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Alms Craft Beer Sommerwiese

hoess_alms_craft_beer_sommerwieseOhne Vorankündigung ist mir vor ein paar Tagen das Alms Craft Beer Sommerwiese ins Haus geflattert. Beim Hersteller handelt es sich um die Brauerei Höss aus Immenstadt im Allgäu – kein Unbekannter für mich. Gerade das Label zeigt deutlich, dass man mit diesem Weizenbock auf den Craft Beer-Zug in Deutschland aufspringen will – da möchte jetzt bitte jeder von halten was er möchte. Ich interessiere mich aber mehr für den Inhalt der soeben geöffneten Flasche…

Von der Optik her gibt es nichts zu kritteln, trübes, orangefarbenes Bier schmückt sich mit einer dichten, feinporigen und gelblich-weißen Schaumhaube. In der Nase fällt ein unerwartet kräftiges, florales Hopfenaroma auf, Zitrusnoten mit etwas Ingwer sowie hefige Bananen- und Aprikosennoten machen Lust auf den ersten Schluck.

Ich bin echt positiv überrascht. Das Bier punktet beim Antrunk mit seinem samtigen Mundgefühl und einer perfekt ausbalancierten Karbonisierung. Süßliche Karamellnoten, ein kleiner Hauch Säure und durchaus schmeckbare Hopfenaromen runden den Geschmackseindruck ab. Dabei wirkt das Bier erstaunlich schlank, die Fruchtnoten von Erdbeere, Mandarinen sowie die zitrusartigen Aromen lassen das Bier sehr frisch und leicht wirken. Auch an der Herbe hat man nicht gespart und so wirkt der Abgang flott, leicht nachbitternd und sehr, sehr fruchtig.

hoess_alms_craft_beer_sommerwiese_flascheAn der Trinkbarkeit sehe ich keinerlei Kritikpunkte. Das Bier wirkt ausgewogen, hat genau die richtige, karamellige Süße um die flüchtigen Hopfenaromen nicht zu überdecken, wirkt andererseits aber auch nicht überladen. Etwas Hefe ist im Geschmack mit drin und ansonsten vermisse vielleicht ein klein wenig Brot im Malz…es könnte etwas kerniger sein. Was die Hopfung angeht, tippe ich auf Kalthopfung mit Huell Melon und Mandarina Bavaria…vielleicht wird mir diese Frage ja mal beantwortet.

Nicht von schlechten Eltern dieses Bier. Ich habe, wenn ich ehrlich bin, mit schlimmeren gerechnet. Es reicht zwar nicht für die Topwertung, vier Sterne sind dies hier aber allemal. Prost!

Stammwürze: 16,8%

Alkoholgehalt: 7%

(4/5)







Schneider Weisse TapX Mathilda Soleil

schneider_weisse_tapx_mathilda_soleilPünktlich zur Braukunst Live 2015 brachten die Weißbierexperten von Schneider Weisse aus Kehlheim ihren neuen Sondersud „TapX Mathilda Soleil“ auf den Markt. Dabei handelt es sich um einen Weizenbock für den ein spezielle, noch nicht auf dem Markt befindliche Hopfenzüchten genutzt wurde. Namensgeber ist diesmal die ehemalige Brauereichefin von Schneider Weisse, die – so ganz nebenbei – mit dem Aventinus den ersten Weizendoppelbock Bayerns erfunden hat. Schauen wir mal, ob diese Weißbierkreation der Namensspenderin gerecht wird.

Hefig-fruchtig nach Aprikosen, Orangenschale und Banane duftet das orange- bis bernsteinfarbene, trübe Weizen aus dem Glas. Wie von den Kehlheimern gewohnt ist auch der Schaum der Optik entsprechend ausgefallen, weiß, cremig und mit toller Standfestigkeit.

Erster Schluck…ein fruchtige Kräutermischung tanzt über die Zunge, getragen von einem kernigen Weizenmalzbett welches zudem etwas Karamell und Honig mitbringt. In den Hopfenaromen dieses Bocks liegen zudem florale, heuartige Nuancen…es erinnert ein wenig an eine Blumenwiese im Frühling und passt daher auch recht gut zur aktuellen Jahreszeit. Gut balanciert fällt auch der Abgang aus, die fruchtig-bananige Mischung setzt sich auf den Geschmacksnerven fest während das Bier samtig den Rachen hinab läuft.

schneider_weisse_tapx_mathilda_soleil_flascheTrotz des stiltypischen erhöhten Kohlensäuregehalt kann das Weizen mit einer guten Trinkbarkeit aufwarten – die floral-fruchtige und sogar leicht zitrusartige Aromenmischung auf der Zunge lädt zudem dazu ein, jedem Schluck einen weiteren folgen zu lassen. Vielleicht ist das Mathilda Soleil sogar ein klein wenig zu zahm und könnte noch die ein oder andere geschmackliche Kante brauchen, dennoch ist es wirklich ein sehr gutes, handwerkliches Bier.

