Schlagwort-Archive: black ipa

Brauerei Lemke Imperial Stout Barrel Blend 2015

lemke_berlin_imperial_stout_barrel_blend_2015Gleich mal eine Warnung vorweg: Bei meinem heutige Testkandidaten handelt es sich nicht direkt um das „normale“ Imperial Stout der Berliner Brauerei Lemke, welches vor ein paar Tagen den European Beer Star in Silber in seiner Kategorie gewann. Ich stelle euch heute den 2015er Barrel Blend vor, eine Mischung aus dem fassgelagertem Imperial Stout (Bourbon und Tequilla) welches nach der Lagerung mit dem Imperial IPA aus dem gleichen Hause geblendet (ergo gemischt) wurde. Klingt abgefahren, oder?

Was soll man dazu noch sagen? Das Bild sagt mehr als tausend Worte. Unter der cremig-feinen, braunen Schaumhaube wabert eine Fülle von Röstaromen, darunter Mokka, Lakritze, viel Karamell, Sherry und Amarenakische.

Der Antrunk steht dem in absolut gar nichts nach, eine Fülle an Aromen stürmt über die Geschmacksnerven. Viel dunkle Früchte, Kaffee, etwas dunkle Schokolade und Vanille sind in erster Linie schmeckbar, kurz darauf kommen fruchtige Hopfenaromen mit ins Spiel. Ein Hauch von feinen Zitrusaromen und etwas Pinie runden den sehr angenehmen Geschmackseindruck im Abgang ab. Hier lassen sich auch die 70 Bittereinheiten des Bieres blicken, die das sehr schwere und süßliche etwas bekömmlicher machen.

lemke_berlin_imperial_stout_barrel_blend_2015_flascheNach den ersten 2-3 Schluck muss das erstmal sitzen lassen. Das Mundgefühl ist sehr samtig, die Trinkbarkeit extrem hoch. Dabei stehen die Aromen im Trinkverlauf nie an, es gibt immer neues zu entdecken und allgemein kann man sagen: Umso wärmer das Bier wird, desto intensiver und besser schmeckt es auch. Passend dazu gibt sich die Kohlensäure unaufgeregt und unterstützt damit das geniale Mundgefühl des viskosen Bieres zusätzlich.

Ich bin – ehrlich gesagt – restlos begeistert und wunschlos glücklich. In diesem Bier so dermaßen viel Geschmack, dass ich jetzt noch ne Stunde weiterschreiben könnte. Ich kürze das allerdings ab und vergebe fünf Sterne. Prost!

Wer jetzt neugierig geworden ist, bei Bier Deluxe gibt es noch ein paar Flaschen davon…

IBU: 70

Stammwürze: 29%

Alkoholgehalt: 11%

(5/5)







Evil Twin Yin & Yang

evil_twin_yin_yangVor einiger Zeit hatte ich euch bereits das Yin des New Yorker Gypsy Brauers  mit dänischen Wurzeln vorgestellt, heute gibt es das Yin & Yang, ein Black IPA welches sich aus einer 1:2 Mischung der beiden Einzelbiere ergibt. Nun kann man sich das Bier natürlich selbst mischen oder fertig kaufen – da ich alle drei im Kühlschrank habe, kann ich selbst damit natürlich empirische Tests machen. Heute also erstmal das Blend von Evil Twin, das Black IPA Yin & Yang.

Wie man dem Bild entnehmen kann, hat es beim Einschenken ein wenig arg geschäumt. An sich ist der beige-bräunliche Schaum feinporig und enorm standfest. Darunter quillt eine Mischung aus fruchtig-hopfigen Aromen sowie Röstmalz hervor – das gefällt gut.

Der Antrunk ist, entgegen meiner Erwartungen, recht unspektakulär. Erst nach wenigen Augenblicken entfalten sich die Röstaromen, die allerdings erstaunlich schwach ausfallen. Ein wenig Kaffee sowie etwas Schokolade sind vorhanden, können aber nicht wirklich überzeugen. Auf der hopfigen Seite finden sich Zitrusaromen, etwas Orange und Pinie die jedoch auch nicht so wirklich den Geschmack dominieren. Meiner Meinung nach verlieren die zwei Komponenten bei der Mischung ihren Charakter und verschmelzen zu einer etwas langweiligen Melange – zumindest, wenn man von einem Black IPA ausgeht.

evil_twin_yin_yang_flascheIm Abgang zeigt sich das Bier dann schlank und moderat bitternd, die leichte Süße aus dem dunklen Malzbett ist beinahe gänzlich verschwunden und es blitzen jetzt erstmal richtig stoutige Spitzen hervor – dennoch ist mir das für ein Black IPA, gerade mit 10 Volumenprozent Alkohol – einfach zu wenig. Ich erwarte mir hier, dass zumindest eine der beiden Seiten geschmacklich stark hervor tritt.

