Schlagwort-Archive: braukunstlive

Braukunst Live 2017

In etwas mehr als einer Woche ist es wieder soweit, die Braukunst Live 2017 öffnet erneut die Pforten des Münchner MVG-Museums um die Welt der interessierten Biergenießer zu der dreitägigen Messe zu begrüßen. Allerlei Biere aus München, Bayern, Deutschland und dem Rest der Welt warten wieder darauf, von Neulingen und Experten entdeckt, verkostet und diskutiert zu werden.

Neu in diesem Jahr ist die „Rare Beer Area“ am Samstag. Nach dem Lösen eines Extra-Tickets (für 20 Euro) bekommt man dort 10 von 15 „seltenen weltklasse“ Bieren zu probieren, ausgewählt von Dr. Wolfgang Stempfl (dem Leiter der Doemens Akademie in Gräfelfing). Aufgrund der Limitierung auf 100 Tickets wird die Aktion sicherlich ein Erfolg werden, die Frage bleibt allerdings: Wird es sich für den Besucher lohnen – gerade, da die Biere derzeit noch nicht fest stehen.

Ansonsten sind wieder viele bekannte Gesichter auf der Messe anzutreffen, es werden aber auch die ein oder anderen neuen Aussteller zu sehen sein. Darunter z.B. der Tölzer Mühlfeldbräu, Hopfenhacker, Munich Brew Mafia, Next Level Brewing oder auch Yankee & Kraut – allesamt definitiv einen Besuch wert. Aber auch die Stände der Bier- & Lebensmitteltechnologen der TU München, Schoppe Bräu, Hoppebräu, Mikes Wanderlust, Nogne O, FrauGruber und Freigeist Bierkultur solltet ihr definitiv nicht auslassen.

Am besten ist es sowieso, sich ein wenig treiben zu lassen und vielleicht ein wenig die Stände abzupassen, an denen gerade am wenigsten los ist. Denn eins ist sicher: Wie auch schon in den Vorjahren wird auch die sechste Ausgabe der Braukunst Live wieder gut besucht sein. Früh kommen lohnt sich also – es sei denn, ihr wollt in der Kälte lange anstehen. Ich selbst werde am Freitag anwesend sein – vielleicht sieht und trifft man sich ja auf ein Bierchen.

Facts:

  • Was? Braukunst Live 2017
  • Wann? 10. – 12. Februar 2017
  • Wo? MVG-Museum, Ständlerstr. 20, München
  • Quanto costa? Tagesticket 20 Euro

Rückblick/Fotos:

2013, 2014, 2015

Braukunst Live 2016

Am kommenden Wochenende ist es wieder einmal soweit, die Braukunst Live, eine der bekanntesten und beliebtesten Biermessen Deutschlands, öffnet zum mittlerweile fünften Mal ihre Pforten. Wieder einmal versammeln sich im MVG-Museum in München bayerische, deutsche und auch internationale Brauereien um ihre Spezialitäten an den Bierfreund zu bringen – vom Lager bis zum fassgelagerten Barley Wine ist alles dabei was das Bierherz begehrt.

Trotz all der Vorfreude und des Durstes, den man unweigerlich beim Blick auf die vorläufige Bierliste bekommt, kommt doch ein klein wenig Unmut auf. Nicht nur, dass sich ein gewisses Gefühl der Gewohnheit einstellt – schließlich sind viele der Aussteller bereits seit Jahren mit den gleichen Bieren am Start – nein, auch das Gefühl der zunehmenden „Kommerzialisierung“, die sich auch durch neue Aussteller wie Warsteiner (ja, ihr lest richtig) zeigt, drückt ein wenig aufs Gemüt. Auch sind viele der bekannten Szenegrößen aus der deutschen Craftbeer-Szene nur an einem großen Stand vom Bier-Distributor „One Pint“ anzutreffen – manch einer fehlt sogar völlig…ich muss da jetzt an meinen letztjährigen Vorbericht denken. Ein Teil der Entwicklung lässt sich auch durch die vielerorts aus dem Boden sprießenden, regionalen Biermessen erklären. Für viele Brauer sind diese „heimtbezogenen“ Messen attraktiver, nicht zuletzt durch die niedrigeren Kosten.

