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Starnberger Hell

starnberger_brauhaus_starnberger_hellEs gehört schon viel dazu, heutzutage eine Brauerei zu gründen – gerade in der Größe des neuen Starnberger Brauhauses in der Gemeinde Berg in der Nähe des Starnberger Sees. Beim bisherigen Sortiment gibt man sich klassisch oberbayerisch, auch die Etiketten erinnern an die lokale Konkurrenz. Vorstellen werde ich euch heute das „Prunkstück“ einer oberbayerischen Brauerei: Das Helle.

Über die Optik kann man nicht meckern, goldgelb strahlt das klare Bier aus dem Glas und wird mit stabilen, schneeweißen und feinporigen Schaum bedeckt. In der Nase sind sortentypisch getreidig-malzige Noten erkennbar nebst einem Hauch Hopfen.

Der Antrunk gibt sich recht unaufgeregt, feinmalzig wirkt es auf die Geschmacksknopsen ein und hinterlässt einen mildwürzigen Eindruck auf eben diesen. Dabei geht es nur leicht süßlich zu, brotige Noten wechseln sich mit ein klein bisschen würzigen Hopfenaromen ab. Zum Abgang hin wird es etwas dünn im Geschmack, auch die Hopfenbittere ist sehr gering ausgeprägt bzw. nicht vorhanden.

starnberger_brauhaus_starnberger_hell_flascheNicht schlecht, so der Ersteindruck. Dank milder Karbonisierung kann das Bier mit einer recht hohen Süffigkeit aufwarten, auch der sehr milde Körper ist daran nicht ganz unschuldig. Und da wären wir auch schon bei meinem Hauptkritikpunkt beim Starnberger Hell: Es ist viel zu mild. Beim Versuch, den Geschmack der Bierfreunde im Oberland möglichst genau zu treffen, hat man leider den Malzkörper ein wenig arg zusammengestutzt. Das fällt vor allem dann auf, wenn man sich nach ein paar Schluck an das Bier gewöhnt hat. Etwas mehr Herbe, etwas mehr Aroma im Malz und die Welt würde hier ganz anders aussehen.

Das Starnberger Hell ist ein weiterer Mitstreiter bei „Wir brauen das mildeste Lager im Oberland“. Nicht schlecht jedoch auch nicht allzu aufregend. Daher gibts heute knappe drei Sterne.

Alkoholgehalt:

(3/5)







Tegernseer 1806 Max I. Joseph Jubiläums Export

tegernseer_max_jospeh_jubilaeums_exportKaum eine Brauerei spaltet die Bierfreunde, gerade im tiefsten Oberbayern, so sehr wie das Tegernseer Brauhaus der gleichnamigen Stadt am gleichnamigen See (Kreativ, nicht wahr?). Vorstellen möchte ich euch heute das etwas kräftigere Export, welches sich hinter dem Namen „1806 Max I. Joseph Jubiläums Export“ versteckt. Ich bin gespannt, ob es sich gegen seinen etwas eindimensionalen Bruder durchsetzen kann der, wie ich gerade feststelle, immernoch in meinem Blog fehlt. Na dann los…

Strohgelb bis golden strahlt das klare Bier aus dem Glas, oben feiner, schneeweißer Schaum – „do kannst ned meckern“. In der Nase finden sich ein wenig süßliches Malz sowie ein minimalster Hauch Hopfen.

Der Antrunk fällt unaufgeregt aus, weiches und recht geschmacksneutrales Malz flutet, flankiert von einer leichte Süße, die Zunge und hinterlässt einen leicht brotig-malzigen Film. Dazu gesellt sich eine feine, überraschend spürbare Herbe (auf niedrigen Niveau) sowie etwas Heu. Im Abgang wirkt das Gebräu recht wässrig und geschmacksneutral, lediglich ein wenig süßliches Malz ist schmeckbar.

tegernseer_max_jospeh_jubilaeums_export_flascheDas Bier lebt, wie sein etwas leichterer Bruder, von der Süffigkeit. Kaum verwunderlich, sorgen Süße und stark zurückhaltendes Malz dafür, dass das Bier nicht ansteht und möglichst schnell getrunken werden möchte. Schon bei leicht steigender Temperatur wirkt das Bier pappig und teils etwas muffig.