Wirklich schlecht ist das Yin&Yang nicht, verglichen mit den anderen Bieren von Evil Twin bin ich hier aber schon etwas enttäuscht. Hierfür gibt es heute gerade noch so drei Sterne.

Alkoholgehalt: 10%

(3/5)







Brewfist Green Petrol

brewfist_green_patrolZur Porter & Stout Woche gehören natürlich die leider nicht so häufig anzutreffenden Black IPA – sprich geschmackliche Mischung von Imperial Stouts und India Pale Ales. Ein solches Black IPA habe ich von den Italienern von Brewfist ergattert. Green Petrol heißt es, kommt mit gemütlichen 60 Bittereinheiten daher und liegt mit den Hopfensorten Amarillo und Mosaic voll im Hopfentrend der Craftbeerszene. Ich freu mich schon!

Wie unschwer zu erkennen ist, hat das dunkle Gebräu ordentlich geschäumt. Cremig fein und bräunlich eingefärbt präsentiert sich der Schaum, darunter duftet es würzig-röstig nach schwarzen Johannisbeeren, Anis, etwas Tabak und Kaffee.

Richtig Spaß macht der erste Schluck. Eine fruchtig-süß-herb-röstig Abfolge spielt sich auf der Zunge ab, Grapefruit und getrocknete Früchten werden vom Aroma dunkelgerösteten Malzes abgelöst. Es wird herb, wieder süß…etwas Honig ist dabei, ebenso wie Toffee und Zartbitterschokolade. Im Abgang spielt das sehr vollmundig und weiche Bier nochmal seine hopfigen Trümpfe aus, trockener Grapefruit-Karamellgeschmack mit würzig-grasigen Noten und etwas Nuss – toll!

brewfist_green_patrol_flascheZudem fällt das Bier recht süffig aus, die Karbonisierung ist niedrig und das Mundgefühl sehr weich und voll. Mit ansteigender Temperatur verändert sich das Gebräu, es wird süßlicher und die malzigen Röstaromen treten in den Vordergrund. Mit dabei sind Schokolade, etwas Vanille und viel Sahnekaramell.

Beim Green Petrol von Brewfist darf man ohne Reue zuschlagen, ein kraftvolles und sehr leckeres Black IPA. Zwar reicht es nicht für die volle Wertung, vier Sterne sind aber auch sehr gut! Prost!

IBU: 60

Stammwürze: 18,6

Alkoholgehalt: 8,2%

(4/5)







Headless Brewing Night Flight

headless_brewing_night_flightAuf den heutigen Biertest freue ich mich schon sehr, habe ich doch heute das Night flight von Headless Brewing aus Traunstein im Glas. Dabei handelt es sich unter anderem um einen Hobbybrauer-Kollegen der nun sein Hobby „zum Beruf“ macht und nun mit zwei Bieren durchstartet. Ich beginne heute also mit dem Night Flight, einem Black IPA bzw. Cascadian Dark Ale.

Mit seiner dunkelbraunen bis schwarzen Färbung und dem üppigen, cremig texturierten und bräunlichen Schaum macht das Bier auf jeden Fall schonmal eine gute Figur. In der Nase zeigen sich röstige Noten von Kaffee, etwas Zartbitterschokolade sowie etwas grasig-fruchtige Hopfennoten die allerdings nicht sehr stark ausgeprägt sind.

Der Antrunk offenbart eine feine Röstaromatik, die vom Geruch angedeuteten Aromen von Mokka und Schokolade huschen über die Zunge, etwas Karamell und Süße schließen sich an und sorgen somit für einen gelungenen ersten Eindruck. Zum Abgang hin fehlt mir allerdings ein wenig die Hopfung, hier hätte ich mir vor allen Dingen etwas mehr Herbe erwartet. Das Gebräu bittert zwar ein wenig, auch ist ein leichter Hauch von Grapefruit und Zitrus erkennbar dennoch fehlt mir ein klein wenig die charakteristische Herbe an dieser Stelle.

headless_brewing_night_flight_flascheDie Kohlensäure ist sehr gut dosiert wodurch das Bier eine gute Trinkbarkeit aufbaut, auch dank dem malzigen Grundton und der karamelligen Süße hat man es mit einem süffigen CDA zu tun. Gerade angesichts des doch moderaten Alkoholgehalts ist ordentlich Aromatik vorhanden – wenn doch nur die Herbe nicht so fehlen würde.

