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Gulden Draak

Heute möchte ich euch das Gulden Draak der Brauerei Van Steenberge aus dem belgischen Lindenlaan vorstellen. Es handelt sich dabei um ein Belgian Strong Ale mit etwas mehr als 10 Volumenprozent Alkohol. Das, und die zweite Gärung mit Weinhefe (Fass wie auch in der Flasche) machen mich neugierig auf das starke Gebräu. Ab dafür!

In der Nase des dunkelbraunen-rötlich schimmernden Bieres finden sich reife Trauben, Pflaumen, Nüsse und etwas Karamell – sehr spannend. Schön ist auch die bräunlich eingefärbte, feinporige Schaumhaube die zudem mit guter Standfestigkeit punkten kann.

Sehr spannend, dieses Bier. Etwas Säure macht sich beim ersten Schluck dieses durchaus alkoholischen Gerstensafts breit. Dazu kommen Aromen dunkler Früchte, etwas Tannin (zumindest bilde ich mir es ein) und ein erstaunlich feines Malz mit einem guten Schuss von süßem Karamell. Typisch für viele belgischen Biere fällt auch die Kohlensäure aus – mir damit allerdings etwas zu hoch.

Im Abgang wird das Gulden Draak dann regelrecht trocken – hier macht sich jetzt die hohe Vergärung bemerkbar. Dennoch bleibt etwas honigartige Restsüße im minimal herben Abgang übrig sodass sich eine gute Trinkbarkeit einstellt. Am ehesten erinnert mich dieses Bier an einen Barleywine, es wirkt aber schlanker und wurde möglicherweise in Eichenfässern gelagert – zumindest hat man den Eindruck. Im Trinkverlauf bleibt es bei dem fruchtig-trockenen Eindruck, jedoch macht sich alsbald der Alkohol bemerkbar – langsames trinken ist hier angeraten.

Spannendes Bier, leider etwas zu alkoholisch und karbonisiert – dafür auch voller Geschmack. Von mir gibts heute vier Sterne.

Neugierig geworden? Kaufen könnt ihr das Gulden Draak hier.

Alkoholgehalt: 10,5%

(4/5)







Steamworks Imperial Red

steamworks_red_aleHeute geht es wieder über den großen Teich, diesmal aber zur Abwechslung mal nach Kanada. Dort, genauer gesagt in Vancouver, befindet sich die 1995 gegründete Steamworks Brewing Company deren Biere es – zumindest zum Teil – mittlerweile auch schon zu uns geschafft haben. So auch das Imperial Red welches mit den Hopfensorten Cascade, Centennial und Simcoe gehopft sowie mit starken 80 Bittereinheiten versehen wurde und gerade in mein Testglas fließt – die Vorfreude steigt.

Das unfiltrierte Bier macht seinem Namen in der Optik auf jeden Fall schon mal alle Ehre, strahlt es dunkel- bis kupferrot aus dem Glas. Unter dem kaum nennenswerten Schaum quillt ein frischer, hopfenfruchtiger Duft nach Grapefruit und Zitronen hervor welcher mit malzigen Karamellnuancen gespickt ist.

Schön voller, malzgetragener Andruck der gleich zu Beginn ein angenehm volles Gefühl im Mund auslöst. Samtig weich und karamellig-nussig fällt das Malzbett aus woran sich ein fruchtig-herber Hopfengeschmack anschließt. Hier dominiert der Gesamteindruck von Zitrusfrüchten sowie die sich weiter intensivierende Herbe – die Bittereinheiten merkt man definitiv.

steamworks_red_ale_flascheNicht so den Alkohol, dieser ist in dieser Malz-Hopfen Melange wunderbar eingearbeitet und fällt frühestens auf, wenn man das erste Glas mit beinahe einem Zug geleert hat. Der süßliche, dennoch hopfenbetont-schlanke Abgang lädt zum weitertrinken ein und der sehr gut balancierte, nicht auftragende Körper sagt: Nach einer Flasche ist nicht Schluß!