Ein Fazit für das Jubiläums Export? Nun, ich denke nicht, dass seine Majestät von diesem Bier erfreut wäre. Es ist einfach ein wenig zu langweilig für meinen Geschmack – da gibts eine ganze Latte bessere Helle. Daher zwei Sterne.

Alkoholgehalt: 5,2%

(2/5)







Klosterbrauerei Baumburg Stopfbock

klosterbrauerei_baumburg_stopfbockHeute geht es mal wieder in den Chiemgau – ausnahmsweise aber mal nicht zur Camba Bavaria sondern zur Klosterbrauerei Baumburg aus Altenmark. Deren neuen, hellen Bock – genannt Stopfbock – möchte ich euch heut vorstellen. Auch bei diesem Bier wurde wieder eine Fülle an verschiedenen Hopfensorten genutzt (Comet, Mandarina, Hallertauer Select, Cascade und Brewers Gold) die dem Bock eine spezielle Note geben sollen – ob das erreicht wurde wird der Test zeigen.

Von dem golden bis bernsteinfarbenen Bier geht ein intensiv fruchtiger Geruch aus, Aromen von Grapefruit, Mango, Limetten, etwas Pfirsich sind riechbar und gehen mit einem Hauch Honig einher. Die anfänglich schöne, sehr feinporige Schaumkrone war allerdings nicht allzu standhaft und so ist jetzt der Blick frei auf den leicht opale Bier.

Sehr weich wirkt der erste Schluck, der im Geruch vorhandene Fruchtkorb setzt sich teilweise im Geschmacksbouquet fort und stellt zusammen mit dem recht süßen Malbett eine gute Mischung dar. Richtig gut ist den Baumburgern die Karbonisierung gelungen, lässt sich der sehr süße, karamellige Bock sehr angenehm und vor allem zügig trinken (was durchaus gefährlich sein kann). Mild setzt sich auf der Abgang fort, der Bock wirkt jetzt ein wenig herb und fruchtiger wobei vor allem der hopfig-blumige Geschmack von Mandarinenschale dominiert.

klosterbrauerei_baumburg_stopfbock_flascheAuch wenn die Fruchtigkeit nicht von der Hand zu weisen ist, ist er lang nicht so intensiv wie ihr jetzt vielleicht glaubt. Insgesamt wirkt der Bock recht harmonisch, von der breiten Hopfenwahl ist allerdings nicht allzu viel übrig geblieben was ich ein wenig schade finde, ist der Stopfbock damit nicht so weit von „konventionellen“ hellen Böcken entfernt.

Definitiv kein schlechtes Bier, leider verspricht er allerdings etwas zu viel. Gut trinkbar, lecker aber nicht allzu hopfig – daher gute drei Sterne.

Alkoholgehalt: 6,8%

(3/5)







Brauhaus Riegele Speziator Hell

brauhaus_riegele_speziator_hellHeute habe ich mal wieder etwas nicht alltägliches für euch im Test: einen hellen Doppelbock. Es handelt sich dabei um den hellen Speziator der Brauerei Riegele aus Augsburg von denen ich ja bereits das ein oder andere Bier im Test hatte. Ob der heutige Testkandidat mit seinem dunklen Pendant mithalten kann werden wir nun herausfinden.

Das beinahe golden bis strohblonde Bier kommt leicht opal daher und wird von ordentlich feinporigen, weißen Schaum bedeckt – optisch schonmal ein Leckerbissen. Im Geruch kommt einiges an süßem Malz daher gepaart mit etwas apfelartigen Fruchtaromen – einen Doppelbock würde man darunter nicht vermuten.

Was ist denn das? Beinahe so leicht wie ein „einfaches“ Helles fällt der Antrunk aus, erst beim zweiten Schluck begreift man das intensive Malzbett richtig und glaubt erstmals, dass man es mit einem Starkbier zu tun hat. Einiges an Süße kommt in dem sehr vollmundigen Bier auf, Karamell und Honig gesellen sich dazu und läuten zusammen mit einer sanften Herbe den Abgang ein. Dort läuft der Doppelbock zäh wirkend über die Zunge, es wirkt hopfenwürzig und bietet eine feine Apfel- und Birnennote.

brauhaus_riegele_speziator_hell_flascheInsgesamt betrachtet wirkt das Gebräu sehr weich und mild weshalb man sich auch nicht wundern braucht, wenn das Glas alsbald halbleer ist. So allmählich beginnt man auch den Alkohol zu merken und man versucht sich etwas von diesem süßen, perfekt karbonisierten Nektar zu lösen was allerdings recht schwer fällt.