Klasse Bier dem es allerdings ein klein wenig am Hopfen fehlt. Im Test schrammt es heut ganz knapp an den vier Sternen vorbei und bekommt derer drei. Prost.

Stammwürze: 15%

Alkoholgehalt: 5,8%

(3/5)







Stone Sublimely Self-Righteous Ale

stone_brewing_sublimely_self_righteous_aleAm heutigen Donnerstag möchte ich euch mal wieder ein Bier von Stone Brewing aus San Diego vorstellen. Es handelt sich dabei um das Sublimely Self-Righteous Ale, ein Black IPA (wie auch mittlerweile auf neueren Flachen steht) mit ordentlich Bittereinheiten. Ich bin gespannt!

Optisch erinnert mich das dunkelbraune Bier doch stark an meinen gestrigen Test. Auch der sahnige, bräunliche Schaum ist gleich was aber ob des Stils nicht verwundert – ein Black IPA ist durchaus mit einem Imperial Stout verwandt. Beim Geruch sieht die Welt aber durchaus anders aus, stehen hier fruchtige Hopfennoten – bestehend aus Zitronenaromen, Ananas und Pinie – im Vordergrund vor dem dennoch röstig-starken Malz.

Was für ein Antrunk! Blumig-fruchtige Hopfenaromen gehen einher mit einem sehr schokoladenlastigen Röstmalz einher, kurz darauf setzt die starke und recht trocken wirkende Herbe ein was nicht zuletzt zu einer sehr pelzigen Zunge führt. Viel Ananas, etwas Grapefruit und Blutorangen sind in dem beinahe perfumartigen Hopfenaroma schmeckbar was auch recht gut zu dem sehr trockenen Setup des Bieres passt.

Wie schon angedeutet hat man sich beim Malzkörper in erster Linie an dunkler Schokolade orientiert. Diese geht einher mit etwas Walnuss- und Holzaromen sowie auch etwas Karamell und sorgt insgesamt gesehen für ein sehr breit und voll wirkendes Malzbett welches durchaus Süffigkeit erzeugt. Perfekt dosiert ist dabei auch die Kohlensäure, wirkt das Bier weder zu lasch noch wird die Trinkbarkeit zu ein zu intensives Blubbern gestört.

stone_brewing_sublimely_self_righteous_ale_flascheEine tolle Mischung aus wuchtigem Malz und intensiven Hopfenaromen mit knackiger Bittere – Gänsehaut pur! Das Stone Sublimely Self-Righteous Ale bekommt von mir volle fünf Sterne und einen Eintrag in die Bestenliste. Prost!

IBU: 90

Alkoholgehalt: 8,7%

(5/5)







Hopfenstopfer Chinook Strong Ale

hopfenstopfer_chinook_strong_aleNormalerweise stelle ich euch nur Biere vor, an die ihr im besten Fall problemlos im nächsten Biershop rankommt. Beim heutigen Testbier, dem Hopfenstopfer Chinook Strong Ale, sieht die Welt allerdings ein wenig anders aus – das Bier ist quasi nicht mehr zu bekommen. Daher soll dieser Test auch ein wenig als Anreiz gelten, es erneut aufzusetzen – mindestens einen triftigen Grund werdet ihr im folgenden Test erkennnen.

Im Glas angekommen schimmert das trübe Bier in einem dunkelbraunen bis schwarzen Farbton und erfreut den Genießer mit einer ordentlichen Portion dicklichen, feinporigen Schaums, der, passend zum Bier, beige bis braun eingefärbt ist. Der Duft überzeugt in erster Linie durch seine intensive, hopfenwürzige Nase die von Röstmalzaromen begleitet werden von denen in erster Linie Zartbitterschokolade im Vordergrund steht.

