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Wild Beer Millionaire

wild_beer_millionaireHeute ist internationaler Stout Tag, Grund genug mir wieder ein sehr interessantes Bier aus dem Kühlschrank zu holen – dass es ein Stout ist, versteht sich von selbst. Im Test habe ich heute für euch das Millionaire von Wild Beer aus – wie könnte es anders sein – Großbritannien, genauer gesagt aus Cheltenham. Was dieses Bier auszeichnet? Nun, es ist ein Milk Stout, welches mit Karamell, Kakaobohnen und Meersalz verfeinert wurde. Klingt wild? Aber Hallo…ob es denn auch schmeckt? Hier der Test…

In der Nase des dunkelbraunen bis schwarzgefärbten Bieres findet sich viel Kakao sowie etwas Karamell und Malz. Der Schaum ist von cremiger Textur und passt mit seiner braunen Färbung wunderbar zum Bier.

Für ein BIer mit dieser Stärke (wir reden von 4,7% Alkohol) wirkt es sehr vollmundig und kann schon fast als viskos bezeichnet werden. Süße Malz- und Schokoladenaromen wandern über die Zunge und werden dabei von einem Hauch Salz und einer starken Süße begleitet. Im Abgang kommen die Röstaromen etwas mehr raus, auch das Karamell deutet sich jetzt an während das Bier in einem sehr weichen Abgang mündet – Herbe spielt hier keine Rolle.

wild_beer_millionaire_flascheWow. Hier passt aber auch irgendwie alles – zumindest, wenn man etwas mit Milk Stouts (Milk- bzw. Sweet- durch die Zugabe von Laktose) anfangen kann. Süß, vollmundig, Schoko-Karamell-Salz Aromen (Erdnüsse würden da wunderbar dazu passen) und noch mit zurückhaltender Kohlensäure versehen – Klasse. Dass der britische Stout dadurch auch eine extrem hohe Süffigkeit hat, versteht sich von selbst.

Ja, da haben wir heute ja mal wieder ein Kandidaten für die Bestenliste. Zudem gebe ich dem Wild Beer Millionaire heute mit Freude volle fünf Sterne und fühle mich echt wie ein Millionär (geschmacklich zumindest).

Alkoholgehalt: 4,7%

(5/5)







Westbrook Udderly Milk Stout

westbrook_udderly_milk_stoutDie Westbrook-Biere haben mich in der Vergangenheit durchaus beeindruckt, das IPA gehört nach wie vor zu meinen Lieblingen. Heute möchte ich euch das Udderly Milk Stout der Brauerei aus dem US-amerikanischen Mount Pleasant vorstellen. Es handelt sich dabei um ein Stout-Bier welches mit Laktose (daher das „Milk“) und Hafer eingebraut worden ist und verspricht nicht zuletzt daher ein sehr vollmundiges Erlebnis zu werden. Ich bin gespannt…

In der Nase hängt das dunkelbraune bis schwarze Bier süßlich nach, etwas Vanille, Honig und Vollmilchschokolade sind riechbar. Der braune Schaum ist eher mittelporig, könnte gerne feiner sein.

Schon beim Einschenken kam mir das Bier etwas überkarbonisiert vor, der erste Schluck bestätigt die Vorahnung. Prickelnd läuft das süße Bier auf die Zunge, dort angekommen wirkt es mit süßlichen Malzaromen auf die Zunge ein. Schokolade, Melasse, Honig etwas Holz und Vanillepudding sind schmeckbar, allerdings wirkt das ganze ein klein wenig verbrannt. Erwartungsgemäß vollmundig kommt das Malzbett rüber, allerdings stört die zu hohe Karbonisierung teilweise deutlich. Im Abgang wirkt es etwas leichter, auch lässt die Süße ein wenig nach, großartige Herbe darf man aber aufgrund der 25 Bittereinheiten nicht erwarten.

westbrook_udderly_milk_stout_flascheIch werde das Gefühl nicht los, dass mit dem Bier was nicht in Ordnung ist. Hat man sich an das süße Malz gewöhnt, taucht bisweilen eine leichte Säure auf die den Genuß zusätzlich stört. Auch die Aromatik lässt im Verlauf stark nach – nein, zufrieden bin ich definitiv nicht.

Schade, hätte ich nicht erwartet. Schaut man sich auf den diversen Bewertungsportalen um, bin ich mit dem Eindruck wohl auch kein Einzelfall. Für das säuerliche Geblubber gibt es von mir zwei Sterne.

