Schlagwort-Archive: porter

Maisel & Friends Choco Porter

Ganz frisch auf den Markt gekommen ist das Choco Porter von Maisel & Friends aus dem oberfränkischen Bayreuth. Dieses dunkle Bier ergänzt die Liste bisherige dauerhaft verfügbarer Maisel & Friends Biere – man spricht hierbei vollmundig von einem Session-Craftbeer.  Ob dieses Gebräu so „sessionable“ ist wie behauptet wird oder nicht eher den Geschmackssinn betäubt zeigt der nun folgende Test.

Satt dunkelbraun eingefärbt steht das Bier im Glas und emittiert einen röstig-malzigen Geruch der durchaus an Zartbitterschokolade zu erinnern vermag. Die Schaumbildung ist ordentlich, leider zeigt sich der feinporig bis cremige Schaum aber nicht allzu standhaft.

Der Antrunk fällt danach überraschend leicht aus, bringt dabei aber eine ordentliche Portion Röstaromen auf die Zunge. Zartbitterschokolade, etwas Karamell, röstiges bis verbranntes Malz und vereinzelte Rauchnoten finden sich in dem dunklen Gebräu wieder, dazu eine feine Herbe die sich vor allem im Abgang vermehrt hervor wagt. Dieser fällt recht flott und unaufgeregt aus, ein Hauch Schokolade mitsamt gerösteten Haselnüssen bleibt auf den Geschmacksnerven zurück.

Alles in allem geht das Bier dabei ziemlich trocken zu Werke – dürfte also recht hoch vergoren sein (der Alkoholgehalt kommt nicht von ungefähr). Ein wenig leidet die Trinkbarkeit darunter aber schon, ob das Bier wirklich „sessionable“ ist wage ich daher auch ein klein wenig zu bezweifeln. Dem Geschmack tut dies allerdings keinen Abbruch, den empfinde ich für ein Porter hervorragend – die namensgebenden Schokoladenaromen dürfte aber gerne noch stärker vertreten sein.

Einen astreinen Porter haben die Bayreuther hier hingestellt, dürfte aber wegen mir gerne noch schokoladiger sein. Vier Sterne hierfür.

IBU: 22

Alkoholgehalt: 6,5%

Das Bier wurde mir kostenfrei zur Verfügung gestellt.

(4/5)







Hopper Bräu Dunkle Macht

hopper_braeu_dunkle_machtHeute darf es, nach längerer Zeit, mal wieder ein Porter sein. Ausgesucht habe ich mir dafür die Dunkle Macht vom Hamburger Hopper Bräu dessen helles Bier ich ja schon vor ein paar Monaten im Test hatte. Gehopft wurde dieses dunkle Bier mit den Sorten Taurus und Northern Brewer wobei der Hopfen hier sowieso kein allzu große Rolle spielt. So, genug der Vorrede – jetzt gibt es ein Bier!

Von der Farbe her braucht man nicht viel sagen – mit dunkelbraun bis schwarz liegt dieses im Rahmen der Erwartungen, auch der Schaum mit seiner feinporigen Textur und der bräunlichen Färbung enttäuscht nicht. In der Nase tummeln sich mannigfaltige Röstaromen, Kaffee, Kakao sowie etwas Rauch und Karamell sind wahrnehmbar.

Vom ersten Schluck an dominieren dann auch die Röststoffe den Geschmack dieses Bieres. Dabei ist es gerade ein rauchiges Schokoladenaroma gepaart mit etwas Kaffee und einem würzig-hopfigen Eindruck, was sich auf den Geschmacksnerven konsequent festsetzt. Damit einher geht eine feine Süße, etwas Toffee mit Lakritze und einem Hauch Vanille – das gefällt mir durchaus gut bisher. Der Abgang gibt sich trocken mit einer gut abgestimmten Herbe, die durchaus länger anhält ohne dabei unangenehm zu wirken.

hopper_braeu_dunkle_macht_flaschePositiv anzumerken ist auch, dass die geschmackliche Tiefe dieses Bieres im Verlauf nicht abnimmt, eher im Gegenteil. Gerade der rauchige Part – es ist schon mehr ein Smoked Porter – weiß zu gefallen, ist dabei aber nicht aufdringlich sondern passt sich gut ins Gesamtbild ein. Da auch die Kohlensäure gut dosiert wurde, ist dieses rauchig-schokoladige Gebräu auch von der Trinkbarkeit her wunderbar.

