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Gruthaus Imperial Cold Brew

Heute möchte ich euch – nach ein paar Tagen Pause – das Imperial Cold Brew der Gruthaus Brauerei aus Münster vorstellen. Dabei wurde ein sog. „Cold Brew“ aus einer ganz bestimmten Kaffeesorten hergestellt, der dem Bier zur Gärung zugegeben wurde (mehr zur Entstehung des Bieres findet ihr hier). Kaffee im Bier ist immer eine etwas diffizile Sache, es kann schnell zu herb werden und auch das in den Bohnen enthaltene Öl kann sich negativ auf den Schaum auswirken…viele Herausforderungen also für die Gruthaus Brauerei. Schauen wir doch mal, was sie da zusammen gebraut haben…

In der Nase macht das nachtschwarze Bier auf jeden Fall schon mal einiges her. Erwartungsgemäß strömt einiges an Kaffeearomen aus dem Glas, dazu etwas Karamell, Kakao und Nüsse. Auch der Schaum macht mit seiner cremigen Konsistenz und der bräunlichen Färbung eine gute Figur.

Der Antrunk fällt angenehm weich und leicht süßlich aus, wenige Augenblicke später wird man auch schon von einem herrlich röstigen Kaffeearoma begrüßt. Dieses fällt dabei kaum herb aus sondern punktet mit einem feinen, von Kakao, Schokolade und Nüssen begleiteten Kaffeegeschmack. Gerade zum Abgang hin intensiviert sich der Eindruck weiter, etwas Karamell kommt dazu und rundet dieses Stout angenehm ab.

Im Trinkverlauf des perfekt karbonisierten Bieres tauchen dann auch vereinzelt Beerenaromen auf und reichern somit den eh schon komplexen Geschmack weiter an. Dazu kommt ein samtig-weiches Mundgefühl sowie der aromatisch-röstigen Kick vom verwendeten Roggenröstmalz. Ich muss sagen, das Imperial Cold Brew schmeckt mir richtig gut – vom Koffeingehalt, der in etwas im Bereich einer normalen Cola liegt, mal ganz abgesehen…ein richtiger Wachmacher.

Klasse Bier hat man da in Münster in Kooperation mit dem Kaffeeröster Herr Hase zusammengebraut. Von mir gibt es hierfür sehr gute vier Sterne und die Erkenntnis, dass ich unbedingt mehr davon brauche.

Stammwürze: 17%

Alkoholgehalt: 7%

Dieses Bier wurde mir kostenfrei zur Verfügung gestellt.

(4/5)







Wild Beer Millionaire

wild_beer_millionaireHeute ist internationaler Stout Tag, Grund genug mir wieder ein sehr interessantes Bier aus dem Kühlschrank zu holen – dass es ein Stout ist, versteht sich von selbst. Im Test habe ich heute für euch das Millionaire von Wild Beer aus – wie könnte es anders sein – Großbritannien, genauer gesagt aus Cheltenham. Was dieses Bier auszeichnet? Nun, es ist ein Milk Stout, welches mit Karamell, Kakaobohnen und Meersalz verfeinert wurde. Klingt wild? Aber Hallo…ob es denn auch schmeckt? Hier der Test…

In der Nase des dunkelbraunen bis schwarzgefärbten Bieres findet sich viel Kakao sowie etwas Karamell und Malz. Der Schaum ist von cremiger Textur und passt mit seiner braunen Färbung wunderbar zum Bier.

Für ein BIer mit dieser Stärke (wir reden von 4,7% Alkohol) wirkt es sehr vollmundig und kann schon fast als viskos bezeichnet werden. Süße Malz- und Schokoladenaromen wandern über die Zunge und werden dabei von einem Hauch Salz und einer starken Süße begleitet. Im Abgang kommen die Röstaromen etwas mehr raus, auch das Karamell deutet sich jetzt an während das Bier in einem sehr weichen Abgang mündet – Herbe spielt hier keine Rolle.

wild_beer_millionaire_flascheWow. Hier passt aber auch irgendwie alles – zumindest, wenn man etwas mit Milk Stouts (Milk- bzw. Sweet- durch die Zugabe von Laktose) anfangen kann. Süß, vollmundig, Schoko-Karamell-Salz Aromen (Erdnüsse würden da wunderbar dazu passen) und noch mit zurückhaltender Kohlensäure versehen – Klasse. Dass der britische Stout dadurch auch eine extrem hohe Süffigkeit hat, versteht sich von selbst.

