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Rhaner Pale Märzen

rahner_pale_maerzen_rpmEs ist derzeit schon tragisch, der Bierkühlschrank füllt sich zusehends und ich komme vor lauter Arbeit einfach nicht dazu, das alles zu reviewen – dabei sind da teilweise interessante Stücke dabei wie das Pale Märzen aus der Rhaner Biermanufaktur (Rhan, das liegt etwas nördlich von Cham in der Oberpfalz). Das besondere an diesem untergärigen Bier ist die Nutzung des us-amerikansichen Simcoe Hopfen, der nicht zuletzt in der Welt der aromastarken IPAs sehr beliebt ist. Ich bin gespannt, auf jeden Fall schonmal schönen Dank ans Birretta-Team für die Kostprobe

Das recht klare, bernsteinfarbene Bier macht aus seiner besonderen Hopfung schonmal keinen Hehl, es duftet nämlich ordentlich nach Zitrusfrüchten, etwas Papaya und Litschi. Die Textur des weißen Schaums ist feinporig, um die Standfestigkeit ist es jedoch nicht so gut bestellt.

Den Ersteindruck muss ich erstmal sacken lassen. Die Mischung aus einem traditionellen Märzen und einem stark gehopften Pale Ale/IPA ist spannend und ungewöhnlich. Mit einem durchaus definierten, jedoch kaum süßenden Malzbett kommt das untergärige Gebräu daher, bringt dabei eine frech-herbe Hopfennase mit die sich, nach Orangen, Limetten und Mango schmeckend, anschickt, den Gaumen des Genießers ein wenig zu verwirren. Zum Abgang hin wird das Hopfenaroma definierter, die Bittere kommt heraus und rundet das Gebräu angenehm ab.

rahner_pale_maerzen_rpm_flascheAuch, wenn die Mischung anfangs ein wenig wirr wirkt, kann man sich gut in das Bier reintrinken – es ist aber definitiv nichts für jeden Tag. Es erinnert mich bisweilen auch leicht an Weisswein, auch bedingt durch die geringe Karbonisierung und der fruchtig-feinen Hopfennote. Jedoch hapert es ein wenig an der Süffigkeit – gerade, weil das Bier einfach zu viel sein möchte und letztendlich doch nur ein hopfengestopftes Helles darstellt. Mir fehlt etwas Süße und Karamell im Malzbett um der Herbe ordentlich Paroli bieten zu können.

Nicht schlecht und durchaus ein mutiger Versuch, jedoch nicht herausragend. Das Märzen gerät mir zu sehr unter die hopfigen Räder des Pale Ales – daher gibts heute (dennoch immernoch gute) drei Sterne.

Stammwürze: 13,5%

Alkoholgehalt: 5,6%

(3/5)







Maxlrainer Kirtabier

maxlrainer_kirtabierBeinahe genau 4 Jahre sind seit meinem letzten Test der Erzeugnisse der Maxlrainer Schlossbrauerei vergangen. Viel zu viel wie ich finde weshalb ich euch heute das Maxlrainer Kirtabier vorstellen möchte. Es handelt sich dabei um ein Märzen welches anlässlich des Kirta (=Kirchtag/Kirchweih) eingebraut wird und damit eine der vielen, saisonalen Bierspezialitäten Oberbayerns darstellt.

Golden- bis bernsteinfarben leuchtet das klare Bier unter seinem schneeweißen, feinporigen Schaum hervor. Typisch malzig bis getreidig, sowie mit feiner Süße versehen, präsentiert sich das Bier in der Nase und weckt die Lust nach mehr.

Ordentlich malzgetragen fällt dann auch der erste Schluck aus, etwas Brot, Karamell und Honig finden sich im Malzbett dieses Märzen (oder auch „Oktoberfestbieres“) welches somit recht vollmundig und süffig ausfällt. Dazu gesellt sich ein florales, sehr dezentes Hopfenaroma sowie eine kaum wahrnehmbare Herbe – mehr würde ich mir an dieser Stelle aber auch nicht wünschen. Im Abgang wirkt es dann etwas knackiger und schlanker, die Süße bleibt aber stets erhalten und rundet das Gebräu angenehm ab ohne zu klebrig zu wirken.

maxlrainer_kirtabier_flascheAusgestattet mit einer perfekt passenden Karbonisierung ist dieses Bier ein idealer Begleiter zur deftigen Haxn oder auch Leberkäs. Genug Charakter um rauszustechen, dabei aber nicht dick auftragend und einfach richtig gut trinkbar. Es ist eines der vielen, richtig guten Märzen abseits der Münchner Großproduzenten und macht auch bis zum letzten Schluck einfach Spaß. Es hängt nicht lange nach, es ist nicht zu süß – einfach genau passend.