Endlich mal ein gutes, deutsches Porter. Rauchig-röstmalzig, komplexer und vor allem guter Geschmack. Feine Sache, vier Sterne gehen heute an die dunkle Macht vom Hopper Bräu.

Alkoholgehalt: 6,6%

(4/5)







Atwater Vanilla Java Porter

atwater_vanilla_java_porterWo doch die Temperaturen draußen sich gerade mal wieder im einstelligen Bereich befinden, wird es höchste Zeit sich mal wieder den dunkleren Seite des Bieres zuzuwenden. Daher habe ich heute das Vanilla Java Porter der Detroiter Atwater Brewery für euch im Test – gebraut, wie der Name schon sagt, mit Kaffee und Vanille. Klingt spannend, oder? Ab ins Glas damit!

Ein Schwall röstiger Malznoten strömt direkt nach dem Öffnen aus der Flasche. Vanille, etwas Kaffee, Schoko-Brownies und Karamell sind nur paar der mannigfaltigen Aromen, die das dunkelbraune bis schwarze Gebräu verströmt.

Stilgemäß fällt auch der Antrunk aus, es geht recht dünn und bisweilen hopfig-herb zu. Gleich danach macht sich auch der Vanillegeschmack, nebst süßlichem Karamell und Schokolade auf der Zunge breit – den Kaffee vermag man zu diesem Zeitpunkt maximal zu erahnen. Erst mit der Zeit bemerkt man eben diesen, welcher von nun an bei jedem Schluck dieser Röstaromenbombe mit dabei ist und das Aroma angenehm abrundet.

atwater_vanilla_java_porter_flascheEinziger, großer Kritikpunkt ist der vielleicht doch etwas arg schlanke Körper, hinten raus wirkt das Gebräu schon arg dünn und trocken. Gut für die Aromatik, die Trinkbarkeit leidet auch nicht merklich – jedoch dürfte es ruhig vollmundiger sein. Hat man sich dran gewöhnt, kann man sich jedoch sehr gut in dieses Bier hineintrinken und wird bis zum Schluß von einer tollen Aromatik begleitet. Als Bier zu einem Vanilleeis, als Begleitung zum Schokokuchen oder einem Espresso taugt das Vanilla Java Porter bestimmt.

Tolles Bier, einzig der übertrieben schlanke Körper sorgt für eine leichte Abwertung. Dennoch bekommt das Vanilla Java Porter heute knackige vier Sterne.

Alkholgehalt: 4,5%

(4/5)







Beavertown Imperial Lord Smog Almighty

beavertown_lord_smog_almightyWer mich kennt, der weiß, dass mich auch 35 Grad und Schwüle nicht vom Genuß starker, schwerer Biere abhalten können – im Gegenteil. Daher freue ich mich darauf, euch heute das Imperial Lord Smog Almighty der Londoner Bierspezialisten von Beavertown vorstellen zu dürfen. Es handelt sich dabei um einen Imperial Smoked Porter mit zweistelligen Alkoholgehalt. Klingt lecker, oder?

Gefährlich rauchig und röstmalzig nach Kaffee und Karamell duftet das schwarze Bier, es hat sich dabei unter einem feinporigen, braunen Schaumhäubchen versteckt.

Langsam läuft das ölige Bier über die Zunge, der Geschmackseindruck ist erstmal überwältigend. Erst nach einem kurzen Moment vermag man die Aromen ein wenig zu sortieren – darunter natürlich ein ordentlich rauchiges Aroma welches ein wenig an Holz und Kohle erinnert. Dazu kommt eine durchaus starke Süße, Karamell, Melasse, etwas Kaffee und Milchschokolade sowie eine subtile Fruchtigkeit von reifen Pflaumen. Das alles wird von einer merkbaren, jedoch nicht störenden Herbe begleitet die das Bier gerade im Abgang gut abzurunden weiß.

beavertown_lord_smog_almighty_doseJa, das Bier ist wirklich ordentlich süß, für mich persönlich hätte es da bei der Bittere ruhig noch eine Schippe mehr sein können. Nichts desto trotz ist dieses Gebräu unfassbar, wenn nicht gar gefährlich süffig – erstaunlich, denn die nackten Fakten würden jetzt nicht darauf hindeuten. Zugegeben, man muss mit Rauchbieren schon etwas anfangen können, ansonsten erinnert das Gebräu wohl zu stark an Aschenbecher.

