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Tegernseer 1806 Max I. Joseph Jubiläums Export

tegernseer_max_jospeh_jubilaeums_exportKaum eine Brauerei spaltet die Bierfreunde, gerade im tiefsten Oberbayern, so sehr wie das Tegernseer Brauhaus der gleichnamigen Stadt am gleichnamigen See (Kreativ, nicht wahr?). Vorstellen möchte ich euch heute das etwas kräftigere Export, welches sich hinter dem Namen „1806 Max I. Joseph Jubiläums Export“ versteckt. Ich bin gespannt, ob es sich gegen seinen etwas eindimensionalen Bruder durchsetzen kann der, wie ich gerade feststelle, immernoch in meinem Blog fehlt. Na dann los…

Strohgelb bis golden strahlt das klare Bier aus dem Glas, oben feiner, schneeweißer Schaum – „do kannst ned meckern“. In der Nase finden sich ein wenig süßliches Malz sowie ein minimalster Hauch Hopfen.

Der Antrunk fällt unaufgeregt aus, weiches und recht geschmacksneutrales Malz flutet, flankiert von einer leichte Süße, die Zunge und hinterlässt einen leicht brotig-malzigen Film. Dazu gesellt sich eine feine, überraschend spürbare Herbe (auf niedrigen Niveau) sowie etwas Heu. Im Abgang wirkt das Gebräu recht wässrig und geschmacksneutral, lediglich ein wenig süßliches Malz ist schmeckbar.

tegernseer_max_jospeh_jubilaeums_export_flascheDas Bier lebt, wie sein etwas leichterer Bruder, von der Süffigkeit. Kaum verwunderlich, sorgen Süße und stark zurückhaltendes Malz dafür, dass das Bier nicht ansteht und möglichst schnell getrunken werden möchte. Schon bei leicht steigender Temperatur wirkt das Bier pappig und teils etwas muffig.

Ein Fazit für das Jubiläums Export? Nun, ich denke nicht, dass seine Majestät von diesem Bier erfreut wäre. Es ist einfach ein wenig zu langweilig für meinen Geschmack – da gibts eine ganze Latte bessere Helle. Daher zwei Sterne.

Alkoholgehalt: 5,2%

(2/5)







Ayinger Jahrhundert-Bier

ayinger_jahrhundertbierHeute gibt es im Test ein Jahrhundert-Bier. Genauer gesagt handelt es sich dabei um Geburtstagsbier der oberbayerischen Brauerei Ayinger die es anlässlich ihres 100jährigen Bestehens 1978 erstmals eingebraut haben. Ich bin gespannt, ob das Export seinem Namen gerecht wird…

Stilgerecht kommt das Export daher, glasklar und golden leuchtend steht es im Glas und wird von einer feinporigen, schneeweißen Schaumkrone getoppt. Auch im Geruch gibt sich das Bier typisch, überwiegen hier Malzaromen mit einer Spur Hefe und einer grasigen Hopfenblume.

Auch der erste Schluck überrascht nicht wirklich, biedert sich das Bier mit seiner feinen Malzigkeit dem Trinker gerade zu an. Geschmacklich erinnert das Malz an Weißbrot (was auch ein wenig an dem vorhandenen Hefegeschmack liegt) und wird von etwas Süße begleitet – das wars dann aber auch schon. Es wirkt recht ausgewogen, das Mundgefühl ist jedoch etwas kantig und zum Abgang hin fast schon etwas wässrig. Hier kommt eine unerwartet starke (relativ gesehen) Herbe ins Spiel die, zusammen mit einem Hauch Hopfenaromen von Heu und Gras, den kurzen Abgang dominiert.

ayinger_jahrhundertbier_flascheDas Jahrhundert-Bier gibt sich recht einfach zu trinken – Indizien dafür sind der nicht allzu anspruchsvolle Malzkörper sowie die durchaus angenehm dosierte Kohlensäure woduch sich eine gewisse Süffigkeit einstellt. Vermutlich ist bei diesem Bier auch eher die Intention, dass es aus noch größeren Gläsern wie dem meinigen getrunken werden soll.

Viel zu sagen bleibt nicht, das Jahrhundert-Bier wird meinen Erwartungen (ja, die hat der Name geschürt) nicht gerecht und ist nicht mehr als ein einfaches aber solides Export (was es vielleicht auch einfach nur sein soll). Bei mir sind das heute drei Sterne.