Fazit? Geht schnell: Vier Sterne gibt es hier für ein geschmackvolles, fruchtiges Weizen mit ordentlichen Hefe- und Hopfenaromen. Probiert haben solltet ihr es auf jeden Fall.

Neugierig oder Weizenfan? Hier könnt ihr das Mathilda Soleil bestellen.

IBU:25

Stammwürze: 17,2%

Alkoholgehalt: 7%

(4/5)







Hopf Muospacher Bockfotzn

hopf_muospacher_bockfotznEs ist hier – im tiefsten Oberbayern – ja durchaus etwas Besonderes, wenn eine der etablierten Brauereien mal einen Sondersud auf den Markt wirft. So geschehen bei der Weißbierbrauerei Hopf aus Muospach – eh, ich meine natürlich Miesbach. Zu Ehren der erstmaligen urkundlichen Erwähnung des Ortes vor etwa 900 Jahren wurde dieser Weißbierbock eingebraut auf den ich mich ganz besonders freue – weshalb? Nun, das normale Weißbier von Hopf war mein allererstes Weizen das ich jemals getrunken habe (und noch bis heute gerne mal trinke). Nun aber zum Test.

Mahagonibraun kommt das Weizen daher und bildet einen cremigen sowie sehr stabilen Schaum im Glas. Dabei verströmt es gleich zu Beginn einiges an karamelligen bis röstigen Malzaromen, etwas Haselnuss sowie eine ordentliche Portion an Nelke und etwas Banane. Top!

Der erste Schluck ist gleich mal richtig großes Kino. Samtig und beinahe etwas ölig läuft der Weißbierbock langsam über die Zunge. Dort hinterlässt er eine Spur aus süßem Toffee, etwas Getreide und Brot, Gewürzen und Bananen. Dabei kommt das oberbayerische Gebräu aber nicht zu schwer rüber, mehr gemütlich und wärmend während sich ein durchaus bemerkbares, würziges Hopfenaroma breit macht und den Abgang einläutet. Beinahe fruchtig wirkt der Hopfen, der durchaus eine spürbare Herbe mit ins Bier bringt und das malzig-süße Bier gut abrundet.

hopf_muospacher_bockfotzn_flascheDie Karbonisierung ist perfekt gelungen und das Bier nicht zuletzt dadurch sehr gut (und schnell, ohje) trinkbar – eine sehr süffige Geschichte. Im Trinkverlauf wird das Bier dann etwas trockener und die würzigen Aromen treten mehr in der Vordergrund was auch dazu führt, dass man das Glas recht bald wieder in die Hand nimmt. Spätestens jetzt merkt man auch den Alkoholgehalt. Alles in allem macht das Bier den Eindruck, als wenn es relativ hoch vergoren wurde was auch den etwas trockeneren Körper erklären würde.

Nein, das wird jetzt keine Gefälligkeitsbewertung. Die Muospacher Bockfotzn gefällt mir ausgesprochen gut und ich gebe ihr heute die Höchstwertung von 5 Sternen, einem Eintrag in die Bestenliste und einen Platz in meinem Bierkeller. Prost!

Stammwürze: 18,3%

Alkoholgehalt: 8%

(5/5)







Brewdog vs. Weihenstephan India Pale Weizen

brewdog_vs_weihenstehpan_india_pale_weizenDie Spatzen pfiffen es ja schon vor einiger Zeit von den Dächern als auf Twitter und Facebook auf einmal Fotos von Weihenstephan-Leuten bei den schottischen Craftbeer-Spezialisten von Brewdog auftauchten. Wenig später wurde es dann öffentlich: Die beiden Brauer haben sich zu einem Collaboration-Brew zusammengetan – das India Pale Weizen ward geboren und ich werde es euch heute vorstellen.

Gelblich-golden bis orange steht das leicht opale Bier im Glas, der ausgebildete, weiße Schaum ist cremig bis feinporig texturiert und hält sich wacker auf dem Bier. Selbiges duftet nach Limetten, Zitronen, etwas Grapefruit sowie etwas Hefe.