Sehr samtig wirkt das Starkbier und bringt eine enorme Fülle an Malzaromen auf die Zunge. Diese fallen in erster Instanz röstaromatisch aus, Toffee, Schokolade, Kaffee sowie ein wenig Rauch drängen sich im ersten Schluck förmlich auf, intensiv erschmeckt und genossen zu werden. Langsam schiebt sich das dunkle Gebräu die Kehle hinunter, Aromen von dunklen Beeren und Laktritze kommen auf und sorgen, zusammen mit dem erstklassigen Malzkörper, für einen intensiven, geschmackvollen und sehr langen Abgang.

hopfenstopfer_chinook_strong_ale_flascheDie Herbe fällt, auch aufgrund der Stärke des Bieres, moderat aus was sich auch ein wenig im Geschmack niederschlägt der manch einen vielleicht ob seiner Schwere überfordern mag – ich hingegen fühle mich hier sehr gut aufgehoben. Zusammen mit der perfekt dosierten Kohlensäure sorgen der mild, malzstarke Abgang und die durchaus vorhandenen Süße für eine exzellente Trinkbarkeit und so dauert es nicht lang, bis man sich bis zum Flaschenboden vorgearbeitet hat.

Ein unglaublich tolles Bier hat man hier beim Häffner Bräu in Bad Rappenau gebraut bei dem ich keinerlei Anlaß zur Kritik habe. Für mich ist das Chinook Strong Ale eines der besten Biere 2013 für das es die volle Wertung von 5 Punkten gibt. Prost!

Alkoholgehalt: 10%

(5/5)







Widmer Brothers Pitch Black IPA

widmer_brothers_pitch_black_ipaVon den Widmer Brothers aus Portland (Oregon) habe ich bisher noch nicht viel gehört, daher freue ich mich heute umso mehr auf den Biertest. Kandidat ist das Pitch Black IPA der Brauer, die seit Anfang der 80’er Jahre im Braugeschäft sind aber erst seit 1996 in Flaschen abfüllen – vorher gabs das Bier der Brüder lediglich in Fässern zu erwerben womit sie zur größten „draft-only“ Brauerei der USA wuchsen. Jetzt bin ich aber mal auf das IPA gespannt…

Schwarz ist das Bier auf jeden Fall schonmal. Beinahe zähflüssig bahnt es sich seinen Weg ins Glas wobei es einen malzig-fruchtigen Geruch nach Grapefruit und Kirschen verströmt. Im Trinkgefäß angekommen bildet es einen feinporigen und stabilen, bräunlich eingefärbten Schaum aus.

Der erste Geschmackseindruck fällt dementsprechend röstmalzig aus, wobei sich schwere Schwaden von Mocca über die Zunge schieben zwischen denen immer wieder mal ein Hauch von Zitrusaromen aufblitzt. Im Abgang gibt sich das Black IPA herber und das intensive, toffeeartige Malz macht ein wenig Platz für die grasigen Hopfenaromen die dieses Bier zu bieten hat. Was mir besonders auffällt ist die Tatsache, dass das Bier weder übertrieben süß noch wirklich alkoholisch wirkt sondern eher mit einem sehr wohlschmeckenden Hustensirup vergleichbar ist der gemächlich den Rachen hinunterläuft.

widmer_brothers_pitch_black_ipa_flascheIch hätte mir vielleicht etwas stärkere Hopfenaromen gewünscht, denn diese gehen im Malzsturm beinahe unter und verschwinden zum Ende raus fast komplett. Die Rezenz ist gut, bei der Kohlensäure war man hier ein wenig zu zurückhaltend weshalb das IPA einen leicht schalen Eindruck macht.

Leichte Schwächen in der B-Note verhageln dem Pitch Black IPA leider die Höchstwertung, dennoch haben die Jungs aus Oregon hier ein richtig leckeres Bier auf die Beine gestellt für das ich gerne vier Sterne gebe.

IBU: 65

Stammwürze: 16%

Alkoholgehalt: 6,5%

(4/5)







Camba Bavaria Black IPA

cambabavaria_black_ipaKaum hatte ich vor kurzem mein erstes Black IPA, schon gibt es bei der Camba Bavaria aus Truchtlaching auch eins. Zur Camba, den Bier-Evolutionisten aus Truchtlaching, muss ich ja eigentlich nicht mehr viel sagen – die sollte ja mittlerweile jeder kennen. Und so verliere ich jetzt nicht viele Worte und schenke gleich ein.

Nein, es wirklich kein Stout! Die dunkelbraune bis schwarze Farbe und der cremig-braune Schaum suggerieren dies zwar, die Nase sagt aber etwas vollkommen anderes. Hier wird man von einer ordentlichen Portion Zitrusfrüchten begrüßt, Orangenschalen und Grapefruit sind hier zu nennen, zu der sich auch ein grasiger Hauch von Minze, Himbeeren und Waldmeister gesellt. Das gefällt mir richtig gut.