Genug dem Gejammer, es gibt doch noch ein paar Dinge zu erzählen. Zum einen wird dieses Jahr das Bezahlsystem umgestellt – und zwar geht es weg von den Chips, hin zur direkten Bezahlung an den Ständen der Aussteller (ab 50 Cent für 0,1l geht’s los). Das hat Vor-und Nachteile – als Besucher empfinde ich das Chipsystem jedoch weitaus komfortabler. Schneider Weisse wird wieder, wie üblich, ihren neuen Sondersud „Tap X Marie’s Rendezvous“ vorstellen und es wird auch die ein oder andere interessante „Masterclass“ geben (vor allem die mit Sebastian Sauer).

Gibt es noch Stand-Empfehlungen? Nun ja, auf jeden Fall die Stände von Brauereien/Brauern, die man nicht an jeder Ecke sieht wie z.B. die Italiener von Brewfist oder Baladin, Freigeist, Thornbridge oder vielleicht auch Lehe. Ansonsten freut sich Schoppebräu sicher über einen Besuch und beim One-Pint Stand solltet ihr vorbeischauen – auch wenn es noch nicht ganz klar ist, was an deutschen Bieren ausgeschenkt wird.

Achso, ja…Stone Brewing ist auch da. Könnt ihr auch mal probieren, ich würde aber lieber bei den kleinen, sympatischen Brauern bleiben.

Ich freue mich auf jeden Fall auf die vielen bekannten Gesichter, regen Austausch und hoffentlich viel gute Biere.

Facts:

  • Was? Braukunst Live 2016
  • Wann? 26. – 28. Februar 2016
  • Wo? MVG-Museum, Ständlerstr. 20, München
  • Quanto costa? Tagesticket 20 Euro

Rückblick/Fotos:

2013, 2014

Braukunst-Live 2015 – Quo Vadis?

Es ist wieder soweit, die Braukunst-Live öffnet vom 6. bis 8. März wieder ihre Pforten – erneut (vielleicht zum letzten mal) an der altbekannten Location im MVG-Museum in München. Der Besucher wird sich wieder an einer Fülle an Ausstellern erfreuen dürfen- angefangen bei alten und bekannten Größen wie Braufactum, Schneider-Weisse oder Lammsbräu bis hin zu Neulingen wie z.B. Braukraft, die Bierzauberei, Craftwerk, Tilmans Biere und noch viele andere. Auch an Bieren wird von Gose über IPA bis hin zu fassgelagerten Stouts wieder alles dabei sein, was das Herz (oder der Magen) begehrt. Auch an den Kritikpunkten der vergangenen Jahre wie z.B. die Toilettensituation oder auch die mangelnde Zeit für Fachbesucher wurde gearbeitet. Man darf sich also – wieder einmal – auf die wohl führende Biermesse Deutschlands freuen – oder?

Irgendwie hat bloggen ja durchaus auch einen journalistischen Teil weshalb ich es jetzt nicht dabei belassen möchte, einfach nur die im Vorfeld rumgereichte Pressemitteilung mit meinen eigenen Worten hier online zu stellen sondern möchte diese Stelle nutzen, um von der aktuellen Craftbeer-Situation in Deutschland ein paar Rückschlüsse auf das Festival zu ziehen.

An die großen Premium Partner wie Pilsner Urquell oder Hofbräuhaus mit ihren recht ausladenden Ständen hat man sich ja mittlerweile gewohnt (auch wenn der Besucherandrang – respektive des Ausbleiben des solchen – im Gegensatz zu anderen Ständen immer Bände sprach). Auch, dass die Aussteller rotieren ist für eine Messe/Festival (ja was denn eigentlich) nichts ungewöhnliches – im Gegenteil, kann man sich so ja auch auf immer neue und andere, spannende Biere freuen. Jedoch hört man, wie schon die Jahre davor auch, so einiges im Vorfeld.