Eine starke Nummer, süffig, malzig und ordentlich smoked. Etwas zu süß und pappig, daher gibts heute vier Sterne. Prost.

IBU: 75

Alkoholgehalt: 11%

(4/5)







To Øl Black Ball Porter

to_ol_black_ball_porterHeute ist mal wieder ein etwas dunkleres Bier dran, nämlich das Black Ball Porter von To Øl aus Dänemark. Daher kommt dieses Bier mit einer ordentlichen Mischung aus hellen und dunklen Braumalzen, Röstgerste, Haferflocken, ein wenig speziellem Zucker sowie einer Hopfung bestehend aus den Sorten Simcoe, Centennial und Cascade. Klingt spannend, oder? Dann mal los mit dem Test…

Ja holla, da lacht das Biertesterherz. Langsam fließt das dunkelbraune Bier in sein Glas, bildet eine cremig texturierte, braungefärbte Schaumhaube aus und duftet herrlich nach Schokolade, Lakritze, Mokka und Keksen. Vorfreude…

Im ersten Schluck sind leicht rauchige Aromen zu erkennen, Zartbitterschokolade geht mit einer angenehmen Süße einher, zudem etwas Kaffee und weitere Röstaromen. Dabei geht es für meinen Geschmack etwas zu alkoholisch zu und man hat den Eindruck, dass man es mit deutlich mehr als den acht Volumenprozent zu tun hat – der Malzkörper müsste den Alkohol viel besser kaschieren.

to_ol_black_ball_porter_flascheIm Abgang wirkt es mir ebenfalls ein wenig unrund, etwas weniger Herbe und Kohlensäure wäre hier angebracht gewesen – das erwartet samtige Mundgefühl bleibt leider aus. Vereinzelt verstecken sich in dem Gebräu Aromen dunkler Früchte, diese zeigen sich vermehrt erst im Trinkverlauf wenn man sich an die doch durchaus intensive Röstaromatik gewöhnt hat.

Vermutlich klang der Test jetzt viel zu negativ, das Black Ball Porter ist eigentlich richtig gut – hat nur mit einzelnen Schwächen zu kämpfen. Nach langem hin und her gebe ich dem Black Ball vier Sterne.

Alkoholgehalt: 8%

(4/5)







Lausitzer Porter

lausitzer_porterDem ein oder anderen von euch wird mein heutiger Testkandidat vielleicht untergekommen sein – es handelt sich um das Lausitzer Porter der Löbauer Bergquell Brauerei. Traditionell soll dieses Bier sein, wurde es doch in ähnlicher Form bereits Ende des 19. Jahrhunderts in der Lausitz gebraut. Mir wurde dieses Bier freundlicherweise mitgebracht, zusammen mit der Hardcore-Variante Erdbeer-Porter…heute stelle ich euch aber erstmal die „Standard-Variante“ vor.

Der Schaum, der das dunkelbraune bis schwarze Bier Getränk bedeckt, fällt ein wenig grobporig aus, die Standfestigkeit geht gerade noch in Ordnung. In der Nase finden sich würzige Hopfennoten, etwas Rauch und Metall.

lausitzer_porter_flascheAch du meine Güte ist das süß, das hält man ja kaum aus. Geschmacklich liegt das, was gerade auf meiner Zunge liegt, irgendwo zwischen Malzbier und einem Milk-Stout (so etwa im Verhältnis 95:5). Vereinzelte Röstaromen sind da, gehen aber in einem leicht karamelligen Zuckerschwall des mastigen Bieres komplett unter. Der Abgang ist dementsprechend pappig-süß, Hopfen sucht man vergebens.

Gut, das war nun ein kurzes Gastspiel – das kriege ich nicht runter und daher gibt es die (schon lange nicht mehr vergebene) Mindestwertung von einem Stern.

