es zwar, bringt mich allerdings nur ein wenig ins Wanken.

Mehr Körper, mehr Fass und es wäre perfekt. So reicht es heute jedoch „nur“ zur sehr guten vier Sternen. Prost!

Alkoholgehalt: 10,5%

(4/5)







Siren Proteus IPA Vol 1

siren_proteus_ipa_vol1Die Erwartungshaltung ist mittlerweile hoch, wenn ich ein Bier der Craftbeerspezialisten von Siren aus Finchampstead in Großbritannien in den Händen halte. In der Vergangenheit konnten mich die Erzeugnisse dieser Kleinbrauerei beinahe alle restlos überzeugen – und das so sehr, dass man schon fast meinen könnte, ich würde Werbung machen. Ob es mit Ausgabe 1 der Proteus IPA Series genauso sein wird? Schauen wir mal…

Fruchtalarm! In der Nase ist echt einiges los, Mango, Grapefruit, Mandarine, Pinie und Zitrusfrüchte sind deutlich im Geruch des orangefarbenen, trüben Bieres zu erkennen. Die Schaumbildung jedoch lässt ein klein wenig zu wünschen übrig…

Sehr weich und rund fällt der erste Schluck aus, die intensive Fruchtigkeit, die sich durch die Nutzung der drei Hopfensorten Motueka, Amarillo und Citra ergibt, ist gleich von Beginn an präsent. Begleitet werden die tropischen Zitrusaromen von einer moderaten bis knackigen Herbe und einem leicht keksig-karamelligen Malz dessen feine Süße perfekt auf den herben Charakter dieses Indie Pale Ale abgestimmt ist.

siren_proteus_ipa_vol1_flascheIm Abgang wirkt es leicht nachbitternd, ansonsten dominiert weiterhin die Fruchtigkeit bei im Trinkverlauf leicht nachlassender Intensität. Trockenheit und Herbe zum Trotz ergibt sich zudem eine sehr gute Trinkbarkeit. Ein klein wenig schade finde ich jedoch den großen Batzen Hefe, der beim Nachschenken aus der Flasche kam und den Charakter des Bieres leicht verändert (es wirkt jetzt weniger schlank), dem Geschmack beeinflusst es jedoch nur marginal.

Ein tolles IPA, fruchtig, süffig, herb und angenehm rezent. Von mir gibt es hierfür heute sehr gute vier Sterne. Prost.

Alkoholgehalt: 6,9%

(4/5)







Pyraser Herzblut Götterdämmerung

pyraser_herzblut_goetterdaemmerungMal wieder was Neues von Pyraser, der kleinen Brauerei aus dem mittelfränkischen Thalmässing: Götterdämmerung heißt die neueste Inkarnation der Herzblut Reihe. Dabei handelt es sich um ein obergäriges Starkbier welches unter Zugabe von gemälzten Urgetreidesorten wie Emmer und Einkorn wie auch Dinkelmalz eingebraut wurde – als Ergänzung zu den bekannten Gersten- und Weizenmalzen. Gehopft wurde das Bier mit vier verschiedenen Hopfensorten (Perle, Hersbrucker, Vic Secret und Cascade) und zudem – und da kommen wir allmählich auf den Namensgeber – mit Waldhonig abgerundet. Neugierig? Ich auch!

Golden bis bernsteinfarben leuchtet das leicht hefetrübe Bier aus dem Glas, oben auf mit ordentlich Schaum bedeckt dessen Textur recht cremig ausfällt. Im Geruch finden sich Kräuter, säuerliche Noten, etwas Honig und Karamell.

Im Antrunk zeigt sich die Götterdämmerung sehr feinmalzig und süßlich, es kommt dabei bisweilen etwas viskos rüber wodurch auch gleich wieder Assoziationen zum Honig geweckt werden. Das Malz an sich zeigt geschmacklich keine besonderen Spitzen, macht seinen Job als Aromenbegleiter und Hopfengegenspieler jedoch recht ordentlich. Im recht trockenen Abgang schlägt dann der Waldhonig zu, dazu mischen sich herbe, kräuterartige Hopfenaromen  sowie ein hefiger Hauch von Pfirsich.

pyraser_herzblut_goetterdaemmerung_flascheDie Götterdämmerung legt somit einen starken Ersteindruck hin. Gerade den anfangs fehlenden Honig kriegt man mit der Zeit nicht mehr von der Zunge, es schmeckt verlockend süß und vielschichtig, ohne dabei zu überfordern. Gerade den Freunden von Weizenböcken und belgischen Bieren wird dieses Gebräu aus Pyras zusagen – für den Anfänger ist es vielleicht etwas zu intensiv. Auch im Trinkverlauf ändert sich am Eindruck recht wenig, obgleich es vielleicht auf Dauer ein klein wenig eintönig wirkt.

