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Schneider Weisse TapX Mathilda Soleil

schneider_weisse_tapx_mathilda_soleilPünktlich zur Braukunst Live 2015 brachten die Weißbierexperten von Schneider Weisse aus Kehlheim ihren neuen Sondersud „TapX Mathilda Soleil“ auf den Markt. Dabei handelt es sich um einen Weizenbock für den ein spezielle, noch nicht auf dem Markt befindliche Hopfenzüchten genutzt wurde. Namensgeber ist diesmal die ehemalige Brauereichefin von Schneider Weisse, die – so ganz nebenbei – mit dem Aventinus den ersten Weizendoppelbock Bayerns erfunden hat. Schauen wir mal, ob diese Weißbierkreation der Namensspenderin gerecht wird.

Hefig-fruchtig nach Aprikosen, Orangenschale und Banane duftet das orange- bis bernsteinfarbene, trübe Weizen aus dem Glas. Wie von den Kehlheimern gewohnt ist auch der Schaum der Optik entsprechend ausgefallen, weiß, cremig und mit toller Standfestigkeit.

Erster Schluck…ein fruchtige Kräutermischung tanzt über die Zunge, getragen von einem kernigen Weizenmalzbett welches zudem etwas Karamell und Honig mitbringt. In den Hopfenaromen dieses Bocks liegen zudem florale, heuartige Nuancen…es erinnert ein wenig an eine Blumenwiese im Frühling und passt daher auch recht gut zur aktuellen Jahreszeit. Gut balanciert fällt auch der Abgang aus, die fruchtig-bananige Mischung setzt sich auf den Geschmacksnerven fest während das Bier samtig den Rachen hinab läuft.

schneider_weisse_tapx_mathilda_soleil_flascheTrotz des stiltypischen erhöhten Kohlensäuregehalt kann das Weizen mit einer guten Trinkbarkeit aufwarten – die floral-fruchtige und sogar leicht zitrusartige Aromenmischung auf der Zunge lädt zudem dazu ein, jedem Schluck einen weiteren folgen zu lassen. Vielleicht ist das Mathilda Soleil sogar ein klein wenig zu zahm und könnte noch die ein oder andere geschmackliche Kante brauchen, dennoch ist es wirklich ein sehr gutes, handwerkliches Bier.

Fazit? Geht schnell: Vier Sterne gibt es hier für ein geschmackvolles, fruchtiges Weizen mit ordentlichen Hefe- und Hopfenaromen. Probiert haben solltet ihr es auf jeden Fall.

Neugierig oder Weizenfan? Hier könnt ihr das Mathilda Soleil bestellen.

IBU:25

Stammwürze: 17,2%

Alkoholgehalt: 7%

(4/5)







Hopf Muospacher Bockfotzn

hopf_muospacher_bockfotznEs ist hier – im tiefsten Oberbayern – ja durchaus etwas Besonderes, wenn eine der etablierten Brauereien mal einen Sondersud auf den Markt wirft. So geschehen bei der Weißbierbrauerei Hopf aus Muospach – eh, ich meine natürlich Miesbach. Zu Ehren der erstmaligen urkundlichen Erwähnung des Ortes vor etwa 900 Jahren wurde dieser Weißbierbock eingebraut auf den ich mich ganz besonders freue – weshalb? Nun, das normale Weißbier von Hopf war mein allererstes Weizen das ich jemals getrunken habe (und noch bis heute gerne mal trinke). Nun aber zum Test.

Mahagonibraun kommt das Weizen daher und bildet einen cremigen sowie sehr stabilen Schaum im Glas. Dabei verströmt es gleich zu Beginn einiges an karamelligen bis röstigen Malzaromen, etwas Haselnuss sowie eine ordentliche Portion an Nelke und etwas Banane. Top!

Der erste Schluck ist gleich mal richtig großes Kino. Samtig und beinahe etwas ölig läuft der Weißbierbock langsam über die Zunge. Dort hinterlässt er eine Spur aus süßem Toffee, etwas Getreide und Brot, Gewürzen und Bananen. Dabei kommt das oberbayerische Gebräu aber nicht zu schwer rüber, mehr gemütlich und wärmend während sich ein durchaus bemerkbares, würziges Hopfenaroma breit macht und den Abgang einläutet. Beinahe fruchtig wirkt der Hopfen, der durchaus eine spürbare Herbe mit ins Bier bringt und das malzig-süße Bier gut abrundet.

hopf_muospacher_bockfotzn_flascheDie Karbonisierung ist perfekt gelungen und das Bier nicht zuletzt dadurch sehr gut (und schnell, ohje) trinkbar – eine sehr süffige Geschichte. Im Trinkverlauf wird das Bier dann etwas trockener und die würzigen Aromen treten mehr in der Vordergrund was auch dazu führt, dass man das Glas recht bald wieder in die Hand nimmt. Spätestens jetzt merkt man auch den Alkoholgehalt. Alles in allem macht das Bier den Eindruck, als wenn es relativ hoch vergoren wurde was auch den etwas trockeneren Körper erklären würde.