Alkoholgehalt: 4,4%

(1/5)







Brewdog Alice Porter

brewdog_alice_porterErster Biertest im September, es wird allmählich wieder kühler – Zeit, sich wieder der dunklen Seite des Bieres zuzuwenden. Vorstellen möchte ich euch daher heute das Alice Porter, eines der vier Seasonals der schottischen Craftbeerspezialisten von Brewdog. Das Bier gab es bereits schonmal vor fünf Jahren, wurde damals aber noch nach einem anderen Rezept gebraut und hatte einen höheren Alkoholgehalt als die heutige Version.

In der Nase ist schonmal einiges los, Aromen von Kaffee, Melasse, Pflaumen sowie auch Karamell und Schokolade. Auch vom optischen her macht das dunkelbraune bis schwarze Bier mit seinem cremig-feinen, braunen Schaum eine gute Figur.

Wirkt das Bier im ersten Moment etwas wässrig, kommen nach einem kurzen Augenblick sehr trocken wirkende Röstaromen auf die Zunge. Gerade Kaffee und Schokolade sind da federführend, etwas Säure ist mit dabei wie auch im Abgang aufkommende Aromen von Dörrobst. Dabei ist das Mundgefühl weich, jedoch nicht vollmundig was auch der sehr trockene Abgang unterstreicht. Hier finden sich, nebst einer moderaten Herbe, Aromen von Tabak und Kaffe sowie würzige Hopfenaromen.

brewdog_alice_porter_flascheSehr spannendes wie aber auch komplexes Bier welches aufgrund seines nicht zu vollen Körpers und fehlender Süße sehr süffig daher kommt. Oftmals wirken Porter oder auch Dry Stouts sperrig und trinken sich recht langsam, nicht so das Alice Porter. Gut, als sessionable würde ich es nun nicht bezeichnen, jedoch weiß das Bier mit seinem ausgewogenen Geschmack und der Trockenheit auch auf Dauer zu gefallen.

Ein feines Porter haben die Schotten da wieder auf die Beine gestellt. Lecker, süffig und nicht zu stark. Mir sind das heute vier Sterne wert.

Alkoholgehalt: 5,2%

(4/5)







Anchor Brewing Porter

anchor_brewing_porterMan muss sich das mal vorstellen: Seit 1972 wird das Anchor Brewing Porter bereits gebraut – lange Zeit, bevor hierzulande eine nennenswerte Menge an Menschen überhaupt wusste, was ein Porter ist. Spannend ist zudem, dass es sich dabei um ein Single Hop Bier handelt, einzig und allein die Hopfensorte Northern Brewer („Nordbrauer“) wurde bei diesem dunklen Bier verwendet. Bin gespannt, ob das Bier immernoch so gut ist wie ich es in Erinnerung habe.

Angenehm röstig duftet es aus dem Glas in dem es sich das dunkelbrauns bis schwarzfarbene Bier gemütlich gemacht hat. Der fein-cremige und stabile Schaum mit seiner bräunlichen Färbung rundet den gelungenen optischen Ersteindruck ab.

Der Antrunk fällt röstmalzig-weich aus, es dominieren malzige Aromen von Kaffee, Vanille, etwas Karamell und Rauch. Dabei wirkt das wunderbar karbonisierte Bier relativ herb, hat gerade im Abgang einen angenehm würziges Hopfenaroma welches den durchaus starken Röstmalzcharakter sehr angenehm abzurunden weiß.

anchor_brewing_porter_flascheMit der Zeit setzt sich ein wenig Süße durch, es erinnert ein leicht an dunklen Zucker oder Melasse, hat zudem einen Hauch Lakritze mit dabei. Dabei wirkt das Bier sehr süffig und zu keinem Zeitpunkt langweilig – im Gegenteil, gewinnt es im Verlauf noch weiter an Aroma und Intensität.

Ist noch Luft nach oben? Ja, aber nicht sehr viel. Beim Anchor Brewing Porter handelt es sich um einen beinahe perfekten Vertreter dieses alten Bierstils – von mir gibt es vier Sterne.

Das Anchor Portet solltet ihr mal probiert haben. Hier könnt ihr es bestellen.