Es werden wohl einige bekannte Gesichter der deutschen Craftbeer-Szene dieses Jahr höchstens noch vor den Ständen im Getümmel zu finden sein als hinter selbigen. Dafür werden andere, die das Jahr davor noch recht – sagen wir „rebellisch“ – aufgetreten sind, dieses Jahr (wieder) einen eigenen Stand haben und auch wird es mehr Craft-Ableger großer, etablierter Brauereien geben. Dazu kommen auch weitere Vertreter von US-Brauereien, sei es Urban Chestnut (die ja gerade in Wolnzach ihren Deutschland-Ableger aufbauen) oder auch andere die z.B. am neuen Stand von Bier-Deluxe auftauchen werden.

Alles an sich natürlich kein Grund zur Panik, jedoch spiegelt diese Entwicklung sehr schön die Entwicklung in der noch sehr jungen, deutschen Craftbeer-Szene wieder. Craftbeer wurde und wird gerade als Markt entdeckt. Es werden Vertriebspartnerschaften zwischen kommerziellen Größen und Gypsy-Braueren geschlossen. Etablierte und mittlerweile große Craft-Brauer wie auch ausländische Hersteller (dabei stehen derzeit US-Brauer im Vordergrund) drücken sich in die Regale der deutschen (Bier)händler und werden – über kurz oder lang – kleinere und unbekannte Biere mancherorts verdrängen. Zwangsläufig. Warum? Nun, massenkompatible Craftbeere (und ja, davon gibt es eine ganze Menge) lassen sich einfach abverkaufen – genau so wie bekannte Marken. Warum sollte ich mir unbekannte Biere in den Kiosk stellen wenn ich Biere bekannter Labels dank der Nachfragen nach eben diesen viel besser verkauft kriege?

Ebenso wenig besteht ein Zweifel daran, dass Craftbeer Mainstream wird – eine Entwicklung, die sich noch vor 2 Jahren einige von uns gewünscht haben und nun doch wieder sehr kritisch beäugt wird. Was wurde noch vor Jahren gejubelt, wenn irgendwo ein Hopfenstopfer Citra Ale aufgetaucht ist, während heutzutage mittlerweile schon in den PrimeTime-„Nachrichten“ im Privatfernsehen über die „neuen Craftbiere“ berichtet wird und man höchstens noch die Nase darüber rümpft, dass es sich hierbei um Braufactum handelt und nicht den kleinen, sympathischen Biersieder von nebenan. All das muss man dann wieder in einen Bezug zur BKL setzen. Wird Craftbeer Mainstream, so wird es auch die Messe sein (ok, für manch einen von euch ist die BKL das schon seit Anbeginn) – schließlich möchte man mit den beliebten Bieren ja auch viele Fans erreichen um letztendlich auch das Festival sicher finanzieren zu können. Ich gehe natürlich davon aus, dass es auch in Zukunft Stände kleiner Brauer geben wird, ich gehe aber ebenfalls davon aus, dass das Gros der Aussteller über kurz oder lang große, bekannte Marken sein werden die sich aus den kleinen Anfängen entwickelt haben. Gut für die Brauer (oder Marketing-Firma hinter dem Namen), gut für die Messe, gut für den Konsumenten – aber wird es auch gut genug für den „Aficionado“ und die Bierkultur sein? Man weiß es nicht.

Quo vadis? Kleine Craftbeer Marke oder eine große? Kleiner Brauer oder große Firma? Regionale/Nationale Messe oder Internationales Festival? Wo die Reise schlussendlich hingeht, wird niemand sagen können – ich bin mir aber sicher, dass 2015 ein sehr spannendes und interessantes Jahr für die Craftbeer-Bewegung sein wird und letztendlich auch den Weg der zukünftigen Braukunst-Live aufweisen wird.

Auf ein schönes Festival!

