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Pyraser Herzblut Götterdämmerung

pyraser_herzblut_goetterdaemmerungMal wieder was Neues von Pyraser, der kleinen Brauerei aus dem mittelfränkischen Thalmässing: Götterdämmerung heißt die neueste Inkarnation der Herzblut Reihe. Dabei handelt es sich um ein obergäriges Starkbier welches unter Zugabe von gemälzten Urgetreidesorten wie Emmer und Einkorn wie auch Dinkelmalz eingebraut wurde – als Ergänzung zu den bekannten Gersten- und Weizenmalzen. Gehopft wurde das Bier mit vier verschiedenen Hopfensorten (Perle, Hersbrucker, Vic Secret und Cascade) und zudem – und da kommen wir allmählich auf den Namensgeber – mit Waldhonig abgerundet. Neugierig? Ich auch!

Golden bis bernsteinfarben leuchtet das leicht hefetrübe Bier aus dem Glas, oben auf mit ordentlich Schaum bedeckt dessen Textur recht cremig ausfällt. Im Geruch finden sich Kräuter, säuerliche Noten, etwas Honig und Karamell.

Im Antrunk zeigt sich die Götterdämmerung sehr feinmalzig und süßlich, es kommt dabei bisweilen etwas viskos rüber wodurch auch gleich wieder Assoziationen zum Honig geweckt werden. Das Malz an sich zeigt geschmacklich keine besonderen Spitzen, macht seinen Job als Aromenbegleiter und Hopfengegenspieler jedoch recht ordentlich. Im recht trockenen Abgang schlägt dann der Waldhonig zu, dazu mischen sich herbe, kräuterartige Hopfenaromen  sowie ein hefiger Hauch von Pfirsich.

pyraser_herzblut_goetterdaemmerung_flascheDie Götterdämmerung legt somit einen starken Ersteindruck hin. Gerade den anfangs fehlenden Honig kriegt man mit der Zeit nicht mehr von der Zunge, es schmeckt verlockend süß und vielschichtig, ohne dabei zu überfordern. Gerade den Freunden von Weizenböcken und belgischen Bieren wird dieses Gebräu aus Pyras zusagen – für den Anfänger ist es vielleicht etwas zu intensiv. Auch im Trinkverlauf ändert sich am Eindruck recht wenig, obgleich es vielleicht auf Dauer ein klein wenig eintönig wirkt.

Seis drum, das Herzblut Götterdämmerung gefällt mir recht gut – und Honig mag ich eh. Heute gibts für das Bier prächtige 4 Sterne. Prost.

Alkoholgehalt: 8,2%

(4/5)







Weißbräu Schwendl Don Stille Nacht

weissbraeu_schwendl_don_stille_nachtIch hatte ja ein wenig gebraucht um meine Liste an Festtagsbieren zusammen zu kriegen, nach ein wenig rumsuchen habe ich aber die passenden Kandidaten gefunden. Einen davon, den ich allein schon vom Namen her nehmen muss, ist der obergärige Bock „Stille Nacht“ vom Weißbräu Schwendl aus Tacherting. Auf gehts!

Öfter mal was Neues. Bei diesem Bier handelt es sich um einen obergärigen, hellen Bock der nur mit Gerstenmalz eingebraut wurde. Die Farbe ist daher auch gelblich trüb, oben auf gibt es weißen sowie feinporigen Schaum. Im Geruch residiert einiges an Hefe, es kommen estrige Fruchtnoten von Banane auf sowie auch etwas Hopfen und Gewürze.