Stammwürze: 12,8%

Alkoholgehalt: 5,5%

(3/5)







Chiemgauer Brauhaus Chiemseer Braustoff

chiemgauer_brauhaus_chiemseer_braustoffAlso gleich zu Begin gesagt: Das Chiemgauer Brauhaus gibt es nicht. Es handelt sich dabei um eine Marke von Auer Bräu aus Rosenheim und damit, genau genommen, um ein weiteres Bier der Schörghuber Unternehmensgruppe. Ansonsten handelt es sich beim Chiemseer Braustoff um ein Helles Export dessen äußerliche Anmutung sicher nur rein zufällig Ähnlichkeiten mit anderen bayerischen Bieren mit einem See im Namen aufweist. Aber kommen wir nun zum Bier…

Schaum gabs auf dem Bier zwar, leider hielt dieser trotz feinporiger Konsistenz keine 10 Sekunden – sehr merkwürdig. Ansonsten verströmt das klare, goldene Bier einen süßlich-malzigen Geruch mit einer Spur Hopfen, ein Export eben.

Recht klar und unaufgeregt fällt der Antrunk aus. Ein wenig Brot ist im feinen aber etwas kraftlosen Malzbett zu schmecken welches ansonsten lediglich mit ein wenig Süße bestechen kann. Ansonsten wirkt das Bier recht rund und weich, die etwas zu aggressive Kohlensäure stört zudem etwas den Trinkgenuß. Im recht schnellen Abgang ist auch nicht allzu viel los, vereinzelt kommt etwas würziger, kräuterartiger Hopfen auf der zudem ein wenig mehr bittert als man es vielleicht erwarten würde was für mich einen kleinen Pluspunkt bei diesem Bier darstellt.

chiemgauer_brauhaus_chiemseer_braustoff_flascheBei manchen Bieren kann man einfach nicht viel schreiben. Ja, es hat ein klein wenig Charakter und ist nicht gar so wässrig wie manch anderes, enorm viel Geschmack sieht jedoch anders aus. Als Bayer möchte ich einfach ein „passt scho“ konstatieren und gebe dem Bier gerade noch so drei Sterne.

Alkoholgehalt: 5,6%

(3/5)







Hirschbräu Holzar-Bier

hirschbraeu_holzar_bierAus dem schwäbischen Sonthofen kommt der heutige Testkandidat: Das Hirschbräu Holzar-Bier. Bei diesem Märzen handelt es sich um ein „Traditionsbier, das schon unsere Urväter besonders gerne tranken¨. Ich bin ja mal gespannt, obs beim Geschmacksinn der Urväter und meinem Gemeinsamkeiten gibt.

Beim Gushing belegt dieses Bier definitiv schonmal einen der vorderen Plätze, kam mir doch direkt nach dem Öffnen eine ordentliche Fontäne entgegen, die ich zumindest zum Teil geschickt ins Glas umleiten konnte. Dort macht das Bier mit seiner bernsteinernen bis braunen Färbung eine ganz gute Figur, der Schaum ist bräunlich und relativ grobporig. Im Geruch liegt etwas röstiges Malz und grasiger Hopfen.

Der Antrunk fällt mildwürzig aus, das röstige und leicht karamellig-süßlich wirkende Malz erinnert ein wenig an Rosinen und gedörrte Feigen. Das sich dabei einstellende Mundgefühl geht in Ordnung, könnte aber gerne noch viel voller sein – so wirkt das Bier jedoch ein wenig wässrig. Im Abgang kommt der Malzgeschmack etwas besser raus zu dem sich auch ein wenig bitternder und leicht würziger Hopfen gesellt welcher bisweilen ein wenig muffig wirkt.

hirschbraeu_holzar_bier_flascheVon der Farbe her wirkt dieses Bier wie ein fränkisches Dunkel, geschmacklich steht es aber weit hinter diesen zurück. Es wirkt sehr einfach, hat ein Hauch Röstaromen und Rauch als Versuch, den geneigten Genießer milde zu stimmen was aber einfach nicht über den wässrigen und ausdruckslosen Körper hinweg täuschen kann. Immerhin: Die Kohlensäure ist in Ordnung.

Nein, mir hat das Holzar-Bier definitiv nicht geschmeckt. Vielleicht haben die Urväter damals nichts besseres bekommen oder haben schon ihr Leben lang dieses Bier getrunken – wir werden jedenfalls keine Freunde mehr. Zwei Sterne.

