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Brauerei Dremel Bockbier

brauerei_dremel_bockbierAuf nach Oberfranken! Heute im Test: Das Bockbier der Brauerei Dremel aus Wattendorf im Landkreis Bamberg. Erstmals erwähnt wurde die Brauerei 1773, seit 1865 befindet sie sich im Besitz der Familie Dremel. Es handelt sich dabei um eine der vielen, kleinen Brauereien im Bierland Oberfranken, die mit einem kleinen Festsortiment und Sonderbieren – wie dem alljährlichen Bockbier – ihre Kund- und Kennerschaft erfreuen.

In der Nase tummelt sich viel Karamell und süßliches Malz, dazwischen blitzen würzigen Hopfennoten auf. Von der Optik her gibts nicht viel zu meckern, kastanienbraunes, leicht trübes Bier mit einem feinporigen Schaum – wunderbar.

Erwartungsgemäß süffig zeigt sich das Bier dann auch gleich zu Beginn, ordentlich Malz und Süße sorgen für das bekannte, wohlige „Bockbiergefühl“ welches man beim Genuß dieser fränkischen Kleinode bekommt. Im Malz finden sich neben dem Karamell auch vereinzelt schokoladige Noten die eher im Abgang heraus kommen. Dort zeigt sich auch eine nicht zu unterschätzende Herbe (zumindest für einen Bock) was aber auch eines der Markenzeichen fränkischer Bockbiere ist die, im Gegensatz zu vielen oberbayerischen Pendants, eben nicht so süß ausfallen. Dazu gesellen sich auch feinwürzige Hopfenaromen.

brauerei_dremel_bockbier_flascheDer Abgang ist mit indes fast zu süß (ein wenig klebrig), ansonsten unauffällig – ebenso der Alkohol. Kein Wunder also, wenn man nach wenigen Augenblicken gleich wieder zum Glas greift (sofern man dieses überhaupt aus der Hand gegeben hat). Ohne jetzt wirklich geschmacklich große Ausrufezeichen zu setzen, kann das Bier mit einer hohen Trinkbarkeit punkten. Vielleicht hat es ein wenig zu viel Kohlensäure, andererseits wäre das Glas dann noch schneller leer.

Viel gibt es hier nicht zu sagen. Das Bockbier der Brauerei Dremel ist ein solides, gut trinkbares Bockbier welches vielleicht ein wenig zu süß und zu unaufgeregt daherkommt. Das sind heute drei Sterne mit Tendenz nach oben.

Alkoholgehalt: 6,9%

(3/5)







Urban Chestnut Hallertauer Winterperle

urban_chestnut_hallertauer_winterperleSeit einiger Zeit braut Florian Kuplent, ein oberbayerischer Braumeister, zusammen mit einem Kollegen in der Hopfenmetropole Wolnzach eine handvoll charakterstarke Biere. Kuplent verbrachte die letzten Jahre in den USA, wo er mit der Urban Chestnut Brewery eine bekannte Craftbeer-Marke etablierte. Zurück in Deutschland gründete er den deutschen Ableger und versorgt die durstigen Bierfreunde mit seinen Bieren. Eines davon, die Hallertauer Winterperle, möchte ich euch nun vorstellen. Merci ans Biervana für die Kostprobe!

In der Nase erfreut einen das mahagonibraune Bier mit sanften Röstaromen, etwas Karamell und Schokolade sowie einer fruchtigen Komponente. Auch der feine Schaum mit seiner leicht gelblichen Färbung kann sich sehen lassen.

Der Antrunk ist recht malzgeladen, gespickt von vereinzelten Röstaromen und fruchtig- bis kräuterartigen Hopfennoten – darunter Trauben und Wassermelonen. Die Röstigkeit scheint soweit verschwunden, das Malz wirkt getreidig-brotig, hat einen Touch von Teig mit Butter und Vanille, dazu kommen Kräuter und vereinzelte Zitrusaromen. Im Abgang wirds dann unerwartet herb, der Hopfen wirkt grasig und vereinzelt kommt jetzt auch wieder ein Hauch Schokolade raus.

urban_chestnut_hallertauer_winterperle_flascheEin wenig ratlos bin ich schon. Anfangs kam mir das noch wie ein perfektes dunkles Bier vor, die herb-hopfische Geschmacksmischung zusammen mit dem brotigen Malz lassen das Gebräu mehr wie ein Red Ale wirken. Zudem stört die etwas zu starke Kohlensäure die Trinkbarkeit ein wenig, dank der leichten, honigartigen Süße kann man dem Bier ansonsten eine ganz gute Süffigkeit attestieren.