Der Antrunk weiß mit einer Mischung aus etwas brotig Malzkörper sowie einem durchaus intensiven Zitronengeschmack zu gefallen. Der Körper ist recht voll ausgefallen, hat etwas Süße und eine leicht getreidige Note. Im Abgang geht es trockener zu, die Herbe spielt auf und lässt das Gebräu flott die Kehle entlang laufen. Dabei intensivieren sich die Zitrusnoten, etwas Säure kommt auf und es wirkt sehr erfrischend.

brewdog_vs_weihenstehpan_india_pale_weizen_flascheMan fragt sich beim Genuß des Bieres schon ein wenig wo eigentlich der Alkohol ist? Beinahe leicht wie ein Sommerbier läuft das etwas zu hoch karbonisierte Bier über die Zunge – an der Süffigkeit gibt es nicht auszusetzen. Insgesamt erinnert mich das Bier sehr stark an einen eigenen Homebrew den ich im Frühling gemacht habe. Ein Weizen mit etwas estrigen Hefenoten und einer ordentlichen Portion Hopfen. Lecker.

Ich muss sagen, dass mir das India Pale Weizen durchaus gut schmeckt – gerade, weil es auch mal wieder was anderes ist. Von mir gibts hierfür vier Sterne.

Alkoholgehalt: 6,2%

(4/5)







Weissbräu Schwendl Schalchner Dunkle Weisse

weissbraeu_schwendl_schalchner_weisse_dunkelVom Weißbräu Schwendl aus Tacherting hatte ich ja bereits einige Biere, mir ist jedoch aufgefallen, dass das dunkle Weißbier in der Riege noch fehlte. Das werde ich heute nachholen und freue mich darauf, nach den ganzen Spezialbieren in der letzten Zeit endlich mal wieder ein normales, dunkles Weizen zu trinken. Gehen wir es also an.

Kastanienbraun leuchtet das trübe Bier im Glas, oben auf mit einem richtig tollen, sehr cremigen und festen Schaum bedeckt. Im Geruch liegt etwas Hefe, es duftet nach gebackenen Bananen, etwas Karamell und Brotkruste.

Der Antrunk fällt sehr weich aus. Brotig-kerniges Malz mischt sich mit einem Hauch Röstaromen und subtil-süßlichen Toffee und sorgt somit für durchaus für Trinklaune. Dabei geht es, stilgerecht, durchaus hefig zu, estrige Bananenaromen laufen über die Zunge und es wirkt  bisweilen sogar etwas trocken. Der Abgang ist recht fix, ganz leicht nachbitternd und von etwas Dörrobst durchzogen – gefällt mir.

weissbraeu_schwendl_schalchner_weisse_dunkel_flascheLeichte Süße, fruchtige (Hefe-)Aromatik und angenehm wenig Kohlensäure sind die Zutaten für eine richtig gute Trinkbarkeit. Vielleicht könnte die Röstaromatik etwas ausgeprägter sein und dadurch den kerniger Charakter etwas mehr unterstreichen, davon abgesehen handelt es sich hier aber um ein sehr gutes und süffiges dunkles Weißbier.

Ein hefig-würziges Weizen und sicherlich eines der besten dunklen die ich bisher hatte – hierfür gebe ich heute sehr gerne 4 Sterne.

Stammwürze: 12,5%

Alkoholgehalt: 5,2%

(4/5)







Schorschbräu Schorschweizen 13

schorschbraeu_schorschweizen_13Die Biere vom Schorschbräu sind ja nicht zuletzt seit dem Kampf mit BrewDog um das stärkste Bier der Welt bekannt und so war es auch nur eine Frage der Zeit, bis sie mich erreichen. Drei von Bieren haben es zu mir geschafft und anfangen werde ich heute mit dem „relativ leichten“ Schorschweizen mit 13 Volumenprozent Alkohol – na dann mal los.

Die Schaumbildung haut mich jetzt nicht unbedingt vom Hocker, reicht der mittelporige, braune Schaum nicht mal einen Finger breit über das dunkelbraune Bier. Im Geruch präsentiert sich das Bier süßlich, alkoholisch und mit Dörrobst gespickt – Rosinen und Pflaumen stehen dabei im Vordergrund.