Stammwürze: 12,6%

Alkoholgehalt: 5,2%

(2/5)







Ayinger Frühlingsbier

ayinger_fruehlingsbierZugegeben, der Frühling ist nun doch schon etwas vorbei aber ich glaube dennoch, dass man ein Frühlingsbier durchaus auch im Sommer genießen kann. Naturtrüb soll das Bier aus den Sudkesseln des Ayinger Bräu aus dem oberbayerischen Aying sein, ebenso erfrischend und süffig. Na dann schauen wir doch mal was da dran ist.

Zu dem trüben, hellgelben bis orangen Bier gesellt sich ein mittelporiger, weißer Schaum mit eher mäßiger Stabilität weshalb der Blick auf den Gerstensaft binnen weniger Augenblicke frei ist. Der Geruch ist frisch-hopfig, von einem Hauch Malz durchzogen und leicht sahnig.

Der Antrunk ist gewöhnungsbedürftig. An sich fällt dieser größtenteils malzgetragen aus, süßlich recht frisch – aber im allgemeinen viel zu lasch. Im Abgang kommt ein Hauch grasiger Herbe auf, die den Abgang mit etwas Zitronenaroma ganz locker erscheinen lässt – über den lauen Geschmack täuscht das aber nicht hinweg. Der sich dazu gesellende Hauch von Butter macht dann dem Trinkspaß größtenteils den Gar aus, denn dieser hat hier im Geschmack absolut nichts verloren.

ayinger_fruehlingsbier_flascheIch möchte dem Frühlingsbier eine gewisse Vollmundigkeit nicht absprechen, ein wirklicher Trinkwille stellt sich aber partout nicht ein. Es wirkt für mich irgendwie unfertig, zu kantig und mit einem zu gering ausgebildeten Geschmack. Zudem macht sich der Alkoholgehalt auch relativ schnell bemerkbar und man fragt sich ein wenig, was das eigentlich sein soll.

An sich ist das Frühlingsbier aus dem Hause Ayinger nun nicht abgrundtief schlecht, in meinen Augen hat es aber zu wenig Geschmack, wirkt sehr unausgewogen und hat dazu dann noch zu viel Kohlensäure – da sage ich „Nein, Danke“ und gebe gerade noch so zwei Sterne.

Stammwürze: 12,8%

Alkoholgehalt: 5,5%

(2/5)







Klosterbrauerei Weißenohe Classic Export

weissenoher_klosterbrauerei_classic_exportSchön, wenn eifrige Leser nachfragen, ob man bestimmte Biere schon getestet hat. So passiert beim Classic Export der Klosterbrauerei Weißenohe aus dem gleichnamigen Ort im oberfränkischen Landkreis Forchheim. Nach den ganzen Spezialitäten der letzten Tage freue ich mich heute auf ein etwas gediegeneres Bier – noch dazu aus Franken die gestern ihren „Frankentag“ zelebriert haben. Ich bin gespannt.

Nett anzusehen ist das bernsteinfarbene Bier auf jeden Fall schonmal. Der oben auf sitzende Schaum ist cremig und fest, darunter riecht es röstmalzig mit einem leicht brotigen Anklang und leicht hopfig.

Im Antrunk zeigt sich das Bier unaufgeregt und erstmal recht malzig. Ein Hauch Röstaromen geht mit leicht brotig-süßem und karamelligen Malzgeschmack einher, ein Hauch Vanille ist auch schmeckbar bevor ein unerwartet intensiv-würziger und grasig wirkender Hopfen daherkommt. Dazu passend gibt es auch eine etwas stärkere Herbe die das Malz geschmacklich ganz gut einfängt, den Abgang recht frisch wirken lässt und einem auch noch ein wenig länger auf der Zunge erhalten bleibt.

Süffigkeit ist von Beginn an vorhanden was leicht verwunderlich ist, da das Vollbier mit der Zeit etwas oxidiert wirkt und einen leicht pappigen und metallischen Geschmack hinterlässt. Dieser wird zwar von der Herbe und dem süßlichem Malz kaschiert, ist aber dennoch wahrnehmbar. Am Schluß wirkt es etwas teigig und der Hopfen hat eine etwas harzig wirkende Note angenommen wodurch die Trinkbarkeit des ansonsten gut abgestimmten Bieres leidet.

weissenoher_klosterbrauerei_classic_export_flascheIch bin etwas zwiegespalten. Einerseits hat man ein Eindruck, man könne die einzelnen Zutaten gut rausschmecken (was für mich durchaus ein Qualitätskriterium sein kann), andererseits wirkt es hart, zu kantig und irgendwie unausgegoren. Daher gibts von mir für das Classic Export gerade noch so 3 Sterne.

