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Siren Ryesing Tides IPA

siren_ryesing_tides_ipaIch muss zugeben, die Biere von Siren aus dem britischen Finchampstead sind bei mir Daueranwärter auf Höchstwertungen. Qualitativ wie geschmacklich passt bei denen einfach alles und so wäre ich nicht verwundert, wenn mein heutiger Testkandidat – das Ryesing Tides IPA – sich in die Reihe der vortrefflichen Biere einreiht. Gebraut wurde das India Pale Ale, wie der Name schon sagt, unter anderem unter Zugabe von Roggenmalz, als Hopfen dienen die Sorten Simcoe und Mosaic.

Leicht eingetrübt kommt das orange- bis bernsteinfarbene Bier daher, oben auf cremiger, weißfarbener Schaum. Im Glas verströmt das obergärige Gebräu den Duft reifer Blutorangen, Grapefruit, Limetten und bietet zudem ein leicht kräuterartiges Finish.

Auf der Zunge angekommen wirkt das Bier sehr weich und harmonisch. Samtig-feines, leicht brotiges Malz mischt sich mit floralen und zitrusartigen Hopfennoten, ein Hauch Karamell und Süße sorgen zudem für einen vollmundigen Eindruck und ein allgemein angenehmes Mundgefühl. Im Abgang lässt das Bier auch die für ein India Pale Ale typische Herbe nicht vermissen, es wirkt etwas schlanker aber dennoch weiterhin sehr und und gut ausbalanciert und kann mit einem noch etwas stärker hervorstechenden Grapefruitaroma punkten.

siren_ryesing_tides_ipa_flascheRecht süffig geht das mild karbonisierte Bier zu Werke – hier macht ein jeder Schluck einfach Spaß. Den Alkoholgehalt von doch immerhin 7 Volumenprozent merkt man nur am Rande, man möchte das Glas eigentlich gar nicht aus der Hand geben. Und so ist es kaum verwunderlich, dass sich selbiges schnell leert – begleitet von feinen Zitrusaromen die bis zum Schluss hin jeden Schluck des enorm weichen IPAs flankieren.

Eine richtig schöne, runde Sache haben die Craftbeer-Spezialisten von Siren da wieder gebraut. Zwar reicht es nicht für die Topwertung, die vier Sterne für das Ryesing Tides können sich dennoch sehen lassen! Einen Eintrag in die Bestenliste gibts zudem obendrauf.

Alkoholgehalt: 7%

(4/5)







Brauhaus Brandmeier Cadolzburger Roggen

brauhaus_brandmeier_cadolzburger_roggenCadolzburg – Wo soll das denn sein? Zwei Klicks später ist zumindest klar, dass es sich hierbei um ein Städtchen im mittelfränkischen Landkreis Fürth handelt. Gebraut wird vor Ort erst seit 2013 womit das Brauhaus Brandmeier eine noch sehr junge Brauerei darstellt. Umso schöner zu sehen, dass man sich dem handwerklichen Brauen verschrieben hat und, neben z.B. einem IPA oder einem Porter, auch ein Roggenbier im Sortiment hat…und das stelle ich euch heute vor.

Besonders üppig war der bräunliche Schaum des kastanienbraunen Bieres nun nicht, ein kleiner Film von sehr feinen Bläschen ist jedoch geblieben und weigert sich standhaft zu verschwinden. Im Duft finden sich viel Vollkornbrot, Kekse, getrocknete Früchten und etwas Hefe.

Recht flott fällt der Antrunk aus, süßlich-brotiges Malz geht mit getrocknete Pflaumen und Nüssen einher. Auch Röstaromen sind mit dabei, entfalten sich aber vornehmlich erst im Abgang der ansonsten fruchtig-voll und lediglich sehr leicht gehopft ausfällt (was aber zu dem Bier passt).

brauhaus_brandmeier_cadolzburger_roggen_flascheDie Karbonisierung mag dem ein oder anderen etwas zu stark sein, ich empfinde sie als gerade passend für das leicht ölig wirkende Bier. Im Malzkörper stecken im Trinkverlauf auch noch Aromen von Pumpernickel, etwas Karamell und Haselnüsse, außerdem wird der Fruchteindruck im Verlauf stärker und stört ein wenig – ich hätte mir mehr brotige Schwere erhofft.