Im spritzigen Antrunk liegt viel Frucht, die Banane ist mit dabei – ebenso etwas Birne und auch Gewürze. Es geht im Malzkörper recht getreidig-malzig zu, ein wenig Süße ist in dem vollen aber nicht zu intensiven Malzbett vorhanden und sorgt für gute Trinkbarkeit. der Abgang ist recht flott und hat nur Anklänge von Hopfen in petto, die etwas zu intensive Kohlensäure stört dabei das Mundgefühl etwas.

weissbraeu_schwendl_don_stille_nacht_flascheDas Aroma des Bocks wird definitiv von der richtig tollen Hefe dominiert, fruchtig-frisch nach Bananen und Aprikosen fällt jeder Schluck aus und mag merkt ihm seine Stärke definitiv nicht an. Wäre die Karbonisierung nicht so hoch, wäre die Süffigkeit enorm – so fällt sie „lediglich gut“ aus. Daran ändert sich auch im Trinkverlauf nichts und so ist mein Glas auch bald leer.

Ungewöhnlich aber sehr lecker – so fällt mein Fazit zu dem Bier aus. Viel fruchtige Hefearomatik, gepaart mit einem getreidig-süßen Malz aber etwas zu viel CO2 – in meinem Heiligabend-Biertest sind das heute vier Sterne.

Alkoholgehalt: 7%

(4/5)







Distelhäuser Distel Blond

distelhaeuser_distel_blondGehört habe ich von diesem, 2013 mit dem European Beer Star in Silber ausgezeichneten, Bier schonmal etwas und war daher auch erfreut, es im Bieradventskalender zu finden. Laut Ratebeer handelt es sich beim Distel Blond der Brauerei Distelhäuser um ein American Pale Ale was auch in etwa mit der Bierbeschreibung auf der Homepage übereinstimmt – packen wir es also an.

Frisch fruchtig nach Zitronen sowie Limetten und getreidig-malzig duftet das strohgelbe, trübe Bier welches sich unter einer kleinen feinporigen Schaumhaube versteckt.

Recht flott und schlank fällt der Antrunk aus, Aromen von Weizen und süßliche Malznoten laufen über die Zunge und werden von blumigen, zitrusartigen Hopfenaromen verfolgt. Etwas Menthol ist dabei, Zitronenschalen und Heu – spannend. Vor allem wirkt der Körper sehr vollmundig und weich dabei aber keinesfalls schwer oder überfordernd.

distelhaeuser_distel_blond_flascheIm Abgang geht es hopfig-süßlich zu, gerade die Zitronen und die blumigen Aromen treten in den Vordergrund während sich auch etwas Herbe breit macht. Hinten raus wird das Bier im Verlauf allerdings etwas wässrig und verliert etwas von seiner Aromatik. Lediglich die Zitrusaromen schaffen es bis zum Ende des Bieres und so wird die Laune ein klein wenig getrübt.

Nicht schlecht, im Verlauf aber leider etwas abflachend. Von mir gibts für das Distel Blond heute drei Sterne.

IBU: 35

Stammwürze: 12%

Alkoholgehalt: 5,1%

(3/5)







Bierzauberei Spekulatius Ale

bierzauberei_spekulatius_aleBei den frühlingshaften Temperaturen muss ich beim Abbau meiner Winterbiere ja so richtig Gas geben. Daher möchte ich euch heute das Spekulatius Ale der Bierzauberei in Brunn am Gebirge (was in der Nähe von Wien gelegen ist) vorstellen. Anders als man erwarten mag, enthält das Bier keineswegs Spekulatius sondern wird durch Orange, Zimt und Kardamon aromatisiert was für das weihnachtsliche Flair sorgen soll. Schauen wir mal, obs auch im März noch weihnachtlich werden kann.

Aus seinen Ambitionen macht das obergärige Bier keinen Hehl, sind vor allem die Orangen und auch Nuancen von Zimt im Geruch des Gebräus wahrnehmbar. Selbiges ist von oranger Färbung und von einer kleinen, feinporig texturierten Schaumhaube bedeckt.

Gleich im Antrunk ist die geschmackliche Richtung des Ales klar. Man fühlt sich an eine Mischung aus Lebkuchen und Spekulatius erinnert, gerade das Aroma von Orangenschalen sticht besonders hervor und verwirrt die Geschmacksnerven ein wenig. Erst nach einem kurzen Augenblick kann man das passend gesüßte Malzbett schmecken welches, wohl bedingt durch die Weizenmalzgabe, auch ein wenig kernig-brotig wirkt und ganz gut zu dem winterlichen Ambiente passt. Dass durchaus auch etwas Hopfen vorhanden ist kann man nicht zuletzt anhand des leichtherben Abgangs feststellen, eine Beschreibung des Hopfeneindrucks fällt aber schwer.