Nein, das wird jetzt keine Gefälligkeitsbewertung. Die Muospacher Bockfotzn gefällt mir ausgesprochen gut und ich gebe ihr heute die Höchstwertung von 5 Sternen, einem Eintrag in die Bestenliste und einen Platz in meinem Bierkeller. Prost!

Stammwürze: 18,3%

Alkoholgehalt: 8%

(5/5)







Weißbräu Schwendl Don Stille Nacht

weissbraeu_schwendl_don_stille_nachtIch hatte ja ein wenig gebraucht um meine Liste an Festtagsbieren zusammen zu kriegen, nach ein wenig rumsuchen habe ich aber die passenden Kandidaten gefunden. Einen davon, den ich allein schon vom Namen her nehmen muss, ist der obergärige Bock „Stille Nacht“ vom Weißbräu Schwendl aus Tacherting. Auf gehts!

Öfter mal was Neues. Bei diesem Bier handelt es sich um einen obergärigen, hellen Bock der nur mit Gerstenmalz eingebraut wurde. Die Farbe ist daher auch gelblich trüb, oben auf gibt es weißen sowie feinporigen Schaum. Im Geruch residiert einiges an Hefe, es kommen estrige Fruchtnoten von Banane auf sowie auch etwas Hopfen und Gewürze.

Im spritzigen Antrunk liegt viel Frucht, die Banane ist mit dabei – ebenso etwas Birne und auch Gewürze. Es geht im Malzkörper recht getreidig-malzig zu, ein wenig Süße ist in dem vollen aber nicht zu intensiven Malzbett vorhanden und sorgt für gute Trinkbarkeit. der Abgang ist recht flott und hat nur Anklänge von Hopfen in petto, die etwas zu intensive Kohlensäure stört dabei das Mundgefühl etwas.

weissbraeu_schwendl_don_stille_nacht_flascheDas Aroma des Bocks wird definitiv von der richtig tollen Hefe dominiert, fruchtig-frisch nach Bananen und Aprikosen fällt jeder Schluck aus und mag merkt ihm seine Stärke definitiv nicht an. Wäre die Karbonisierung nicht so hoch, wäre die Süffigkeit enorm – so fällt sie „lediglich gut“ aus. Daran ändert sich auch im Trinkverlauf nichts und so ist mein Glas auch bald leer.

Ungewöhnlich aber sehr lecker – so fällt mein Fazit zu dem Bier aus. Viel fruchtige Hefearomatik, gepaart mit einem getreidig-süßen Malz aber etwas zu viel CO2 – in meinem Heiligabend-Biertest sind das heute vier Sterne.

Alkoholgehalt: 7%

(4/5)







Wolf Bräu Indianerbock

wolf_braeu_indianer_bockHeute gibt es wieder ein Bier aus dem Bieradventskalender – es handelt sich dabei um den Wolf Indianerbock aus dem Hause der Heidelberger Brauerei. Eigentlich kommt die Marke ursprünglich aus Karlsruhe, nach dem Ende der Brauerei Max Wolf 2009 hat die Heidelberger Brauerei die Herstellung den Vertrieb der Marke übernommen – na ich bin gespannt…

Klar sowie bernstein- bis kupferfarben strahlt das Bockbier aus seiner Behausung, die Schaumbildung geht in Ordnung obgleich der gerne etwas feiner hätte ausfallen können. Im Geruch sind dunkle Malze erkennbar, ein paar Röstaromen sind dabei – sehr aromatisch ist es allerdings nicht.

Der Antrunk ist recht geradeaus, etwas Brot, Karamell und Rosinen sind schmeckbar, moderate Süße und geringfügig Honig sind ebenfalls mit an Bord. So recht Laune macht der erste Schluck allerdings nicht, es wirkt unausgewogen und etwas kratzig, zum Abgang hin kommt der Alkohol raus und sorgt, zusammen mit einem Hauch Hopfen, für einen trocken-würzigen Abgang.

wolf_braeu_indianer_bock_flaschePuh, selten habe ich mich bei einem Bock so schwer getan wie heute. Das Malzbett ist in meinen Augen viel zu dünn um dem Gebräu einen richtig vollen Körper zu verleihen und so findet man sich geschmacklich irgendwo zwischen einem dunklen und einem hellen Lagerbier mit etwas unangenehmen Alkohol dazu.