Wie erwartet tut sich die Zunge beim ersten Schluck etwas schwer, denn der Alkohol sticht schon sehr stark hervor. Der Geschmack fällt größtenteils fruchtig aus, Kirschen, Rosinen, etwas Banane und Pfirsich sind im Geschmack des viskosen Starkbiers vorhanden, Hopfenaromatik braucht man im langen, honigartig-süßen Abgang keine erwarten.

schorschbraeu_schorschweizen_13_flascheBei all den Aromen dominiert jedoch der allgegenwärtige, wärmende Alkohol. Es kribbelt etwas auf der Zunge, im Abgang kratzt er etwas im Hals und ich frage mich, ob man es auch mit etwas weniger Alkoholgeschmack geschafft hätte. Darunter leidet vor allem der Weizencharakter des Bieres bei dem mir vor allem die Hefe im Geschmack fehlt. Auch die Karbonisierung ist etwas übertrieben und so hat man es mit andauerndem Kribbeln und Brennen auf der Zunge zu tun.

Trotz all dem ist das Weizen durchaus nicht von schlechten Eltern. Viele dunkle Früchte und eine, trotz dem Alkohol, beeindruckende Süffigkeit – von mir gibts hierfür heute drei Sterne.

Alkoholgehalt: 13%

(3/5)







Unertl Luis I. Weisser Bock

unertl_luis_I_weisser_bockVon der Brauerei Unertl aus Mühldorf (nicht zu verwechseln mit der Brauerei aus Haag) möchte ich euch heute den Luis I. vorstellen, einen weißen Bock von den man bisher noch nicht so viel gehört hat. Ich werde mir daher auch die vielen Worte sparen und komme heut mal direkt zum Bier:

Das rötliche, kastanienbraune Bier gibt einen süßlich-bananigen Geruch ab, der mit etwas Dörrobst, etwas Kaffee und Alkohol einhergeht. Schaum gibts auch, dieser ist von weißlich-beiger Färbung und recht feinporig, leider war er jedoch nicht sehr standfest.

Sehr hefig zeigt sich der erste Schluck, Nelken und Bananen sind schmeckbar, ebenso etwas keksiges Brot und Pflaumen. Etwas alkoholisch wirkt das Gebräu auch, der Effekt hält sich allerdings in Grenzen. Süß und etwas honigartig fällt das Malz aus was vor allem im Abgang auffällt der ansonsten recht einfach daherkommt – höchstens ein wenig süßlich-pappig.

unertl_luis_I_weisser_bock_flascheSüffig wirkt der Bock, der übrigens nach dem Sohn des Hauses benannt wurde, schon, in den estrigen Hefenoten ist aber ein schwer zu beschreibender Geschmack der mich ein klein wenig stört – man könnte ihn entfernt als kräuterartig beschreiben und er erinnert mich ein wenig an Kräuterschnaps. Ansonsten kann man dem Luis I. recht gut trinken, Malz und Wasser sind sehr weich und ersteres recht süß – wie man es bei einem dunklen Weißbierbock erwartet.

Ein guter trinkbarer Bock, der geschmacklich allerdings kein Überflieger ist. Von mir bekommt das Bier heute drei Sterne.

Alkoholgehalt: 8%

(3/5)







Weyermann Wheat Wine

weyermann_wheat_wineBamberg ist immer wieder eine Reise wert – vor allen, wenn man dann im Cafe Abseits vorbeischaut und damit auch wieder auf die Biere der Experimentalbrauerei der Weyermann Malzfabrik stößt. Von diesen Bieren möchte ich euch heute den Wheat Wine vorstellen was – profan gesagt – in etwa mit einem Weizenbock vergleichbar ist. Los gehts.

Das trübe, goldenfarbene Bier verströmt einen süßen, schweren und leicht pfeffrigen Geruch nach Pflaumen und Honig was auch mit etwas Kandis einher geht. Die Schaumbildung geht in Ordnung, leider verzieht sich dieser aber recht bald und gibt den Blick auf das Bier frei.

Süß und mit dem Geschmack von reifen, dunklen Früchten gespickt gibt sich der erste Schluck, ein leicht alkoholgeschwängertes, getreidiges Malzaroma macht sich breit. Der schwere Film auf der Zunge schmeckt leicht nach Hefe, Aprikosen und Karamell, wirkt bisweilen aber auch leicht metallisch. Gerade im Abgang kommen weitere Fruchtaromen von Orangen und Grapefruit heraus wozu sich auch eine feine Herbe gesellt.

weyermann_wheat_wine_flascheGemessen an einem Weizen geht die Spritzigkeit des weyermannschen Wheat Wines in Ordnung, vermag sie auch den recht schweren Körper des Doppelbocks etwas aufzuleichtern und dient letztendlich der Süffigkeit des fruchtigen Gebräus.