Mir persönlich fehlen bei diesem Dunkel ein wenig die dunklen, gerösteten Malze. Irgendwie ist das Bier nicht Fisch und auch nicht Fleisch was die Bewertung auch nicht vereinfacht. Ich gebe der Hallertauer Winterperle drei Sterne.

Stammwürze: 13,8%

Alkoholgehalt: 5,8%

(3/5)







Thuisbrunner Elch Bräu Dunkel

thuisbrunner_elch_braeu_dunkelHeute geht es mal wieder nach Oberfranken, genauer gesagt nach Gräfenberg welches in der Nähe von Hiltpoltstein gelegen ist (Autobahnfahrer und Verkehrsfunkhörer werden es kennen). Seit 2007 braut dort der Thuisbrunner Elch Bräu seine Biere die zum Teil schon mehrfach beim European Beer Star den ein oder anderen Preis abräumen konnten – unter anderem auch das Dunkel welches ich euch nun vorstellen werde.

Rubinrot bis braun schimmert das beinahe klare Bier im Licht, darüber hat es sich ein sehr cremig-feiner, beige-bräunlicher Schaum gemütlich gemacht. In der Nase tummeln sich Nüsse, etwas Karamell und Brot – lecker!

Auch wenn das Bier gleich zu Beginn ein klein wenig wässrig wirkt, ändert sich das spätestens nach dem zweiten Schluck. Eine ordentliche Portion Malz, gespickt mit Röstaromen und etwas Karamell rollt süßlich über die Geschmacksknopsen, flankiert von einer feinen Herbe und dem Geschmack von getrockeneten Pflaumen. Dabei wirkt das Bier sehr weich und samtig woran sicherlich die beinahe zu knapp dosierte Kohlensäure zumindest eine Teilschuld trägt.

thuisbrunner_elch_braeu_dunkel_flascheDer Abgang ist recht flott und nicht zu süß – langweilig wirkt das Bier dadurch allerdings nicht. So ist es auch kein Wunder, dass ich dem oberfränkischen Gebräu eine sehr gute Süffigkeit attestieren kann – eine sehr gefährliche Sache. Ja, es könnte in meinen Augen durchaus noch etwas mehr Röstmalz vertragen, der kleine Hauch Schokolade bei jedem Schluck ist jedoch ganz angenehm und lässt das Bier auch nicht zu kompliziert wirken.

Eine sehr runde Sache, süffig, lecker und mit einem richtig tollen Schaum. Für mich sind das heute vier Sterne.

Alkoholgehalt: 4,9%

(4/5)







Tilmans Die Dunkle

tilmans_die_dunkleNicht nur das Rhubarb Wire aus dem gestrigen Biertest ist frisch auf dem Markt, auch Die Dunkle von Tilmans Biere aus München gibt es erst seit wenigen Wochen bei den Münchner Bierhändlern. Gefreut habe ich mich darauf definitiv, waren die bisherigen Biere des Münchner Brauers definitiv nicht von schlechten Eltern. Außerdem bin ich der Meinung, dass München endlich mal ein richtig gutes, dunkles Bier braucht. Ob ihm das gelungen ist? Finden wir es heraus!

Im tiefsten rubinrot kommt das klare Bier daher, oben auf eine überschaubare Schaumkrone die jedoch durch cremige Textur und ihre Steherqualitäten überzeugen kann. Der Duft von frischem Brot steigt aus dem Glas, Nüsse, Schokolade und etwas Kaffee sind riechbar – das erinnert schon fast an ein Stout.