IBU: 25

Alkoholgehalt: 5,5%

(2/5)







Brewdog Dead Metaphor

brewdog_dead_metaphorDie Zeit vergeht, die Liste der Bierbeschreibungen auf meinem Block wird aber irgendwie nicht kleiner. Gerade heute muss ich das mal wieder in eine erweiterte Textform bringen, ist doch schließlich mal wieder St. Patrick Day. Zwar kommt das Testbier heute von Brewdog aus Schottland, dennoch passt das Scottish Chocolate Breakfast Stout „Dead Metaphor“ vom Typ her durchaus, um das Fest heute würdig zu begehen. Packen wir es also an…

Unter der dichten, cremigen und bräunlich eingefärbten Schaumhaube verströmt das schwarze Bier eine verlockende Mischung aus Kaffee und Zartbitterschokolade sowie etwas Karamell.

Das Bier ist sehr weich und läuft beinahe samtig über die Zunge. Dabei hinterlässt es einen röstaromatischen, leicht süßlichen Film auf selbiger. Viel Schokolade und Kaffee – wie sich im Geruch bereits andeutete – dazu etwas Holz, Karamell, Brotkruste und vereinzelt etwas Honig sind zu erschmecken. Der kaum bitternde Abgang hält lange an, der Geschmack vergeht nur langsam und es dürstet einen sehr schnell nach dem nächsten Schluck dieses Schokotrunks.

brewdog_dead_metaphor_flascheHandwerklich bietet dieses vollmundige Bier die gewohnte Brewdog-Qualität, die Karbonisierung ist sehr zurückhaltend was nicht zuletzt zu der hohen Süffigkeit des schottischen Gebräus beiträgt. Ganz interessant sind die Fakten am Rande – nicht nur wurde dem Bier Kakao, Kaffee und etwas Laktose zugesetzt – nein, es wurde auch nur eine einzige alte, bekannte deutsche Hopfensorte für das Bier genutzt: Magnum.

Das Dead Metaphor ist ein sehr stimmiges Stout, sehr weich und rund. Vielleicht könnte geschmacklich noch etwas gehen, aber auch so reicht es für sehr gute vier Sterne. Prost!

IBU: 30

Alkoholgehalt: 6,5%

(4/5)







Bevog Who Cares Editions Milk Stout

bevog_who_cares_editions_milk_stoutHeute geht es zum zweiten Mal zu den Brauern von Bevog in österreichische Bad Radkersburg. Von deren Kramah war ich ja durchaus angetan und erhoffe mit vom heutigen Bier doch einiges. Es handelt sich dabei um ein Milk Stout…Moment, Milk Stout? Da war doch was… Nun, glücklicherweise wurde dieses Bier nicht in Deutschland hergestellt, sonst wäre es auch gleich wieder verboten worden – so kann man sich nun aber über ein feines Stout freuen welches mit Laktose und Haferflocken eingebraut wurde. Merci ans Biervana für die Kostprobe – und los gehts!

Getreidig, flankiert vom Aroma gerösteter Haselnüsse, Espresso und etwas Rauch, duftet es aus dem Glas. Der Schaum ist traumhaft – cremig-fein und fest wie Eischnee – Klasse!

Vollmundig und mild wirkt der erste Schluck, Nüsse und Mandeln machen sich, zusammen mit etwas Bitterschokolade und Kaffee, auf der Zunge breit. Das Bier wirkt recht süßlich, hat auf der anderen Seiten eine ordentlich (Röstmalz)-Bitterkeit mit Gepäck um die Balance zu halten. Entfernt sind Anklänge dunkler Früchte wahrzunehmen, es überwiegt aber insgesamt der röstig-rauchige sowie karamellig-süße Eindruck des Gebräus.

bevog_who_cares_editions_milk_stout_flascheIm Abgang wirds ein wenig dünner was aber nicht wirklich stört, ist dank den Röstmalzen und dem Hafer mehr als genug Geschmack in diesem Bier. Die Karbonisierung ist angenehm und bitter notwendig, wäre das Stout ansonsten beinahe etwas zu pappig. So lässt es sich aber angenehm trinken und lädt zum Nachschenken ein – richtig süffig und stimmig das Ganze.

Nicht ganz perfekt aber dennoch ein richtig schönes Milk/Sweet Stout. Zum Glück bewahrt uns der deutsche Gesetzgeber davor, dass die Brauereien hierzulande so etwas herstellen…nicht auszudenken, wie es wäre, wenn man an jeder Ecke so ein gutes Bier finden würde. Glück gehabt, würde ich da sagen. Vier Sterne! Cheers.

Alkoholgehalt: 5,9%

(4/5)