Eines steht fest: Einen solchen Weizenbock hatte ich noch nie. Fruchtig, leicht säuerlich und honigsüß ohne dabei ein zu starkes Hefeprofil zu haben. Bedingt durch die leichten Schwächen in Optik und Abgang gibt es für den Weyermann Wheat Wine „nur“ vier Sterne.

Alkoholgehalt: 7,1%

(4/5)







Schneider Weisse Heimat-Weisse

schneider_weisse_heimat_weisseAnlässlich des von Schneider Weisse und der Mittelbayerischen Zeitung initiierten Kelheimer Kreisstadtfests hat man bei den Weißbierspezialisten von Schneider Weisse auch ein spezielles Weißbier eingebraut – die Heimat-Weisse. Mal schauen, ob sie mit den bisherigen Spezialitäten der Kehlheimer mithalten kann.

Hefetrüb steht das orange bis bräunliche Weizen im Glas und wie man es von Schneider Weisse gewohnt ist, wird das Einschenken außerdem mit einer üppigen, cremig-feinen Schaumhaube belohnt. In der Nase finden sich hefige Fruchtaromen, etwas Nelke sowie fruchtige Hopfennuancen.

Im sehr weichen Antrunk finden sich karamellige sowie ansatzweise brotige Malznoten und Gewürze bevor der leicht fruchtig wirkende Hopfen mit ins Spiel kommt. Dessen Aromatik ist nicht allzu ausgeprägt, hat Anklänge von Orangenhaut und Aprikosen zu denen sich auch estrige Bananennoten gesellen.

schneider_weisse_heimat_weisse_flascheEine leichte Herbe begleitet den Abgang des recht süffigen Spezialweißbieres, allerdings setzt der Hopfen sonst keine großartigen Akzente. Auch sonst finde ich, dass das Bier nicht so wirklich seinen Erwartungen gerecht wird und geschmacklich in etwas zwischen dem TAP 7 und dem TAP 4 angesiedelt ist.

Leckeres Weißbier mit feiner Hopfenaromatik, im Vergleich zu anderen stärker gehopften Weizen kann es aber nich so ganz mithalten weshalb die dennoch gut trinkbare Heimat-Weisse heute drei Sterne bekommt.

Alkoholgehalt: 5,8%

(3/5)







Eisenharzer Brauhaus Sommer Weisse

eisenharzer_brauhaus_sommer_weisseHeute gehts mal ins Allgäu, genauer gesagt in das Dorf Eisenharz was in etwa zwischen Lindau und Kempten gelegen ist. In diesem kleinen Nest braut das Eisenharzer Brauhaus kleine aber feine Biere, darunter saisonale Spezialitäten wie die Sommer Weisse die gerade ihren Weg in mein Glas findet. Ich bin gespannt!

Golden bis bernsteinfarben päsentiert sich das Weizen, dazu passend gibt es ordentlich feinporigen Schaum welcher schneeweiß auf dem Bier thront. Ein von Hefe und Früchten dominierter Geruch strömt aus dem Glas, etwas Zitrone und Banane sind riechbar und machen Lust auf den ersten Schluck.

Das zum Glück nicht gar so spritzige Bier kommt sehr vollmundig daher und man kann schon nach dem ersten Augenblick eine fruchtig- bis kräuterartige Hopfennase erschmecken. Aber erstmal bekommt man es mit dem  festen Malzkörper zu tun, es geht etwas getreidig, erdig und moderat süßlich zu. Schon jetzt kommt eine feine Herbe auf die zusammen mit würzig-kräuterartigen und leicht zitrussigen Hopfenaromen einhergeht. Im Abgang wirkt die Sommer Weisse dann recht schlank, die Bittere kommt etwas stärker zur Geltung und wechselt sich mit einem minzig-frisch wirkendem Hauch Limette ab.

eisenharzer_brauhaus_sommer_weisse_flascheLeicht säuerlich geht es im Trinkverlauf weiter wobei das recht süffige Bier keinen Hehl daraus macht ein waschechtes Weizen zu sein. Nur auf die bekannte Bananen/Nelken-Noten muss man verzichten und wird dafür mit einer Kräutermischung bespaßt die dieses Bier sommerlich-frisch und recht leicht wirken lässt.

Die Hopfung, und hier wurde auch gestopft, hätte in meinen augen ruhig noch stärker ausfallen können, doch auch so ist die Sommer Weisse des Eisenharzer Brauhauses ein einfach zu trinkendes, erfrischendes Sommerbier welches knapp an den vier Sternen vorbei schrammt. Drei gute Sterne nach Eisenharz!

Stammwürze: 12,5%

Alkoholgehalt: 5,2%

(3/5)