Ein sehr schönes Bier, ausgewogen, rund und sehr süffig. Könnte von der Hopfenseite vielleicht noch einen kleinen Kick vertragen – passt aber sonst. Hierfür gebe ich sehr gerne vier Sterne.

IBU: 80

Alkoholgehalt: 8,5%

(4/5)







Brewdog Black Jacques

brewdog_black_jacquesVon den schottischen Craftbeerspezialisten von Brewdog hatte ich schon länger nichts mehr. Also schnell das Black Jacques aufgemacht, ein Belgian Strong Ale (oder auch „Imperial Black Saison“ laut Homepage) mit zweistelligen Alkoholgehalt und 268 Tage andauernder Reifung im Rotweinfass. Klingt mächtig? Ist es bestimmt auch. Merci ans Biervana für diesen feinen Tropfen.

Kaum ist die Flasche geöffnet, zieht schon ein fruchtig-schwerer Duft in die Nase. Es duftet, leicht säuerlich, nach roten Beeren, etwas Holz Malz und Vanille. Von der optischen Seite erinnert es mit seinem schwarzen Kleid und dem bräunlichen, cremig-feinen Schaum an Stouts bzw. Porter Biere.

Der Antrunk fällt erstaunlich weich und mild aus, von der Komplexität hat es das Bier aber faustdick hinter den Ohren. Eine fruchtige Mischung aus Sauerkirsche und Johannisbeeren geht mit einem stark holzigen Fassaroma einher, verzeinzelt gesellen sich Röstaromen wie Kaffee und Schokolade mit dazu und runden das Bier von der Malzseite her ab. Nach kurzer Zeit überwiegt dann ein Geschmack von Dörrpflaumen zusammen mit einem nicht allzu süßen aber sehr geschmeidigen Malzbett sowie einer feinen Herbe die im Abgang etwas mehr herauskommt.

brewdog_black_jacques_flascheAuch den Alkohol merkt man mit der Zeit etwas, auch wenn er sich in der Geschmacksfülle gekonnt zu verstecken weiß. Insgesamt betrachtet erinnert das Bier weit mehr an einen schweren, süßlichen Rotwein als an den von uns so geliebten Gerstensaft – dieser blitzt lediglich vereinzelt durch die genannten Röstaromen auf und ordnet sich ansonsten der holzigen Fruchtigkeit unter. Dazu kommt, dass das Bier recht gering karbonisiert ist – das versteckt den weinartigen Eindruck umso mehr.

Harter Tobak, jedoch wirklich sehr lecker. Vielleicht hat mir das Bier ein klein wenig zu viel Säure und könnte etwas mehr Malzcharakter vertragen, für vier Sterne reicht es aber allemal. Prost!

Alkoholgehalt: 11,1%

(4/5)







Robinsons Old Tom

robinson_old_tomSeit 1899 wird das Old Tom nun nach gleicher Rezeptur von der Robinson Brewery im britischen Stockport gebraut. Es handelt sich dabei um ein Old Ale bzw. Stock Ale. Diese punkten normalerweise mit einem vollen, reichhaltigen Malzkörper und haben unterschiedlich intensive Hopfungen als ihre Gegenparts, die Mild Ales. Schauen wir doch mal, ob das beim Old Tom auch der Fall ist…

Im tiefsten dunkel- bis rubinrot schimmert das Gebräu im Glas, etwas beiger und cremiger Schaum liegt oben auf. Das Bier emittiert einen etwas säuerlichen Geruch der entfernt an Pflaumen und dunklen Beeren erinnert zu denen sich etwas Gerstenmalz mischt.