Nein, nicht mein Bier. Zwei Sterne.

Alkoholgehalt: 6,7%

(2/5)







Brewdog vs. Weihenstephan India Pale Weizen

brewdog_vs_weihenstehpan_india_pale_weizenDie Spatzen pfiffen es ja schon vor einiger Zeit von den Dächern als auf Twitter und Facebook auf einmal Fotos von Weihenstephan-Leuten bei den schottischen Craftbeer-Spezialisten von Brewdog auftauchten. Wenig später wurde es dann öffentlich: Die beiden Brauer haben sich zu einem Collaboration-Brew zusammengetan – das India Pale Weizen ward geboren und ich werde es euch heute vorstellen.

Gelblich-golden bis orange steht das leicht opale Bier im Glas, der ausgebildete, weiße Schaum ist cremig bis feinporig texturiert und hält sich wacker auf dem Bier. Selbiges duftet nach Limetten, Zitronen, etwas Grapefruit sowie etwas Hefe.

Der Antrunk weiß mit einer Mischung aus etwas brotig Malzkörper sowie einem durchaus intensiven Zitronengeschmack zu gefallen. Der Körper ist recht voll ausgefallen, hat etwas Süße und eine leicht getreidige Note. Im Abgang geht es trockener zu, die Herbe spielt auf und lässt das Gebräu flott die Kehle entlang laufen. Dabei intensivieren sich die Zitrusnoten, etwas Säure kommt auf und es wirkt sehr erfrischend.

brewdog_vs_weihenstehpan_india_pale_weizen_flascheMan fragt sich beim Genuß des Bieres schon ein wenig wo eigentlich der Alkohol ist? Beinahe leicht wie ein Sommerbier läuft das etwas zu hoch karbonisierte Bier über die Zunge – an der Süffigkeit gibt es nicht auszusetzen. Insgesamt erinnert mich das Bier sehr stark an einen eigenen Homebrew den ich im Frühling gemacht habe. Ein Weizen mit etwas estrigen Hefenoten und einer ordentlichen Portion Hopfen. Lecker.

Ich muss sagen, dass mir das India Pale Weizen durchaus gut schmeckt – gerade, weil es auch mal wieder was anderes ist. Von mir gibts hierfür vier Sterne.

Alkoholgehalt: 6,2%

(4/5)







Schorschbräu Schorschweizen 13

schorschbraeu_schorschweizen_13Die Biere vom Schorschbräu sind ja nicht zuletzt seit dem Kampf mit BrewDog um das stärkste Bier der Welt bekannt und so war es auch nur eine Frage der Zeit, bis sie mich erreichen. Drei von Bieren haben es zu mir geschafft und anfangen werde ich heute mit dem „relativ leichten“ Schorschweizen mit 13 Volumenprozent Alkohol – na dann mal los.

Die Schaumbildung haut mich jetzt nicht unbedingt vom Hocker, reicht der mittelporige, braune Schaum nicht mal einen Finger breit über das dunkelbraune Bier. Im Geruch präsentiert sich das Bier süßlich, alkoholisch und mit Dörrobst gespickt – Rosinen und Pflaumen stehen dabei im Vordergrund.

Wie erwartet tut sich die Zunge beim ersten Schluck etwas schwer, denn der Alkohol sticht schon sehr stark hervor. Der Geschmack fällt größtenteils fruchtig aus, Kirschen, Rosinen, etwas Banane und Pfirsich sind im Geschmack des viskosen Starkbiers vorhanden, Hopfenaromatik braucht man im langen, honigartig-süßen Abgang keine erwarten.

schorschbraeu_schorschweizen_13_flascheBei all den Aromen dominiert jedoch der allgegenwärtige, wärmende Alkohol. Es kribbelt etwas auf der Zunge, im Abgang kratzt er etwas im Hals und ich frage mich, ob man es auch mit etwas weniger Alkoholgeschmack geschafft hätte. Darunter leidet vor allem der Weizencharakter des Bieres bei dem mir vor allem die Hefe im Geschmack fehlt. Auch die Karbonisierung ist etwas übertrieben und so hat man es mit andauerndem Kribbeln und Brennen auf der Zunge zu tun.