 

Fotos und Rückblicke zu den letzten Jahren:

 

Braukunst Live 2014 – Rückblick

Seit der Braukunst Live 2014 sind nun zwei Tage vergangen und man konnte die Zeit nutzen, die vergangene Biermesse sowie die ersten Reaktionen etwas auf sich wirken zu lassen. Ja, die Braukunst Live war auch dieses Jahr wieder Anziehungspunkt für allerlei gemischtes Publikum – der Fachbesucher wie auch der Bierliebhaber ist in den drei Tagen definitiv auf seine Kosten gekommen und konnte aus einer schier unüberschaubaren Auswahl an Bieren wählen was nicht immer einfach war. So ist es auch kaum verwunderlich, dass auch ich nur ein wenig an der Oberfläche der bierigen Vielfalt kratzen konnte – aber allein das war mehr als ausreichend wie ihr im nun folgenden Rückblick lesen werdet.

DSC_0007
Marc Rauschmann, Frank Böer

Angefangen hat der Freitag Nachmittag mit dem alljährlichen Presserundgang bei dem man an den vier Premiumpartnern und den Hopfenspezialisten von Barth-Haas vorbeikam und nebenbei Zeit hatte, sich auf der (zu diesem Zeitpunkt noch) recht leeren Messe umzusehen. Die Reihenfolge des Rundgangs war vermutlich auch der Reihenfolge der Stände geschuldet – bei Braufactum mit einem IPA zu beginnen und danach den Hallodri zu probieren war etwas unglücklich. Nachdem bei Schneider Weisse die Porter Weisse auf dem Rundgangs-Probierplan stand (und mir doch von den vier Premiums am besten schmeckte), startete meine große Tour durch die Gänge des MVG-Museums.

DSC_0055
Ale*Mania Gose

Erster Punkt war der große, gemeinsame Stand der deutschen Craftbeer-Größen. Von BrauKunstKeller über Pax-Bräu, Kreativbrauerei Kehrwieder, Schoppe BräuHopfenstopfer bis hin zu Ale*Mania waren da all die vertreten, die einen großen Teil zur Craftbeer-Bewegung in Deutschland beitragen. Wie angekündigt gab es dort auch ein paar nette Biere zu trinken, unter anderem das Dark Red Temptation von Hopfenstopfer wie auch die neuen Biere von Fritz Wülfling aka Ale*Mania. Gerade dessen Gose empfand ich durchweg sehr trinkbar und erfrischend – ein willkommene Abwechslung zu den allgegenwärtigen Hopfenbomben.

DSC_0040
O.A.R.I.S.

Besonders gefreut hatte ich mich auf O.A.R.I.S, den Oak Aged Russian Imperial Stout welcher aus einer Zusammenarbeit zwischen Thorsten Schoppe (Holy Shit!) und Hans Christian Müller (Bayerisch Nizza) entstanden ist. Für mich, und das möchte ich gleich an dieser Stelle sagen, war es das Bier der Messe. Unter den mittlerweile recht häufig vorkommenden Bieren die in Fässern aller Façon ausgebaut wurden, sticht das O.A.R.I.S. mit seinem eleganten Fassaromen von milden Whiskey und Eiche angenehm heraus. Dazu mischen sich intensive Röstaromen von Kaffee, Schokolade und Toffee die von einer feinwürzigen und nicht übertriebenen Hopfung abgerundet werden. Sicher gibt es andere, stärkere, intensivere wie auch hopfigere Biere (gerade bei den Imperial Stouts), jedoch bleibt dabei gerne mal die Trinkbarkeit etwas auf der Strecke und man muss sich gerne mal mit zu übertriebenen Fassnoten rumschlagen. Nicht so bei diesem Berliner-Aschaffenburger Kleinod weshalb ich diese „Auszeichnung“ nur allzu gerne vergebe und damit sicherlich nicht unbedingt alleine bin. Einzig mit der Verfügbarkeit hapert es ein wenig weshalb ihr euch beeilen solltet, das Bier bei Bedarf zu bestellen.