Der helle Speziator hat es in sich, süß, fruchtig und mit einer leichten Herbe versehen ist er ein sehr hinterhältiger Doppelbock dem es allerdings etwas an Malzaromatik mangelt. Von mir bekommen die Augsburger heute, wieder einmal, vier Sterne.

Neugierig geworden? Hier könnt ihr den Speziator Hell bestellen.

Alkoholgehalt: 8,5%

(4/5)







Chiemgauer Brauhaus Chiemseer Braustoff

chiemgauer_brauhaus_chiemseer_braustoffAlso gleich zu Begin gesagt: Das Chiemgauer Brauhaus gibt es nicht. Es handelt sich dabei um eine Marke von Auer Bräu aus Rosenheim und damit, genau genommen, um ein weiteres Bier der Schörghuber Unternehmensgruppe. Ansonsten handelt es sich beim Chiemseer Braustoff um ein Helles Export dessen äußerliche Anmutung sicher nur rein zufällig Ähnlichkeiten mit anderen bayerischen Bieren mit einem See im Namen aufweist. Aber kommen wir nun zum Bier…

Schaum gabs auf dem Bier zwar, leider hielt dieser trotz feinporiger Konsistenz keine 10 Sekunden – sehr merkwürdig. Ansonsten verströmt das klare, goldene Bier einen süßlich-malzigen Geruch mit einer Spur Hopfen, ein Export eben.

Recht klar und unaufgeregt fällt der Antrunk aus. Ein wenig Brot ist im feinen aber etwas kraftlosen Malzbett zu schmecken welches ansonsten lediglich mit ein wenig Süße bestechen kann. Ansonsten wirkt das Bier recht rund und weich, die etwas zu aggressive Kohlensäure stört zudem etwas den Trinkgenuß. Im recht schnellen Abgang ist auch nicht allzu viel los, vereinzelt kommt etwas würziger, kräuterartiger Hopfen auf der zudem ein wenig mehr bittert als man es vielleicht erwarten würde was für mich einen kleinen Pluspunkt bei diesem Bier darstellt.

chiemgauer_brauhaus_chiemseer_braustoff_flascheBei manchen Bieren kann man einfach nicht viel schreiben. Ja, es hat ein klein wenig Charakter und ist nicht gar so wässrig wie manch anderes, enorm viel Geschmack sieht jedoch anders aus. Als Bayer möchte ich einfach ein „passt scho“ konstatieren und gebe dem Bier gerade noch so drei Sterne.

Alkoholgehalt: 5,6%

(3/5)







Rogue Dead Guy Ale

rogue_dead_guy_aleFür den letzten Biertest des Jahres 2013 habe ich mir wieder ein Bier aus den Vereinigten Staaten ausgesucht. Es handelt sich dabei um das Dead Guy Ale, den „German Maibock“ von Rogue Ales welche ihre Biere schon seit 1988 brauen. Getrunken habe ich das Bier erstmalig auf der Braukunst Live und war seitdem darum bemüht, es in Deutschland zu bekommen was dank dem Bierland Hamburg und dem Craftbeerstore endlich ermöglicht wurde.

Samtig-fein steht der leicht beige Schaum auf dem klaren, bernsteinfarbenen Bier welches einen leicht fruchtig-malzigen, karamelligen Duft verströmt.

Malzgeschwängert mit einem Hauch Röstaromen präsentiert sich der erste Schluck des feinherben und sofort recht süffig wirkenden Bieres. Es liegt sehr weich auf der Zunge, honigartige Süße macht sich im Mund breit und erzeugt einen sehr vollen Geschmackseindruck – das gefällt mir richtig gut. Im Abgang kommt ein klein wenig Herbe auf, kräuterartige Aromen sowie ein Hauch Zitrone liegen im Geschmacksprofil und machen aus dem Maibock eine sehr runde Sache.

rogue_dead_guy_ale_flascheDie Rezenz könnte etwas besser, die etwas zu gering dosierte Kohlensäure lässt das Bier hinten raus jedoch beinahe etwas schal wirken. Ansonsten kommt der minimal sahnige und obergärige, helle Bock sehr weich und süffig daher und hat durch etwas von einem deutschen Maibock.