Wunderbar malziger-weicher Antrunk, dazu nur verhalten süß und mit schon jetzt intensiver Röstaromatik – genau so stelle ich mir ein dunkles Bier vor. Es überwiegt ein schokoladig-karamelliger Eindruck, zusammen mit etwas Brotkruste und Kaffeebohnen. Der Geschmack hält zudem noch lang nach dem minimalst herben Abgang an – das Bier legt sich dabei beinahe wie ein Film auf die Zunge wodurch der röstmalzige Eindruck noch lange nach dem Genuß erhalten bleibt.

tilmans_die_dunkle_flascheNebst dem mir sehr genehmen Malzbett weiß das Bier auch in puncto Trinkbarkeit zu überzeugen. Dank der perfekten Balance aus Süße und herb-röstigen Malzaromen wirkt das Bier sehr süffig ohne dabei aufzutragen. So viel Geschmack bekommt man bei einem dunklen Bier – mindestens in München – nirgends. Erst die dunklen Böcke können mit einem ähnlich Spektrum aufwarten, wirken dabei aber meist zu süß.

Machen wir es kurz: Für mich eines der besten dunklen Biere der letzten Jahre. Es ist genau das: Ein „Dark Munich Lager“ bzw. eben Münchner Dunkel wie es hier im Süden wohl kein zweites gibt. Das sind fünf Sterne sowie erneut ein Eintrag in die Bestenliste. Punkt.

Alkoholgehalt: 5%

(5/5)







Weißenoher Klosterbier Bonifatius Dunkel

klosterbrauerei_weissenohe_bonifatius_dunkelIch hatte heute richtig Lust auf ein „klassisches“ Bier – da kam das Paket der Jungs von Biergartentable.com gerade Recht. Drinnen war eine Selektion von fränkischen Bieren, unter anderem das Bonifatius Dunkel der Klosterbrauerei Weißenohe aus der gleichnamigen, oberfränkischen Gemeinde. Danke nochmal hierfür!

Wenn man ganz genau hinsieht, kann man einen rubinroten Schimmer in dem ansonsten dunkelbraunen Bier ausmachen. Gekrönt wird das dunkle Farbenspiel von einem feinen, beigen Schaum. Darunter duftet es kernig-malzig nach Brot, etwas Karamell und…ich nenne es einfach mal „Franken“.

Der erste Schluck präsentiert sich flott und recht schlank, die dunklen Malzaromen wagen sich erst wenige Augenblicke später auf die Zunge. Dort gibt es jetzt die bekannte fränkische Landbier Geschmacksmischung von kernigen Brot, etwas karamellige Süße sowie vereinzelten Röstaromen. Auch etwas Hopfenbittere ist dabei und ich bilde mir zum Abgang auch etwas Rauch ein.

klosterbrauerei_weissenohe_bonifatius_dunkel_flascheEtwas zu viel Kohlensäure hat das Bier allerdings schon, sie kaschiert zudem den etwas zu schwachen Körper des Dunkel – hier hätte es gern etwas mehr Süße und Fülle sein dürfen. Dazu kommt, dass es mir im Trinkverlauf für ein Dunkel zu trocken wird – alles in allem leidet die Süffigkeit darunter leider etwas.

Nichts desto trotz ist das Bonifatius Dunkel ein kerniges, leckeres Landbier für das es heute gute drei Sterne (mit Tendenz nach oben) gibt. Prost!

Stammwürze: 12,6%

Alkoholgehalt: 5,1%

(3/5)







Ammerndorfer Landbier Dunkel

ammerndorfer_landbier_dunkelHeute geht es in das fränkische Ammerndorf – geographisch ein paar Kilometer westlich von Nürnberg gelegen – und dort genauer gesagt zum Dorn-Bräu. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Brauerei im Jahre 1505, seit 1730 befindet sie sich im Familienbesitz (immerhin auch schon über 280 Jahre). Vorstellen möchte ich euch aus der durchaus größeren Bierpalette nun das dunkle Landbier welches gerade seinen Weg ins Glas findet.

Klar und kupferfarben zeigt sich das Landbier, gekrönt mit cremig-feinen, weißlich-beigen Schaum der eine gute Standfestigkeit beweist. In der Nase liegen süßliche sowie leicht röstige Malznoten und ein Hauch Hopfen.

Vollmundig und feinmalzig zeigt sich der erste Schluck. Brotiges sowie karamelliges Malz liegt auf den Geschmacksknospen, etwas Süße und Toffee sowie etwas geröstetes Weißbrot kommen dazu – gar nicht schlecht. Etwas Herbe kommt zum Abgang hin dazu ohne das Bier dabei im Hals zu trocken wirken zu lassen. Passt.

ammerndorfer_landbier_dunkel_flascheDank des feinen Mundgefühls und der gut ausbalancierten Karbonisierung gibt sich das Gebräu sehr süffig. Dabei bleibt die Süße im Rahmen, es dominiert mehr der leicht gehopfte Malzgeschmack und selbiger bleibt auch bis zum Schluss.