Trotz all dem ist das Weizen durchaus nicht von schlechten Eltern. Viele dunkle Früchte und eine, trotz dem Alkohol, beeindruckende Süffigkeit – von mir gibts hierfür heute drei Sterne.

Alkoholgehalt: 13%

(3/5)







Unertl Luis I. Weisser Bock

unertl_luis_I_weisser_bockVon der Brauerei Unertl aus Mühldorf (nicht zu verwechseln mit der Brauerei aus Haag) möchte ich euch heute den Luis I. vorstellen, einen weißen Bock von den man bisher noch nicht so viel gehört hat. Ich werde mir daher auch die vielen Worte sparen und komme heut mal direkt zum Bier:

Das rötliche, kastanienbraune Bier gibt einen süßlich-bananigen Geruch ab, der mit etwas Dörrobst, etwas Kaffee und Alkohol einhergeht. Schaum gibts auch, dieser ist von weißlich-beiger Färbung und recht feinporig, leider war er jedoch nicht sehr standfest.

Sehr hefig zeigt sich der erste Schluck, Nelken und Bananen sind schmeckbar, ebenso etwas keksiges Brot und Pflaumen. Etwas alkoholisch wirkt das Gebräu auch, der Effekt hält sich allerdings in Grenzen. Süß und etwas honigartig fällt das Malz aus was vor allem im Abgang auffällt der ansonsten recht einfach daherkommt – höchstens ein wenig süßlich-pappig.

unertl_luis_I_weisser_bock_flascheSüffig wirkt der Bock, der übrigens nach dem Sohn des Hauses benannt wurde, schon, in den estrigen Hefenoten ist aber ein schwer zu beschreibender Geschmack der mich ein klein wenig stört – man könnte ihn entfernt als kräuterartig beschreiben und er erinnert mich ein wenig an Kräuterschnaps. Ansonsten kann man dem Luis I. recht gut trinken, Malz und Wasser sind sehr weich und ersteres recht süß – wie man es bei einem dunklen Weißbierbock erwartet.

Ein guter trinkbarer Bock, der geschmacklich allerdings kein Überflieger ist. Von mir bekommt das Bier heute drei Sterne.

Alkoholgehalt: 8%

(3/5)







Brauerei Kundmüller Weiherer Bock

brauerei_kundmueller_weiherer_bockHeute möchte ich euch den Weiherer Bock der Brauerei Kundmüller vorstellen. Die Biere der Brauerei aus dem oberfränkischen Viereth-Trunstadt wurden schon mehrfach mit dem European Beer Star ausgezeichnet und letztens erst hatte ich deren neuen Weizenbock im Test der durchaus lecker war. Die Erwartungen an diesen hellen Bock sind also hoch…packen wir es an.

Golden, mit einem leichten Rotschimmer steht das klare Bier im Glas, oben auf thront zwei Finger breit weißer, richtig schön cremiger Schaum mit ordentlicher Standfestigkeit. Im Geruch gibt sich das Bier süßlich-malzig mit etwas Brot und Stroh.

Kennt ihr das? Beim ersten Schluck des Bieres wisst ihr gleich, dass ihr da was richtig leckeres im Glas habt…so geht es mir hier gerade. Süßlich mild läuft das leicht kernige Malz über die Zunge und hinterlässt einen minimal rauchigen Eindruck. Honig und Karamell sind schmeckbar und versüßen den flotten, leicht nachbitternden Abgang – von Alkohol keine Spur.

brauerei_kundmueller_weiherer_bock_flascheEin Übriges zur Süffigkeit tut die sehr milde Karbonisierung und das weiche Wasser – was für ein überragend trinkbares Bier. Dass es sich dabei um einen hellen Bock handelt, mag man zum Ende hin glauben als Herbe und Alkoholeindruck zunehmen was aber an der tolles Süffigkeit nichts zu ändern vermag.

Ein toller, heller Bock der vielleicht sogar ein klein wenig zu mild ist. Lecker, süffig und leider viel zu schnell alle – hierfür gibts heute vier Sterne.

Alkoholgehalt: 6,6%

(4/5)







Klosterbrauerei Baumburg Stopfbock

klosterbrauerei_baumburg_stopfbockHeute geht es mal wieder in den Chiemgau – ausnahmsweise aber mal nicht zur Camba Bavaria sondern zur Klosterbrauerei Baumburg aus Altenmark. Deren neuen, hellen Bock – genannt Stopfbock – möchte ich euch heut vorstellen. Auch bei diesem Bier wurde wieder eine Fülle an verschiedenen Hopfensorten genutzt (Comet, Mandarina, Hallertauer Select, Cascade und Brewers Gold) die dem Bock eine spezielle Note geben sollen – ob das erreicht wurde wird der Test zeigen.