Seis drum, das Herzblut Götterdämmerung gefällt mir recht gut – und Honig mag ich eh. Heute gibts für das Bier prächtige 4 Sterne. Prost.

Alkoholgehalt: 8,2%

(4/5)







Hopper Bräu Dunkle Macht

hopper_braeu_dunkle_machtHeute darf es, nach längerer Zeit, mal wieder ein Porter sein. Ausgesucht habe ich mir dafür die Dunkle Macht vom Hamburger Hopper Bräu dessen helles Bier ich ja schon vor ein paar Monaten im Test hatte. Gehopft wurde dieses dunkle Bier mit den Sorten Taurus und Northern Brewer wobei der Hopfen hier sowieso kein allzu große Rolle spielt. So, genug der Vorrede – jetzt gibt es ein Bier!

Von der Farbe her braucht man nicht viel sagen – mit dunkelbraun bis schwarz liegt dieses im Rahmen der Erwartungen, auch der Schaum mit seiner feinporigen Textur und der bräunlichen Färbung enttäuscht nicht. In der Nase tummeln sich mannigfaltige Röstaromen, Kaffee, Kakao sowie etwas Rauch und Karamell sind wahrnehmbar.

Vom ersten Schluck an dominieren dann auch die Röststoffe den Geschmack dieses Bieres. Dabei ist es gerade ein rauchiges Schokoladenaroma gepaart mit etwas Kaffee und einem würzig-hopfigen Eindruck, was sich auf den Geschmacksnerven konsequent festsetzt. Damit einher geht eine feine Süße, etwas Toffee mit Lakritze und einem Hauch Vanille – das gefällt mir durchaus gut bisher. Der Abgang gibt sich trocken mit einer gut abgestimmten Herbe, die durchaus länger anhält ohne dabei unangenehm zu wirken.

hopper_braeu_dunkle_macht_flaschePositiv anzumerken ist auch, dass die geschmackliche Tiefe dieses Bieres im Verlauf nicht abnimmt, eher im Gegenteil. Gerade der rauchige Part – es ist schon mehr ein Smoked Porter – weiß zu gefallen, ist dabei aber nicht aufdringlich sondern passt sich gut ins Gesamtbild ein. Da auch die Kohlensäure gut dosiert wurde, ist dieses rauchig-schokoladige Gebräu auch von der Trinkbarkeit her wunderbar.

Endlich mal ein gutes, deutsches Porter. Rauchig-röstmalzig, komplexer und vor allem guter Geschmack. Feine Sache, vier Sterne gehen heute an die dunkle Macht vom Hopper Bräu.

Alkoholgehalt: 6,6%

(4/5)







Atwater Vanilla Java Porter

atwater_vanilla_java_porterWo doch die Temperaturen draußen sich gerade mal wieder im einstelligen Bereich befinden, wird es höchste Zeit sich mal wieder den dunkleren Seite des Bieres zuzuwenden. Daher habe ich heute das Vanilla Java Porter der Detroiter Atwater Brewery für euch im Test – gebraut, wie der Name schon sagt, mit Kaffee und Vanille. Klingt spannend, oder? Ab ins Glas damit!

Ein Schwall röstiger Malznoten strömt direkt nach dem Öffnen aus der Flasche. Vanille, etwas Kaffee, Schoko-Brownies und Karamell sind nur paar der mannigfaltigen Aromen, die das dunkelbraune bis schwarze Gebräu verströmt.

Stilgemäß fällt auch der Antrunk aus, es geht recht dünn und bisweilen hopfig-herb zu. Gleich danach macht sich auch der Vanillegeschmack, nebst süßlichem Karamell und Schokolade auf der Zunge breit – den Kaffee vermag man zu diesem Zeitpunkt maximal zu erahnen. Erst mit der Zeit bemerkt man eben diesen, welcher von nun an bei jedem Schluck dieser Röstaromenbombe mit dabei ist und das Aroma angenehm abrundet.

atwater_vanilla_java_porter_flascheEinziger, großer Kritikpunkt ist der vielleicht doch etwas arg schlanke Körper, hinten raus wirkt das Gebräu schon arg dünn und trocken. Gut für die Aromatik, die Trinkbarkeit leidet auch nicht merklich – jedoch dürfte es ruhig vollmundiger sein. Hat man sich dran gewöhnt, kann man sich jedoch sehr gut in dieses Bier hineintrinken und wird bis zum Schluß von einer tollen Aromatik begleitet. Als Bier zu einem Vanilleeis, als Begleitung zum Schokokuchen oder einem Espresso taugt das Vanilla Java Porter bestimmt.

Tolles Bier, einzig der übertrieben schlanke Körper sorgt für eine leichte Abwertung. Dennoch bekommt das Vanilla Java Porter heute knackige vier Sterne.