Gar nicht übel, das Cadolzburger Roggen. Süffig, malzig, mir aber etwas zu fruchtig. Ausgewogen und lecker – für mich schrammt es knapp an der nächstbesten Wertung vorbei und somit sind das heute drei Sterne.

Alkoholgehalt: 5,4%

(3/5)







Jopen Jacobus RPA

jopen_jacobus_rpaEin paar Auszeichnungen hat das Rye Pale Ale der Brauerei Jopen aus dem holländischen Haarlem ja schon bekommen, darunter zweimal die Bronzemedaille beim World Beer Cup 2012 und 2013. Biere, die unter Einsatz von alternativen Getreidesorten gebraut werden, mag ich persönlich recht gerne, bringen z.B. Dinkel und Roggen mehr Tiefe und Intensität ins Malz was man sonst oftmals vergebens sucht. Schauen wir doch mal, obs beim kleinen Holländer genauso ist.

Kastanienbraun präsentiert sich das brotig-süß und nach Honig duftende, opale Bier im Glas und bildet einen feinporigen, bräunlichen Schaum aus. Dieser ist zwar nicht besonders üppig, überzeugt aber mit seiner Standhaftigkeit.

Der erste Schluck wirkt interessant, ein trockener Schwall aus Röstaromen, Holz und Brot wandert über die Zunge und hat ein wenig Hopfenbittere im Gepäck die sofort adstringierend auf selbige wirkt. Mit den genutzten Hopfensorten – Cascade und Simcoe – ist man recht sparsam umgegangen, findet sich lediglich spät im Abgang etwas von der Aromatik für die die beiden Sorten bekannt sind. Man muss aber auch sagen, dass das recht würzige Malz es dem Hopfen auch schwer macht, richtige Akzente zu setzen und so bleibt es größtenteils bei der teilweise recht starken Bitterwirkung von der man auch lang nach dem Genuß noch etwas hat.

jopen_jacobus_rpa_flascheHat man sich erst an den etwas eigenwilligen und unrunden, etwas rassen Geschmack gewöhnt, so lässt sich das RPA sehr gut trinken. Viel Kohlensäure hat es nicht, eine moderate Süße sowie das Fehlen eines jeglichen Alkoholgeschmacks machen das Bier süffig. Dazu gesellt sich auch ein im Trinkverlauf aufkommender Geschmack nach Trockenfrüchten und Pflaumen.

Gewöhnungsbedürftig, zum Ende hin aber immer besser. Das ist mein Fazit für das Jacobus RPA der Brauerei Jopen – bei mir gibts dafür heute gute drei Sterne.

Alkoholgehalt: 5,3%

(3/5)







Schoppe Bräu Black Flag

schoppe_braeu_black_flagAus Berlin möchte ich euch heute das Black Flag vorstellen, einen Imperial Stout gebraut von Schoppe Bräu. Leider habe ich eine Flasche ohne Etikett da ich mir dieses Exemplar direkt vor Ort in Berlin mitnehmen konnte als die Etiketten noch nicht geklebt waren. Ihr seht schon, dieses Bier ist noch sehr frisch auf dem Markt und ich freue mich jetzt auf den Test.

Optisch lässt dieser Imperial Stout keine Wünsche offen. Stabil steht der cremige, bräunlich-beige Schaum auf dem im Glas nachtschwarz wirkenden Gebräu. Im Geruch finden sich röstmalzige Aromen von Kaffee, ein wenig Schokolade sowie der Geruch dunkler Beeren – die Vorfreude wächst!

Der erste Schluck fällt sehr samtig aus, im leicht säuerlichen Malz findet sich eine Fülle von Röstaromen wieder von denen in erster Linie der Kaffee im Vordergrund steht. Etwas Zartbitterschokolade, Vanille und Pflaumen mischen ebenso mit bevor eine starke, jedoch nicht übertriebene, Herbe aufkommt die das recht intensive Malzbett abzurunden beginnt. Passend dazu gesellen sich die bereits im Geruch aufgefallenen Aromen von Blau-, Waldbeeren und Kirschen zusammen mit etwas Kräutern und sorgen somit für einen knackig-fruchtigen Abgang.