Alkoholgehalt: 5,2%

(3/5)







Specht Bräu Export

Neues Jahr, erster Test. Heute habe ich mir  das Export des Specht Bräu aus Ehrenfriedersdorf vorgenommen welches mit seinen 5 Volumenprozent Alkohol eher am unteren Bereich eines Bieres des Typs Export. Schauen wir doch mal was es so kann.

Würziger, leicht säuerlicher und…leicht eisenartiger (?) Geruch dringt aus dem Glas in dem sich das Export augenscheinlich nicht allzu wohl zu fühlen scheint. Die recht grobe Schaumbildung und das alsbaldige Zusammenfallen des selbigen bieten Grund zu dieser Annahme. Davon abgesehen wirkt das Bier mit seiner bernsteinernen Farbe recht ansprechend.

Der Antrunk fällt nun auch ein wenig gewöhnungsbedürftig aus. Zwar hat sich das metallische wohl nur auf den Geruch beschränkt, dennoch kommt mir der Hopfen, welcher gleich zu Beginn duchaus präsent ist, ein wenig merkwürdig vor. Dieser hat ein leicht bitter-säuerliches Aroma welches in meinen Augen so gar nicht zu dem feinwürzigen abgestimmten Malzaroma passt welches sich im Hintergrund abspielt. Apropos Malz – dieses dient wirklich beinahe fast nur als süßes Trägermaterial für den Hopfen und setzt kaum geschmackliche Höhepunkte.

Wenn man sich mit der Zeit an den Hopfen gewöhnt hat, wirkt das Bier nicht mehr gar so unausgewogen wie anfangs, wirklich gut finde ich es dennoch weiterhin nicht. Da ändert auch das angenehme Wasser und die gut dosierte Kohlensäure nichts dran.

Definitiv nicht mein Bier – mit Müh und Not gibts für das Export der Privatbrauerei Specht 2 Sterne.

Gebraut nach dem Reinheitsgebot

Alkoholgehalt: 5,0%

(2/5)







Aldersbacher Ursprung

Wer kennt das nicht – neben dem zeitfressenden Hobby hat man noch sowas wie einen Beruf, dem man auch noch irgendwie nachgehen muss und man einfach nicht immer die Kraft und/oder Zeit findet, sich dann Abends noch schöne Bierbeschreibungen auszudenken. So kommts, dass man auch mal ein paar Tage nichts von mir liest – auch wenn ich sicherlich fleissig am Bier trinken probieren bin. Sei es wie es sei – heute Mittag gibts bei mir ein Exportbier aus Aldersbach welches auf den ungewöhnlichen Namen „Ursprung“ hört. Hersteller ist die nach dem Ort (oder umgekehrt) benannte Brauerei welche in den Händen der Familie des Freiherr v. Aretin liegt.

Recht würziger-süßlicher Geruch steigt aus dem Glas empor aus selbigen das Helle goldgelb rausstrahlt und mit seiner etwas groben Schaumkrone eine ganz gut Figur macht.

Der Antrunk fällt jetzt nicht ganz so intensiv aus wie man erwarten würde. Malzig ists auf jeden Fall und man merkt auch am Geschmack, dass man dieses Bier etwas stärker eingebraut wurde wobei es nicht sehr alkoholisch wirkt. Nach kurzer Zeit kommt der Hopfen mehr raus und bringt etwas mehr Frische in das Bier. Er wirkt leicht grasig mit einer feinen Zitrusnote und ansonsten nur leicht nachbitternd im Abgang – wie man es sich eben von einem Export erwartet.

Das verwendete Brauwasser ist recht weich und so wirkt auch das Gesamtkunstwerk auf der Zunge sehr mild und homogen was nicht auch am moderaten Kohlensäureeinsatz liegt. Hinten raus geht leider ein wenig die Würze verloren und das Bier wirkt insgesamt etwas zu süß.

Alles in allem handelt es sich beim Aldersbacher Ursprung um ein grundsolides und auch süffiges Helles und sicherlich zu einem leckeren Begleiter zum Sonntagsbraten wofür ich nun auch gerne drei Sterne gebe. Hätte der starkwürzige Eindruck angehalten, wären es sogar vier gewesen. So aber bleibts dabei.