Ja, da haben wir heute ja mal wieder ein Kandidaten für die Bestenliste. Zudem gebe ich dem Wild Beer Millionaire heute mit Freude volle fünf Sterne und fühle mich echt wie ein Millionär (geschmacklich zumindest).

Alkoholgehalt: 4,7%

(5/5)







Eisenharzer Brauhaus Black Secret Stout

eisenharzer_brauhaus_black_secretNach längerer Zeit geht es biertechnisch mal wieder in Allgäu nach Argenbühl zum Eisenharzer Brauhaus. Dort hat man mittlerweile auch einige Biere in den weitaus praktischeren Longneck-Flaschen im Angebot ohne dabei den bewährten Halbliter-Bügelverschluss abgeschworen zu haben – für den überregionalen Vertrieb eignen sich die standardisierten Flaschen jedoch besser. Vorstellen möchte ich euch heute das neue Black Secret Stout – bin gespannt…

Auch wenn das Bier mit seiner dunkelbraunen bis schwarzen Färbung die optischen Erwartungen an ein Stout erfüllt, so ist die Schaumbildung- und stabilität leider kaum vorhanden. Das Bier verströmt einen von Röstaromen dominierten Geruch, Schokolade und Kaffee sind wahrnehmbar, jedoch auch ein Hauch Gummi.

Im Antrunk zeigt es sich süßlich und bringt einiges an dunklen Malzaromen auf die Zunge, Kaffee, Karamell und Bitterschokolade sind zu erwähnen, nebst einem etwas sahnigen Einschlag. Dabei geht das Gebräu auch ein wenig herb zu Werke, diese stammt aber zum guten Teil von den eingesetzten Röstmalzen und nicht nur von dem Hopfen (die Sorte Herkules wurde genutzt). Gerade im zu süßen Abgang ist die Herbe deutlicher wahrzunehmen, die Röstaromen verschwinden und werden durch leicht fruchtige Aromen ersetzt die hier nicht wirklich was verloren haben.

eisenharzer_brauhaus_black_secret_flascheDie Karbonisierung geht in Ordnung, vielleicht ist das Bier sogar ein klein wenig zu lack geraten. Im Trinkverlauf sind die schokoladigen und kaffeeartigen beinahe gänzlich verschwunden, die pappige Süße legt sich über die Geschmacksknospen und so bleibt man ein wenig ratlos zurück.

Das Bier hat weitaus mehr von einem dunklen Bockbier als von einem Stout – überzeugen kann mich das leider nicht. Sorry, so reicht es nur für magere zwei Sterne.

IBU: 30

Stammwürze: 14,9%

Alkoholgehalt: 6%

(2/5)







Brewdog Dead Metaphor

brewdog_dead_metaphorDie Zeit vergeht, die Liste der Bierbeschreibungen auf meinem Block wird aber irgendwie nicht kleiner. Gerade heute muss ich das mal wieder in eine erweiterte Textform bringen, ist doch schließlich mal wieder St. Patrick Day. Zwar kommt das Testbier heute von Brewdog aus Schottland, dennoch passt das Scottish Chocolate Breakfast Stout „Dead Metaphor“ vom Typ her durchaus, um das Fest heute würdig zu begehen. Packen wir es also an…

Unter der dichten, cremigen und bräunlich eingefärbten Schaumhaube verströmt das schwarze Bier eine verlockende Mischung aus Kaffee und Zartbitterschokolade sowie etwas Karamell.

Das Bier ist sehr weich und läuft beinahe samtig über die Zunge. Dabei hinterlässt es einen röstaromatischen, leicht süßlichen Film auf selbiger. Viel Schokolade und Kaffee – wie sich im Geruch bereits andeutete – dazu etwas Holz, Karamell, Brotkruste und vereinzelt etwas Honig sind zu erschmecken. Der kaum bitternde Abgang hält lange an, der Geschmack vergeht nur langsam und es dürstet einen sehr schnell nach dem nächsten Schluck dieses Schokotrunks.

brewdog_dead_metaphor_flascheHandwerklich bietet dieses vollmundige Bier die gewohnte Brewdog-Qualität, die Karbonisierung ist sehr zurückhaltend was nicht zuletzt zu der hohen Süffigkeit des schottischen Gebräus beiträgt. Ganz interessant sind die Fakten am Rande – nicht nur wurde dem Bier Kakao, Kaffee und etwas Laktose zugesetzt – nein, es wurde auch nur eine einzige alte, bekannte deutsche Hopfensorte für das Bier genutzt: Magnum.