Alkholgehalt: 4,5%

(4/5)







Hoppebräu & Camba Bavaria Bravo!

hoppebraeu_camba_bavaria_bravoMan hat so ein wenig das Gefühl, dass Weizen-Pale Ales und -IPAs derzeit in Deutschland in aller Munde sind, schließlich präsentiere ich euch heute bereits das zweite neue dieser Gattung binnen weniger Tage und im Kühlschrank stehen noch drei weitere. Der heutige Kandidat ist der Kooperationssud „Bravo!“ zwischen Camba Bavaria vom Chiemsee und dem Waakirchner Hoppebräu – zwei Brauereien, die aufmerksame Leser meines Blogs bereits bestens kennen sollten. Los geht’s.

Gleich nach dem Einschenken verströmt das gelblich-goldene, klare Bier einen intensiven, frischen Duft nach Mango, Papaya, Orangen und Maracuja. Auch die Schaumbildung geht in Ordnung, cremig steht dieser stabil und weiß leuchtend auf dem Gebräu.

Der erste Schluck präsentiert sich vollmundig und und ein wenig herb, das Malz wirkt recht strohig mit einem leicht brotigen Einschlag. Alles in allem bleiben Gersten- und Weizenmalz jedoch recht unauffällig, anders der Hopfen. Hier wurde ausschließlich die neue, deutsche Hopfensorte „Bravo“ (nicht mit der gleichnamigen amerikanischen Sorte verwechseln) verwendet – und das schmeckt man. Auch wenn die Aromatik im Geschmack weitaus weniger ausgeprägt ist als im Geruch, kann das Bier mit tropischen Aromen zwischen Maracuja und Orangenschale punkten.

hoppebraeu_camba_bavaria_bravo_flascheIm Abgang zeigt sich das Bier etwas dünner und trocken, das Aromaprofil bleibt jedoch erhalten und man freut sich auf den nächsten Schluck. Das Bier ist dabei etwas spritziger ausgelegt, wirkt insgesamt recht leicht und erfrischend was sich auch auf die Trinkbarkeit auswirkt – diese ist durchgängig sehr hoch und so vernichtet man den Flascheninhalt entsprechend schnell.

Ein fruchtig-frisches Weizen Pale Ale haben die Brauer hier auf die Beine gestellt. Für die Höchstwertung fehlen mir im Geschmack noch die letzten 5%, aber auch so kann sich das Bier sehen lassen. Vier Sterne von mir.

Stammwürze: 12,1%

Alkholgehalt: 5,6%

(4/5)







Riegele Bayerisch Ale 2 Edition Sierra Nevada

riegele_sierra_nevada_bayerisch_ale_2Vor wenigen Tagen erst wurde das Bayerisch Ale 2 – seines Zeichens ein Weizen Pale Ale (oder auch „Wheat/White Pale Ale“) – in Augsburg offiziell vorgestellt, heute möchte ich euch dazu meine Meinung kundgeben. Gebraut wurde das Bier von der Brauerei Riegele in Kooperation mit der weltberühmten Brauerei Sierra Nevada aus Chico in Kalifornien. Im Test erwartet mich heute also ein obergäriges Weizenbier mit kalifornisch-hopfigen Einschlag – ich bin gespannt!

In der Nase macht das trübe, stroh- bis goldgelbe Bier einiges her. Dort tummeln sich haufenweise frische, grasige und von Zitrus- und Steinfrüchten sowie einem Hauch Maracuja flankierte Hopfenaromen nebst etwas Malz – insgesamt hinterlässt es einen sehr frischen Eindruck.

Auch im Antrunk gibt sich das Bier keine Blöße, fruchtig-frisch geht es zu Werke und auch das Weizenmalz vermag man jetzt zu schmecken. Prickelnd läuft das leicht wirkende Gebräu über die Zunge, malzige Eindrücke mischen sich mit etwas Hefe und den omnipräsenten, frischen Hopfenaromen. Ein Zitronenaroma ist erkennbar, etwas Litschi und viel Gras – einfach lecker. Der Abgang des spritzigen Bieres ist unkompliziert, es bittert ein wenig nach und wirkt hier etwas sehr unaufgeregt.

riegele_sierra_nevada_bayerisch_ale_2_flascheJa ungefähr so sollte in meinen Augen die Mischung aus einem Weißbier und einem hopfigen Pale Ale sein. Bisweilen fühle ich mich geschmacklich sogar ein wenig ans Sierra Nevada Torpedo IPA erinnert – die hopfige Frische dieses Bieres ist einfach toll. Einzig bei der Trinkbarkeit hapert es ein wenig, was größtenteils an der sehr hoch dosierten Kohlensäure liegt. Weizenbiere sind oftmals stärker karbonisiert, hier ist es mir jedoch etwas zu viel des guten.

Ein leckeres Weizen Pale Ale haben die zwei Bierspezialisten hier kreiert, leicht, hopfig und „gschmackig“. Von mir gibt es hierfür vier Sterne.

Alkoholgehalt: 5%

(4/5)