Geht es besser? Ja, ich denke schon. Dennoch ist das Maxlrainer Kirtabier ein grundsolides und sehr leckeres Märzen. Daher gibt es heute vier Sterne. Prost!

Alkoholgehalt: 5,5%

(4/5)







Neumarkter Lammsbräu Winterfestbier

neumarkter_lammsbraeu_winterfestbierSeit einiger Zeit beglücken uns ja wieder all die Winterbiere in den Regalen der meistens gut sortierten Bierhändler und Supermärkte. Eines davon hat es in meinen Einkaufskorb und damit heute ins Blog geschafft, nämlich das Winterfestbier der Neumarkter Biobrauer vom Lammsbräu. Schauen wir doch mal, ob dieses Märzen auch zur (noch) nicht ganz so kalten Jahreszeit passt.

Klar und kupferrot strahlt das Bier aus dem Seidla, oben auf etwas mittelporiger Schaum mit mittelmäßiger Haltbarkeit. Das Bier selbst riecht süßlich und brotig-malzig, Hopfen erkennt meine Nase allerdings nicht mal sporadisch.

Sehr süßlich und weich fällt der erste Schluck aus, ein paar Trockenfrüchte mischen sich mit Weizenbrot und etwas Karamell. Auch ein Hauch Aprikose und Birne sind schmeckbar bevor sich der Abgang ankündigt. Dort geht es etwas trockener zu, leicht grasig wirkende Hopfenherbe mischt sich in das süße Gebräu und verändert das Geschmacksbouqet etwas ins kräuter-würzige.

neumarkter_lammsbraeu_winterfestbier_flascheMit der Süffigkeit tut sich das Winterfestbier etwas schwer, trotz der Süße und moderat dosierter Kohlensäure hält sich die Trinkbarkeit doch arg in Grenzen. Es wirkt unrund und der Abgang kommt mit der Zeit etwas blass daher. Einzig der brotige Eindruck bleibt bis zuletzt erhalten und trägt mit dem kräuterigen Hopfenaroma einen geschmacklichen Kampf auf der Zunge des Genießers aus wodurch letzterer nicht wirklich weiß, woran er bei diesem Bier ist.

Letztlich setzt sich die Erkenntis durch, dass es sich beim Winterfestbier vom Lammsbräu um ein durchschnittliches Märzen handelt und daher heute im Test drei Sterne bekommt.

Alkoholgehalt: 5,1%

(3/5)







Karmeliten Brocardus 1844

karmeliten brocardus_1844Aus dem niederbayerischen Straubing kommt mein heutiger Testkandidat, das Brocardus 1844 der Karmeliten Brauerei Karl Sturm. Wie so oft gibt es auch zu diesem Bier eine kleine Geschichte: Eines Tages im Jahr 1844 brachte ein Mönch von seiner Pilgerreise das Rezept für dieses Bier mit. Die Mönche brauten das Bier und waren von diesem Märzen beeindruckt wodurch es zu seinem „Ruhm“ kam.

In einem rötlichen Kupferton strahlt das klare Bier aus seinem Behältnis, garniert mit einem cremigen, leicht gelblich-beigen Schaum. Im Geruch tummeln sich süßlich-brotige Malznoten, Rosinen und Pflaumen sowie etwas Honig.

Im Antrunk gibt sich das Lager recht mild, feinwürziges Malz umschmeichelt die Geschmacksnerven, es geht eher schlank zu was ich, angesichts des Geruchs, beinahe etwas enttäuschend finde. Der Honig ist noch schmeckbar, ansonsten geht es allerdings ein wenig langweilig zu…etwas Röstmalz ist schmeckbar und es tauchen vereinzelt Aromen von dunklen Früchten auf. Viel mehr steht eine etwas unangenehme und unbalancierte Herbe im Vordergrund die im Abgang bisweilen etwas kratzig wirkt.

karmeliten brocardus_1844_flascheMit der Trinkbarkeit ist es bei diesem Bier so eine Sache, die Kohlensäure und die zu starke Bittere stehen der Süffigkeit doch arg im Weg. Dazu kommt das eher unscheinbare Malzbett dem es definitiv etwas an Süße fehlt wodurch gerade der Abgang sehr, sehr trocken ausfällt.