Das Dead Metaphor ist ein sehr stimmiges Stout, sehr weich und rund. Vielleicht könnte geschmacklich noch etwas gehen, aber auch so reicht es für sehr gute vier Sterne. Prost!

IBU: 30

Alkoholgehalt: 6,5%

(4/5)







Craftwerk Dark Season

craftwerk_dark_seasonDer Name des neuen Sprößlings der Bitburger-Tochter Craftwerk lässt schonmal auf den Inhalt schließen – „Dark Season“ heißt das neue Gebräu und stellt einen Sweet Stout dar. Dieser Stil hebt sich insofern von einem „normalen“ Stout ab als dass beim Brauen mehr Restextrakt (und damit Süße) bzw. einen höheren Anteil nicht vergärbarer Zucker enthält und somit einen volleren Körper sowie einen süßlicheren Geschmack bekommt. Schauen wir mal, ob es den Bitburgern gelungen ist…

Dunkelbraun läuft das Bier in Glas und bildet dort eine feinporige, bräunliche Schaumhaube mit mittelmäßiger Standfestigkeit aus. Im Geruch sind etwas Kakao, dunkle Früchte und etwas Karamell.

Der Antrunk ist recht leicht und wird von einigen, wenigen Röstaromen begleitet. Diese mischen sich mit schwarzen Johannisbeeren, etwas Vanille und Karamell zu einer süßlichen Melange bei der man sich allerdings mehr Aroma, gerade von der Röstmalzseite, wünscht. Die Bitterung fällt angenehm aus, mit 22 Bittereinheiten ist da nicht allzu viel geboten – schön ist aber, dass man mit East Kent Golding einen traditionellen „Stout-Hopfen“ für dieses Bier genutzt hat.

craftwerk_dark_season_flascheDer Abgang ist dann auch recht flott und unspektakulär, auf der Zunge bleiben nur Anklänge von getrockneten Feigen und etwas Rauch – zu wenig wie ich finde. Andererseits ist die Trinkbarkeit dieses wenig komplexen Bieres entsprechend hoch, das süßliche Malzbett und die gute balancierte Karbonisierung machen das Bier süffig und lassen so über den ein oder anderen geschmacklichen Ausrutscher hinwegsehen.

Nein, Deutschland wird durch das Dark Season sicherlich nicht zum Stout-Land – für die dunkle Zeit des Jahres hätte mich mehr „Wumms“ erwartet. So kommt das Bier heute auf durchschnittliche drei Sterne.

IBU: 22

Stammwürze: 12,7%

Alkoholgehalt: 5,6%

(3/5)







Bevog Who Cares Editions Milk Stout

bevog_who_cares_editions_milk_stoutHeute geht es zum zweiten Mal zu den Brauern von Bevog in österreichische Bad Radkersburg. Von deren Kramah war ich ja durchaus angetan und erhoffe mit vom heutigen Bier doch einiges. Es handelt sich dabei um ein Milk Stout…Moment, Milk Stout? Da war doch was… Nun, glücklicherweise wurde dieses Bier nicht in Deutschland hergestellt, sonst wäre es auch gleich wieder verboten worden – so kann man sich nun aber über ein feines Stout freuen welches mit Laktose und Haferflocken eingebraut wurde. Merci ans Biervana für die Kostprobe – und los gehts!

Getreidig, flankiert vom Aroma gerösteter Haselnüsse, Espresso und etwas Rauch, duftet es aus dem Glas. Der Schaum ist traumhaft – cremig-fein und fest wie Eischnee – Klasse!

Vollmundig und mild wirkt der erste Schluck, Nüsse und Mandeln machen sich, zusammen mit etwas Bitterschokolade und Kaffee, auf der Zunge breit. Das Bier wirkt recht süßlich, hat auf der anderen Seiten eine ordentlich (Röstmalz)-Bitterkeit mit Gepäck um die Balance zu halten. Entfernt sind Anklänge dunkler Früchte wahrzunehmen, es überwiegt aber insgesamt der röstig-rauchige sowie karamellig-süße Eindruck des Gebräus.

bevog_who_cares_editions_milk_stout_flascheIm Abgang wirds ein wenig dünner was aber nicht wirklich stört, ist dank den Röstmalzen und dem Hafer mehr als genug Geschmack in diesem Bier. Die Karbonisierung ist angenehm und bitter notwendig, wäre das Stout ansonsten beinahe etwas zu pappig. So lässt es sich aber angenehm trinken und lädt zum Nachschenken ein – richtig süffig und stimmig das Ganze.