Eine spannende Geschmackskomposition macht sich auf der Zunge breit, fruchtige Aromen von Rosinen, schwarzen Johannisbeeren und Pflaumen sind schmeckbar, genauso wie röstige Aromen von Kakao und Karamell. Dabei geht es moderat süßlich zu, auch eine deutlich spürbare Herbe kommt mit dazu und rundet das vornehmlich dunkelmalzige Bier mit einem würzig-frischen Hopfenhauch ab.

robinson_old_tom_flascheEin recht komplexes Bier, welches seine Zeit und vor allem eine gewisse Trinktemperatur braucht. Dann entfaltet es aber eine fruchtig-röstige Aromenmischung die man nicht allzu oft findet. Die leicht säuerliche Note, zusammen mit einer angenehmen Bittere und dem gut dosierten CO2 sorgen zudem für eine gute Trinkbarkeit – eine richtig runde Sache!

Komplex, aber nicht zu intensiv. Wegen mir könnte der Röstcharakter gerne noch mehr betont werden. Dennoch ein sehr leckeres Bier für das es heute vier Sterne gibt.

Alkoholgehalt: 8,5%

(4/5)







Schlossbrauerei Au-Hallertau 3. Hallertauer Bierfestival Festivalbier

schlossbrauerei_au_hallertau_3_hallertauer_bierfestival_festivalbierAuch zum diesjährigen Hallertauer Bierfestival, welches vom 13. bis 15. Juni 2014 stattfand, wurde seitens der Schlossbrauerei Au-Hallertau wieder eigens ein Festivalbier gebraut. Dabei soll es sich um ein starkes „dunkles Pale Ale“ bzw. eher einem Strong Ale handeln dem einiges an verschiedenen Hopfensorten zu Teil wurde – darunter Mandarina Bavaria, Polaris und Hallertauer Blac. Ich bin gespannt, ob es nicht zu viel des guten war.

Von dem dunkelbraunen Gebräu geht ein stark frisch-fruchtiger Geruch aus, es riecht grasig nach Erdbeeren, Limetten sowie leicht nach Toffee. Gut gefällt mir der dichte, bräunliche Schaum welcher solide auf dem toll duftenden Bier steht.

Im weichen Antrunk kommen bereits einige der jetzt kräuterartigen Hopfenaromen daher, zusammen mit einem Hauch Röstmalz und viel Karamell ergibt sich daraus ein auf den ersten Schluck recht angenehm wirkendes Bier. Bei der Hopfung geht es stark in Richtung Beeren – Him- und Erdbeeren seien genannt – wozu auch das moderate Malzbett passt welches auch einiges an Süße mitbringt. Leicht trocken und herb gehts dann zum Abgang wo der fruchtigen Hopfen nochmal richtig aufkommt und recht lange dabei auf der Zunge bleibt.

schlossbrauerei_au_hallertau_3_hallertauer_bierfestival_festivalbier_flascheBei der Karbonisierung habe ich nur Lob zu verteilen, hat man hier doch die perfekte Balance zwischen Spritzigkeit und Trinkbarkeit gefunden. Dadurch, und auch dank der starken Hopfen-/Malzmischung bekommt man von dem erhöhten Alkoholgehalt auch nicht allzu viel mit und das Glas leert sich beängstigend schnell.

Also ich kann mich kaum beschweren – ein tolles, aromareiches Bier welches man bei uns in der Form noch eher selten sieht. Von mir gibts für das leckere Gebräu volle vier Sterne. Prost!

Alkoholgehalt: 6,9%

(4/5)







Kiesbye’s Waldbier Lärche 2013

kiesbyes_waldbier_laerche_2013Was muss man sich denn unter einem Waldbier vorstellen? Gute Fragen, im Falle des Kiesbye’s Waldbier handelt es sich um ein jährlich gebrautes – und damit limitiertes – Strong Ale dem jedes Jahr die Triebe (und auch Zapfen) einer anderen Baumart zugegeben werden. Im Test habe ich heute für euch das Waldbier Lärche aus dem Jahr 2013 – ich bin sehr gespannt, ob man von der ungewöhnlichen Zugabe etwas merken wird.