Alkoholgehalt: 5,6%

(4/5)







Evil Twin Ashtray Heart

evil_twin_ashtray_heartIch freue mich, euch heute erneut ein Bier von Evil Twin vorstellen zu können. Zur Abwechslung gibt es von dem dänischen Gypsy-Brewer heute aber mal keine Hopfenbombe sondern mit dem Ashtray Heart ein Smoked Porter. Es ist schon erstaunlich, welche Qualität die Biere des „bösen Zwillings“ durch die Bank haben und wie sie geschmacklich immer ganz oben mit dabei sind. Ich will nichts vorweg nehmen, aber ich denke mal, es wird bei diesem Porter, welches bei der Two Roads Brewing Company gebraut wird, nichts anders sein.

In der Nase macht dieses schwarze, undurchsichtige Gebräu seinem Namen alle Ehre. Es riecht rauchig, nach Holzfeuer und Asche. Dazu kommt schwere, alkoholische Süße mit vereinzelten Röstaromen.

Anders als erwartet fällt das Bier im Geschmack nicht direkt mit muffig-schweren Raucharomen auf, mehr geht es in Richtung schwarzgeräuchertes mit stark holzig-aschiger Note. Das Malzbett darunter ist nur leicht süßlich und tendiert mehr in die trockene Ecke. Dazu kommt etwas Karamell sowie einiges an Röstaromen, Vanille und Kaffeebohnen stehen im Vordergrund. Dazu gesellt sich eine recht intensive Herbe die das komplexe Bier etwas abzurunden versucht – im Abgang gelingt dies dann sogar zum Teil.

evil_twin_ashtray_heart_flaschePuh, durchatmen. Dieses Porter ist definitiv nichts für schwache Gemüter, auch wenn das Raucharoma nicht von dem ansonsten vielzitierten „Schinkengeschmack“ dominiert wird, wird sich hier der ungeübte Genießer schwer tun. Mir, als jemand der es durchaus rauchig-torfig mag, sagt das Bier aber durchaus zu, kann es auch mit seiner angenehmen Kohlensäure und – trotz der Komplexität – vorhandenen Drinkability punkten.

Sicherlich nichts für jeden Tag, gerade im Winter kann ich mir dieses Smoked Porter aber sehr gut vorstellen. Von mir gibts heute vier Sterne.

Alkohlgehalt: 8,9%

(4/5)







Sierra Nevada Porter

sierra_nevada_porterSierra Nevada ist den meisten Craftbeer-Fans ein Begriff den ich nicht großartig erklären muss. Ein wenig Schade ist jedoch, dass man meistens nur die hopfenbetonten IPAs/Pale Ales in den Reviews sieht, kaum aber die anderen Sorten. Dabei haben die Kalifornier durchaus ein reichhaltiges Portfolio, angefangen beim Pils bis hin zum Barley Wine. Vorstellen werde ich euch daher heute das Porter, ein – in meinen Augen – gerade bei uns stark vernachlässigter Bierstil. Los gehts.

In der Nase gibt sich das Porter nussig-malzig, etwas Schokolade und Kaffee sind ebenso dabei wie getrocknete Pflaumen. Richtig schön dunkel- bis nussbraun liegt dabei im Glas, gekrönt von einem cremig-feinen, bräunlichen Schaum.

Trotz seiner etwas stärkeren Karbonisierung sorgt das Porter für ein cremig-feines, volles Mundgefühl. Röstmalzaromen wie Schokolade, gepaart mit etwas Karamell, Kaffee und Haselnüssen sind schmeckbar und geben dem Bier eine sehr schöne röstmalzige Note die allerdings nie zu aufdringlich oder gar störend wirkt. Einher geht das mit einer sehr leichten Bittere die gerade ausreicht, um einen sanften Kick am Gaumen zu erzeugen während das Bier recht trocken an selbigen entlang fließt.

sierra_nevada_porter_flascheVom Hopfen merkt man, außer einer würzigen, kräuterigen Komponente, nicht viel was nun aber auch nicht überrascht. Trotz der eingangs erwähnten, erhöhten Spritzigkeit lässt sich das Porter angenehm trinken, bietet mit den aufkommenden Noten von Trockenfrüchten gerade im Abgang nochmal eine Abwechslung von dem ansonsten sehr runden Malzkörper.

Ein schönes Porter, nicht perfekt aber dennoch lecker. Von mir gibts hierfür vier Sterne.

Wollt ihr das Sierra Nevada Porter auch mal probieren? Dann probiert meine Biersuche aus.

Stammwürze: 14,5%

Alkoholgehalt: 5,6%

(4/5)