DSC_0066
Dreierlei Freigeist Bierkultur

Sehr interessant ging es auch nach diesem Stout weiter, konnten sich die Geschmacksnerven nach erfolgreicher Neutralisierung doch über den Galaxy Weizenbock der Weihenstephaner Studenten freuen bei dem einzig der namensgebende Hopfen genutzt wurde um für die süßlich-exotischen Aromen wie auch für die Herbe zu sorgen. Dazu gesellte sich noch eine Weinhefe und fertig war das sehr wohlschmeckende Bier. Ebenfalls erwähnenswert waren der Doppelbock der Schlossbrauerei Eichhofen wozu ein passender Whiskey gereicht wurde, das gelagerte Abteibier von Lammsbräu sowie auch das komplette Angebot am Stand von Freigeist Bierkultur (ich sage nur Lama Ding Dong oder Schottenrock). Auch mit den Bieren der Riegele Biermanufaktur war wieder viel Spaß im Glas, eignen sich diese doch auch sehr gut als Absacker vor dem Verlassen der Messe.

DSC_0085
Mikkeller

Besonders bemerkenswert, wenngleich auch nicht jedermanns Sache, waren die Biere von Mikkeller (allen voran der Espresso-Stout sowie der Barley-Wine) oder auch das „From Asia with Love“ von Pax-Bräu in dem sich unter anderem Orangenschalen, Zitronengras, Ingwer, Pfeffer, Koriander und Habanero-Chillies befanden und dieses Witbier zu etwas ganz Besonderen (und leckeren!) machten. Neben all den Bieren – ich habe bisher auch nur einen Teil des erlebten dokumentiert – möchte ich noch die Gose von Axel Kiesbyes Bierkulturhaus hervorheben. So fruchtig, erfrischend und mit stärkerer, jedoch sehr gut passenden Säure war diese eine meiner Highlights welches ich auch mehrfach genossen habe.

DSC_0094
Tripple Nipple

Neben all der Aufmerksamkeit und Lob, die die anwesenden Biere verdient haben, muss man auch mal einen Blick auf die Messe als Ganzes werfen. Die Braukunst Live ist auch in diesem Jahr wieder gewachsen (vor allem auf Besucherseite) was eines der größten Probleme der Messe weiter offenbart hat: Der Platz. Der Samstag war, bedingt durch die Bessuchermassen, zeitweise sehr anstrengend und ließ auf Seiten der Aussteller wie auch der Besucher die Möglichkeit zum Austausch gerne mal vermissen. Auch die Toilettensituation war zeitweise, gelinde gesagt, unbefriedigend und von den langen Schlagen am Eingang wollen wir erst gar nicht mal reden. Gesetzt dem Fall, dass auch im nächsten Jahr mit einem weiteren Wachstum in der Größenordnung der letzten Jahre rechnet, wird das MVG-Museum in der Form wohl nicht mehr ausreichen – da werden Frank Böer und sein Team einiges zu tun haben. Ansonsten hat die Versorgung mit frischen Gläsern weitaus besser funktioniert als im Vorjahr, die Security war hingegen weiterhin nicht dem Stil und Spirit der Messe angemessen.

Sei es wie es sei, die Messe war für die Besucher wie sicherlich auch für den Veranstalter ein voller Erfolg. Tolle Biere wurden verkostet, nette Leute kennengelernt und gerade die After-Messe Parties werden noch dem ein oder anderen im Gedächtnis bleiben. Ich freue mich jedenfalls auf die Braukunst Live 2015 und hoffe, in einer etwas ruhigeren Umgebung ein paar mehr Fotos zu machen und noch mehr mit den Ausstellern in Kontakt zu kommen.

In diesem Sinne: Prost!

[ngg_images gallery_ids=“6″ display_type=“photocrati-nextgen_basic_thumbnails“]

Braukunst Live 2014 usoX Biertipps

bkl2014Etwas mehr als zwei Wochen vor Beginn der Braukunst Live 2014 möchte ich euch ein paar Biere vorstellen, die ihr auf der Messe auf keinen Fall auslassen solltet. Manch einem, der die Messe bereits in den Vorjahren besucht hat, kennt vielleicht das Problem: Man versucht inmitten der schier unüberschaubaren Masse an Ausstellern und Besuchern den Überblick über das Angebot zu bekommen und läuft immer Gefahr, besonderen Biere und Sondersude zu verpassen.