Das bernsteinfarbene, klare Bier trägt eine feinporig texturierte, weiße Schaumkrone oben auf und macht damit schonmal eine tolle Figur. Im Geruch dominiert ein harzig-süßlicher, leicht honigartiger Duft mit einer Spur von Kräutern und Zitrusaromen – das riecht nun aber mal absolut ungewöhnlich.

Holz- und Honigaromen, einiges an karamelligen Malz und ein Hauch Zitrone – das sind die Aromen die den ersten Schluck des Bieres prägen. Dabei geht das, mit merklich Alkohol versehene, Bier sehr vollmundig und süßlich zu Werke und bringt auch eine dezente Herbe mit welche gerade im Abgang etwas mehr daher kommt. Irgendwie bildet man sich auch eine Holzfaßlagerung herauszuschmecken was aber nicht der Fall ist (es gibt mindestens eine Sonderedition bei dem es aber so ist), weshalb ich diesen Geschmackseindruck, zusammen mit den Zitrusfrüchten und etwas Pinie, der Lärchenbeigabe zurechne.

kiesbyes_waldbier_laerche_2013_flascheDer weiche Körper des Waldbiers hat eine Fülle wie ich ihn eigentlich fast nur von Imperial Stouts her kenne und sorgt für eine optimale Bekömmlichkeit. Karbonisiert ist das Bier vielleicht etwas zu viel, andererseits würde es vielleicht zu süßlich und pappig wirken.

Beim Bierkulturhaus hat man mit dem Waldbier Lärche 2013 ein wirklich interessantes Starkbier gebraut dessen ausgeprägte und ungewöhnliche Aromatik mir bisweilen noch nicht untergekommen ist. Es reicht zwar nicht für die maximal mögliche Wertung, vier sehr gute Sterne sind aber auch schonmal eine Hausnummer und obendrein gibts noch einen Eintrag in die Bestenliste. Unbedingt probieren!

IBU: 15

Stammwürze: 17,9%

Alkoholgehalt: 8,2%

(4/5)







Struise Pannepot 2013

struise_pannepot_2013Pannepot nennt sich das Strong Ale von De Struise Brouwers aus dem belgischen Oostvleteren. Bekannt war mir dieses Bier, wie auch die Brauerei, bisher nicht – 100 Punkte bei Ratebeer lassen aber auf etwas Großes hoffen. Ich bin jedenfalls auf das gespannt was gerade in mein Glas fließt.

Ja was haben wir denn da. Dunkelbraun bis schwarz präsentiert sich das recht viskos wirkende Bier und verströmt bereits beim Einschenken einen schwer-süßlichen Duft nach Pfaumen. Dazu gesellen sich noch dunkle Früchte, ein Hauch von Alkohol und Brot – gefällt mir gut.

Nach dem ersten Schluck muss ich erstmal Luft holen. Extrem vollmundig breitet sich das recht süße Gebräu im Mund aus, Aromen von Kaffee und Schokolade fluten die Zunge und hinterlassen einen leicht brotigen, karamellig-süßen Malzfilm. Dabei brennt der Alkohol leicht, ist aber weitaus weniger aufdringlich wie z.B. beim Rochefort 10 und wird von einem sehr intensiven Malz begleitet. Pflaumen, Brombeeren, Rosinen und sowie röstmalzige Aromen von Kaffee und Sckokolade stehen auch im Abgang im Vordergrund wozu sich auch etwas Säure gesellt – wahnsinn.

Die Karbonisierung hält sich dabei für ein Belgian Strong Ale recht in Grenzen, man könnte es schon beinahe leicht trinkbar nennen. Dazu passt auch das sehr süße, honigartige Malzbett welches außerdem mit ordentlich Karamell beladen ist und das Bier sehr gut abrundet – macht euch aber nichts vor, das Bier ist richtig schwer.

struise_pannepot_2013_flascheWas soll ich sagen? Genau so stelle ich mir ein belgisches Starkbier vor. Dunkel, alkoholisch, süß und voll mit Aroma – Kritik finde ich keine und daher gibts volle fünf Sterne sowie einen Eintrag in die Bestenliste.