Gebraut nach dem Reinheitsgebot.

Stammwürze: 12%

Alkoholgehalt: 5,6%

(3/5)







Staffelberg-Bräu Sommer-Bier

Aus Oberfranken, genauer gesagt aus Loffeld bei Bad Staffelstein, kommt der heutige Biertest. Ich habe die vergangenen Tage aufgrund einer Erkrankung mal ein wenig Pause gemacht und das Bier Bier sein lassen. Umso mehr freue ich mich darüber nun das Sommer-Bier des Staffelberg-Bräu zu probieren.

Das Bier strahlt golden und mit einem leichten Rotstich aus dem Glas und verströmt einen süßlich-grasigen Geruch mit einem Hauch von Frucht und Malz. Die Schaumbildung ist ordentlich, selbiger ist von feiner Konsistenz und leuchtet schneeweiß auf dem Gerstensaft.

Was für ein vollmundiger Antrunk! Der erste Schluck fällt recht malz-würzig und dabei vor allem süß aus. Kurz darauf macht sich ein leichter Hauch Hopfen am Gaumen breit der weniger durch seine Herbe als durch dezente Fruchtigkeit auffällt und das ansonsten vielleicht zu süß wirkende Gebräu etwas auflockert. Es stellt sich sofort eine gute Süffigkeit ein was bei dem angesprochenem Setup des Bieres niemanden verwundern sollte und dafür sorgt, dass mein Testobjekt viel zu schnell die Kehle hinunterrinnt.

Der Nachgeschmack ist eher vom Hopfen dominiert welcher mit der Malsüße eine sehr angenehme Mischung ergibt und quasi nach dem nächsten Schluck bettelt. Zusätzlich sorgt auch das äußerst weiche Brauwasser zusammen mit der niedrig dosierten Kohlensäure dafür, dass man das Glas quasi nicht aus der Hand geben will.

Ein durchaus sommerliches und vor allem süffiges Bier welches vielleicht ein klein wenig zu süß ausgefallen ist. Ansonsten hndelt es sich um ein wirklich leckeres und vor allem typisch-fränkisches Gebräu dem ich sehr gerne vier Sterne attestiere. Einen weiteren Test findet ihr auch bei den Kollegen von neubierig denen ich dieses Testexemplar zu verdanken habe.

Alkoholgehalt: 5%

(4/5)







Flötzinger Trachtler Hoibe

Ich fang wohl am Besten erstmal damit an, den Namen des Bieres allen Nichtbajuwaren zu erklären. Bei einem „Trachtler“ handelt es sich um eine Person in Tracht (ergo traditionellem Gewand) und eine „Hoibe“ ist einfach nur eine Halbe Bier. Nach dieser kleinen (und hoffentlich überflüssigen) Exkursion in die bayerische Sprachwelt kann ich nun als meine Einleitung beginnen und freue mich drauf, euch heute dieses relative neue Bier der Brauerei Flötzinger aus Rosenheim präsentieren zu dürfen.

Der Antrunk dieses bernsteinfarbenen Exportbiers ist mild-würzig und hinterlässt ein angenehmes Malzaroma auf der Zunge während es leicht hopfig-süß die Kehle runterrinnt. Seinen Charakter entfaltet es jedoch etwas zu schwach weshalb man nur ansatzweise erahnen kann, welche Kraft hier noch im Malz versteckt liegt. Geschmacklich ähnelt es dem Flötzinger Märzen, hat hier doch etwas weniger Intensivität zu bieten. Dadurch wirkt es aber runder und durchaus ausgewogen, wenngleich es hintenraus wirklich etwas zu dünn schmeckt.

Die Schaumbildung ist nicht besonders ausgeprägt und die recht großen Blasen zerplatzen leider etwas zu schnell. Dies liegt nicht zuletzt an der milden Kohlensäure welche im Gegenzug – zusammen mit der großzügigen Malzsüße – eine gute Süffigkeit darbietet. Für ein Radler ist dieses Bier bestimmt ideal.

Insgesamt ein gutes Bier mit Abzügen im Schaum und dem Charakter – dafür gehen von jedem verkauften „Tragerl“ (Kasten) 50 Cent an die „regionale Trachtenarbeit“. Das Bier kriegt von mir gute drei Sterne und ich…“hätt jetzt gern no a Hoibe“.

Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.

Alkoholgehalt: 5,3%

(3/5)