An der Karbonisierung muss definitiv gearbeitet werden, wirkt das Bier doch recht schal wodurch nicht zuletzt die Trinkbarkeit sehr leidet. Der anfänglich starke Eindruck durch die Aromatisierung lässt mit der Zeit nach und das Bier wirkt süßer, etwas Honig findet sich im Geschmack. Ich würde mir hier eine handvoll Röstaromen wünschen, würden diese den weihnachtlichen Touch unterstreichen und das Gesamtkonzept vielleicht besser erkennen zu können.

bierzauberei_spekulatius_ale_flascheSchlecht ist das Bier von Bierzauberer Günther Thömmes nicht, wünschen würde ich mir aber auf jeden Fall eine „dunkle“ Version davon welche außerdem mit mehr Kohlensäure versehen ist. So reicht es heute jedoch nur für gute drei Sterne.

Alkoholgehalt: 6,9%

(3/5)







Gaffel Kölsch 11

gaffel_koelsch_11Heute habe ich für euch mein erstes, offiziell verkostetes Kölsch im Test – das Gaffel Kölsch 11. Alt wie auch Kölsch sind regional sehr beliebt, darüber hinaus sind sie aber recht selten anzutreffen weshalb es sicherlich auch das ein oder andere Ressentiment gegen die beiden obergärigen Biertypen gibt. Schauen wir doch mal, ob der heutige Testkandidat diese zumindest ein wenig wiederlegen kann.

So schnell hat sich bei bisher keinem Testkandiaten der Schaum verzogen – sogar in zwei separaten Gläsern. Bis auf den fehlenden Schaum fällt die Optik des Bieres ansprechend aus, goldgelb strahlt der filtrierte Gerstensaft aus dem Glas wobei er einen leichtmalzigen und hopfenwürzigen Duft verströmt.

Der Antrunk fällt erstaunlich voll und rund aus, auch wenn das minimal süßliche  Malzbett die Tiefe vermissen lässt. Ein wenig Brot ist schmeckbar bevor der kräuterartige, mit einem Hauch von grünem Apfel gespickte Hopfen daherkommt und einen sanft-bitteren Abgang einläutet der mit etwas Trockenheit einhergeht und so die von Beginn an wirklich sehr gute Trinkbarkeit unterstreicht. Natürlich darf man bei einem Bier dieses Stils nicht erwarten, dass man geschmacklich herausgefordert wird, jedoch bin ich erstaunt, wie gut trinkbar das Bier ist.

Trotz der recht seichten Malzeinlage wirkt das Bier nur ganz leicht wässrig, eher erfrischend und sehr vollmundig – erstaunlich. Zusammen mit den Schankgewohnheiten – 0,2er Stange ist im Lokal normal – kann man die Beliebtheit nachvollziehen und auch verstehen, wie man da recht schnell eine zweistellige Zahl an Bieres problemlos schaffen kann.

gaffel_koelsch_11_flascheDas Fazit…nun, beim Gaffel Kölsch 11 handelt es sich um ein sehr gut trinkbares, jedoch charakterlich nicht allzu ausgeprägtes Bier. Etwas mehr Hopfen würde dem Bier definitiv nicht schaden (vielleicht mal ein Kölsch hopfenstopfen?), die Optik war nicht so ganz meins – heute reicht es bei diesem Bier für drei Sterne mit der Tendenz nach oben.