So recht werde ich mit dem Brocardus nicht warm. Man erkennt gute Anklänge, kann sich aber keinen Reim draus machen wo die geschmackliche Reise hingehen soll. Gerade noch drei Sterne…

Neugierig geworden? Hier könnt ihr das Brocardus 1844 kaufen.

Stammwürze: 13,5%

Alkoholgehalt: 5,5%

(3/5)







Neufeldner s’Hopferl

neufeldner_s_hopferlAus dem österreichischen Neufelden, welches nordwestlich von Linz gelegen ist, kommt mein heutiger Testkandidat: s’Hopferl von der Neufeldner Bierbrauerei. Beim Hopferl handelt es sich um ein österreichisches Märzen mit einer, laut Beschreibung, unverkennbaren hopfigen Note sowie einer dezenten, geradlinigen Bittere. Da bin ich jetzt aber mal gespannt…

Schade, der Schaum war leider nicht sehr langlebig. Dafür wird man mit einem klaren, orange- bis bernsteinfarbenen Bier belohnt in dem sich einige Kohlensäureblässchen tummeln. Im Geruch finden sich tatsächlich würzig-grasige Hopfenaromen die von einem guten Schluck Gerstenmalzaroma begleitet werden.

Der sehr voll wirkende Antrunk fällt süßlich und vor allem recht brotig aus, feines Gerstenmalz ist auf der Zunge schmeckbar und geht mit einer unaufgeregten, jedoch durchaus wahrnehmbaren Hopfung einher. Gar nicht mal schlecht, erscheint die Herbe des Bieres beinahe so stark wie bei manchem deutschen Fernsehpilsner – gleiches gilt für die Hopfenaromatik die blumig-grasig ausfällt und ein wenig an grünen Apfel erinnert.

neufeldner_s_hopferl_flascheMan muss aber auch sagen, dass mir im Malzbett ein bisschen zu viele Kanten drin sind wodurch die Süffigkeit leidet. Diese ist ansonsten, dank dem vornehmlich süßen Gerstenmalz, recht gut und das, obwohl die Karbonisierung etwas zu stark ausfällt was sich ja bereits in der Optik angedeutet hat.

Ein solides, recht brotiges Helles respektive österreichisches Märzen mit durchaus vorhandenen Hopfennote deren Herbe gerade zum Ende hin noch etwas stärker rauskommt. Für das biologische Neufeldner s’Hopferl vergebe ich heute drei Sterne.

Alkoholgehalt: 5,2%

(3/5)







Alpirsbacher Klosterbräu Weihnachtsbier

alpirsbacher_klosterbraeu_weihnachtsbierWeihnachten ist zwar schon rum, dennoch kann man das Weihnachtsbier des Alpirsbacher Klosterbräu sicherlicher auch im neuen Jahr bedenkenlos trinken – kalt genug ist es draussen zumindest und passend zum Bier hat es gerade das schneien angefangen. Jedenfalls handelt es sich bei dem Bier aus dem Schwarzwald um ein Märzen welches, laut der Homepage, seit 1880 nach einem alten Klosterrezept gebraut wird. Schauen wir doch mal, ob sich diese Tradition lohnt.

Hellgelb mit einem leicht orangen Stich leuchtet das Festbier daher, garniert mit einer fein- bis mittelporigen, weißen Schaumhaube deren Stabilität ein wenig zu wünschen über lässt. Der vom Bier emittierte Geruch ist malzig-süß und hat eine feine Hopfennase die ein wenig an grünen Apfel erinnert.

Im Antrunk gibt sich dieses Bier unerwartet herb bevor der feine Malzkörper auf der Zunge zu wirken beginnt. Dieses kommt mit süßlich-nussigen Aromen daher und wirkt für ein Festbier relativ schlank – kurz darauf ists aber mit dem Genuß schon vorbei. Ein intensiver Metallgeschmack überlagert die aufkommenden Hopfenaromen und sorgt dafür, dass geschmacklich vom eh schon feinen Malz nicht viel überbleibt.

alpirsbacher_klosterbraeu_weihnachtsbier_flascheVon der Karbonisierung her ist das Bier in Ordnung, Süffigkeit könnte auch aufkommen wenn das Problem mit dem Metallgeschmack nicht wäre wegen dem ich den Test abbrechen muss. Potential für 3 Sterne wäre da, so wirds aber nur einer.

