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Bierzauberei Aleysium No. 5

bierzauberei_aleysium_no5Gosezeit! Heute möchte ich euch, bei strahlendem Sonnenschein, das Alesyium No 5. von Günter Thömmes Bierzauberei vorstellen. Wie bereits erklärt – und sicher den meisten von euch bekannt – handelt es sich beim Gose um ein bewusst gesäuertes Bier welches auf eine lange Tradition zurück blickt. Schauen wir mal, wo sich dieses Bier heute geschmacklich einordnen wird…

Die anfangs noch recht schicke Schaumhaube hat sich leider recht schnell verzogen und legt somit den Blick auf das golden- bis kupferfarbene und halbwegs klar wirkende Bier frei. Im Geruch tummeln sich frische, süßlich-saure Aromen die mit einer feinen Fruchtigkeit einhergehen – es riecht leicht nach Äpfeln, Zitronen und Trauben.

Der erste Schluck fällt recht leicht und frisch aus, die gosetypische Säure ist nur sehr verhalten zu spüren und so überwiegen die leicht süßlich-karamelligen Noten des feinen Malzbetts. Das zugesetzte Salz ist zum Abgang hin leicht schmeckbar, ebenso kommen die im Duft angedeuteten Fruchtaromen jetzt mehr raus worunter sich auch eine leichte Herbe mischt wodurch der Abgang recht flott und unkompliziert ausfällt.

bierzauberei_aleysium_no5_flascheInsgesamt gesehen ist die Gose sehr einfach und gut zu trinken, keine Ecken und Kanten stören den Genuß des sehr gut karbonisierten Bieres. Schade find ich, dass die Säure so arg schwach ausgefallen ist dass man zwischendurch gar nicht mehr glaubt, es wirklich mit einem Bier dieses Typs zu tun zu haben – hier wäre definitiv mehr drin gewesen.

Beim Aleysium No.5 vom Bierzauberer ist easy drinking angesagt. Frisch und fruchtig präsentiert sich das Bier, sticht aber auch nicht wirklich heraus. Daher gibts für dieses Bier heute 3 Sterne.

IBU: 25

Stammwürze: 12,2%

Alkoholgehalt: 4,9%

(3/5)







Ale-Mania Gose Mania

ale_mania_gose_maniaErstmals bin ich mit der Ale-Mania (ehemals Fritz Ale) Gose auf der Braukunst Live in Verbindung gekommen und empfand sie als frisch-fruchtige Einsteigergose – umso mehr habe ich mich gefreut, diese endlich auch in meinem Stammgetränkemarkt bekommen zu haben um sie euch mal richtig vorstellen zu können. Legen wir los.

Säuerlich-frisch und recht fruchtig duftet das bernstein- bis goldenfarbene Sauerbier im Glas und bildet einen mittel- bis grobporigen Schaum aus der allerdings recht bald zusammenfällt. Blumig wirkende Hopfenaromen, Limette und Aprikose mischen sich in das Bouquet und sorgen für Vorfreude auf dieses Bier.

Gleich beim ersten Schluck merkt man die moderate Säure des recht voll wirkenden Gebräus, fruchtige Apfel-, Pfirsich- und Aprikosenaromen tanzen auf der Zunge, es prickelt leicht und wirkt sehr erfrischend. Eine feine Bittere kommt auf und man bemerkt einen leicht pfeffrigen-scharfen Geschmack welcher recht gut zu dem frisch-herben Charakter passt. Der Abgang ist knackig und vielleicht etwas dünn sowie stark fruchtig – man kriegt den Aprikosengeschmack beinahe nicht mehr weg.

ale_mania_gose_mania_flascheDer für eine Gose recht intensive Malzkörper gefällt mir in der Verbindung mit der schwachen Säure recht gut, die karamellige Süße sowie der angenehme Kohlensäuregehalt sorgen für optimale Trinkbarkeit dieser – und das ist nicht negativ gemeint – Einstiegsgose.

Man muss diesem Bier von Fritz Wülfing definitiv Suchtpotential attestieren, außerdem ebnet es dem Einsteiger den Weg in die Welt der Sauerbiere. Frisch, fruchtig und lecker – ein perfektes Sommerbier welches von mir vier Sterne bekommt. Prost.

IBU: 14

Stammwürze: 12,5%

Alkoholgehalt: 5,1%

(4/5)







Freigeist Bierkultur Geisterzug

freigeist_bierkultur_geisterzugLange genug hats gedauert aber heute kann ich euch endlich mal eine Gose vorstellen, genauer gesagt den Geisterzug von Freigeist Bierkultur, dem Experimentalzweig der Kölner Braustelle. Da sich jetzt sicherlich der ein oder andere fragt, was denn nun eine „Gose“ sein soll. Nun, ich verweise mal direkt auf Wikipedia da das dort wunderbar ausformuliert ist. Kurz gesagt: Es handelt sich dabei um ein Sauerbier dessen Säure durch die Zugabe von Milchsäurebakterien entstanden ist und damit z.B. den belgischen Lambics nicht unähnlich ist. Seid ihr neugierig geworden? Beginnen wir mal mit dem Test…

Beinahe klar wirkt das goldene Bier welches von einem feinporig-cremigen Schaum bedeckt wird. Leicht malziger und säuerlicher Duft steigt auf, es riecht etwas nach Brot und salzigem Knabbergebäck – dazwischen kommen leicht zitronige Noten daher sowie etwas Sahne.

Sofern man noch keine Gose probiert hat kommt beim Antrunk der Moment der einen inne halten lässt. Die Säure ist deutlich spürbar aber dennoch sehr mild und ebnet dem sehr feinen Malzbett den Weg welches lediglich mit leicht brotig-holzigen Noten auf sich aufmerksam macht. Dabei erzeugt der Geisterzug ein durchaus volles Mundgefühl und wirkt leicht hefig was in einen langen, leicht fruchtigen und vor allen frischen Abgang mündet. Eine feine Herbe unterstützt den leichten Charakter des Bieres und so setzt sich der säuerliche Abgang sehr lange fort.

freigeist_bierkultur_geisterzug_flascheAuf die Dauer hat man ein leicht salzig-muffigen Geschmackseindruck auf der Zunge wogegen aber jederzeit ein weiterer Schluck aus dem Glas hilft. Wer gerne im Wald unterwegs ist wird sich zudem an dem leichten Hauch von Fichtenholz freuen welcher durch die Zugabe von Fichtennadeln in das Bier erzeugt wurde.

Alles in allem eine sehr gelungene Gose mit moderater Säure was gerade dem Einsteiger in diesen Bierstil entgegen kommen dürfte. Bevor ich den Sommer mit Leichtbieren und Session-IPAs verbringe, wird bei mir sicherlich die ein oder andere Gose auf den Tisch kommen. Sehr lecker und erfrischend, daher vier Sterne!

Alkoholgehalt: 5%

(4/5)