Von dem golden bis bernsteinfarbenen Bier geht ein intensiv fruchtiger Geruch aus, Aromen von Grapefruit, Mango, Limetten, etwas Pfirsich sind riechbar und gehen mit einem Hauch Honig einher. Die anfänglich schöne, sehr feinporige Schaumkrone war allerdings nicht allzu standhaft und so ist jetzt der Blick frei auf den leicht opale Bier.

Sehr weich wirkt der erste Schluck, der im Geruch vorhandene Fruchtkorb setzt sich teilweise im Geschmacksbouquet fort und stellt zusammen mit dem recht süßen Malbett eine gute Mischung dar. Richtig gut ist den Baumburgern die Karbonisierung gelungen, lässt sich der sehr süße, karamellige Bock sehr angenehm und vor allem zügig trinken (was durchaus gefährlich sein kann). Mild setzt sich auf der Abgang fort, der Bock wirkt jetzt ein wenig herb und fruchtiger wobei vor allem der hopfig-blumige Geschmack von Mandarinenschale dominiert.

klosterbrauerei_baumburg_stopfbock_flascheAuch wenn die Fruchtigkeit nicht von der Hand zu weisen ist, ist er lang nicht so intensiv wie ihr jetzt vielleicht glaubt. Insgesamt wirkt der Bock recht harmonisch, von der breiten Hopfenwahl ist allerdings nicht allzu viel übrig geblieben was ich ein wenig schade finde, ist der Stopfbock damit nicht so weit von „konventionellen“ hellen Böcken entfernt.

Definitiv kein schlechtes Bier, leider verspricht er allerdings etwas zu viel. Gut trinkbar, lecker aber nicht allzu hopfig – daher gute drei Sterne.

Alkoholgehalt: 6,8%

(3/5)







Ratsherrn und Maisel and Friends Citrilla Wheat

ratsherrn_maisel_and_friends_citrilla_wheatOffiziell handelt es sich bei meinem heutigen Testkandidaten, dem Citrilla Wheat, um ein „Weizen IPA“ – vermutlich ist damit einfach ein hopfigeres/gestopftes Weißbier gemeint. Verbrochen wurde das Bier durch eine Kooperation der Ratsherrn Brauerei aus Hamburg sowie Maisel and Friends aus Bayreuth die das Bier anlässlich des ersten Geburtstags des „Alten Mädchen“ gebraut haben und so ist es auch entsprechend limitiert.

Wie erwartet fällt die Färbung des trüben Weizens gelblich-golden aus, oben auf befindet sich ein relativ grobporigen Schaum mit mittelmäßiger Standfestigkeit. Im Geruch wirds schon interessanter, lauern dort frisch-fruchtige Hopfenaromen nach Trauben, Zitronen sowie etwas Hefe.

Das Bier wirkt beim ersten Schluck sehr voll im Mund, eine leichte Säure begleitet das sehr weiche, karamellige und süßlich-getreidige Malz mit durchaus schmeckbaren Weizenanteil wozu sich auch frische Zitrusaromen gesellen die von der Hopfung mittels der Sorten Citra und Amarillo her rühren. Eine moderate Herbe gesellt sich dazu und läutet den leicht trockenen, in erster Linie fruchtig geprägten Abgang ein. Dabei prickelt das Weizen leicht auf der Zunge und die anfangs erwähnte Säure wird etwas stärker was sehr gut zu der frischen Hopfung und den daraus resultierenden Zitrus- und Grapefruitaromen passt.

ratsherrn_maisel_and_friends_citrilla_wheat_flascheIm Geschmacksbouquet finden sich zudem etwas Banane und Marillen, etwas Hefe ist in dem vollmundigen Gebräu ebenfalls dabei und nicht zuletzt dadurch fühlt man sich an die Hopfenweisse von Schneider oder auch an das Bayerisch Nizza erinnert. Insgesamt betrachtet ist das eine sehr runde Sache und die Spritzigkeit hält sich auch einigermaßen in Grenzen.

Also mit diesem Weizenbock müssen sich die Hamburger/Bayreuther nicht verstecken, haben sie mit dem Citrilla Wheat ein sehr frisches und fruchtiges Bier creiert dem man seinen Alkoholgehalt definitiv nicht anmerkt. Für dieses leckere und hopfige Bier gibts von mir heute vier Sterne.

IBU: 35-40

Stammwürze: 16%

Alkoholgehalt: 7%

(4/5)