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Zoller Hof Fidelis Kristall

zoller_hof_fidelis_kristallHach, ein Kristallweizen. Oft genug schimpfe ich ja darüber, da ich der Meinung bin, dass ein Weißbier einfach trüb sein muss. War schon immer so, ist so und soll gefälligst auch so bleiben. Nichts desto trotz gibt es sie und immer wieder mal laufen sie mir auch über den Weg. Genauso ist es mit dem Fidelis Kristall von der Brauerei Zoller Hof  aus Sigmaringen welches ich euch heute vorstellen möchte. Natürlich werde ich dies so unvoreingenommen testen wie es möglich ist.

Sieht eigentlich fast aus wie ein Pils. Absolut klar präsentiert sich das gelbe Bier unter seiner feinen, nicht ganz so stabilen Schaumhaube. Erst beim Geruch geht es stark Richtung Weizen: Fruchtig und leicht hefig duftet es aus dem Glas – Durst hab ich jetzt definitiv.

Der Antrunk fällt naturgemäß nicht so vollmundig aus wie bei seinen trüben Kollegen, schlägt sich aber ganz gut. Leichte Nuancen von Bananen, Aprikosen und Pfirsichen mischen sich mit dem süßlichen, sonst eher unaufdringlichem Malz und erzeugen eine ganz zufriedenstellen Süffigkeit. Leider ist hier zu viel Kohlensäure drin um davon wirklich viel zu haben und so nippt man eher am Glas als dass man das Bier aus vollen Zügen genießt.

zoller_hof_fidelis_kristall_flascheIm Abgang gibt sich das Bier recht unauffällig und  absolut rund, vom Hopfen sind nur Nuancen zu merken und diese sind kaum der Rede wert. Mit der Zeit kriegt man ein wenig mehr vom Malz und einem damit verbundenen minimal brotigen Eindruck, jedoch alles nur in homöopathischen Mengen.

Irgendwie will ich mit diesem Bier nicht so Recht warm werden. Es ist nicht Halbes und nichts Ganzes und verspricht leider im Geschmack nicht das was der Geruch im Vorfeld suggeriert. Ich würde es, bezogen auf die bisherigen Tests in dieser Kategorie, mit drei Sternen bewerten da es ja eigentlich kein schlechtes Bier ist. Aber es muss doch möglich sein, in ein Kristallweizen mehr Geschmack reinzubringen, oder?

Alkoholgehalt: 5,1%

(3/5)







Hirsch Kristall Weisse

hirsch_kristall_weisseVon der Hirsch-Brauerei aus Wurmlingen kommt der heutige Testkandidat: die Hirsch Kristall Weisse. Vor dem Verbot wurde das Kristallweißbier – also ein von Hefe und Trübstoffen befreites Weizen – noch „Champagnerweissbier“ genannt was nicht zuletzt an der feinperligen Kohlensäure und der leichten Rezenz dieses Bierstils liegt. Da jedoch Champagner eine geschützte Bezeichnung für Schaumwein aus der Champagne ist, wurde die Verwendung dieser Bezeichnung für das Bier durch die EU verboten.

Also über den Schaum kann man schonmal nicht meckern. Selbiger ist feinporig, sehr luftig und vor allem reichlich vorhanden. Darunter perlt das goldene Bier langsam vor sich hin und verströmt einen bananig-fruchtigen Geruch der mit einer feinen Hopfennase einher geht.

Der erste Schluck fällt relativ leicht aus. Es dauert einen Augenblick bis sich die feine Mischung aus Weizen- und Gerstenmalz geschmacklick bemerkbar macht und einen süß-säuerlich wirkenden Geschmack auf der Zunge hinterläßt. Ebenso frisch wie der Antrunk fällt auch der Abgang aus wobei lediglich ein kleiner Hauch von Hopfen am Gaumen hängen bleibt. Selbiger wirkt, sofern man ihn bemerkt, grasig und gibt dem Bier einen Hauch von Apfelaromen mit ins Geschmacksprofil.

Obwohl die Kristall Weisse im Abgang nicht sonderlich vollmundig anmutet ist das Bier erstaunlich süffig. Die entsprechenden Temperaturen vorausgesetzt ist dieses Bier mit seiner feinperligen Kohlensäure ein angenehmer Durstlöscher wobei aber nicht vergessen sollte, dass es mit 5,4% doch etwas auf dem Kasten hat.