IBU: ca. 16

Stammwürze: 11,6%

Alkoholgehalt: 4,8%

(3/5)







Weißbräu Schwendl Don No. 4 Roggnbock

weissbraeu_schwendl_don_no4_roggnbockAuf den heutigen Test freue ich mich schon sehr, habe ich den Don No. 4 Roggnbock vom Weißbräu Schwendl aus Tacherting doch schon vor etwas mehr als einem Jahr indirekt vorausgesagt. Gerade Biere mit alternativen Getreidesorten haben es mir ja an sich angetan, heben diese sich doch oftmals geschmacklich von anderen, ähnlichen Biere ab. Los gehts!

Kaum ist die Flasche geöffnet, strömt auch schon ein fruchtig-brotiger Geruch heraus. Passend zum Duft nach reifen Bananen und einem Hauch Zitrus passt das trübe, gelblich-orange Bier mit seiner feinporigen, weißlichen Schaumhaube. Jetzt naht der erste Schluck.

Erwartungsgemäß brotig fällt der erste Schluck aus, eine feine Säure strömt über die Zunge und geht mit einer karamelligen Süße einher. Dazu mischen sich Aromen von Zitrusfrüchten, ein wenig Hefe sowie der bereits erwähnte Bananengeschmack. Insgesamt fällt der Geschmackseindruck frisch-fruchtig aus und lässt kaum auf den Alkoholgehalt schließen was auch durch eine leichte Herbe bedingt wird. Diese wirkt aber lediglich unterstützend und sorgt dafür, dass das Gebräu nicht zu süß rüberkommt.

Ein wenig brotiger hätte das Malzbett durchaus ausfallen können, jedoch kann man durchaus das Getreide leicht wahrnehmen was ein wenig an leckere Roggensemmeln (Brötchen für unsere Nordlichter) vom Bäcker erinnert. Passend zum frischen Charakter fällt auch die Kohlensäure aus, die zwar spritzig ist aber nicht übertrieben wirkt.

weissbraeu_schwendl_don_no4_roggnbock_flascheBeim Weißbräu Schwendl kennt man sich mit alternativen Braugetreiden aus – das merkt man. Der Don No. 4 Roggnbock fällt mir lediglich ein wenig zu süß aus und könnte in meinen Augen gerne noch brotiger sein. Ansonsten bin ich quasi wunschlos glücklich und komme für dieses Starkbier auf volle vier Sterne. Prost!

Alkoholgehalt: 6,8%

(4/5)







Störtebeker Atlantik Ale

stoertebeker_atlantik_aleDas in der Bierszene bekannteste Bier der Störtebeker Biermanufaktur bin ich euch ja bisher noch schuldig gewesen, heute hole ich dies aber nach. Daher möchte ich euch heute endlich das Störtebeker Atlantik Ale vorstellen, ein obergäriges Ale welches mit sechs verschiedenen Hopfensorten (Magnum, Tradition, Perle, Cascade, Amarillo und Citra) kaltgehopft wurde. Schauen wir mal, ob diese Menge an unterschiedlichen Hopfen nicht „too much“ für dieses Bier ist.

Fruchtig-frisch nach Limonen und und Ananas duftet es aus dem Glas welches das beinahe klare, strohgelbe Bier beinhaltet. Der beim Einschenken üppig ausgebildete Schaum ist schneeweiß, feinporig und sehr stabil – das freut das Bierherz.

Im sehr voll wirkenden Antrunk verirren sich vereinzelte Orangen- und Grapefruitaromen die das Bier, als Gegenpol zur Herbe, sehr erfrischend wirken lassen. Die angesprochene Herbe fällt relativ moderat bis stark aus, wirkt aber ein wenig verloren. Anders als es erst den Anschein hatte, wirkt das Malz ein wenig zu schwach um der Hopfenherbe Paroli zu bieten, hier fehlt ein klein wenig Süße und Breite im Geschmack. Hopfenlastig fällt der Abgang aus, grasig-kräutigerartige Aromen kommen mit einem Hauch Zitrus zusammen und gestaltet den Abgang recht beschwingt und leicht – ehrlich gesagt fehlt es mir jedoch noch an Aroma.

stoertebeker_atlantik_ale_flascheIn der B-Note erhält das Atlantik Ale gute Noten. Angenehm dosierte Kohlensäure geht mit sehr weichem Wasser einher und erzeugt so eine durchweg gute Süffigkeit die lediglich von der etwas zu starken Herbe gebremst wird.