Insgesamt ein rundes Bier dem man seine Herbe kaum anmerkt. Dennoch ist mir, für jemanden, der durchaus schon den ein oder anderen Maibock getrunken hat, das Dead Guy Ale ein klein wenig zu lasch. Daher gibts für dieses Bier heute drei Sterne.

IBU: 40

Stammwürze: 16%

Alkoholgehalt: 6,6%

(3/5)







Tegernseer Der blaue Page

tegernseer_der_blaue_pageZur Winterzeit gibt es vom herzoglichen bayerischen Brauhaus zu Tegernsee den blauen Pagen, einen hellen Bock den man, im Gegensatz zu dem normalen Hellen, auch in der Region nur sehr selten in den Läden sieht. Das normale Tegernseer hat hier im Allgemeinen seinen Ruf weg – für die einen gehört es beinahe zum täglich Brot, die anderen machen einen sehr großen Bogen um das Bier. Ich bin gespannt, ob denn dieser helle Bock ein paar geschmackliche Highlights setzen kann.

Erstmal sorry, ich habe im Schrank wohl zum falschen Glas gegriffen und ein 0,4er Glas anstelle dem 0,3er erwischt – es sei mir verziehen. Das strohgelbe Bier macht mit seiner weißen, ein wenig groben Schaumkrone eine an sich recht gute Figur, einzig der Geruch passt nicht so recht. Malzig-süß aber jedoch auch ein wenig metallisch duftet es aus dem Glas und lässt mich ein wenig ins Grübeln kommen.

Im Antrunk gibt sich der blaue Page sehr süß mit einem durchaus brotigen Unterton, der sich allerdings recht bald verzieht und den Weg für den Hopfen freimacht. Selbiger ist von der Aromatik her allerdings sehr flach und fällt lediglich mit ein klein wenig Herbe im Nachgeschmack auf. Ansonsten läuft das Bier ohne Ecken und Kanten über die Zunge und man versucht angestrengt, mehr zu schmecken als die allseits präsente, viel zu starke Süße.

tegernseer_der_blaue_page_flascheFür den blauen Pagen fällt mir ein Wort ein: mild. Milder Geschmack (quasi kaum einer), milde Herbe (ansonsten würde man ja sogar noch Hopfen schmecken – nicht auszudenken), milde Kohlensäure – mild, mild, mild.

Nein, ich mag das Bier nicht und breche den Test ab. Mir fehlt alles – vor allen Dingen der Charakter eines Bockbieres der sich nicht nur durch eine alles überdeckende Süße definiert und so komme ich auf gerade noch zwei Sterne.

Alkoholgehalt: 6,8%

(2/5)







Schwaben Bräu Das Helle

schwaben_braeu_das_helleZur Abwechslung darf es heute mal wieder ein Helles sein. Ausgesucht habe ich mir Das Helle vom Schwaben Bräu aus Stuttgart welches auch schon etwas länger auf seinen Test wartet. Es präsentiert sich mit einer erst akzeptablen Schaumbildung von der man leider nicht allzu viel hat – viel zu schnell fällt der weiße und recht grobe Schaum in sich zusammen und gibt den Blick auf das klare, bernsteinfarbene Gebräu frei. Dieses riecht honigartig und…ja eigentlich nach nicht viel mehr.

Direkt beim Antrunk fällt ein leicht metallisch wirkender Geschmack auf der erst nach wenigen Augenblicken in den Hintergrund tritt und später gänzlich verschwindet. Nun kann man sich ein wenig ins Malz schmecken, welches einigermaßen vollmundig daherkommt. Dazu gesellt sich ein leichtes Honig-Karamellaroma und ein wenig Süße, insgesamt aber ist mir das Malz zu unauffällig. Die Hopfung ist sehr mild und beinahe unauffällig…ja, unauffällig ist das Wort welches mir bei diesem Bier am ehesten in den Geist kommt.

Genauso verhält sich die Kohlensäure – vielleicht sogar noch ein wenig zu unauffällig. Das einzige was wirklich auffällt ist der angesprochene Geschmack zum Beginn des Tests und dieser hat mir gar nicht gefallen. Fazit: Kann man trinken, muss man aber nicht. Zwei Sterne.