Ich möchte euch jetzt auf ein paar Bierspezialitäten hinweisen, die ihr zum Teil nur auf dieser Messe probieren könnt oder zumindest zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt werden weshalb es natürlich Schade wäre, diese zu verpassen.

 

O.A.R.I.S.

von Schoppe Bräu und Hans Müller Sommelierbier

Ein 3 Monate gelagerter Russian Imperial Stout mit einer Stammwürze von 19,8° Plato und 9,5% Alkohol. Ein Teil des Bieres wurde in einem Sassicaia-Fass (vorbelegt mit Glenmorangie Scotch Malt Whisky) gelagert, der andere in einem Hans Müller Sommelierbierbrand Fass – den daraus entstandenen Blend könnt ihr auf der Braukunst Live 2014 erstmalig probieren.

 

Dark Red Temptation

von Hopfenstopfer

Genaues weiß man derzeit nicht über dieses Bier, geht man jedoch vom Vorjahr aus so darf man auf ein sehr spannendes Bier hoffen – schließlich wurde Hopfenstopfer gerade erst von ratebeer.com mehrfach ausgezeichnet.

 

SHIPA Hüll Melon

von Kreativbrauerei Kehrwieder

Die SHIPA-Reihe der Hamburger Brauer rund um Bier-Sommelier Weltmeister Oliver Wesseloh bekommt mit dem Hüll Melon Nachwuchs. Wie seine Brüder ist man mit 65 IBU und 7,5% Alkohol dabei, Namensgeber ist diesmal die Hopfensorte Hüll Melon die mit ihrem Aromaprofil auf ein spannendes Bier hoffen lässt.

 

IPA, Imperial Red, Gose und Milk Stout

von Ale-Mania (ehem. FritzAle)

Ale-Mania kommt gleich mit vier neuen Bieren auf die Braukunst Live für die ich schon im Vorfeld meine uneingeschränke Empfehlung aussprechen möchte (wer FritzAle kennt, weiß weshalb).

Mit dabei sind:

– Imperial Red: 22° Plato, 9% Alkohol mit einem starken Malzkörper und intensiver Hopfung mit US-Hopfen

– Gose: 13° Plato, 5,6% Alkohol mit kräftigen, fruchtigen Charakter und leichter Milchsäure

– IPA: 18° Plato, 7,2 % Alkohol

– Milk Stout: 18° Plato, 6,8% Alkohol und natürlich mit Lactose

 

IDA

von Maxbrauerei

Beim IDA handelt es sich um ein „Imperial Dark Ale“ und damit quasi um ein Black IPA. Als Basis dient das normale IPA mit 16% Stammwürze, 7% Alkohol sowie 66 IBU welche sich darauf freuen, auf eure Geschmacksnerven zu treffen.

 

Gelagertes 1628 Abteibier

von Lammsbräu

Das Abteibier war schon auf der 2013’er Braukunst Live dabei – man musste allerdings nett danach fragen. Dieses Jahr ist es wieder mit von der Partie, jedoch als gelagerte Version. Man darf gespannt sein, wie sich die Lagerzeit auf das Bier ausgewirkt hat. Des Weiteren wird es noch ein Spezialbier geben wobei man sich aber noch sehr bedeckt hält.

 

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit – sollte ich noch ein paar Infos kriegen, werde ich diese, sofern es sich lohnt, selbstverständlich erweitern.

Braukunst-Live 2013 – Rückblick

braukunst_live_mvg_museumSo lang es dauerte bis es endlich los ging, so schnell war es auch vorbei. Die Braukunst-Live 2013 hat auch in diesem Jahr Brauer, Bierfreunde, Hopfenspezialisten und vor allem Neugierige in einer wunderbaren Atmosphäre vereint um sich zusammen durch einen beinahe unüberschaubaren Fundus an Bieren zu kämpfen. Dass man dabei, vor allem wenn man nur einen Tag vor Ort sein kann, natürlich nicht alles probieren kann muss ich wohl nicht extra erwähnen. Ich halte mich daher bei meinem kleinen Rückblick nur an die 23 Biere, die ich geschafft habe.