Ein sehr frisch wirkendes Als dem es leider ein wenig am Hopfenaroma mangelt. Vielleicht hätte man sich auf 2-3 Hopfensorten konzentrieren sollen anstatt solch eine breite Mischung zu wählen – trinkbar ist es aber dennoch gut. Daher gibts von mir für das Atlantik Ale, welches man durchaus als leichte Einsteigsdroge bezeichnen kann, drei Sterne.

Stammwürze: 11,4%

Alkoholgehalt: 5,1%

(3/5)







Bayerisch Nizza

bayerisch_nizza_clubbierBeim heutigen Testbier bin ich mir nicht so ganz sicher, ob es mehr Bier oder Lifestyleprodukt ist. Von der Gestaltung her wirkt das Bayerisch Nizza Clubbier minimalistisch und damit auch edel – damit weckt es natürlich gleich meine innere Stimme die mir sagt: „Ohje, Designerbier“. Der Name jedenfalls ist schnell erklärt, liegen die Wurzeln des Bieres doch in Aschaffenburg welches (angeblich) von König Ludwig I. aufgrund seines Klimes als „bayerisch Nizza“ bezeichnet wurde. Aber genug der Vorrede, auf zum Test.

Gelblich-orange sowie trüb liegt das Bier im Glas und bildet einen Finger breit fein- bis mittelporigen, weißen Schaum aus. Im sehr frisch wirkenden Duft verstecken sich Orangen, Grapefruit sowie ein Hauch Gewürze – die Mischung der Hopfensorten Citra, Chinook und Centennial leistet hier ganze Arbeit.

Der Antrunk wirkt frisch, feinperlig und hat ein recht neutrales Malzbett welches am ehesten in die Weizenecke tendiert – hier merkt man dem Bier seine bayerischen Wurzeln an. Geschmacklich ist das Bier in erster Linie hopfenlastig – Grapefruit, Kräuter, Heu sowie ein wenig Muskat sind schmeckbar und bilden, zusammen mit der wahrnehmbaren aber milden Herbe, einen sehr frischen Abgang der lediglich etwas Süße und Hopfenwürze im Mund hinterlässt.

bayerisch_nizza_clubbier_flascheAufgrund der Ausrichtung des Bieres ist die Kohlensäurenmenge etwas erhöht was nicht wirklich mein Fall ist, der Geschmackseindruck tröstet aber darüber hinweg. So manchem wird der Geschmack außerdem bekannt vorkommen, ähnelt dieser doch in gewisser Weise der Sommer Weiße von Schneider Weisse. Den Vergleich braucht das Bier von Christian Hans Müller aber nicht zu scheuen, ist es aufgrund seiner Vollmundigkeit und dem intensiveren Hopfenaroma in meinen Augen das bessere der beiden.

Gibt es Kritikpunkte? Nun, die Nutzung von Hopfenextrakt ist ein streitbarer Punkt – ich hätte ihn nicht genutzt. Ansonsten zeigt das Bayerisch Nizza Clubbier, dass es wirklich sehr gute Sommerbiere geben kann die geschmacklich auch mal eine andere Richtung einschlagen. Daher gehen für dieses Gebräu vier Sterne nach Aschaffenburg.

Alkoholgehalt: 5,3%

(4/5)







Duckstein Braumeister Edition No 3

duckstein_braumeister_edition_no_3Vor kurzem ist bei mir die Duckstein Braumeister Edition No. 3 aufgeschlagen – ein Dank hierfür geht ans Metro Genussblog. Man hat auch dieses Jahr wieder auf den Saphir Hopfen zurückgegriffen um ein sommerliches und erfrischendes Bier einzubrauen. Ob die diesjährige Ausgabe mit den Vorgängern mithalten kann zeigt der folgende Test.