Alkoholgehalt: 5%

(2/5)







Stöckel Festbier

stoeckel_festbierHach ich komm einfach nicht aus Oberfranken raus. Heute bin ich in Ahorntal im Landkreis Bayreuth bei der Brauerei Stöckel die immerhin auch schon seit dem Jahr 1866 Bier braut. Besonders stolz ist man dort auf das Wasser aus der eigenen Quelle welches vor der Verwendung in der Sudpfanne nicht aufbereitet werden muss. Ob man das dem Testobjekt, dem hauseigenen Festbier, anmerken wird?

Das sieht doch richtig schön aus! Ein klares, braun-oranges Bier leuchtet unter seiner feinporigen Schaumkrone hervor und verbreitet lediglich einen ganz feinen Malzgeruch. Es scheint fast so, als würde das Bier mit allen Mitteln verhindern wollen, dass man bereits jetzt seinen Charakter erahnen kann.

Anders als erwartet fällt der Antrunk gar nicht so intensiv aus wie es einem die Farbe glauben lässt. Feinmalzig und recht vollmundig schiebt sich das Festbier über die Zunge und hinterlässt dort einen ganz leicht röstigen und vornehmlich süßen Geschmack. Der Abgang fällt recht fruchtig aus und erzeugt erst ganz spät einen Hauch von Bitterkeit welche, zusammen mit einer leichten Säure, gut zu der recht sanften Ausrichtung des Bieres passt.

Auch das bereits angesprochene Wasser macht einen guten Job, fällt dieses doch sehr weich aus und bietet dem Malz eine ideale Plattform. Störende Einflüße durch eine zu starke Kohlensäure treten dabei nicht auf, im Gegenteil – diese ist auf ein sehr angenehmes Maß herunterreduziert.

Alles in allem ein sehr feines Bier mit einem tollen Mundgefühl und hohe Süffigkeit. In seiner Gesamtheit ist mir das Festbier jedoch ein wenig zu unauffällig und zu glatt – geschmacklich wäre hier sicherlich noch weitaus mehr gegangen. So komme ich hier auf immernoch gute drei Sterne.

Alkoholgehalt: 5,1%

(3/5)







Specht Bräu Spezial

spechtbraeu_spezialHeute gibts den vorerst letzten Test zu einem Bier aus dem Hause des Specht Bräu aus Ehrenfriedersdorf. Nachdem der letzte Test zumindest im kleinen für Kontroversen gesorgt hat, bin ich gespannt ob das Spezial mit seiner beworbenen fein gehopften Geschmacksnote wieder etwas Boden gut machen kann.

Farblich gesehen ist das Spezial schon mal nicht schlecht, hellbernstein schillert das hopfig-säuerlich riechende Bier aus dem Glas und bildet einen relativ grobporigen und leider nicht sehr standhaften, weißen Schaum aus.

Ja, schwer zu sagen. Im Antrunk gibt es sich ein wenig malzig ohne dabei sonderlich stark aufzufallen. Gleich zu Beginn fällt die relativ starke Hopfung auf welche erst ein wenig überwürzt wirkt, sich dann aber fängt und jeden Schluck feinherb begleitet. Ein wenig süß wirkt es schon, dies macht aber das teilweise Fehlen des Malzkörpers ein wenig wett.

Mit der Zeit stellt sich auch ein wenig Süffigkeit ein, die angesprochene feinherbe Hopfenwürze findet sich während des weiteren Genusses nur bedingt. Ein wenig zu viel Kohlensäure sorgt auch erstmal dafür, dass man dieses Bier nicht zu schnell genießt, mit der Zeit gehts aber.

Ich bin irgendwie zwiegespalten. Anfangs war ich nicht überzeugt, mit der Zeit schmeckte mit das Spezial aber immer besser und ist mir jetzt sogar etwas zu süß. Ein wenig zu viel Kohlensäure, schlechte Schaumbildung und ein, meiner Meinung nach, zu schwankender Charakter sind für mich aber definitiv Gründe zur Abwertung weshalb ich hier gerade noch auf drei Sterne komme.

Gebraut nach dem Reinheitsgebot.

Stammwürze: 12,9%

Alkoholgehalt: 5%

(3/5)