Der Antrunk ist dann wirklich der Wahnsinn. Zu dem Früchtekorb gesellt sich jetzt ein enorm intensives Malz. Vanille, Röstaromen und Kaffee – kennt man ja bestens von einem Imperial Stout – kämpfen nun mit dem ordentlich nachbitternden Hopfen um die Geschmackshoheit. So unterschiedlich die zwei Geschmackswelten sind, so perfekt wurden sie in diesem Bier aufeinander abgestimmt. Gerade wenn man glaubt, man könnte sich richtig durch das Malz zum Hopfen durchschmecken, kriegt man wieder eine ordentliche Portion Vanille und Mokka auf die Zunge.

Im Abgang agiert das Black IPA dennoch mild, abgerundet und adstringierend wobei es einen beinahe likörartigen Eindruck hinterlässt. Das Beerenaroma kommt jetzt, zusammen mit ein wenig Honig und Holz, etwas stärker raus. Die Karbonisierung ist dabei sehr unauffällig und sorgt nicht zuletzt für optimale Trinkbarkeit.

Ein geschmacklich äußerst komplexes Bier haben die Jungs und Mädels von der Camba hier geschaffen. Es stellt hohe Ansprüche an den Genießer, belohnt ihn aber mit einer beinahe unüberschaubaren Fülle an Aromen aus der Stout- und IPA-Welt. Ein Traum! Mir bleibt nichts anderes über als die Höhstwertung zu geben – Bravo.

Durst bekommen? Hier könnt ihr es kaufen.

Alkoholgehalt: 8,6%

(5/5)







Brewdog Libertine Black Ale

brewdog_libertine_black_aleIn letzter Zeit habe ich immer wieder neue Bierstile für die Schlagwort-Cloud angelegt und heute ist es schon wieder soweit. Ich präsentiere: Das Libertine Black Ale der Bierpunks von Brewdog, ein – wie der Name schon sagt – Black Ale. Einfach gesprochen handelt es sich dabei um eine Mischung eines IPAs und eines Stouts – man nehme die fruchtig-herben und trockenen Geschmacksaspekte eines IPA und die malzige Schwere sowie die dunkle Färbung eines Stouts und voilà: Fertig ist das Blacke Ale…und das ziehe ich mir jetzt rein.

Tiefbraun begrüßt dieses Ale den Genießer und bildet, im Glas angekommen, eine ordentliche Portion Schaum aus die mit ihrer cremigen Textur äußerst stabil auf dem Bier steht. Der Geruch ist exotisch fruchtig, leicht röstmalzig und gespickt von Karamell- und Honignoten – Lecker!

Schön zu merken, wie das Gehirn von diesem Bier augetrickst wird. Rechnet man ob der Farbe und des Schaumes eigentlich mit einem sehr stark malzhaltigen Start, wird man von dem intensiv hopfigen Antrunk doch sehr überrascht. Floral-fruchtige Hopfenaromen dominieren den ersten Schluck – Maracuja- und Colanoten seihen hier genannt – und begleiten das schottische Gebräu bis hin zum Abgang der nun aber weitaus gediegener ausfällt. Umso länger man das Bier auf der Zunge hält, desto mehr kommt das Malz durch welches mit seinen durchaus röstigen und karamelligen Geschmackennuancen gefällt die zudem noch mit einem Hauch Kaffee versehen sind.

brewdog_libertine_black_ale_flascheHat man den ersten „Schreck“ überwunden, beginnt das Black Ale mit jedem Schluck vollmundiger zu werden. Man merkt den Alkohol mit der Zeit zwar ein wenig, dieser wird aber durch das süßlich, fruchtig-bittere Setup des Bieres größtenteils kaschiert – hier leistet der verwendete Simcoe-Hopfen gute Arbeit!

Ja, beim Libertine Black Ale handelt es sich um eine richtig gute Mischung. Süßes, harmonisches Malz trägt bombastische Fruchtbarkeit und lässt einen jeden noch so schlimmen Tag vergessen machen. Sehr lecker und deshalb gehen völlig verdiente vier Punkte zu Brewdog nach Schottland.

Neugierig geworden? Hier könnt ihr das Libertine Black Ale kaufen!

Alkoholgehalt: 7,2%

(4/5)