Ein ordentlich frischer Geruch strömt aus dem Glas in dem es sich das kupferfarbene und klare Bier gemütlich gemacht hat. Der Schaum ist recht grob und leider nicht sehr standfest – Schade. Ansonsten ist das Bier schön anzusehen und der bereits angesprochene Duft macht mit seinem sommerlich-fruchtigen und ein wenig an Weißwein erinnernden Setup eine gute Figur.

Beim Antrunk stört sofort eine sehr starke Kohlensäure welche den Geschmack gleich in den Hintergrund drückt. Nach ein wenig Gegensteuern durch fachmännisches schwenken des Glases normalisiert sich die Situation ein wenig. Im süßlichen Malzkörper liegt ein wenig Karamell und ein Hauch von Rauch, im aufkommenden Abgang wird es trockener und der Hopfen kommt mit seiner Zitrus- und Grapefruitnote ein wenig hervor und auf der Zunge bildet sich ein angenehm herber Film.

duckstein_braumeister_edition_no_3_flascheLeider muss ich aber sagen, dass dieses Bier insgesamt etwas wässrig wirkt und man vom Malz auf lange Sicht nicht viel hat. Die starke Kohlensäure lenkt von diesem Umstand zwar ab, im späteren Trinkverlauf merkt man das aber immer mehr und so plätschert das Durckstein sehr langsam dahin.

Süffigkeit hätte man hier noch erreichen können, wäre da nicht die übertriebene Karbonisierung. So aber ist es nicht angenehm zu trinken und wird durch das langsame Trinken auch sehr schnell warm wodurch es hinten raus etwas pappig wirkt. Ich hätte mir nach den letzten Duckstein Bieren weitaus mehr versprochen, hier werden es aber tatsächlich nur zwei Sterne mit der Tendenz nach oben.

Alkoholgehalt: 4,8%

(2/5)







Camba Bavaria Stefan Dettl Firebeer

camba_bavaria_stefan_dettl_firebeerNach dem Lovebeer hat die Camba Bavaria gleich noch ein Bier nach dem Musiker Stefan Dettl – unter anderem Mitglied von LaBrassBanda – benannt bei dessen Schöpfung selbiger auch mitgewirkt hat: Das obergärige Fire Beer. Das Love Beer, welches ich leider nicht offiziell verkosten konnte, hat mir nicht so gut gefallen – beim Fire Beer war mein Eindruck auf der Braukunst-Live definitiv anders.

Dunkelbraun kommt es daher, das Firebeer, und grüßt den Genießer mit karamellig-fruchtigen Aromen im Geruch die auch ein wenig an Dörrobst erinnern. Die Schaumbildung ist nicht allzu ausgeprägt, das was da ist macht aber durch seine bräunliche Färbung und seine cremige Textur einen guten Eindruck.

camba_bavaria_stefan_dettl_firebeer_flascheDer Antrunk fällt in erster Linie recht süßlich-malzig aus bevor ein sanfter Schwall von Honig und Karamell daherkommt und aus dem Firebeer gleich zu Beginn eine runde Sache macht. Das minimal röstige und etwas erdige Malzaroma wird von einem mehr bitter wirkenden Hopfen begleitet der im Abgang recht floral wirkt aber das Malz keinesfalls dominiert sondern eher etwas bekömmlicher macht. Auch die sanfte Säure sowie die moussierende Kohlensäure sorgen hier für gute Trinkbarkeit und lassen keine Rückschlüsse auf die Stärke des Bieres – gefährlich.

Alles in allem erinnert mich das Firebeer ein wenig an den Chocolate Bock von Maisel and Friends wobei das Firebeer im Abgang weitaus trockner wirkt. Hier würde ich mir einen etwas weicheren Abgang wünschen aber vermutlich würde dann ein wenig „Fire“ fehlen. So oder so – hierbei handelt es sich um ein richtig gutes Strong Ale und daher gibts vier Sterne.

Stammwürze: 17,5%

Alkoholgehalt: 8%

(4/5)