Nicht ganz perfekt aber dennoch ein richtig schönes Milk/Sweet Stout. Zum Glück bewahrt uns der deutsche Gesetzgeber davor, dass die Brauereien hierzulande so etwas herstellen…nicht auszudenken, wie es wäre, wenn man an jeder Ecke so ein gutes Bier finden würde. Glück gehabt, würde ich da sagen. Vier Sterne! Cheers.

Alkoholgehalt: 5,9%

(4/5)







Brew Age Chic Xulub

brewage_chic_xulubFür das dritte Bier meiner Porter & Stout Woche geht es mal wieder nach Österreich. Mit dem Chic Xulub, nach einem Einschlags-Krater benannt, gibt es heute ein Oatmeal Stout welches von Brew Age aus Wien gebraut wird. Wie der Name schon sagt, wurde das Bier unter anderem mit Hafer eingebraut was ihm eine besonders weiche Textur und einen schönen Schaum bescheren dürfte – schauen wir doch mal, ob dem auch so ist.

Passend zur Porter & Stout Woche ist dieses Bier dunkelbraun bis schwarz eingefärbt, kann aber schonmal mit einer schöneren Schaumkrone punkten als sein gestriger Vorgänger. Auch in der Nase ist mehr los, Haselnüsse, Kaffee und Karamell zeugen von ordentlich Röstmalz.

Schwieriger erster Schluck. Erst nach einem kurzen Moment offenbaren sich Stück für Stück die Aromen, die das dunkle Malz in das Bier gebracht hat. Nussige Malz mit etwas Kaffee und Asche sind schmeckbar, im Abgang dazu aufkommender Hopfen mit einem würzigen Eindruck. An sich handelt es sich hierbei sogar um ein SHOMS – Single Hop Oatmeal Stout – bei dem lediglich die deutsche Traditionssorte Tettnanger genutzt wurde.

brewage_chic_xulub_flascheEin wenig kämpft das Bier mit seiner Trockenheit und dem etwas kratzig-röstigen Abgang – es würde bei mir sogar mehr als Dry Stout durchgehen. Auf der Zunge wirkt es harmonisch-mild, die Röstaromen sind moderat und nicht übertrieben. Alles in allem wirkt es mir, zusammen mit der etwas starken Karbonisierung, nicht so ganz stimmig, hinten raus vielleicht auch eine Spur wässrig und staubtrocken im Abgang.

Wie schon gesagt, für mich ist es mehr ein Dry Stout –  sehr trocken und lang anhaltend röstig im Hals. Von mir gibts für das Chic Xulub drei Sterne.

Fall ihr euch eure eigene Meinung bilden wollt: Hier könnt ihr das Chic Xulub kaufen.

IBU: 40

Alkoholgehalt: 5,4%

(3/5)







Fullers Black Cab Stout

fullers_black_cab_stoutAuch wenn ich schon mehrere Biere der doch recht bekannten, britischen Brauerei Fullers getrunken habe, hatte es doch bisher keines in mein Blog geschafft. Mit dem Black Cab Stout wird sich dies heute ändern – ich bin gespannt!

In der Nase wirkt das Stout recht komplex, Schokolade, Vanille, etwas Holz und rote Beeren – spannend! Dazu sieht das nachtschwarze Bier mit seiner cremigen, bräunlichen Schaumhaube auch noch sehr ansprechend aus.

Recht vollmundig wirkt der erste Schluck, Kaffee- und Schokoladenaromen gehen einher mit einem doch recht stark röstmalzigen Eindruck. Nebst der Süße gesellt sich auch noch ein wenig (verbrannt wirkendes) Karamell dazu, ebenso ein leicht würziger Hopfen dessen Herbe allmählich aufkommt und gar nicht so schwach ausfällt wie erwartet. Der Abgang ist demnach auch recht kantig, jedoch nicht unangenehm und kann zudem mit Dörrobstaromen sowie einer starken Bittere aufwarten.

fullers_black_cab_stout_flascheDas cremige Mundgefühl des Bieres kann auch durch die etwas starke Karbonisierung nicht großartig gestört werden und so kann das Black Cab auch mit einer guten Süffigkeit punkten. Mit der Zeit wirkt es hinten raus vielleicht ein wenig dünn und der lang anhaltende, leicht verbrannte Geschmack am Gaumen vermag ganz leicht zu stören, dennoch macht das Black Cab Stout durchaus Spaß zu trinken.