Für meinen Geschmack ist dieser Stout ein wenig zu spritzig, wirkt ansonsten aber recht mild und ausgewogen – vielleicht ist das Black Flag sogar ein klein wenig zu rund geworden. Auch wenn der Alkohol schmeckbar herauskommt wirkt das trockene Bier nicht so schwer wie andere Vertreter seiner Zunft was die Trinkbarkeit der Bieres unterstützt.

Ich sag mal so: Für die Höchstwertung reicht es für das Black Flag nicht, jedoch hat Thorsten Schoppe hier einen sehr geschmackvollen und gut trinkbaren Imperial Stout gebraut der mir volle vier Sterne wert ist – solltet ihr auf jeden Fall mal probieren.

Alkoholgehalt: 9%

(4/5)







Weißbräu Schwendl Don No. 4 Roggnbock

weissbraeu_schwendl_don_no4_roggnbockAuf den heutigen Test freue ich mich schon sehr, habe ich den Don No. 4 Roggnbock vom Weißbräu Schwendl aus Tacherting doch schon vor etwas mehr als einem Jahr indirekt vorausgesagt. Gerade Biere mit alternativen Getreidesorten haben es mir ja an sich angetan, heben diese sich doch oftmals geschmacklich von anderen, ähnlichen Biere ab. Los gehts!

Kaum ist die Flasche geöffnet, strömt auch schon ein fruchtig-brotiger Geruch heraus. Passend zum Duft nach reifen Bananen und einem Hauch Zitrus passt das trübe, gelblich-orange Bier mit seiner feinporigen, weißlichen Schaumhaube. Jetzt naht der erste Schluck.

Erwartungsgemäß brotig fällt der erste Schluck aus, eine feine Säure strömt über die Zunge und geht mit einer karamelligen Süße einher. Dazu mischen sich Aromen von Zitrusfrüchten, ein wenig Hefe sowie der bereits erwähnte Bananengeschmack. Insgesamt fällt der Geschmackseindruck frisch-fruchtig aus und lässt kaum auf den Alkoholgehalt schließen was auch durch eine leichte Herbe bedingt wird. Diese wirkt aber lediglich unterstützend und sorgt dafür, dass das Gebräu nicht zu süß rüberkommt.

Ein wenig brotiger hätte das Malzbett durchaus ausfallen können, jedoch kann man durchaus das Getreide leicht wahrnehmen was ein wenig an leckere Roggensemmeln (Brötchen für unsere Nordlichter) vom Bäcker erinnert. Passend zum frischen Charakter fällt auch die Kohlensäure aus, die zwar spritzig ist aber nicht übertrieben wirkt.

weissbraeu_schwendl_don_no4_roggnbock_flascheBeim Weißbräu Schwendl kennt man sich mit alternativen Braugetreiden aus – das merkt man. Der Don No. 4 Roggnbock fällt mir lediglich ein wenig zu süß aus und könnte in meinen Augen gerne noch brotiger sein. Ansonsten bin ich quasi wunschlos glücklich und komme für dieses Starkbier auf volle vier Sterne. Prost!

Alkoholgehalt: 6,8%

(4/5)







Brauerei Drei Kronen Schäazer Roggn

drei_kronen_schaeazer_roggnDas schöne an der fränkische Brauereivielfalt ist unter anderem, dass man immer wieder Biere von Brauereien auf den Tisch bekommt von denen man noch nie gehört hat. Dazu gehört die Drei Kronen Brauerei aus dem oberfränkischen Scheßlitz welches nordöstlich von Bamberg gelegen ist und deren Roggenbier ich heute vor mir habe. Ab ins Seidla damit!

Gleich beim Einschenken fallen dicke Hefebrocken durch das sehr trübe, orangefarbene Bier nach unten. Dabei bildet es einen riesigen Haufen cremig-texturierten Schaum und verströmt einen malzig-brotigen und leicht süßlich-fruchtigen Geruch.