Fröhlich, fruchtig, frisch – das Hirsch Kristall Weizen aus dem Ländle ist ein solides Bier mit einem leichten Charakter und definitiv das beste Kristall, was ich bisher hatte. Es könnte in meinen Augen nur noch etwas voller im Geschmack sein und ein wenig mehr Aromahopfen würden dem wohl noch den letzten Kick geben. So komme ich aber immernoch auf gute drei Sterne.

Alkoholgehalt: 5,4%

(3/5)







Schneider Weisse Mein Kristall (TAP 2) – Zu klar das Ganze

Als ich vor einer Woche den Getränkemarkt in Fürstenfeldbruck leergeräumt habe – zumindest das TAP 5 – hab ich gleich die Möglichkeit genutzt und mir eine Flasche des Kristallweizens von Schneider mitgenommen. Daher gibt es heute mal ein gefiltertes Weißbier.

Das hefig duftende Bier ist erwartungsgemäß hellgelb und klar und wird von einer feincremigen, weißen Haube aus leckerem Schaum bedeckt. Sieht für mich eigentlich eher wie ein Radler aus. Der Antrunk ist frisch und wird von einer leichten Malzsüße begleitet welche man aber nur am Anfang herausschmeckt. Hinten heraus ist der Geschmack nicht so ganz eindeutig zu definieren. Es sind leicht-bittere Hopfenaromen zu erkennen aber ansonsten kommt mir das eher wie ein Gemisch von sich abwechselnden süß-sauren Nuancen vor welcher allerdings auch nicht großartig heraus stechen. Von dem hefigen Duft ist nichts mehr zu merken – woher auch wenn sie aus dem Bier gefiltert wird.

Die Kohlensäure ist ein wenig zu kräftig und bremst dabei den Genuß des Ganzen. Schaum gibts zum Ende hin zwar noch, nur will keine rechte Freude darüber aufkommen da dem Gebräu ein wenig die Luft ausgeht. Es ist ok, man kann es trinken wenn es nichts anderes gibt.

Leider ist es auch nicht fruchtig genug um als gute Erfrischung durchzugehen weshalb ich nach kurzem Grübeln zwei Punkte vergebe. Drei Punkte wären unfair der Scheyern Klosterweisse von gestern gegenüber.

Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.

Stammwürze: 12,3%

Alkoholgehalt: 5,3%

(2/5)







Oettinger Kristall Weizen – Die Brechstange

Damit hier keiner glaubt, dass ich nur unerreichbare Biere aus Hintertupfingen teste gibt es heute mal etwas bekannteres – das Kristall-Weizen von Oettinger aus – na woher wohl – Oettingen.

Das Bier kommt in der bekannten Oettinger Aufmachung daher und ist mit seiner rotgoldenen Farbe doch recht ansehnlich. Der auf dem Bild noch üppig vorhandene grobporige Schaum verzieht sich leider schon nach wenigen Augenblicken und legt die Blick auf das durchsichtige Gebräu frei.

Aus der Flasche konnte man noch einen recht angenehm hefigen Geruch warnehmen der aber gleich nach dem Einschenken verschwunden ist und durch einen etwas alten, modrigen Duft ersetzt wurde. Der Antrunk wirkt recht kantig und überrollt einen mit diversen Aromen deren Zuordnung einem recht schwer fällt. Hopfen ist quasi kaum vorhanden, Hefegeschmack sucht man vergebens. Jedoch Kohlensäure hat das Bier mehr als genug – dies merkt man gleich nach dem Ersten Schluck. Das Malz ist entweder irgendwo vom Weg von der Flasche in das Glas verloren gegangen oder es scheint hier ebenfalls keine großartige Rolle zu spielen.

Im Abgang wirkt das Ganze sehr langweilig, lasch und erinnert einen irgendwie an ein normales Helles. Hier erahnt man allmählich die Zutaten und kann einen ganz leicht bitteren Geschmack warnehmen – das wars dann aber auch schon. Ich breche das Ganze dann bei der Hälfte des Glasinhalts ab. Ich kann mit diesem Bier absolut gar nichts anfangen weshalb es für mich, leider, nur eine passende Kategorie gibt: 1 Stern.

Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.

Alkoholgehalt: 4,9% vol.

Stammwürze: 12%