Stammwürze: 13%

Alkoholgehalt: 5,6%

(1/5)







Adler-Bräu Märzen

adler_braeu_maerzenEndlich mal wieder ein Märzen! Vom Brauerei Gasthof Schwarzer Adler aus, dem im oberfränkischen Landkreis Bamberg gelegenen, Schlüsselfeld kommt das heutige Testobjekt auf das ich mich schon recht freue. Märzen sind für mich einfach immer gut trinkbare Biere, etwas stärker als normale Vollbiere mit etwas mehr Aroma und oftmals einem ordentlichen Schuss Karamell. Ich bin gespannt, ob der Testkandidat die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen kann.

Schön trüb kommt das orange bis bräunliche Märzen daher und bildet recht viel feinporigen Schaum aus. Dieser ist jedoch nicht sehr stabil und gibt binnen weniger Sekunden den Blick auf das angenehm duftende Bier frei. Brotig-nussig, karamellig und gespickt von Röstaromen kommt der Geruch daher und steigert die Vorfreude auf das fränkische Bier im grünen Gewand.

Der Antrunk fällt entsprechend voll und malzstark aus – süßliche Aromen von Brot, Walnüsse und etwas Honig prägen den ersten Schluck. Gleichzeitig sorgt die Malzmischung für ein cremig-feines Mundgefühl was bis lang nach dem Abgang anhält. Dieser fällt ein wenig schwach aus und wird von den bereits angesprochenen Malzaromen dominiert der lediglich von Nuancen an Hopfen begleitet wird und somit der mild ausfällt. Ein wenig Säure kommt bei jedem Schluck mit, Karamell und Nüsse bilden den primären Aromeneindruck im Trinkverlauf.

adler_braeu_maerzen_flascheWas die Süffigkeit angeht, so habe ich mit diesem Märzen so meine Probleme. Einerseits sorgt das süßlich-karamellige Setup für einen geschmacklich guten Eindruck, andererseits ist mir etwas zu viel Kohlensäure in dem Gebräu und es wirkt ein wenig behäbig. Für mich ist das Adler-Bräu Märzen ein leckeres Bier mit einem interessanten Charakter, es kann sich aber leider nicht von den vielen anderen Märzen abheben. So kommt dieses Bier bei mir auf drei Sterne.

Alkoholgehalt: 5,5%

(3/5)







Schlappeseppel Specialität

schlappeseppel_specialitaetIn dem unterfränkischen Großostheim residiert nicht nur Europazentrale von Nintendo, auch die Brauerei Eder & Heylands hat dort ihren Sitz – der Schlappeseppel wird seitens der Brauerei nur als Marke führt. Deren „Specialität“ fließt gerade in mein Glas – ein Bier, dessen Stil nicht so ganz bestimmt werden kann. Im Internet geht die Einschätzung von einem Pils bis hin zu einem Märzen. Ich hoffe mal, dass der Test aufschlussreich genug ist um diese Frage zu beantworten.

Farblich gesehen ist das Bier irgendwo zwischen einem leichten Bernstein und Gold angesiedelt und mit einer samtigen, kleinen Schaumhaube verziert. Der Geruch des klaren Bieres ist als größtenteils süßlich-malzig zu beschreiben der mit ein wenig Röstaromen gespickt ist.

Nach dem ersten Schluck kristallisiert sich eine geschmackkliche Richtung heraus, leicht brotig-malzig mit mittelmäßiger Süße ist der erste Eindruck und das, ohne zu schwer zu wirken. Ein Hauch Karamell bleibt erhalten, ansonsten wirkt das Bier gerade im Abgang ein wenig ausdrucks- und einfallslos. Ein wenig Hopfen ist zu erschmecken was allerdings mit einem metallisch-wirkenden Geschmack einhergeht und so jetzt nicht für große Trinkfreude sorgt.

schlappeseppel_specialitaet_flascheIn der B-Note kann man nicht viel bemängeln, die Kohlensäure ist gut dosiert und die Rezens frisch – passt schon. Dennoch können diese Nebensächlichkeiten nicht über die Tatsache hinwegtrösten, dass es dem Specialität einfach an Geschmack mangelt. Es wirkt wässrig, hat einen Anflug von Oxidation und ist von einem einfachen bayerischen Hellen nicht weit entfernt. Für mich sind das hier leider nur zwei Punkte.