Und es legt auch gleich richtig gut los. Der Antrunk ist nicht gar so brotig wie erwartet, dennoch intensiv und sehr vollmundig. Feiner Malzgeschmack mit einem Hauch Honig wird von leicht würzigen Hopfenaromen begleitet und hinterlässt im Abgang einen süßlich-säuerlichen Geschmack mit fruchtigen Aromen – darunter Birne und Äpfel. Besonders gut gefällt mir hier dieses sehr volle Mundgefühl gepaart mit recht wenig Kohlensäure was zu einer starken Süffigkeit führt.

Im Gegensatz zu anderen Roggenbieren fällt der Malzeinsatz hier nicht gar so stark auf, leicht brotig wirkt es zwar aber dennoch ordnet es sich eher unter. Die Hefe merkt man, von der Fruchtigkeit abgesehen, nicht wirklich aber vermutlich trägt sie ihren Teil zu diesem herrlich leckeren Bier bei. Das Schäazer Roggn schmeckt mir richtig gut, ausgewogen, vollmundig und sehr süffig – da gebe ich doch gerne vier Sterne.

Alkoholgehalt: 5,5%

(4/5)







Weißbräu Schwendl Schalchner Rogg’n

Roggenbier! Bereits in der Vergangenheit war ich von den obergärigen Roggenbieren stets angetan und so freu ich mich auf das Schalchner Rogg’n des Weißbräu Schwendl aus Tacherting umso mehr. Der Bräu hat ja vor nicht allzu langer Zeit den European Beer Star in Gold für sein 5-Korn Bier erhalten und nicht zuletzt dadurch erhoffe ich mir von dem heutigen Kandidaten so einiges.

Fruchtig-frisch und leicht hefig duftet es aus dem Glas welches dem trüben, gelben bis hellbraunen Bier ein schönes zu Hause bietet. Im Bier schwimmen vereinzelt kleine Hefestücken und unter dem feinporigen, weiß leuchtenden Schaum blubbert es ein klein wenig vor sich hin. Schön!

Der Antrunk ist auffällig ausgewogen und mild. Erst nach wenigen Momenten macht sich ein leicht brotiger Geschmack im Mund breit welcher mit einem zitrusartigen Hopfenaroma einhergeht und zusammen mit der leicht bananig wirkenden Hefe eine toll ausbalancierte Geschmackskomposition bildet. Im weiteren Verlauf kommt der Roggen immer mehr heraus und man bekommt diesen typischen Eindruck, als würde man mitten in einer Bäckerei stehen – man riecht und schmeckt fast nur noch Brot.

Passend zum vollmundig und süffig wirkendem Malz sprudelt das Bier kaum und man kann es gemütlich vor sich hin trinken. Sehr süffig, lecker und vor allem so weich und mild abgestimmt, dass es sehr bekömmlich wirkt. Zum Schluß hin rückt die Fruchtigkeit etwas mehr in den Vordergrund und sorgt dafür, dass man nicht mehr damit aufhören kann, das Glas immer und immer wieder zum Mund zu führen.

Das Schalchner Rogg’n ist ein tolles Bier bei dem einfach alles wunderbar aufeinander abgestimmt ist, süffig ist und einfach lecker schmeckt. Warum ich dem Rogg’n trotzdem „nur“ vier Sterne gebe? Nun, ich will mir noch etwas Luft nach oben lassen…vielleicht gibts ja irgendwann mal ein Roggen-Festbier oder einen Roggen Bock mit diesem Setup. Dennoch Glückwunsch nach Tacherting für dieses gelungene Bier.

Gebraut nach dem Reinheitsgebot.

Alkoholgehalt: 4,9%

(4/5)







Störtebeker Roggen-Weizen

Nachdem Bernstein-Weizen gibts heute wieder eine Spezialität aus dem Hause Störterbeker aus Stralsund: Ein Roggen-Weizen. Biere mit Roggenanteil sind ja bekannt dafür, eher getreidig und trocken zu sein weshalb ich gespannt bin, wie das mit den typisch fruchtig-säuerlichen Noten eines Weißbiers harmonieren wird.