Alkoholgehalt: 10%

(5/5)







Weihenstephan Infinium – Biertest No. 500

weihenstephan_infiniumZum heutigen Jubiläum – es handelt sich um meinen 500. Biertest – habe ich mir etwas ganz besonderes ausgesucht: Das Infinium, welches die Brauer von Weihenstephan in Zusammenarbeit mit Samuel Adams aus Boston, USA eingebraut haben. Dabei handelt es sich um ein Belgian Strong Ale mit stolzen 10,5% Volumenprozent Alkohol und einer sehr feinen Bittere – ich bin sehr gespannt und freue mich auf dieses Kleinod.

Das stark prickelnde und absolut klare Gebräu zeigt sich mit einem schönen Goldton im Glas. Üppig, aber nicht besonders standfest, präsentiert sich der mittelporige Schaum, im Duft zeigen sich blumig-milde Aromen, ein wenig Malz fliegt, nebst etwas Hefe und Apfel, in die Nase – bis jetzt haut es mich noch nicht vom Hocker.

Aus seinem champagnerartigen Charakter macht das Bier keinen Hehl – gerade die Kohlensäure ist mir definitiv zu zu stark und ist gefühlt noch stärker als beim Sekt. Der dahinter lauernde Malzkörper ist fein, honig- bis karamellig sowie süßlich und wirkt sehr vollmundig. Im Abgang geht es größtenteils süßlich weiter, leicht zitrusartige Aromen sind schmeckbar zu denen sich auch Noten von Weintrauben und Marillen gesellen.

Mein größter Kritikpunkt ist jedoch, neben der zu starken Kohlensäure, die etwas eintönige Süße des Gebräus welches das ganze leicht ein wenig langweilig wirken lässt. Kompliment hingegen gibt es dafür, dass das eigentlich enorm starke Bier sehr weich und rund wirkt – auch von Herbe ist keine Spur erkennbar was allerdings durchaus zu dem Bier passt.

weihenstephan_infinium_flascheEin wenig zwiegespalten bin ich schon. An sich ist das, was ich hier im Glas habe, mehr Sekt als Bier und mir, vor allen Dingen, zu süß – andererseits ist hier einiges an Arbeit und Zeit hineingeflossen und ich kann mir vorstellen, dass es sicherlich seinen ureigenen Fankreis besitzt. Bei mir schrammt es heute knapp an den vier Sternen vorbei weshalb es nur derer drei erhält.

Ihr wollt euch eine eigene Meinung bilden? Hier könnt ihr das Infinium bestellen.

IBU: 10

Stammwürze: 20%

Alkoholgehalt: 10,5%

(3/5)







Trappist Westvleteren 8 (VIII)

trappist_westvleteren_8Da ist es also, das Westvleteren 8  – eines der weltweit begehrten Biere der Trappistenabtei Sankt Sixtus aus dem belgischen Vletern. Über die Kauf- und Abholbedingungen der sehr beschränkt verfügbaren Biere steht anderswo schon einiges geschrieben weshalb ich mir da jetzt spare, zu sehr ins Detail zu gehen. So viel sei aber gesagt: Es ist eine Mischung aus Geduld und Glück nötig, um überhaupt erstmal an das Bier zu kommen. Jetzt bin ich aber mal gespannt, ob das Dubbel seinem Ruf gerecht wird.

Auf dem kastanienbraun schimmernden Bier liegt einiges an mittelporigen Schaum der ebenfalls leicht bräunlich-beige eingefärbt ist. Unter dem Schaumdeckel duftet es süßlich-honigartig, etwas Malz und Rosinen sind dabei und zusätzlich auch etwas Alkohol.