Manchmal muss man gar nicht viel schreiben, dieses Bier ist ein typisches fränkisches Landbier mit malzig-süffigen Charakter und echt lecker. Für mich sind das (wenn auch sehr knapp) vier Sterne.

Stammwürze: 13,6%

Alkoholgehalt: 5,6%

(4/5)







Weissbräu Schwendl Schalchner Dunkle Weisse

weissbraeu_schwendl_schalchner_weisse_dunkelVom Weißbräu Schwendl aus Tacherting hatte ich ja bereits einige Biere, mir ist jedoch aufgefallen, dass das dunkle Weißbier in der Riege noch fehlte. Das werde ich heute nachholen und freue mich darauf, nach den ganzen Spezialbieren in der letzten Zeit endlich mal wieder ein normales, dunkles Weizen zu trinken. Gehen wir es also an.

Kastanienbraun leuchtet das trübe Bier im Glas, oben auf mit einem richtig tollen, sehr cremigen und festen Schaum bedeckt. Im Geruch liegt etwas Hefe, es duftet nach gebackenen Bananen, etwas Karamell und Brotkruste.

Der Antrunk fällt sehr weich aus. Brotig-kerniges Malz mischt sich mit einem Hauch Röstaromen und subtil-süßlichen Toffee und sorgt somit für durchaus für Trinklaune. Dabei geht es, stilgerecht, durchaus hefig zu, estrige Bananenaromen laufen über die Zunge und es wirkt  bisweilen sogar etwas trocken. Der Abgang ist recht fix, ganz leicht nachbitternd und von etwas Dörrobst durchzogen – gefällt mir.

weissbraeu_schwendl_schalchner_weisse_dunkel_flascheLeichte Süße, fruchtige (Hefe-)Aromatik und angenehm wenig Kohlensäure sind die Zutaten für eine richtig gute Trinkbarkeit. Vielleicht könnte die Röstaromatik etwas ausgeprägter sein und dadurch den kerniger Charakter etwas mehr unterstreichen, davon abgesehen handelt es sich hier aber um ein sehr gutes und süffiges dunkles Weißbier.

Ein hefig-würziges Weizen und sicherlich eines der besten dunklen die ich bisher hatte – hierfür gebe ich heute sehr gerne 4 Sterne.

Stammwürze: 12,5%

Alkoholgehalt: 5,2%

(4/5)







Bergbräu Altstadt Dunkel

bergbraeu_altstadt_dunkelAus Uslar kommt mein heutiges Testbier: das Bergbräu Altstadt Dunkel. Uslar sagt euch nichts? Da seid ihr in bester Gesellschaft. Für alle geographisch nicht so bewanderten Menschen wie mich: Uslar liegt in Niedersachsen und ist etwas westlich von Göttingen gelegen. Gebraut wird es von der Privatbrauerei Haffner die schon seit Mitte den 18. Jahrhunderts die Kleinstadt mir Bier versorgt.

In der Nase wirkt das kastanienbraune Bier nicht übel, es duftet leicht süßlich nach dunklen Malzen, Pflaumen und ein klein wenig nach Röstaromen. Auch optisch gibt es nicht zu meckern, passen der stabile, feinporige Schaum und das klare Bier doch recht gut zusammen.

Feinmalzig zeigt sich der Antrunk, begleitet von einer unerwarteten aber nicht unpassenden Herbe womit das Bier mehr einem fränkischen Dunkel ähnelt. Etwas Karamell und Honig liegen in dem süßen Malzkörper, es wirkt fruchtig-würzig aber nicht zu intensiv. Im Abgang spielt der Hopfen dann so richtig auf, würzig-herb und leicht erdig wirkt das Bier und mir, für ein Dunkles, leider etwas zu trocken.

bergbraeu_altstadt_dunkel_flascheDie Karbonisierung passt, Süffigkeit kommt auch auf und so lässt sich das Bergbräu recht gut trinken. Ein paar Nüsse und Maroni tummeln sich im Malzbett, insgesamt wirkt das Gebräu ausgewogen mit etwas zu viel Bittere.

Ein wenig mehr Aroma würde ich mir im Malz wünschen sowie etwas weniger Hopfenbittere. Ansonsten ganz lecker und mir heute drei Sterne wert.