Kastanienbraun präsentiert sich dieses naturtrübe Hefeweizen nachdem es problemlos seinen Weg von der schön designten Flasche ins Weizenglas gefunden hat. Die Schaumbildung ist vorbildlich, hält sich der feinporige, leicht bräunlich-weiße Schaum doch sehr zäh auf dem Bier. Der Geruch ist rustikal bis nicht definierbar. Ein wenig säuerlich, würzig…ich bin ein wenig indifferent.

Der Antrunk ist sehr getreidig und würzig. Der Roggeneinschlag ist definitiv wahr zu nehmen und steht bei jedem Schluck im Vordergrund. Nur langsam schiebt sich das recht schwer wirkende Gebräu über die Zunge um dann den Weg für das Hopfenaroma frei zu machen welches…ja, welches eigentlich ausbleibt. Es wirkt hinten raus ein wenig fruchtig was angesichts des starken Getreides leider untergeht. Die Hefe wirkt ein wenig muffig und scheint zum Geschmack nicht sonderlich viel beizutragen außer eben ein Standard-Hefearoma.

Das recht trocken wirkende Bier wird dank der gut dosierten Kohlensäure etwas trinkbarer gemacht – ich glaube, noch etwas weniger davon und das Weizen wäre so schwer, dass man es nicht mehr runterkriegen könnte. Mit der Zeit kommt etwas mehr Säure durch was der Bekömmlichkeit dieses norddeutschen Gebräus zuträglich ist.

Insgesamt muss ich sagen, dass ich von diesem Bier nicht überzeugt bin. Ich hätte mir etwas Fruchtigkeit und auch Tiefe im Malz gewünscht ebenso wie eine etwas geschmackvollere Hefe. Von Süffigkeit leider keine Spur, ich werde mir den Rest aber reinzwängen weshalb es für dieses Roggen-Weißbier von mit zwei Sterne gibt.

Gebraut nach dem Reinheitsgebot.

Stammwürze: 12,9%

Alkoholgehalt: 5,3%

(2/5)







Zimmerer Old Rogg

Aus Pappenheim hat mich anläßlich des Oster Bierwichtelns 2012 unter anderem das Zimmerer Old Rogg erreicht – seines Zeichens ein Roggenbier. Gebraut wurde dieses Bier in der Sudpfanne des Hechtbräu Zimmern. Ich bin sehr gespannt auf dieses Kleinod gerade, da mein letztes Roggenbier lange her ist.

Flasche mit Bügelverschluß – das fängt schonmal super an. Das Etikett ist schlicht und einfach und lenkt damit nicht vom eigentlich Inhalt der Flasche ab. Das trübe Bier hat eine bernsteindunkle, fast braune Farbe und wird von einem leicht bräunlichen und mittelporigen Schaum bedeckt. Vom Geruch her ist eher als brotig und würzig einzustufen mit einer leicht fruchtigen Note.

Sehr malzig und körnig gibt sich der Antrunk des Old Rogg, welches mit 70% Roggenmalz eingebraut wurde. Durchaus vollmundig schon zu Beginn mit einer leichten, durchaus angenehmen sauren Note im Abgang. Die Hopfung ist sehr mild ausgefallen und sorgt für etwas Fruchtigkeit in dem ansonsten sehr malzstarken Gebräu. Urig, würzig aber nicht gar so schwer wie ähnliche malzbetonte Biere. Zum Mittelteil kommt die fruchtige Süße etwas mehr raus und rundet den brotigen Charakter des Bieres ab.

Kohlensäure ist definitiv kein Thema – diese ist perfekt auf das Bier abgestimmt und unterstützt die Süffigkeit, welche hier definitiv vorhanden ist und Lust auf mehr macht. Empfehlen würde ich zu diesem Bier eine deftige Brotzeit mit einem starken Bauernbrot als Gegenpart. Einfach lecker.

Kritik? Na ja, die Schaumbildung war nicht so toll und zum Ende hin kam es mir fast ein klein wenig zu süß rüber. Dabei handelt es sich aber definitiv um jammern auf hohen Niveau. Das Old Rogg des Hechtbräu Zimmern ist ein sehr leckeres Bier und sollte definitiv mal probiert werden. 4 Sterne!

Gebraut nach dem Reinheitsgebot.

Stammwürze: 13,5%

Alkoholgehalt: 5,5%

(4/5)