Gleich zu Beginn fällt die starke Karbonisierung auf, süßlich und gespickt von dunklen Früchten und Beeren ist der erste Geschmackseindruck den man auf der Zunge spürt. Gerade die roten Beeren, Pflaumen und Rosinen sind im Vordergrund und passen von der Aromatik her recht gut zu dem leicht röstigen und karamelligen Malz. Auch der Alkohol ist im Geschmack vorhanden und fällt gerade im recht trocken wirkenden Abgang ein klein wenig störend auf. Dazu gesellt sich eine durchaus wahrnehmbare Herbe was nicht zuletzt zu einer recht pelzig werdenden Zunge führt.

Hat man sich erst an die starke Kohlensäure gewöhnt, lässt sich das Trappistenbier recht gut trinken. Auch das feine, honigsüße Malzbett ist an der Süffigkeit sicherlich Mitschuld und schafft es recht gut, sich über die im weiteren Trinkverlauf zunehmende Trockenheit hinwegzusetzen.

trappist_westvleteren_8_flascheEin Fazit…nun, größter Kritikpunkt ist für mich die zu intensive Kohlensäure die jeden Sekt in den Schatten stellen kann, ansonsten handelt es sich bei dem Westvleteren 8 um ein sehr aromatisches – und vor allem nicht zu schweres – Starkbier welches mir heute vier Sterne wert ist. Vielen Dank nochmal ans Le petit Belge für die Kostprobe!

Alkoholgehalt: 8%

(4/5)







Duvel Tripel Hop 2014

duvel_tripel_hop_2014_mosaicWie gehabt gibt es auch dieses Jahr wieder eine neue Ausgabe des Jahrgangsbieres Tripel Hop der belgischen Brauerei Duvel. War 2013 noch Sorachi Ace die dritte, besondere Hopfensorte so hat dieses Jahr die Sorte Mosaic diesen Platz eingenommen und soll durch sein Aroma für den letzten Kick im Geschmack sorgen. Schauen wir doch mal, ob es gelungen ist.

Strohblond strömt das Bier ins Glas und kommt einem, nicht zuletzt dank des fein- bis grobporigen, weißen Schaums, sehr bekannt vor. Im Geruch liegen würzige Hopfennoten sowie einiges an Früchten, inbesondere Ananas sowie Zitrusfrüchten und ein wenig Malz – man fühlt sich an einen Sekt erinnert.

Neben einem deutlich wahrnehmbaren Alkohol machen sich beerigen Hopfenaromen auf der Zunge breit, Blaubeeren und etwas Ananas stehen dabei im Vordergrund und werden von einem moderat süßen, knackigen Malzbett unterlegt. Ein wenig Hefe gesellt sich ins Geschmackbouquet was nicht zuletzt zu einer bemerkenswerten Vollmundigkeit führt die von einer recht starken Herbe flankiert wird – gefällt mir! Im Abgang bleiben zitrussige Aromen sowie ein feiner Mandarinengeschmack auf der Zunge liegen die ob der Bitterung recht pelzig geworden ist.

Die Trinkbarkeit ist recht gut, auch wenn man das Bier keinesfalls zu warm trinken sollte da sonst die Süße überhand nehmen könnte. Feinperlig wirkt die etwas zu intensive Kohlensäure im Mund, die Fruchtaromatik bleibt bis zum Schluß erhalten und so hat man recht viel Freude mit dem belgischen Gebräu.

duvel_tripel_hop_2014_mosaic_flascheGefällt mir recht gut das diesjährige Tripel Hop, allerdings hat mir die leicht kräutigerartige Note beim 2013’er nocht besser gefallen. Dennoch überzeugt dieses Kleinod (dem man seinen Alkoholgehalt nicht so sehr anmerkt wie es erst den Anschein machte) und hat daher vier Sterne mit Tendenz nach oben verdient. An dieser Stelle noch vielen Dank ans Le petit Belge für die Kostprobe!

Alkoholgehalt: 9,5%

(4/5)