Stammwürze: 12,5%

Alkoholgehalt: 5,6%

(2/5)







Ottenbräu Pfingstfestbier

ottenbraeu_pfingstfestbierPfingsten ist zwar schon vorbei, dennoch ist es für ein gutes Festbier nie zu spät. Daher möchte ich euch heute das Pfingstfestbier des Ottenbräu aus Abensberg vorstellen, ein Märzen mit 5,8% Alkohol. Vom Ottenbräu hat man bisher eigentlich noch nicht allzu viel gehört weshalb ich umso mehr darauf gespannt bin, was mich jetzt erwartet.

Würzig-süßlicher Malzgeruch steigt aus dem Glas hoch welches ein bernsteinfarbenes, klares Bier beherbergt. Die Schaumgarnierung ist ordentlich, die Textur des selbigen ist ein klein wenig grob aber das passt schon.

Und das Märzen legt beim ersten Schluck gleich richtig los. Das vollmundige und leicht brotig wirkende Malz erzeugt sofort beim ersten Zungenkontakt eine starke Süffigkeit was auch der Tatsache geschuldet ist, dass das Bier nicht so süß wirkt wie andere Vertreter dieses Stils. Der minimale Hopfeneinsatz sorgt für eine erfrischende Herbe im Abgang die man allerdings nur beim genauen „reinschmecken“ erkennt. Des Weiteren lässt die nur leichte Süße des Bieres das selbige nicht so schwer wirken und so läuft der Abgang glatt und sehr angenehm vonstatten.

ottenbraeu_pfingstfestbier_flascheWenn man sich etwas an der leicht überdosierten Kohlensäure vorbei tastet, erkennt man die Honig- und Karamellaromen, die ihren Teil zur hervorragenden Trinkbarkeit des Pfingstfestbieres beisteuern. Lediglich zum Schluß hin lässt die geschmackliche Breite etwas nach und das Märzen wirkt etwas verwässert.

Ja, was soll ich noch sagen? Ein wirklich tolles Märzen hatte ich hier im Glas – ich könnte mich glatt reinsetzen. Ein paar leichte Schwächen hat es zwar offenbart, aber für so viel Süffigkeit gibts von mir glatte vier Sterne. Prost!

Alkoholgehalt: 5,8%

(4/5)







Klosterbrauerei Baumburg Märzen Spezial

klosterbrauerei_baumburg_maerzen_spezialAn der Alz gibts nicht nur die Camba Bavaria oder den Weißbräu Schwendl – nein, auch die Klosterbrauerei Baumburg aus Altenmark braut in unmittelbarer Umgebung des kleinen Flußes ihre Biere. Da man vor Ort über keine eigenen Abfüllanlage verfügt, werden die Biere – wie auch das Märzen Spezial – der Klosterbrauerei bei Partnerbrauereien in der Umgebung abgefüllt was durchaus sinnvoll ist, wenn man so die Anlagen der Partnerunternehmen besser auslasten kann.

Kaum war er da, ist der mittelporige, weiße Schaum auch wieder verschwunden. Zurück bleibt ein goldfarbenes, malzig-süß duftendes Bier welches, so nebenher, mit Strom aus 100% Wasserkraft hergestellt wurde.

Der Antrunk des naturtrüben Märzen fällt recht süß aus und wird von einer sanft grasigen Hopfennote begleitet die fruchtige Apfel- und Birnenaromen am Gaumen hinterlässt. Dabei fällt die Herbe moderat aus und lässt dem Malz viel geschmacklichen Spielraum den es mit seinem leicht nussigen und karamelligen Körper ganz gut ausnutzen kann. Dabei wirkt das Bier aus dem Chiemgau recht ausgewogen, nach hinten raus aber ein wenig schwachbrüstig.

klosterbrauerei_baumburg_maerzen_spezial_flascheEs hat ein wenig was von einer naturtrüben Apfelschorle, die etwas zu starke Kohlensäure passt da auch ins Bild. Leichte Säure, relativ süß und dieses fruchtige Hopfenaroma sorgen stellenweise dafür, dass man da vielleicht etwas fehlgeleitet wird. Spätestens jetzt wird man aber von dem durchaus spürbaren Alkoholgehalt wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt.

Beim Märzen Spezial aus der Baumburger Klosterbrauerei handelt es sich um ein solides Märzen welches sich mit seinen fruchtigen Noten ein wenig vom Rest der Biere in diesem Bereich abhebt. Leider ist es mir ein wenig zu dünn und unausgewogen weshalb ich dem Bier drei immernoch gute Sterne gebe.

Stammwürze: 13,5%

Alkoholgehalt: 5,8%

(3/5)