Stammwürze: 12,2%

Alkoholgehalt: 4,9%

(3/5)







Seefranzl Bräu Micheli Dunkel

seefranzl_braeu_micheli_dunkelHeute möchte ich mal wieder ein Bier aus meiner Gegend präsentieren. Es handelt sich dabei um das Micheli Dunkel der Microbrauerei Seefranzl aus Arget bei Sauerlach. Bei dem Bier handelt es sich um einen Art Hybriden aus einem Alt, einem Pils und einem dunklen Bier welches sich Charakterbestandteile der drei Stile zu eigen macht um daraus etwas Neues zu kreieren. Na dann mal rein damit ins Glas.

In einem intensiven Mahagonibraun präsentiert sich das trübe Bier, getoppt von ordentlichen feinporigen Schaum dessen Standfestigkeit allerdings nur mittelmäßig ist. Im Duft findet sich etwas Karamell, Süße sowie auch etwas Hopfenwürze und leicht estrige Fruchtkomponenten wie Banane und Aprikose.

Der obergärige Altbiercharakter kommt beim Antrunk deutlich aus, in dem anfangs etwas dünn wirkenden, süßlichen Malzkörper verstecken sich, neben den Aromen von Rosinen und Brotkruste, Bananen und etwas honigartiger Karamell. Im Abgang gehts etwas trockener und auch herber zu, ein wenig würziger Hopfen ist spürbar bevor das relativ stark karbonisierte Bier seinen Weg den Rachen hinab findet.

seefranzl_braeu_micheli_dunkel_flascheMir persönlich ist das Bier etwas zu stark karbonisiert und mit etwas zu viel Hefe versetzt so dass sie die leichten Röst- und Hopfenaromen etwas überlagert. Ansonsten ist das, stark einem Altbier ähnelnde, Bier recht gut trinkbar und wird im Trinkverlauf „immer gschmackiger“ wie man bei uns sagt.

Gar nicht schlecht das Micheli Dunkel wobei man etwas mit der Trinktemperatur aufpassen muss – ich würde es auf jeden Fall etwas wärmer trinken als auf der Homepage vermerkt. Für mich sind das heute drei gute Sterne.

Alkoholgehalt: 4,8%

(3/5)







Michels Braumanufaktur Das Dunkle

michels_braumanufaktur_das_dunkleHeute möchte ich euch „Das Dunkle“ der Michels Braumanufaktur aus Dünwald/Thüringen vorstellen. Die kleine Brauerei hat einen jährlichen Austoss von 1500hl und hat, neben dem Dunklen und dem Blonden, auch noch weitere, interessante Sorten im Angebot – darunter auch z.B. einen Oatmeal Stout und ein Bier mit alternativen Getreidesorten. Jetzt aber erstmal zu dem dunklen Bier…

Im Glas angekommen macht das orange-braune Bier eine gute Figur, feinporig steht der leicht bräunliche Schaum auf dem trüben Gerstensaft und hält sich wacker. Im Geruch finden sich röstige Malzaromen, etwas Karamell und Süße – das gefällt mir gut.

Der Antrunk ist malzbetont wenn auch etwas zu leicht, vereinzelt finden sich in dem vollmundigen Bier Röstaromen die allerdings neben der moderaten Süße nur die zweite Geige spielen. Feinmalzig gehts in Richtung Abgang, dieser ist recht flott, unaufgeregt und bietet, neben einer kaum merklichen Herbe, Ansätze von Aromen von dunklen Beeren und Birnen.

michels_braumanufaktur_das_dunkle_flascheInsgesamt betrachtet wirkt das Bier sehr rund wenngleich ihm etwas der Malzcharakter eines dunklen Bieres fehlt. Die gegebene Süffigkeit geht, trotz leichter Überkarbonisierung, in Ordnung – man kriegt, wie man in Bayern so schön sagt, „A mei voi“ und kann sich dahingehend nicht beschweren.

Nein, das beste dunkle Bier meines Lebens wird „Das Dunkle“ aus Dünwald nicht, dennoch ist die gelieferte Leistung solide und das Bier gut trinkbar. Daher vergebe ich hierfür drei Sterne.

IBU: 15-20

Stammwürze: 12,8%

Alkoholgehalt: 5%

(3/5)