Comet IPA
Comet IPA

Kommen wir gleich zu Beginn zu meinen zwei Bieren der Messe. Ich habe mich größtenteils an Pale Ales, IPAs und Stouts gehalten um zumindest in diesem Bereich einen kleinen Überblick zu kriegen. Unter all diesen Bieren ist mir in erster Linie das Hopfenstopfer Comet IPA aufgefallen welches sich mit seinem leicht beerigen und blumig-würzigen Aroma durchaus stark von anderen IPAs  abgehoben hat und für mich mein persönliches „Bier der Messe“ ist.

Ähnlich abgehoben, jedoch in eine andere Richtung, hat sich der Imperial Stout vom Brauhaus Riegele der einen leichten Touch von roten Trauben und Pflaume hatte und fast in Richtung eines starken Rotweins ging. Auch der neue Stout der Crew AleWerkstatt hat mir mit seinen starken Schokoladenaromen zusagt, muss sich hier aber dem Riegele unterordnen.

Riegele Imperial Stout
Riegele Imperial Stout

Auf den Plätzen tummeln sich dann noch einige weitere Biere die ich teilweise als erfrischend anders oder einfach für ihren Stil als unglaublich gelungen empfand. Zu der ersteren Kategorie zähle ich definitiv das, extra für die Braukunst-Live gebraute Lammsbräu 1628 Abtei mit Trappistenhefe aus einer befreundeten Klosterbrauerei aus Belgien. Auch das Brutal IPA und das Dead Guy IPA von Rogue Ales sowie das Imperial IPA von Fritzale hielt ich für herausragend.

Zu der zweiten Kategorie zähle ich auf jeden Fall den Weizenbock Dunkel der Brauerei Gutmann, welcher ebenso speziell für die Braukunst eingebraut wurde. Außerdem darf hier auch das unfiltrierte Pilsner Urquell nicht fehlen, welches in dieser Form noch vollmundiger rüberkam und eine stärkere Bittere aufwies. In Verbindung mit dem am Stand ausgestellten Käse hat mir auch das TAP-X Meine Sommer Weisse vom Schneider Weisse durchaus geschmeckt.

Meine Sommer Weisse
Meine Sommer Weisse

Wie so oft gibt es aber natürlich auch etwas zu bemängeln wobei das weniger ein Problem des Festivals ist sondern mehr an den Brauern liegt. Leider, und ich weiss, dass ich damit ein sehr heikles Thema anspreche, macht sich in der Welt der Pale Ales/IPAs ein leichter Einheitsgeschmack breit. Dieser ist auf den starken Einsatz des Cascade-Hopfens zurückzuführen welcher, bedingt durch sein Geschmacksprofil, in vielen Ales zu finden war. Ich hätte mir einfach etwas mehr Abwechslung und Mut gewünscht – auch deshalb empfand ich das Comet IPA als erfrischend anders.

HB Eiskalt gehopfter Hallodri
HB Eiskalt gehopfter Hallodri

Aber gut, das sind wirklich „firstworldproblems“. Insgesamt blicke ich auf eine anregende, interessante und vor allem leckere Messe und viele Gespräche zurück. Ebenfalls positiv zu werten sind die Ideen der Aussteller, die jetzt mit speziellen Biere aufwarten konnten – hier die Brauerei Ayinger genannt die auf ihrem Stand den hauseigenen Celebrator Doppelbock gestachelt haben.

Die Braukunst-Live hat sich in ihrem zweiten Jahr etabliert und ist die Bier-Messe in Deutschland (und hat eine wirklich tolle und  zum Anspruch passende Location). Ich hoffe, dass das so bleibt und man weiter den eingeschlagenen Kurs hält.

Man sieht sich auf jeden Fall im nächstes Jahr zur Braukunst-Live 2014!

 

[imagebrowser id=5]