Das Black Cab Stout ist ein schönes, solides Stout und schrammt heute knapp an den vier Sternen vorbei – drei sinds. Prost!

Hier könnt ihr das Black Cab Stout bestellen.

Alkoholgehalt: 4,5%

(3/5)







Maximus Stout 8

maximus_stout_8Einige Wochen, nachdem ich mein erster Bier der Maximus Brouwerij aus dem niederländischen Utrecht rezensiert hatte, stand ein Paket mit weiteren Bieren der Brauerei auf der Matte – Danke dafür! Ausgesucht habe ich mir heute das Stout 8 der 2011 gegründeten Brauerei – bin schon sehr gespannt auf das, was gerade seinen Weg ins Glas findet.

In der Nase des schwarz-braunen Bieres liegen – stilgerecht – größtenteils röstige Aromen, etwas Schokolade, Vanille und Kaffee seien hier genannt. Auch der Schaum ist mit seiner cremigen Textur und der bräunlichen Farbe schön anzusehen.

Der erste Schluck fällt sehr „stoutig“ aus (schönes Wort, nicht wahr?). Er wirkt recht trocken und kommt mit einer ordentlichen Ladung Röstaromen daher, brotig-karamellig und mit einer ordentlichen Portion Kaffee läuft das ansonsten recht schlank wirkende Bier über die Geschmacksnerven. Im Abgang trockener mit etwas mehr Schokoladenaroma sowie einem Hauch Vanille – dennoch mild, nicht süß und nicht überladen. Gefällt mir!

maximus_stout_8_flascheIm Verlauf wirkt das Malz ein wenig nussig und weiterhin charaktervoll, obwohl das Bier durch seinen trockenen Körper – ohne eine wirklich intensive Herbe – durchaus an ein Dry Stout erinnert. Einzig die Kohlensäure trübt die Trinkfreude ein wenig, lässt man das Bier ein wenig stehen kann man sich des Problems auch entledigen.

Ein sehr schönes, geschmacksvolles Stout dem man seinen Alkoholgehalt nur bedingt anmerkt. Geht zwar noch besser, aber nicht viel – daher heute vier Sterne dafür. Prost!

Alkoholgehalt: 8%

(4/5)







Belhaven Black Scottish Stout

belhaven_black_scottish_stoutAus den Braukesseln der Belhaven Brewery in Dunbar, Schottland kommt mein heutiger Testkandidat: Das Black Scottish Stout. Schick sieht dessen Behausung – die Klarglasflasche – ja aus, ich mache mir nur etwas Sorgen, ob das Bier dadurch nicht zu viel UV-Licht abbekommen hat was dem Geschmack nun ja nicht gerade zuträglich ist. Finden wir es heraus…

Das dunkelbraune, rötlich im Lichtschein schimmernde Bier begrüßt den geneigten Genießer mit einer bräunlich-weißen Schaumkrone, die jedoch nicht viel Stabilität aufweist. Malzig wirkt in der Nase, ein paar Röstaromen und etwas Karamell strömen aus dem Glas.

Geht stark in Richtung Dry Stout dieses Gebräu. Der Antrunk ist recht kantig und mit Aromen von geröstetem Gerstenmalz gespickt, Kaffee, etwas Kakao und Asche. Bisweilen wirkt es – auch für seinen Alkoholgehalt – etwas sehr dünn und erinnert damit stark an Guinness, auch wenn es hinten raus dann doch noch einen etwas volleren Körper besitzt. Dort – im Abgang – findet sich auch etwas würziges Hopfenaroma wieder, welches das Stout noch etwas trockener wirken lässt als es eh schon der Fall ist.

belhaven_black_scottish_stout_flascheWo wir schon beim Guinness sind, die Trinkbarkeit ist entsprechend hoch, auch wenn das Belhaven Black etwas stärker karbonisiert ist. Dafür kann es aber auch geschmacklich mehr, weshalb es sich an dieser Stelle etwas mit mir versöhnt. An sich eigentlich mehr ein Porter (zumindest nach der früheren Definition), denn geschmacklich wie auch vom Body her ist zu wenig los als dass es sich hierbei um einen „Stout Porter“ handeln könnte aber nunja, lassen wir diese Spitzfindigkeiten.

Durchschnittliches, aber durchaus trinkbares Stout mit den Charakterzügen eines Dry Stout. Etwas zu wässrig und daher heute nur drei Sterne. Prost.

Alkoholgehalt: 4,2%

(3/5)